ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 3827

Kaufempfehlung (1)

Warum ich nicht den neuesten G5 kaufen werde

Autor: roland - Datum: 29.07.2005

Der folgende Artikel ist der erste von insgesamt drei, die aus der Sicht von drei verschiedenen MacGuardians-Redakteuren den jeweils als Ideallösung empfundenen PowerMac herauszufiltern versuchen.
Also, auf geht's! Unter meinem Texterschreibtisch steht seit einer Weile schon ein Powermac aus der Baureihe Quicksilver II, Baujahr 2002. Aus- und aufgerüstet mit 1,5 GB RAM, einem Superdrive, einer rüstigen ATI Radeon 9000 Mac-Edition Videokarte und einer mit 1,47 GHz getakteten G4-CPU von Powerlogix. Und eigentlich bin ich ganz zufrieden mit dieser Konfiguration. Zumal an der Radeon ein 20" und ein 17" Cinema-Display in holder Eintracht für eine fast 2900 Pixel breite, durchgehende Bildschirmarbeitsfläche sorgen. So weit, so gut... Allerdings stelle ich bei Videobearbeitungen und ähnlich rechenintensiven Aufgaben dann doch fest, dass sich der ansonsten dank Tiger quirlige Quicksilver recht schwer tut. Es fehlt ihm halt ein zweiter Prozessor. Insofern liegt es nahe, dass ich mir mal angeschaut habe, welcher Powermac die Nachfolge antreten könnte. Aus meiner aktuellen Konfiguration geht schon mal hervor, dass ein PowerBook mit Zusatzdisplay keine Lösung sein konnte.
Insofern war von vornherein klar: Es konnte nur ein Dual G5 Powermac in Frage kommen. Nur welcher? Nach intensiven Besuchen bei den üblichen Verdächtigen – BareFeats und Xlr8yourMac – warf ich zuerst mal einen Blick auf die drei aktuellen Dual-G5-Modelle:

2x 2GHz für knapp 2000 Euro, 2x 2,3GHz für knapp 2400 Euro und 2x 2,7GHz für knapp 2900 Euro. Hm, nun ja. Der Kleinste hätte evtl. in mein Budget passen können, nur fand ich die Beschränkung auf 4 GB RAM nicht so prickelnd, insbesondere eingedenk der neuen RAM- und Cache-Ansprüche von Photoshop CSII.

Und ja, ich gebe gerne zu, dass ich ein typischer PLV-Käufer bin, also einer, der das Preis-/Leistungsverhältnis im Auge hat. Womit dann klar war, dass mein zweiter Blick den bereits von uns gegangenen G5-Modellen gelten würde. Also, was hatten wir denn da Schönes?

Ein nochmaliger Blick auf die umfänglichen Performance-Tests der Kollegen von BareFeats offenbarte recht weit unten auf deren Seite eine sehr interessante Tabelle, nachdem die Nacktfüßler wohl ebenfalls öfter die Frage gestellt bekommen, welche der G5 PowerMacs denn die besten seien. Und ich kann mich guten Gewissens den Überlegungen von Rob Art Morgan nur anschließen: Egal welcher G5, er sollte acht RAM-Slots haben, 100/133 MHz PCI-X Slots aufweisen und ein 600 Watt starkes Netzteil mitbringen. Womit sich Auswahl dann recht deutlich verringert.

Denn nur diese G5-Modelle erfüllen die genannten Voraussetzungen:




(© Bild: barefeats.com)

