ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 3795

Schwarz-weiß-Malerei

iPodLife zum deutschen iTMS und deutschen Marketing

Autor: flo - Datum: 07.07.2005

In der etwas (apfel-)nachrichtenlosen Zeit -- nicht einmal 10.4.2 ist gekommen, liebe MacLife :P -- veröffentlicht iPodLife einen Kommentar unter dem vielleicht etwas hochtrabenden Titel "Quo vadis deutscher iTunes Music Store?". Im Trubel um die halbe Milliarde stellt der Kommentar die Frage, warum denn der Marktführer genau dies -- Marktführer -- in Deutschland eben nicht ist. Als passendes Fazit, um dies vorwegzunehmen, könnte man vielleicht (Zitat) "Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht" hernehmen. Denn es läuft natürlich auf das ... öhm ... etwas schleppende Marketing in deutschen Landen hinaus. Schade eigentlich, dass der Kommentar (ich verlinke den jetzt nicht aus Spaß zum zweiten Mal, ihr sollt den auch anklicken!) in entscheidenden Passagen zu gekürzt ausfällt -- was ihm die Schlagkraft nimmt, wie ich finde.

Ich frage mich allerdings, weshalb man gleich so anfangen muss: " In Deutschland steht es um den Store schlecht bestellt". Da ja Musicload laut Erhebungen mit 19,5% Marktanteil weit vor dem iTMS mit nur etwas über 7% liegt. Und der iPod (gemessen über 2 GB) führt zwar mit 50,6% Marktanteil mit weitem Vorsprung vor Creative, aber was sind schon 50 % verglichen mit den Werten in den USA?

Frei nach Mittermeier: Wer erinnert sich schon an den Zweiten? Keine Sau. Bist du nicht Sieger, bist du ein Niemand. Es steht "schlecht um dich". Nun ist die Frage, weshalb die Verhältnisse in einem Land so deutlich anders sind als anderswo ohne Zweifel legitim (und notwendig), aber eine übertrieben schwarz-weiße Einleitung nicht förderlich. Insbesondere nach der einleitenden Behauptung, der iTMS sei leuchtendes Vorbild für alle Musicstores. Definiere "Vorbild". Hinsichtlich des Marktanteils? Oder hinsichtlich der Qualität des Angebots? Und wäre es im letzteren Falle immer noch so schlecht um den iTMS bestellt, gerade im Vergleich zu Musicload?

"Musicload macht vor, wie man einen Stich landet". Ja, aber wie denn? Was hat Musicload den Vorsprung verschafft? War es die Werbung? Nur die Werbung? Beim iTMS werden die fehlenden Kooperationen angeführt, keine McDonald's-Kooperation, keine Song-Give-Aways etc. Hat all das Musicload (ernste Frage, mir wäre es nicht bewusst)?

Und dann blieben zwei Fragen:

1. Was verdient Musicload, was Apple? Musicload schaltet mit Sicherheit mehr (Fernseh-)Werbung, wenn auch in letzter Zeit eher zurückhatend. In Zeiten der Fußball-WM im nächsten Jahr darf man sich aber sicher auf einiges gefasst machen, wo doch T-Mobile oder welcher rosa Tentakel so genau auch immer einer der Hauptsponsoren sein wird. Aber was kostet das alles? Ist in den durchweg teureren Songs bei Musicload so viel Marge enthalten, die das bezahlen kann? Oder ist es doch vielmehr die große Mami T-Online, die hier Geld hineinbuttert, dass alles zu spät ist?

2. Was genau müsste denn Apple hierzulande tun? Im Kommentar wird behauptet, "dass Apple bis heute nicht erkannt hat, dass der deutsche Markt anders funktioniert." Wie funktioniert er denn? Das -- respektive die Antwort darauf -- wäre ja die Mutter allen Erfolgs. Wer viel wirbt, verkauft viel? Wenn Apple also Songs in Colaflaschen versteckt oder zwischen zwei labbrige Semmeln packt, wird der iTMS zur leuchtenden Nummer Eins in Deutschland? Wenn Plakate nicht nur in München und anderen Großstädten wirklich jede Straßenbahnhaltestelle einfärben, läge schon morgen der iPod bei 80%? Um nicht missverstanden zu werden: Natürlich bringt Werbung etwas, ich würde mir ja den Ast absägen, auf dem ich Geld verdiene, würde ich etwas anderes behaupten. Die wahrlich interessante Frage (oder Forderung) ist jedoch: Wie müsste eine Marketingkampagne denn aussehen, um in Deutschland möglichst auch in zählbare Ergebnisse zu resultieren?

Zumindest hier muss man dem iPodLife-Kommentar vollends recht geben: Nur mit der ständigen 1:1-Adaption der Vorgaben vom Mutterschiff wird das sicher nichts.

3. (Our two... our three main weapons... ach, lassen wir das) Wollte man an Punkt 2 anschließen, also herausfinden, welche Art von Marketing in Deutschland am besten greifen würde, so müsste man sich nun fragen, welche Kriterien denn wohl für potentielle Kunden ausschlaggebend sind. Ist es, wie man im "Geiz-ist-geil"-Land leicht folgern könnte, ausschließlich der Preis? Da verwundert es dann aber doch, dass das teurere Musicload in der Gunst der Käufer weiter vorn liegt, Creative und Konsorten als Anbieter (teilweise) günstigerer Player aber weit abgeschlagen sind? Und was machen eigentlich die 50% iPod-Besitzer mit ihren zu 20% bei Musicload gekauften WMA-Liedern? Sind die iPod-Besitzer etwa Teil der überwältigenden Mehrheit, die im Vergleich zu nur 10% Onlinekäufern lieber CDs kaufen? Oder sind sie, wenigstens zum Teil, Anhänger des streitbaren AllofMP3, wo man sich um WMA oder AAC keine Gedanken machen muss und gleichzeitig noch dem Hang zum Geilgeizen fröhnen kann?

Eine kurze Gegenüberstellung von einigen wenigen Zahlen zeigt also schon, dass die Lage keineswegs so offensichtlich wäre, als dass eine wie auch immer geartete Marketingkampagne alleine den Unterschied machen könnte.

Selbst was der Bauer kennt, frisst er nicht immer (ja, wir hier dürfen "fressen" sagen ;). Und er lässt es mitunter auch dann stehen, wenn man es ihm schmackhaft macht.

Kommentare

HInwbf4trl

Von: HInwbf4trl | Datum: 18.12.2005 | #1
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lW5TUUEQhZ

Von: lW5TUUEQhZ | Datum: 18.12.2005 | #2
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YLd9I5mPuW

Von: YLd9I5mPuW | Datum: 18.12.2005 | #3
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iDxOSu4HIX

Von: iDxOSu4HIX | Datum: 18.12.2005 | #4
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699dSvcS6S

Von: 699dSvcS6S | Datum: 18.12.2005 | #5
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Werbung ist das Problem

Von: iNyx | Datum: 07.07.2005 | #6
Meiner Meinung nach ist die praktisch nicht vorhandene Werbung für Apple-Produkte das Problem. Von ein paar Anzeigen (mein Gott wie lang ist das schon her) in Magazinen über den iTunes Store / iPod und diesen ominösen Plakaten in einigen Großstädten (ich habe noch keins gesehen, wohne ja auch wie 80% der Bevölkerung nicht in Großstädten) findet doch Apple-Werbung in Deitschland praktisch nicht statt, schade.

iNyx

Interessante Tatsachen

Von: steve | Datum: 07.07.2005 | #7
Mal wieder interessant dass das hier in der Schweiz ganz anders aussieht! Betreffend iPod UND betreffend dem iTMS!

Interessante Tatsachen (2)

Von: steve | Datum: 07.07.2005 | #8
noch was: Werbung kann es ja auch nicht sein, denn: wir Schweizer waren ja bis vor wenigen Jahren richtig gehen verwöhnt worden von Apple Werbung im TV ... nun sieht's so aus, das wir hier kaum mehr Werbung von Apple sehen und in DE jedoch dauernd TV-Spots und Plakat-Werbung geschalten wird ... und in der Schweiz hat der iPod trozdem 80% Anteil (2004- mittlerweile wohl noch mehr, denn ich sehe immer mehr iPods ...) und auch der iTMS ist (obwohl er _sehr_ spät gekommen ist) sicherlich Marktführer, denn MyCokeMusic, exlibris und I-M funzeln ja nicht wirklich und von MSN-Music sowie Sony hört man komischerweise so ziemlich überhaupt nichts! :-/

Das Problem ist ein ganz anderes...

Von: macmercy | Datum: 07.07.2005 | #9
Ich selber habe einen iPod und etwa 3 Leute aus meinem Bekanntenkreis.

Auf meinem iPod habe ich ausschließlich meine CDs aus den späten 70ern, 80ern und den frühen 90ern. Versucht mal 'Johnny Guitar Watson' zu finden... Einen Song aus dem Store habe ich 1x gekauft - um es anzutesten. Für meine Frau habe ich ein Album gekauft - das dudelt jetzt in ihrem Autoradio auf CD. Ich käme im Leben nicht darauf, massenweise Musik im Store zu kaufen - ganz einfach, weil mir die heutige Musik einfach nicht zusagt. Und ja - im Auto höre ich fast nur NDR-Info.

Und was die 3 Bekannten betrifft (übrigens alle mit PC): Die saugen weiterhin illegal Songs, tauschen sie untereinander und brauchen den Store eigentlich nur, um die Songs anzuspielen. Damit man weiß, wonach man suchen muss...

fernsehwerbung gibt es ja von beiden.

Von: nico | Datum: 07.07.2005 | #10
im direkten vergleich muss ich sagen, apples werbung fuer itms ist zwar hip, aber musicload deutlich konkreter.
viele bekannte wissen nix mit dem apple-spot anzufangen. das ist schade. werbung muss natuerlich in erster linie funktionieren ;-)

Das "Fachblatt"...

Von: Konqui | Datum: 07.07.2005 | #11
... Computer-Bild hat vor ein paar Monaten die online-Anbieter von Musik getestet. Gewonnen hatte musicload (lag dann auch ein Gutschein dabei, wer hat da wohl gesponsert).
Wie immer waren natürlich viele Fehler im Test und das wichtigste negative Kriterium war: die Lieder aus dem iTMS können nur auf dem iPod abgespielt werden.
Und was denkt hier wohl unsere geis-ist-geil- und Computerbild-Leser-Gesellschaft?

Außerdem gab es ja noch den tollen Test bei SWR3. Da hat der iTMS auch total verloren gehabt, weil der Tester zu blöd zum Suchen war! Ich habe ihm den iTMS noch per Mail erklärt...


Konqui

Es ist einfach das normale deutsche Spießertum!

Von: thomm | Datum: 07.07.2005 | #12
Ich habe auch in der Bekanntschaft einige, die so blöd sind und bei Musicload den teuren WMA-Müll kaufen!

Hauptgrund: Jaaaaaa da kann ich immer so schön bequem von meinem Konto abbuchen lassen und habe es dann gleich auf der (Teuerkom)-Rechnung......,

Früher noch: Jaaaaaa bei Apple muß man ja eine Kreditkaaaaaaaate haben, die habe ich nicht.... die ist ja sooooooo unsicher.....


Jetzt: Jaaaaaaaaaa jetzt habe ich schon soooo viele Titel bei musicload geladen und iTunes spielt ja diese WMA-Titel nicht ab außerdem müßte ich mich jaaaaaaa erst bei Firstgate anmelden und ob das siiiicher ist, jaaaaaaaaa und überhaubt, die Telekom will jaaaaaa auch leben, was soll die denn machen wenn alle weggehen.....

und die paar Cent mehr als bei Apple ...."


Naja ich hab's aufgegeben. Bei der Teuerkomm sind es mal schlappe 30% Mehrkosten gegenüber iTMS aber Prozentrechnung ist für viele eine Kunst mit sieben Siegeln. Außerdem hat man für solche mystische Mathematik beim Hin- und Herrasen zwischen den Märkten (ALDI,LIDL, Penny, Norma & Co.) wenn bei einem die Butter nur 73 statt 79 Cent das Stück kostet, das Pfund Kaffe beim nächsten nur 5,49 Oiro statt 5,99 Oiro usw. gar keine Zeit!

Es ist eben wie beim Rechnerkauf: "Mac, ist der nicht inkompatibel? Laufen da auch meine (geklauten) Spiele drauf?....."

Ja genau Leck mich a... A.... :-)

Our two... our three main weapons..

Von: Mitleser | Datum: 07.07.2005 | #13
are fear..... ;D

hihi

Billig

Von: Konqui | Datum: 07.07.2005 | #14
Man kauft das, was auf den ersten Blick billig ist. Was man an Folgekosten hat oder wie oft man sich was neu kaufen muss, ist dann egal.

Und der iTMS passt wie oben schon gesagt nicht zu dieser Einstellung ;) Selbst wenn er billiger ist als musicload.