Und hoppla, ja, der "kleine" Dual-G5 der aktuellen Baureihe fällt damit durchs Raster! Da ich aus genannten Gründen einen Dualrechner vorziehe, kann ich auch den Single 1,8 GHz der allerersten Baureihe vergessen. Somit fällt mein Blick fast zwangsläufig auf den Dual 1,8 GHz G5 von Ende 2003! Der hat im Gegensatz zu seinem stärkeren Bruder nie Probleme mit Mainboard oder CPUs gemacht und sollte zudem gebraucht oder refurbished in ausreichender Zahl angeboten werden. Ein wenig Stöbern offenbarte allerdings, dass ich möglicherweise doch nicht der Einzige bin, der diese Art deduktiver Logik auf Apples G5-Baureihen angewendet hat. Aktuell findet sich bei der deutschen eBay nur ein einziger Kandidat. Hm, soll ich nun oder soll ich nicht? Oder schnappt mir den jemand vor der Nase weg? Bei der von mir häufiger frequentierten US-eBay drängt sich dieser hier auf. Mit einem perfekten eBay-Feedback ausgestattet könnte ich den Anbieter sicher überreden, nach Deutschland zu liefern. Verflixt aber auch! Es ist nicht einfach. Vielleicht sollte ich mal die diversen Apple-Händler abtelefonieren, ob hier oder da noch ein solcher "Alt-G5" verkannt in einer Ecke herumsteht?

Soviel ist jedenfalls klar: Mein optimaler Apple PowerMac mit bestmöglicher Leistung und Ausstattung zum bestmöglichen Preis ist der Dual 1,8 GHz mit der Modellnummer M9393LL/A von Ende 2003. Und ich schwöre es beim WLAN meiner Mutter: Ich werde ihn kriegen, so oder so!

Kommentare? Andere Sichtweisen? Bitte sehr, nur zu :-)

Kommentare

Hihi...

Von: maxefaxe | Datum: 29.07.2005 | #1
Ich habe diesen Rechner seit 1,5 Jahren und bin super zufrieden. Allerdings war auch diese Reihe Problembehaftet. ich musste Netzteil, Mainboard und CPUs tauschen lassen bis er endlich leise und stabil lief :-(

Aber seitdem läuft er 1a, ist leise, und im vergleich zu seinen Nachfolgern recht sparsam im Stromverbrauch.

Die aktuellen Powermacs sind leider alle so um 200 € zu teuer um preislich als attraktiv zu gelten.

Eine gute Wahl.

Von: MichaelK | Datum: 29.07.2005 | #2
Trotzdem warte ich noch auf die nächste Revision, die hoffentlich im Oktober kommen wird. Ob diese ebenso dürftig ausfällt, wie aktuell beim Mac Mini? Ich hoffe und ich glaube nicht, denn der PPC soll sich ja noch längerfristig verkaufen.

Warum ich auf diese Revision warte? Weil ich nur alle 5-6 Jahre einen neuen Computer kaufe und der sollte dann möglichst lange mithalten können. Daher hoffe ich halt auf PCIexpress und auf einen dualen Dualcore. Dies zusammen mit einem 30-Zoller - wäre doch nicht schlecht.

Dual 2,5er Schnäppchen - passend?

Von: Macsico | Datum: 29.07.2005 | #3
C*berp*rt - Dual 2,5 GHz im Abverkauf für EUR 1.979,00 - reicht das als Anreiz trotz der Vorliebe für den Dual 1,8er?

Nein, ich bekomme kein Geld dafür, ich lese nur bei majo & Co. ;-)

Nur was grundsätztliches...

Von: dermattin | Datum: 29.07.2005 | #4
"Die aktuellen Powermacs sind leider alle so um 200 € zu teuer um preislich als attraktiv zu gelten."

Auch an roland, wegen Preis/Leistung...

Ich finde es total albern, sich wegen 200 Euro auch nur ansatzweise Gedanken zu machen. 200 Euro? Was sind bitte 200 Euro? Das gebt ihr locker aus, um "diverse Apple-Händler abtelefonieren" und anderweitig eure (kostbare) (Frei)Zeit zu verplempern.