Konqui

These

Von: Snaro | Datum: 07.07.2005 | #15
Apples Misserfolg in Deutschland beschränkt sich ja nicht nur auf den iTMS, sondern zieht durch die ganze Produktpalette. Das der iPod vergleichsweise gut geht ist ein echtes Wunder. Das Problem ist - seltsamerweise - das Image von Apple bzw. der Maccies: snobish, elitär (das mögen die Deutschen ja eh nicht), teuer und inkompatibel: das geht natürlich nicht im Land von "Was nicht passt wird passend gemacht"
Was die schwache Nutzung des iTMS betrifft, so denke ich, die Beschränkung auf Kreditkarten macht den Store für viele Jugendliche nicht nutzbar. Ja ich weiss, es geht auch per FirstGate, aber wer nutzt das schon? Und wer weiß davon, außer Leuten die schon im Store kaufen? Es stimmt schon, die Werbung ist hübsch anzusehen aber wenig informativ. Man muss die Werbung für den deutschen Markt wirklich anders gestalten. Nur wie?

@Applemac

Von: mac | Datum: 07.07.2005 | #16
Der war gut ;-)

----------------------------------------------------
Geiz ist dumm, man verschenkt dadurch sein Leben...

@snaro

Von: Konqui | Datum: 07.07.2005 | #17
Die Werbung müsste so niveaulos werden wie alle Werbung in Deutschland...


Konqui

@thomm

Von: Joerg | Datum: 07.07.2005 | #18
*zustimm*

;-)

Preise sind unbekannt

Von: jokkel | Datum: 07.07.2005 | #19
Der iTMS macht keine Werbung mit ihren günstigen Preisen. Dabei würde es doch schon genügen am Ende der Fernsehspots oder unten auf den Plakaten noch einen kurzen Hinweis abzudrucken:
Jeder Song 0,99 €
Jedes Album 9,99 €

Das allein würde schon mehr Kunden bringen. Auch beim iPod könnte man noch einen Hinweis auf die Markführerschaft anbringen:
Der meistverkaufte mp3-Player.

Nur so am Rande: Eine Freundin von mir dachte bei musicload könnte man kostenlos Musik laden.

Johnny Guitar Watson

Von: iwo | Datum: 07.07.2005 | #20
Jemand der Johnny Guitar Watson kennt! A Real Mother For Ya, Love Jones... Ich muss meine Schallplatten wieder mal rauskramen (ja, Schallplatten, lange ist es her). Zum Thema: Vermutlich geht es in die Richtung, die thomm beschrieben hat. Werbung läuft ja für iTMS.

Die deutsche Mentalität?

Von: ralf | Datum: 07.07.2005 | #21
Mit jeder Vereinfachung schafft man Unrecht. Und in jeder Vereinfachung steckt auch ein Körnchen Wahrheit.

Es liegt an der deutschen Mentalität. Wie Null-Checker Brandt einmal geäussert hat, "Ein SPD-Wähler würde niemals eine andere Partei wählen!", so haben sich die deutschen im IT Bereich tief in pseudo-philosophische, technik-detail-versessene und pseudo-wirtschafftliche Trutzburgen zurück gezogen, die man nicht verlassen will und ohne teilweise Selbstzerstörung nicht mehr kann. Vergleichbar mit der besetzten Sonnenliege am Urlaubsort.

Da tun sich die US-Staatler um einiges leichter. Ja wenn's Hip ist und in Mode, dann wird halt die Philosophie mal kurz ausgewechselt, war's ne Niete, kann man ja wieder wechseln und übermorgen ist eh alles vergessen. Schön kindlich und vielleicht gar nicht mal so verwerflich. Mit Sicherheit praktisch.

Kurz: Apple hat in Deutschland sowohl bei den Fans als auch bei den Nicht-Fans (Hassern) einen weit höheren Stellenwert und somit eine weit höhere Schwelle beim überschreiten. Apple User waren und sind (achtung im selbst-ironischen Sinn übertriebene Übertreibung:) arrogante, selbstgefällige, oberflächliche, technik-uninteressierte DAUs. Und wenn man dann im iTMS einkauft, wird man selbst zu so einem DAU und man müsste sich selbst Hassen.

Wird Zeit das Apple mal einen Deutschland-Chef bekommt, der einen guten Draht zur Unendlichkeit hat und mal bei beiderseitigen Verständnis für neue Impulse sorgen könnte.

Ach, übrigens, welcher arme Kerl ist im Moment DACH Chef?

@iwo

Von: mac | Datum: 07.07.2005 | #22
Wer kennt den nicht ab 40+?

George Benson: "On Broadway" ist auch aus der Zeit. Immer wieder genial. ;-)

Etwas lächerlich..

Von: dermattin | Datum: 07.07.2005 | #23
...das Ganze. Apple in Deutschland kein Marktführer? Booar wie schlimm. Apple verkauft so viele Songs am TAG wie Musicload IM MONAT. Also wen interessierts?

Ausserdem sind die Umfrageergebnisse in so einem Fall nicht aussagenkräftig. Da hätte man sich schon um "echte" Zahlen bemühen müssen. Verstehe auch die Aufregung der ipodlife nicht. Ich bekomme weder weniger Titel im iTMS noch weniger iPods durch den angeblich kleineren Marktanteil Apples in Deutschland. Wo liegt also das Problem? Sollen die Deutschen doch lieber im durchschnittlich teureren Musicload Store kaufen. Selbst schuld.

P.S. Nix gehen Österreich. Dort gibts so viele Apple Produkte, selbst in der Strassenbahn sieht man iPod Zubehörwerbung. Es gibt nicht ein Zugabteil, in dem nicht mind. ein Apple Produkt aus der Tasche geholt wird ;)

itunesstore = mist

Von: murks | Datum: 07.07.2005 | #24
apropos folgekosten (via Konqui): guter punkt. genau deshalb kauf ich nichts vom itunes-store oder sonst einem online-store. weil: kauf ich eine cd, kann ich davon ausgehen, die auch in -sagen wir- 15 jahren noch hören zu können. ich muß mir auch nie gedanken machen über meine cd-sammlung, sie ist einfach da, und wenn ich eine cd 5 jahre nicht höre, dann wieder, funktioniert das problemlos. bei diesen digitalen daten siehts völlig anders aus. wer garantiert, dass mp3 oder aadc (oder so) noch unterstützt werden in ein paar jahren. wer garantiert mir, dass meine backup-cds auch in ein paar jahren noch nicht defekt sind, und mein neuer rechner diese noch liest? dass man die itunes-songs dann nichtmal auf cd-brennen kann, um sie auf einem stinknormalen cd-player abspielen zu können (sondern nur mittels halblegalem programm zuerst auf mp3 umwandeln muß) ist ja auch nicht wirklich toll. wenn ich jedenfalls diese ganzen folgekomplikationen in betracht ziehe, werde ich nichts im (zb.) itunes-store kaufen. für mich jedenfalls ist diese ganze itunes-geschichte vor allem eines: kurzfristige bedürfnisse erfüllen, und damit geld zu verdienen. aber alles sehr kurzfristig gedacht. unternehmerisch sinnvoll, langfristig aber schlecht für die musikbranche, tja, und auch die konsumenten werden wohl noch die eine oder andere böse überraschung erleben (wenn zb die festplatte eingeht, und auf einen schlag 200 songs weg sind.)