Anstatt lange zu warten und zu hoffen würde ich an deiner Stelle einfach einen aktuellen kaufen, Dual 2 Ghz, schöne Machine. Mal bei Gravis vorbei fahren und einfach einen mitnehmen.

g5 dual schnäppchen

Von: schoner | Datum: 29.07.2005 | #5
ich hab mir als die neue "sommer (2005)-powermac-reihe" rauskam (ende mai?) einen dual 1,8ghz g5 bei gravis für 1420 eur gekauft. das war wirklich so ziemlich der beste kauf den ich jemals getätigt habe.

2,5 Dual Restpopsten

Von: kw (MacGuardians) | Datum: 29.07.2005 | #6
Dititalplanet haben ebenso den 2,5er Dual für unter 2000 € im Angebot.
Ich denke du solltest getrost den 2003er 1,8 fahren lassen solange es noch das 2,5er Auslaufmodell gibt. Du kriegst einen der stärksten G5 Rechner fürn Schnäppchen. Besser und dazu preiswerter als der aktuelle dual 2,3 ...
Na los ... komm schon ... KAUF DAS TEIL !
;-)

den ersten Intel...

Von: eRob | Datum: 29.07.2005 | #7
... werde ich sicher und garantiert nicht kaufen.

Ich arbeite hier mit einem Dualie 2.5 und einem ex-466er mit OWC-Karte auf 1,47 GHz gebracht, klaro 9000er-Karte und RAMs in Vollausstattung.

So schlecht tut sich die "getunte" Kiste nun mal nicht gegen meinen G5 der auch immerhin 4 GB RAM und eine 256er Graka hat und trotz massivem Rabatt noch genug Euros gekostet hat (und er ist und bleibt so nebenbei doch eine hochgezüchtete 2 GHz-CPU).

Aber wenn ich mir meine Produktionssoftware ansehe und da so "softwaretechnische Leichen" wie Freehand anschaue mit der ich mein Geld verdiene, dann wage ich mir nicht einmal vorzustellen, was da einerseits an Adobe-Anpassung nach dem genehmigten Merger und andererseits an genereller "Software-Übersetzungsproblematik noch auf mich zu kommt. Also, lieber recht als schlecht oder gar nicht mit Freehand weiterarbeiten.

Also, daher würde ich eher noch ein "Auslaufmodell" eines G5s kaufen, der nächstes Jahr das Licht der Welt erblickt und dann beim Mac zuschlagen, wenn die ersten Intel-Kisten kommen und die IBM-Macs für viele "uninteressanter" werden.

@eRob

Von: auradoc | Datum: 29.07.2005 | #8
wer meint das die intel-macs, dosen werden, der hat irgendwie was bei der beobachtung von appels geschichte verpasst.

mfg

@ auradoc

Von: eRob | Datum: 29.07.2005 | #9
oder knapp 20 Jahre Apple-"Mitgliedschaft" mitgebracht :-)

Ach wie ich mich freue...

Von: LoCal | Datum: 29.07.2005 | #10
.. genau der steht bei mir unterm Tisch :)

@dermattin

Von: neo | Datum: 29.07.2005 | #11
Telefon Flatrate!

Und 200€ sind oft 1/4 eines Monatlichen Einkommens!

Gruss Neo

neo

Von: dermattin | Datum: 29.07.2005 | #12
"Und 200€ sind oft 1/4 eines Monatlichen Einkommens!"

Ich beweifle, dass solche Menschen einen G5 kaufen.

@neo

Von: auradoc | Datum: 29.07.2005 | #13
gerade diese menschen kaufen einen g5, weil sie nur einmal geld ausgeben wollen :)

,,g5 käufer,,

Von: auradoc | Datum: 29.07.2005 | #14
es sich im bekannten kreis mittlerweile einige ,,dosie´s,, auf zb imac g5 umgestiegen.
seit sie dieses getan haben, schwärmen sie nur noch von apple.
zitat: hätte ich schon viel früher tun sollen, oder hätte mir das schon mal einer eher gezeigt....
sie stellen auch fest, das sie seit dem mehr geld in der tasche haben.
was die profis unter ihnen angeht, schaffen sie die arbeit jetzt auch noch wesentlich entspannter, denn die lästigen probleme mit der stabilität und den nervigen neustart´s sowie den ewigen kampf gegen vieren, ist auch noch geschichte geworden.
das alles amotiesiert eben recht schnell die investition.
mfg

Was spricht gegen die ersten 2 x 2.0?