Falschinfo (@murks)

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 07.07.2005 | #25
dass man die itunes-songs dann nichtmal auf cd-brennen kann, um sie auf einem stinknormalen cd-player abspielen zu können (sondern nur mittels halblegalem programm zuerst auf mp3 umwandeln muß) ist ja auch nicht wirklich toll.

Obwohl deine restliche Argumentation in Teilen durchaus zutreffend ist (wobei auch eine CD-Sammlung defekt sein kann, ebenso wie ein Backup auf CD der gekauften Songs), so bist du in zitiertem Falle einer Falschinformation aufgesessen.

iTunes-Songs kann man ohne jeden Umweg und prinzipiell auch unbegrenzt (eine Begrenzung gilt nur für unveränderte Playlisten) auf CD brennen (als normale AIFF-Audiodatei).

@Murks..

Von: tonidigital | Datum: 07.07.2005 | #26
Murks Dein Name ist schon ganz gut gewählt..

1. Brabbel nicht so viel Müll, wenn Du eh keine Ahnung hast. AAC heist es und es ist ein Standard, wird auch in zig Jahren unterstützt werden, da alle DVDs mit AAC Audio kodiert sind.

2. Wie man an Deinen Aussagen sieht, hast Du wohl noch nie iTunes benutzt, sonst wüßstest Du, dass man aus iTunes direkt ohne Umwandeln, sich die gekauften Lieder auf CD brennen kann (das bis zu 7 Mal in der gleichen Reihenfolge)

3. Deine Argumentation wegen "Kurzfristig" ist auch Murks, dann solltest Du Dir keine CDs kaufen, die werden bald auch der Vergangenheit angehören, ganauso wie die Cassetten davor oder die Schallplatten.

Also frei nach Nuhr: "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten"

@flo

Von: murks | Datum: 07.07.2005 | #27
ich hatte ja -zugegebenermassen- einmal etwas im itunes-store gekauft. das brennen auf cd hat aber nicht geklappt. kann es sein, das der grund der ist, dass mein internes laufwerk defekt ist, und mein externes von itunes nicht angesteuert werden kann, es aber nur über itunes funktioniert?.

was defekte cds betrifft: natürlich können auch audio-cds defekt werden, aber doch nur bei nicht nicht sorgfältigem umgang. gebrannte cds brauchen aber einfach nur eine zeitlang rumliegen, um irgendwann nicht mehr zu funktionieren (hier in der firma haben wir probleme mit gerade mal 2 jahre alten archiv-cds).

@tonidigital

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 07.07.2005 | #28
Naja, wie man auch bei den Problemen mit der Langzeitarchivierung sieht, sind digitale Formate nun mit das unbeständigste an der ganzen Sache. Insofern überdauern CDs mit einer theoretschen Haltbarkeit (Behandlungsfehler nicht eingerechnet) von rund 100 Jahren die Überdauerung digitaler Datenformate doch deutlich. Nicht, dass AAC in fünf Jahren Vergangenheit wäre, aber für die Abspielbarkeit in 20, 50 Jahren würde ich vielleicht auch nicht unbedingt Körperteile ins Feuer legen.

Aber in dem Punkt verlagert sich die Diskussion dann zugegebenerweise schon arg ins theoretische und spekulative, da gibt es sehr viel greifbarere, praxisrelevantere Bereiche ;)

@murks

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 07.07.2005 | #29
Wieso es bei dir nicht geklappt hat, eine CD zu brennen, kann ich aus der Ferne schlecht sagen. Aber rein prinzipiell geht's ;)

@tonidigital

Von: murks | Datum: 07.07.2005 | #30
immer wieder schön, wie nett hier diskutiert wird. ich danke dir jedenfalls für deinen beitrag.

Mir fehlen die Zustzinfos...

Von: Stevo07 | Datum: 07.07.2005 | #31
...auf den Covern. Wer spiel Bass? Wo ist die Musik aufgenommen? wer hat das coverfoto gemacht? Bei manchen itms cds gibt es gekürzte infos (us-store only)?

ich habe (illegal lt. apple) im us-store per geschenkgutschein 30 dollar verbraten, ein stück hat einen verschlucker drin (nochmal laden?), cds kosten als restposten 2,99 bis 6,99. im itms fehlen manchmal stücke (12 von 13!!). und das dann für 9,99.

ich bleibe erst mal beim gepressten und gedruckten ton :-)

ausserdem kann ich die original-cds auch verkaufen. -aber itms-musik mit passwort verkaufen? oder erst brennen und dann auf ebay einstellen?? vielleicht sogar mit selbstgedrucktem cover..

tonidigital

Von: nico | Datum: 07.07.2005 | #32
"AAC heist es und es ist ein Standard, wird auch in zig Jahren unterstützt werden, da alle DVDs mit AAC Audio kodiert sind."

dvd aac-audio codiert? wo das denn?

moeglich ist pcm (unkomprimiert), dolby digital von 1.0-5.1, weniger benutzt mpeg-audio (kein mp3). dann noch dts, allerdings nicht als alleiniges format, nur als zugabe. selbiges gilt fuer sdds, allerdings kaum genutzt.

@nico

Von: tonidigital | Datum: 07.07.2005 | #33
Lesen bildet :-)

[Link]

@tonidigital

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 07.07.2005 | #34
Naja, genaueres Zitieren bildet aber auch ;)

Bei DVDs hat AAC erst mal gar nichts verloren, AAC (plus, also die HE Variante) ist der Codec für den _optionalen_ Teil der Audio-DVD...

Das ist denn doch ein Unterschied ;)

tonidigital

Von: nico | Datum: 07.07.2005 | #35
ich will jetzt mal nicht nuhr zitieren.
aber du sprachst von ALLEN dvds. dein link ist richtig, allerdings bezieht es sich auf den ROM-PART von AUDIO-DVDs. audio-dvds sind nun nicht so der reisser. und es geht auch nicht um die audio-mucke darauf. sondern um einen eventuell vorhandenen rom-part. also ein bereich, wo noch sonstiger multimedia-kram drauf ist. und da kann laut spezifikation gnaedigerweise auch aac genutzt werden.
lesen bildet :-)

@nico

Von: tonidigital | Datum: 07.07.2005 | #36
Okay, wir wollen keine Haarspaltereien, und keinen Stess.

Also ich meinte alle AUDIO DVDs da wir ja auch von Musik sprachen, oder seit wann verkauft der iTMS Videos?! ;-)

In dem Sinne, Friede, Freude, Eierkuchen!

Übrigens

Von: tonidigital | Datum: 07.07.2005 | #37
gäbe es für registrierte MG Freunde einen Edit-Button für die Kommentare, hätte ich ein Audio vor die DVDs geschrieben. Sööö, jetzt mal schauen ob es heute noch was erfreuliches gibt, und nicht nur Horror-Nachrichten aus London..

tonidigital

Von: nico | Datum: 07.07.2005 | #38
klang eben sehr merkwuerdig. auch die headline des verlinkten artikel ist sehr reisserisch. was steht dort letztendlich? das im rom-part auch aac benutzt werden darf. na schoen. braucht man eigentlich nicht fragen. ich kann in den rom-part auch ne excel-tabelle werfen, wenn es mir spass macht. dafuer ist nunmal ein rom-part da.
meine genannten formate sind dageben standardkonform.

kein stress... ;-)

@Steven07 High end Hörer in der CH und Deutschland

Von: pm | Datum: 07.07.2005 | #39
Aus meiner icht ist das eindeutig auf ein viel anspruchsvolleres Hörverhalten zurückzuführen.
Wir hatten schon mal klar die Diskussion dass der ITMS Klassik, Blues und Jazz extrem schwach abdeckt.
Ebenfalls fehlt die ganze Zusatzinformation. Der ipod wird vor allem bei Zugfahrten oder in den Ferien gebraucht.
Aehnliches gilt bei Podcasting. Die meisten europäischen Radiostationen haben entweder Musikprogramm oder ein normales Hörprogramm. Was wir nicht haben sind kiloweise Talkmasters wie Al Franken und wie die alle noch heissen.

Apple muss noch gewaltig zulegen, wenn sie den ipod dem qualitativen Hörer verkaufen wollen. Als Feriengadget ist das Ding o.k. Noch nicht mal die Kopfhörer sind brauchbar. Alle in meinem Umkreis ersetzen sie mit Sennheiser PX100 oder ähnlichen Teilen.

Schallplatten noch nicht wegwerfen

Von: pm | Datum: 07.07.2005 | #40
Der erste Laserplayer für Schallplatten ist in Sicht. Ist momentan noch recht teuer aber immerhin. [Link]

High End Blues in D?

Von: Kultobjekt | Datum: 07.07.2005 | #41
Klassik, Blues und Jazz um den ITMS Deutschland zu retten? Das ist mal eine gewagte These.

..,-

Von: Heico | Datum: 07.07.2005 | #42
Hi,

... was seid ihr denn so am meckern : wenn ein XP/2000-User sich inzwischen den kostenlosen QT-Player von Apple downloaden möchte, so muß er doch inzwischen iTunes downloaden.
D.h. der User möchte lediglich einen Player und bekommt gleich den Musikshop.
Na, wenn das kein Marketing ist ;-)

Gruß, Heico

Kreditkarte...

Von: Yemeth | Datum: 07.07.2005 | #43
iTMS kann man immer noch nicht simpel und direkt per Lastschrift zahlen. Nur mit umweg über firstgate.

High End Blues

Von: pm | Datum: 07.07.2005 | #44
Ich denke du unterschätzt dieses Geschäft. Als kleines Beispiel.
Miles Davis "Kind of blue"
Zwischen 1960 - 1990 ca 1 Mio. mal verkauft. "Columbia". Ab 1970 hat hier niemand mehr Werbung gemacht.
1991 kauft Sony / Columbia und definierte Sony Classic. Die Columbia Kataloge wurden sorgfältig analysiert und siehe da ein grossartiger Jazz Katalog war vorhanden.
Also dies wird auf 24bit CD re-mastered und neu vertrieben. Was passierte zwischen 1991 - 2004
"Kind of blue" verkaufte sich weitere 4 Mio. mal. "Rechne !!!!!"

Miles und seine Kumpels spielten das Teil in 3 Tagen ein zu Tagessätzen von 65 USD.

Guter BuchTip Ashley Kahn "Kind of blues".

Aehnliches gilt es auch im Klassik Segment. Warum gibt es denn von Händels "Fireworks" schon mindestestens 2 Dutzend Aufnahmen ?????

Tja Yemeth

Von: thomm | Datum: 07.07.2005 | #45
Du könntest auch einer dieser Bekannten sein.... aber das hast Du noch nicht einmal gemerkt und bestätigst nur weiter meine Erfahrungen :-)


Viel "Spaß" bei musicload

Mehrere Faktoren

Von: Carlo | Datum: 07.07.2005 | #46
Die Werbespots von Apple empfinde ich schon immer als nichts Genaues vermittelnde Eyecatcher. Mir kommt es so vor, als wolle man damit nur erreichen, daß die Consumer sich selbst schlau machen, indem sie sich die Infos auf Apples Webseiten holen. Das war bisher bei allen Appleprodukten so. Vom ersten iMac über den G5 bis jetzt zu iPod. Von iTunes selbst hab ich noch nichts gesehen. Eigentlich wären das doch die idealen Werbespots für eine Werbeagentur.

Desweiteren ist die Mehrzahl der Deutschen in den letzten Jahrzehnten schon mehr als Bluna geworden. Mir kommt es so vor, als wüßten hier immer weniger Bürger, wie Kapitalismus und freie Marktwirtschaft funktionieren.
Das Beste, was die meisten in Deutschland gut können, ist Nörgeln. Es wird an allem, was man nur finden kann, rumgejammert und dann wird mit allen Mitteln dafür gesorgt, daß alles noch weiter den Bach runtergeht.
Man regt sich über die Arbeitslosen auf, gleichzeitig tut man alles Mögliche, daß es noch mehr Arbeitslose gibt.
Jahrzehnte feiern Massen krank, wenn sie mal paar Tage frei haben wollen, dann regt sich jeder auf, wenn er was zuzahlen soll. Immerhin hatten die Maßnahmen dazu geführt, daß die Zahl der Krankfeierer rapide abnahm, was wiederum belegt, daß Jahrzehte lang ein reger Mißbrauch stattgefunden hat.

Geiz ist Geil. Jedem Billigschnäppchen wird nachgejagt, ohne mal nur einen Gedanken daran zu verschwenden, wie sowas möglich ist und zu welchen Lasten das geht. Als ob man wirklich was geschenkt bekäme. Was auf der einen Seite billig eingekauft wird, muß mitlerweile durch andere Kanäle doppelt und dreifach draufgezahlt werden und es ist schon so schlimm, daß dies durch Steuern und Abgaben passiert, weil das Verhalten von uns Deutschen es nicht mehr möglich macht, innerhalb der Wirtschaftsstrukturen einen Ausgleich zu schaffen.