Von: hf | Datum: 29.07.2005 | #15
n/t

@ dermattin - tun sie

Von: ionas | Datum: 29.07.2005 | #16
habe ich - und habe ihn wieder verkauft, miese qualität hatten 4 netzteile - ne danke. ausserdem war das ding eine 3d krücke :-(

DAS wird sich mit intel macs wohl ändern, hoffe ich zumindest. vielleicht gibt es dann mal native treiber von den herstellern.

das tut mir leid für dich, ionas...

Von: dermattin | Datum: 29.07.2005 | #17
Die 2.5er, an den ich sass, waren alle in Ordnung und rannten wie sau, auch unter 3d Anwendungen.

Tja, man steckt nicht drin.

@@ionas

Von: neo | Datum: 29.07.2005 | #18
„vielleicht gibt es dann mal native treiber von den herstellern.“

die Treiber jetzt sind auch schon von ATI und NVIDEA

Gruss Neo

PS: Das wird zumindest immer Behauptet

Ganz klar!

Von: Karl Schimanek | Datum: 29.07.2005 | #19
Nimm den Dual 2.5GHz G5, ist der schnellste Mac dazu. Schneller als der 2.7er.

@Karl Schimanek

Von: MichaelK | Datum: 29.07.2005 | #20
Das habe ich auch gelesen. Soll was mit dem unpassenden Bustakt des 2.7er zu haben. Doch wenn dies so ist, warum baut Apple so was?

@Karl Schimanek

Von: grady | Datum: 29.07.2005 | #21
Klingt für mich wie ein Treppenwitz...

Bitte um Aufklärung ;-)

2.7er

Von: MichaelK | Datum: 29.07.2005 | #22
Kann auch sein, daß der einfach zu sehr übertaktet ist.

PCI Express

Von: MichaelK | Datum: 29.07.2005 | #23
Hat jemand eine Ahnung, wann dieser Bus für den DeskTop-Bereich kommt?

Unter meinem Texterschreibtisch steht...

Von: Axel | Datum: 29.07.2005 | #24
Ne klar! Für jemanden der hauptsächlich "textet" braucht es heutzutage natürlich einen Dual G5.

...und unter 8 GB Speicher wird es natürlich eng mit PS und den 16MP Fotos die Deine EOS1ds ausspuckt.

Ach ja.. Video... stimmt... ich hoffe, dass wir alle zur Oskarverleihung eingeladen sind.

"Bei aller Liebe" bleibt auf dem Teppich!

Alles Gute
Axel

Jawoll Axel!

Von: nonicktoday | Datum: 30.07.2005 | #25
Ehrlich Leute, wir haben ein Glück dass wir Macuser über dem Rest der Welt stehen und so nicht deren Probleme teilen müssen.

So, und jetzt bring ich mich um weil ich einfach nicht weiß wie ich das 23" HD-PowerBook, das Gerüchteweise kommen soll, in meinen Ferrari bringen soll.

@nonicktoday

Von: wonko_the_today_especially_sane | Datum: 30.07.2005 | #26
tu's nicht. Apple hat angekündigt, den ersten Intel-Macs eine Special-Edition eines Ferrari beizulegen, 1. damit das PB reinpasst, und 2. als kleine Kompensation für emotional geschädigte ;-)

3d speed und g5.

Von: ionas | Datum: 30.07.2005 | #27
@ dermattin dann hast du wohl kein Dual Opteron Dual Core mit 2.5Ghz und HIGH END GFX Karte(n) für den gleichen Preis (custom build natürlich) als Vergleich angeschaut.

und nein, die treiber sind afaik von apple nicht von ati/nvidia - wieso sollten die auch treiber für ein extra system mit wenig marktanteilen schreiben.

mit intel macs werden die plattformen sehr ähnlich. insofern die treiber nicht zu os spezifisch sind kann ich mir vorstellen dass die treiber viel besser/schneller werden.

Mein Gott, da hast wirklich keinen Plan oder?

Von: Karl Schimanek | Datum: 30.07.2005 | #28
Es liegt nicht an der Grafikkarte oder den Treibern, du Träumer!

Der Mac ausschließlich nur für die Geld-Elite?

Von: Nightmell | Datum: 30.07.2005 | #29
Ich staune doch ein wenig in Anbetracht der Arroganz Einiger hier in Punkto Preis-Leistungs-Verhältnis Auffassung.
"Los, zahl doch die 200,00 Euro mehr als angemessen, weil sind doch eh nur Peanuts, (habe ich erst gestern dem Kellner als Trinkgeld gegeben).

Tja, auch ich kenne wohl noch Zeiten wo ich vielleicht ähnlich lässig mit Geld um mich schmeißen konnte, mittlerweile hat sich das im Zuge allgemeiner Rezessionserscheinungen allerdings massiv gewandelt.
Mit 200,00 Euro bestreiten einige ihren Lebensunterhalt für einen Monat.
Richtig, diese werden sich natürlich keinen Mac kaufen, warum auch. Liegt er doch im Anschaffungspreis jenseits von gut und böse ihrer finaziellen Möglichkeiten.
Aber wie viele meiner Kollegen/Innen aus dem Bereich Grafik und Illustration wägen ihre Überlegungen über die Anschaffung eines neuen Macs in Anbetracht des Anschaffungspreises und der mittlerweile eher ungewissen Zukunft der Hardware ab, weil sie alle nicht mehr auf fetten Einnahmen hocken.
Immer wieder bekomme ich zu hören:
Ja, in der Agentur arbeite ich gerne mit dem Mac, aber ich werde mir keinen neuen für zu Hause anschaffen, weil - ist defenitiv zu teuer. Hoffentlich wird er in Zukunft günstiger!"
Ich selber zähle mich da ebenfalls dazu.
Lieber hocke ich da auf mein mittlerweile betagten Rechner und warte mal ab, was da noch so kommt, als daß ich es mir so lässig leisten könnte, mal eben 2000,00 Euro für die Grundaustattung plus mind. 500,00 Euro für div. Extras wie RAM und GraKa auszugeben.

Ihr müßt ja alle anscheinend wirklich gut in Futter sein mit eueren Geldreserven, wenn 2500,00 Euro (ca. 5000,00 DM) keine Hürde in eueren Überlegungen über die Anschaffung eines neuen Rechners darstellen.

An Überzeugung für die Plattform Apple mangelt es mir bestimmt nicht, da ich seit 1992 dabei bin. Ich wäre auch schon 1986 dabei gewesen, wenn ich es mir zu diesem Zeitpunkt hätte leisten können.

Letztendlich ist ein Rechner für Profis nur ein Hilfsmittel, ein Arbeitsgerät.
Fun-Faktor-Fragen wie Spiele, Videoumkodieren u.ä. stellen sich mir in Punkto Mac ja gar nicht erst, da sehr beschränkte Möglichkeiten.

Aber selbst den Rechner als reines Arbeitstier gesehen muß ich doch feststellen, daß ich im meinen Umfeld einer der Letzten bin, der noch mit einem Mac zu Hause die Jobs abnudelt.

Daher schönen Gruß an alle "Luxus-Juppies" hier, denen die Anschaffung eines neuen Macs lediglich einen Urlaub auf Ibiza kostet oder den Kauf eines neuen Porsches um einen Monat verzögert.

@ionas

Von: stv | Datum: 31.07.2005 | #30
"insofern die treiber nicht zu os spezifisch sind kann ich mir vorstellen dass die treiber viel besser/schneller werden."