Es war der Einzelhandel und der kleine Mittelstand, der die Menschen beschäftigt hat und mit unseren Geiz ist Geil-Einkäufen haben wir den ruiniert.
Lidl, Penny, Aldy, ProMarkt, MediaMarkt und Konsorten machen mit einer Hand voll unterbezahlten Laien das große Geschäft und sind schon alle in der Lage, selbst die Lieferanten bis zu deren Exitus zu erpressen.

Und unsere Steuerpolitik machte es möglich.
Für jeden der genannten Märkte könnte es im Durchschnitt auch 10 Fachhändler geben, von denen jeder zwischen 3 und 6 Arbeitnehmer beschäftigen könnte. Und mit guten Einkaufsgenossenschaften könnten die Waren trotzdem billig sein.
Die Mehrzahl von uns ist nur zu blöd sowas durch seine Einkaufsmentalität zu beeinflussen. Da sieht niemand einen Zusammenhang. Lieber Hartz-Empfänger aber billig kaufen. So siehts aus.

Carlo

Wenn Sicherheit, dann keine CDs!

Von: b.chic | Datum: 07.07.2005 | #47
Nur weil ich hier ein paar mal den Unsinn gelesen habe: CDs sind auch bei sorgfältigem Umgang (was immer das sein mag) KEIN sicheres Speichermedium! Derzeit importiere ich meine gesamte CD-Sammlung in iTunes. Bisher hatte ich zwei Maxi-CDs die nicht mehr lesbar waren. Beide waren ca. 12 Jahre alt und werden von den Plattenlabels nichtmehr angeboten.
Bei selbstgebrannten CDs war mir das Problem bekannt, aber bei gekauften Audio-CDs ist mir das völlig neu. Also verabschiedet Euch langsam von Euren CDs aus den 80ern.

@Heico

Von: James P. Sullivan | Datum: 07.07.2005 | #48
"wenn ein XP/2000-User sich inzwischen den kostenlosen QT-Player von Apple downloaden möchte, so muß er doch inzwischen iTunes downloaden.
D.h. der User möchte lediglich einen Player und bekommt gleich den Musikshop.
Na, wenn das kein Marketing ist ;-)"

Was soll das denn?

apple.com/quicktime

Einmal runterladen und QuickTime OHNE iTunes geniessen. Geht schon seit Ewigkeiten so... seit immer... und schon lange vor iTunes!

@Carlo

Von: mac | Datum: 07.07.2005 | #49
Volle Zustimmung.

Besonders traurig:
Der deutsche Ober-Werbe-Guru "Holger Jung", u.a. Mitglied im Deutschen Werberat zeichnet für den dümmsten Slogan der Weltgeschichte (Geiz ist geil) verantwortlich.

Armes Deutschland...

@Carlo

Von: tonidigital | Datum: 07.07.2005 | #50
Bravo! Du sprichst mir aus der Seele! Genauso ist es. Die Bevölkerung ist zu 80% verblödet.

Werbung

Von: Dr. Waters | Datum: 07.07.2005 | #51
Ich sehe in den letzten Tagen ungewöhnlich viel Apple-Werbung: online beim Spiegel, gedruckte Anzeigen und auch Fernsehspots.
Das Problem ist aber, das der Durchschnittsdeutsche damit nichts anfangen kann. Die den ITMS kennen, wissen worum es geht, die anderen nicht. Da ist die Musicload-Werbung viel konkreter. Es wird auch für den dümmsten erklärt, worum es geht.
Apple müsste wirklich eine für den deutschen Markt angepasste Werbung produzieren, wo auch auf den Preis hingewiesen wird. Ich kann nicht verstehen wieso sie sowas nicht kommunizieren.

@tonidigital

Von: mac | Datum: 07.07.2005 | #52
Ich darf dich korrigieren?: es sind mind. 95%

@mac

Von: bolzen | Datum: 07.07.2005 | #53
Sagen wir mal so, wäre ein IQ von 125 der Durchschnitt, könnte man die Bevölkerung als intelligent bezeichnen. Er liegt aber bei 100.

Kooperationen

Von: Markus | Datum: 07.07.2005 | #54
Ich denke dass Werbung wichtig ist, jedoch genauso wichtig sind Kooperationen.

Schaut ihr ab und an Fernsehen? Immer öfter ist Musicload Sponsor-Partner von Fernsehsendungen und ich denke mit Grauen schon an die nächste Staffel DSDS.

Die Webseiten der Fernsehsender, vor allem ProSiebenMedia verweisen sehr oft auf Musicload. Die aktuelle Coca Cola Werbeaktion verscherbelt Gutscheine für Musicload.

Im aktuellen Quelle Katalog gibt es kein einziges Apple Produkt, noch nicht einmal den iPod Shuffle, wie kann das sein? Dafür zig WMA Grätz-Player.

Apple versäumt es einfach immer wieder sich Partner zu suchen, alles wollen sie alleine machen an allem alleine verdienen, solange sie in den USA gut verkaufen ist die Welt in Cupertino in Ordnung. Das ist wirklich schade und ich befürchte, dass man der DACH-Leitung von Apple viel zu geringe Handlungsspielräume gibt.

Warum hat Apple mit iTunes nicht den Eurovision Song-Contest gesponsered, gerade wo sie doch mittlerweile fast in ganz Europa mit einem iTMS vertreten sind? Mehr Zuschauer kann man doch fast nicht bekommen.

Warum sponsern sie nicht Top of the Pops oder was auch immer. Alles Fehlanzeige.

Auch den iPod zu kaufen ist für nicht Internet-Käufer, die nicht in Großstädten wohnen garnicht so einfach. Meist sind die iPods in einer Vitrine versteckt wo 100 WMA-Flash-Player auf ner riesigen Theke rumliegen.

Naja, alles wird gut :-)

@mac

Von: guest400 | Datum: 07.07.2005 | #55
"Geiz ist Geil" stammt nicht vom verehrten Professor Holger Jung sondern von einem
seiner Mitarbeiter, der bei JVM arbeitet.

[Link]

Zielgruppe

Von: Heico | Datum: 07.07.2005 | #56
Hi,

---
Auch den iPod zu kaufen ist für nicht Internet-Käufer, die nicht in Großstädten wohnen garnicht so einfach
---
mal ernsthaft : glaubst Du die Zielgruppe eines solchen Produktes kauft nicht sowieso im Internet dieses oder jenes ein ?