Ich will dir wirklich nicht auf die Füße treten, aber mit dieser Aussage disqualifizierst du dich selbst...

@Nightmell

Von: stv | Datum: 31.07.2005 | #31
Billiger wurden die Macs doch, oder? Für den Einsatz zu Hause sollte der Mac mini doch reichen. Möglicherweise brauchst du für deine Sachen aber auch mehr Rechenpower und ich irre mich - vielleicht willst du ja mal etwas genauer darauf eingehen.

Im Übrigen habe ich mir auch ein Powerbook geleistet, obwohl ich
- ein PC-Laptop billiger hätte haben können
- ich als Student auch nicht gerade mit Geld um mich schmeissen kann

Aber das ist dann eine Frage der persönlichen Einstellung und was es einem wert ist, auf der bevorzugten Plattform arbeiten zu können. Ich hab halt sonst keine so kostspieligen Hobbies :)

Nightmell:

Von: Karl Schimanek | Datum: 31.07.2005 | #32
Ich stimme dir ja zu, aber bei solchen Aussagen könnte ich kotzen:

"Immer wieder bekomme ich zu hören:
Ja, in der Agentur arbeite ich gerne mit dem Mac, aber ich werde mir keinen neuen für zu Hause anschaffen, weil - ist defenitiv zu teuer. Hoffentlich wird er in Zukunft günstiger!"
Ich selber zähle mich da ebenfalls dazu."


Schalten sie auch morgen wieder ein, wenn es heißt:"Auf dem Weg zur Wegwerf-Gesellschaft"

Und dann das Ganze mal im Kontext zu "Rezessionserscheinungen" betrachten ;-)

Abgesehen davon ist Kapitalismus eh der letzte Dreck. Dito. Kommunismus.

Geld – das Heroin unserer Gesellschaft
©Karl Schimanek

BTW:

Von: Karl Schimanek | Datum: 31.07.2005 | #33
Und wenn wir gerade dabei sind:

Sparen – die vergessene Tugend

Schulden machen ist IN! :-8)

@ karl

Von: johngo | Datum: 31.07.2005 | #34
" ... Schalten sie auch morgen wieder
ein, wenn es heißt: "Auf dem Weg zur
Wegwerf-Gesellschaft" ..."

Das schreit ja geradezu nach einer
besseren Erklärung! Meinst Du damit,
der "Mac plus System" steht für
Langlebigkeit und die PCs für die
Wegwerfgeräte?

Gruss

johngo

@dermattin

Von: Schauvorbei | Datum: 31.07.2005 | #35
Lieber mattin, du solltest deine Aroganz als anscheinend angehender Multi etwas drosseln.
Wenn ich sowas lese: was sind schon 200 euro.



Ach ja, Gott rendert nicht!!!

Nightmell, Schavorbei

Von: dermattin | Datum: 31.07.2005 | #36
"Ich staune doch ein wenig in Anbetracht der Arroganz Einiger hier in Punkto Preis-Leistungs-Verhältnis Auffassung.
"Los, zahl doch die 200,00 Euro mehr als angemessen, weil sind doch eh nur Peanuts, (habe ich erst gestern dem Kellner als Trinkgeld gegeben)."

Die Preise für die G5 sind nicht unangemessen. Auch nicht 200 Euro mehr als angemessen. Wen die 200 Euro stören, der soll sich über mackauf.de einen Händler suchen, 200 Euro günstiger als im Apple Store sind die alle.


"Lieber mattin, du solltest deine Aroganz als anscheinend angehender Multi etwas drosseln.
Wenn ich sowas lese: was sind schon 200 euro."

Wenn man sich so eine teure Maschine holt, dann doch nur aus dem Grund, um damit Geld zu verdienen. Die Anschaffungskosten holt man mit dem nächsten, spätestens übernächsten Auftrag wieder rein. So etwas nennt man Investition! Und es ist auch nicht arrogant, auf 200 Euro zu pfeifen, wenn man 200.000, 20.000 oder auch zunächst nur 5.000 euro mit diesem Rechner verdient. Wenn die Existenz an 200 Euro hängt, dann ist etwas schief gelaufen und man braucht auch keinen G5.