Gruß, Heico

Das Problem ist die Kreditkarte

Von: Claudius | Datum: 07.07.2005 | #57
Die Deutschen sind leider Kreditkartenmuffel (gehöre schon lange zu der Kreditkartenfraktion). Sie bezahlen lieber Bar (nach dem Motto "Nur bares ist wahres"). Wenn der iTMS vom Anfang an auch andere Zahlungsformen zugelassen hätte, dann wäre es sicher etwas anders.

Prepaid Karten einführen!!!

Von: Claudius | Datum: 07.07.2005 | #58
Ein Vorschlag (um das Kreditkartenproblem zu umgehen): Prepaid Karten (sog. iTunes Music Store Cards) im Saturn oder Mediamarktverkaufen, wie es die in USA und Canada gibt. Mit Code den Kredit freischalten und einkaufen.

@Claudius

Von: Markus | Datum: 07.07.2005 | #59
oder an der Tankstelle, am Kiosk, überall dort, wo es eben auch die Handy-Prepaid Karten gibt.

OT: IBM

Von: Karl Schimanek | Datum: 07.07.2005 | #60
stellt den 970MP vor.

Scheiß Intel!

@Karl

Von: Markus | Datum: 07.07.2005 | #61
Wen interessiert das jetzt noch?

Bis die in Stückzahlen lieferbar sind dann gibt es schon längst die ersten Intel-Macs. Ich freu mich mittlerweile auf ein Pentium M PowerBook.

IBM hats total verpasst!

der typische deutsche Konsument

Von: svenc | Datum: 07.07.2005 | #62
versteht das Nachfolgende ja noch nicht mal, wie will man ihm erklären, dass der iTMS besser ist?

"Es gibt kaum etwas auf der Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen kann und ein wenig billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften.
Es ist unklug, zuviel zu bezahlen, aber es ist auch unklug, zuwenig zu bezahlen. Wenn Sie zuviel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zuwenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.
Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzurechnen. Wenn Sie dies tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres mehr zu bezahlen."
John Ruskin, 1819-1900 engl. Sozialkritiker

@Applemac

Von: paulimausi | Datum: 08.07.2005 | #63
"Sondern an den krankhaften Drang, der Deutschen und Österreicher, sich minderwertige Ware zu kaufen."

Volltreffer!
Ein Produkt, das in Deutschland verkauft werden soll, darf nicht gut aussehen und darf keinesfalls kreativ sein -- denn das wäre unseriös.

LEUTE, LEUTE...

Von: kux | Datum: 08.07.2005 | #64
... macht mal pause! einige von euch verallgemeinen ganz schön heftig. zum glück ist keiner von euch ein chef einer grossen firma mit tausend von mitarbeitern. ich will sehen was passiert, wenn ihr 100 entscheidung pro tag treffen müsst. ob ihr so einen job besser machen könntet?
haben einige mal darüber nachgedacht, wieso apple euer meinung nach, so wenig werbung für iTMS macht? was ist mit dem verhältniss (ausgaben/einnahmen)?
lohnt es sich noch mehr werbung zu machen, wenn netto (nach abzug von personal, traffic, strom usw.) pro song vielleicht 5-10 cent übrig bleiben? da müsste apple pro 15-30 sekunden werbung 50'000 songs verkaufen (eine schätzung: primetime 30sek. werbung 20.00 h - 22.00h kosten um 5'000 euro, vielleicht noch mehr vielleicht weniger, ich habe keine angaben von rtl, pro7,usw.). damit wäre es aber nicht getan, es müssten schon 3-5 15 sekünder pro sender und abend laufen.
rechnet mal nach.

ich finde ein bisschen nachdenken schadet vielleicht nicht. nörgeln ist immer sehr einfach. ein ganzes volk oder ein ganzes unternehmen als unfähig, dumm, geizig abzustempeln auch.

wie ich bemerke posten hier keine manager oder wirtschafts studenten, sonst wäre nicht so viel "mist" geschrieben worden.


ps. ich habe keine ahnung von wirtschaft, nur das was mir vom designstudium mitgegeben wurde.

@kux itms hat kein Werbeproblem

Von: pm | Datum: 08.07.2005 | #65
iTMS hat aus meiner Sicht überhaupt kein Werbeproblem. Sie haben ein gewaltiges Qualitätsproblem.
Wenn in der Schweiz die 4 populärsten Künstler nicht erhältlich sind z.B, dann nützt Werbung überhaupt nichts.
Wenn Blue Note und Atlantic als Label sowie weitere nicht vorhanden sind kann keine Werbung der Welt den Zweck erfüllen. Es fehlt, dann schlicht und einfach 15 Jahre schwarze Musikgeschichte.
Abgesehen von US Teenagers die alles kaufen wie dämlich es auch ist.

@pm

Von: kux | Datum: 08.07.2005 | #66
ich wohne in zürich... ;) ich kenne das iTMS CH. für meinen geschmack gibt es auch zu wenig musik drin. es fehlt an JAZZ, es fehlt an KLASSIKER, es fehlt an "für meinen musikgeschmack" elektronischen sachen usw.. das ist aber eine andere geschichte. hier geht es mehrheitlich um den marktanteil in DE. einige meinen, apple mache keine oder zu wenig werbung und ich habe eine meiner überlegungen nieder geschrieben.

dass apple über eine andere, günstigere strategie an die konsumenten herangehen will, möchte ich hier nicht aufzählen. es sollte einigen aufgefallen sein wie apple das bewerkstelligt.

Denke nicht, dass es an der Werbung liegt

Von: b.chic | Datum: 08.07.2005 | #67
Sicher, Werbung ist wichtig und gut - mehr Werbung wäre besser. Aber durch Werbung lässt sich das Problem, das ich sehe, nicht kompensieren. Apple hat ein Problem mit der physischen Präsenz.

In der Werbung und im Internet sind Apples Produkte zwar nett anzusehen, aber solange ich die Produkte nur auf dem Papier (oder am Bildschirm) vergleiche schneiden die Appleprodukte immer schlechter ab. Es gibt günstigere Produkte und Produkte die auf dem Papier (deutlich) mehr Features aufweisen können.

Apples Stärken erschließen sich überwiegend nur am realen Produkt. Das Design kann man noch in Bildern erfassen, aber Haptik und einfache Bedienung und im Falle der iPods das Zusammenspiel von iTunes und iPod muss dem Kunden am Produkt gezeigt werden.

Apple bräuchte mehr Händler, die ihre Produkte im angemessenen Rahmen präsentieren. Ich habe aber den Eindruck, dass Apple den Händlern bewusst das Leben schwer macht. In den USA schließen die AppleStores die so entstehende Lücke.

Und in Dtld.? Entweder unterstützt Apple die Händler, die ihre Produkte angemessen präsentieren, sie tun dies selbst in eigenen Läden oder sie müssen weiterhin mit stagnierenden Marktanteilen in Dtld. leben.

Und was hat das jetzt mit dem Marktanteil des iTMS zu tun? Ich bin mir sicher, dass sich die Kunden den Store zum MP3-Player ihrer Wahl aussuchen und nicht umgekehrt. Wenn man den Marktanteil des iTMS in Dtld. steigen will, muss man zuvor mehr iPods verkaufen. So sehe ich das.

apples nische, schön aber dumm

Von: bertzobert | Datum: 08.07.2005 | #68
Ihr könnt hier über die ach so miesen anderen mp3-Player und Formate jaulen. Fakt ist, dass ein großer Kundenkreis (die ohne ipod)eben nicht im ITMS einkaufen kann, da die Songs Ipod-gebunden sind.
Und irgendwie umwandeln - das macht kein Mainstream-Kunde, das machen Geeks.

bertzobert

Von: dermattin | Datum: 08.07.2005 | #69
"Ihr könnt hier über die ach so miesen anderen mp3-Player und Formate jaulen. Fakt ist, dass ein großer Kundenkreis (die ohne ipod)eben nicht im ITMS einkaufen kann, da die Songs Ipod-gebunden sind."

LOL ja, der grosse Kundenkreis von ca. 20%, den sich die restlichen XX Anbieter unter sich aufteilen müssen... ;)

ups, ein sich reicht ;) n/t

Von: dermattin | Datum: 08.07.2005 | #70

20%

Von: bertzobert | Datum: 08.07.2005 | #71
...die 20% auch noch abgreifen können, was soll daran schlecht sein?
Dieser beknackte Apple-Fanatismus hier führt nirgendwo hin. Arm, echt arm!

@kux

Von: Carlo | Datum: 08.07.2005 | #72
haben einige mal darüber nachgedacht, wieso apple euer meinung nach, so wenig werbung für iTMS macht? was ist mit dem verhältniss (ausgaben/einnahmen)?

Apple macht nicht zu wenig Werbung, die machen eine zu NICHTSSAGENDE Werbung.
Der Spot, den die jetzt haben, kostet mit Sicherheit richtig viel Geld. Da ist einmal der Spot und dann die Hammerbands, die in den Spots auftreten. Aber außer geilem Kurz-Musikvideo ist nix an Aussage. iPOD, das wars.
Da ist dieser Musicload-Spot nicht 100 x, sondern 1000 x effinzienter! Der "Kleine" kostet sicher ein Bruchteil von der Kohle, die die Bands kassieren und trotzdem schafft er es mit schlecht verständlicher Sprache auf das wesentliche hinzuweisen. Und das hat Wirkung! Ich geh halt einfach zu musicload.de und zieh mir die Musik, die ich haben will. Dazu kommt noch, daß sich mit dem "Kleinen" die Masse der Jugendlichen indentifizieren können. Die Aussage und die Identifizierung, das macht den Kick aus!

An die Schweitzer

Von: Carlo | Datum: 08.07.2005 | #73
Hi,

Euer iTMS-Store ist doch noch ziemlich neu! Da ist es normal, daß noch viel Mucke fehlt. War Anfangs bei uns in Deutschland auch. Die Stores werden aber immer weiter gefüllt.
Wenn ich daran denke, wie dünn der Dt. Store am Anfang war und was mitlerweile an Angeboten vorhanden ist. Und der Nachschub scheint kein Ende zu nehmen, egal ob Alte oder Neue Titel. Da wird permanent nachgeschoben. Das ist bei Euch nicht anders!

Carlo

Kreditkarte + DRM

Von: Michel Deutscher | Datum: 09.07.2005 | #74
1. isch abe gar keine Kreditkarte
2. ich kaufe nichts mit DRM
3. wenn ich Geld ausgebe, dann doch lieber für eine echte CD mit Cover

re:Kreditkarte + DRM

Von: thomm | Datum: 10.07.2005 | #75
1. gibt es i.allg. kostenlos bei vielen Banken, wenn Du keine bekommst........ :-)
2. ja kann man akzeptieren, obwohl DRM bei iTMS leicht entfernbar
3. Ich kenne keine CD, bei der mir alle Titel gefallen, also bezahle ich für die Schrottlieder mit - weiterhin sind ja wohl mittlerweile fast alle CDs UnCDs also mit Kopierschutz und Sollfehlerstellen - solchen Schrott kaufe ich auf keinen Fall
Also dann bezahl mal schön den 3-4 fachen Preis für einen nicht hörbaren Unterschied, ein kleines Bildchen auf nem Zettel und eine Plastehülle....

Tschingderadrömm!

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 11.07.2005 | #76
Toni:
"AAC heist es und es ist ein Standard, wird auch in zig Jahren unterstützt werden, da alle DVDs mit AAC Audio kodiert sind."

Ääh - AAC != AC3 (aka Dolby Digital)
Das eine hat mit dem anderen schlicht und einfach GAR NIX gemeinsam ausser der Tatsache, dass beides Audiocodecs von Dolby Labs sind!

"Also frei nach Nuhr: "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten""

Fahr hier nicht so unmotiviert den Leuten an den Karren, fass du dir lieber erstmal an die eigene Nase!

Uldox:
"Habe schon häufig in anderen (nicht Computerthemen) Zusammenhängen, den Satz gehört:" Ich bin doch nicht blöd,...""

Ach? Echt? Wow! Unglaublich, was deine Bekannten für Werbesprüche von sich geben, diese konditionierten Affen... Wenn du lange genug hinhörst sagen die vielleicht auch "Ich geh mal auf's Klo" oder "schönes Wetter heute"! ;-)

@ Carlo

Von: kaiw | Datum: 15.07.2005 | #77
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Gibts sonst noch für PC Programme, die essentiell den QT-Player voraussetzen?
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Quicktime ist ja nicht nur der Player als solches. Quicktime ist DIE Multimedia architektur schlechthin - und das nicht nur am Mac.
- Diverse Digicams zeichnen filme in einem Format auf das Quicktime vorraussetzt.
- Multimedia CD-ROMS (ich weiß ... ein EOL Medium) setzen zu großteilen Qzuicktime vorraus
- Der großteil an Apps im Videobereich setzt auch am PC auf die Quicktime Architektur auf. das geht von Premiere über After Effects bis 3D Studio Max bis hin zu diversen Audio Programmen. QT bietet hier DIE verbindung zur Erstellung von Industriestandard gerechten Medien.

Quicktime ist weit mehr als ein Player.

Wi9ux5cn0L

Von: Wi9ux5cn0L | Datum: 22.12.2005 | #78
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