Wenn man der Meinung ist, das nicht verdienen zu können, dann kauft man sich eben keinen so teuren Rechner. Wenn man meint, man müsse 2000 Euro fürs Mailschreiben ausgeben, ok, dann ist das über 200 Euro zu Meckern aber lächerlich. Und wenn man meint, mehr als 300 Euro für Spiele-Hardware ausgeben zu müssen, anstatt eine Konsole zu kaufen, bittesehr.

Die benötigte Software kostete doch schon das xfache eines G5s. Und ein Geschäftsführer lacht sich schlapp, wenn er die Anschaffung eines G5s mit den Lohnkosten des Menschen vergleicht, der davor sitzt.

Was das alles mit den armen Schweinen zu tun haben soll, die dank Harzt IV oder anderen Umständen nicht mal genug Geld zum sterben haben, erschliesst sich mir nicht.


Nur weil man auf 200 Euro pfeifen kann, ist man kein angehender Multi. Bleibt mal auf dem Boden. 200 Euro sind viel Geld, besonders wenn man sie nicht "über" hat, aber mit Arroganz hat das nichts zu tun. Wenn ich den Spruch einem Menschen erzählt hätte, der kein Geld hat, ok, das wäre arrogant, aber hier geht es um einen G5 (!) Käufer.

ionas

Von: dermattin | Datum: 31.07.2005 | #37
ne, ionas, ich habe mir noch keinen Dual Opteron Dual Core mit 2.5Ghz und HIGH END GFX Karte(n) für den gleichen Preis (custom build natürlich) als Vergleich angeschaut.

Ich frage mich auch, was das an den G5s ändern würde.

Ahso,...

Von: dermattin | Datum: 31.07.2005 | #38
Achso, ionas, aber wenn du einen Dual Opteron Dual Core mit 2.5Ghz und HIGH END GFX Karte(n) für den gleichen Preis (custom build natürlich) auftreiben könntest, schau ich ihn mir gerne einmal an. Muss ja arg custom build sein, wenn er so günstig sein soll wie ein 2.5er G5.

Karl

Von: dermattin | Datum: 31.07.2005 | #39
"Und dann das Ganze mal im Kontext zu "Rezessionserscheinungen" betrachten ;-)"

Es gibt ja noch die extremere Variante, das sind mir die liebsten Mitbürger, feilschen um jeden Cent, kaufen billig billig, wundern sich aber, warum die deutsche Wirtschaft nicht in Gang kommt. Selbst wollen sie dann aber ordentlich bezahlt werden.

@dermattin

Von: Schauvorbei | Datum: 31.07.2005 | #40
"Und 200€ sind oft 1/4 eines Monatlichen Einkommens!"

Ich beweifle, dass solche Menschen einen G5 kaufen.

Darum gehts ja....Sie hätten vielleicht gerne einen und es sind eben dann doch die entscheidenden Euro zuviel, die Apple verlangt.
Zudem finde ich nicht sinnvoll, eine 2Klassengesellschaft auf der Ebene aufzubauen. Ich finde deine Argumentation bzw. Sicht der Dinge ziemlich Ignorant.


Gott rendert nicht!!!

@Schauvorbei

Von: stv | Datum: 31.07.2005 | #41
Ich denke nicht, dass es hier darum geht, argumentativ eine Zwei-Klassen-Gesellschaft aufzubauen. Tatsache ist aber, dass es eine solche durchaus gibt:

- Leute, die mit dem Rechner Geld verdienen (Stichwort: Investitionsgut)
- Leute, die den Rechner privat nutzen

Bei Letzteren kann ich durchaus verstehen, dass du die Aussage als arrogant empfindest, aber ich glaube, dass dermattin erstere Gruppe meint.

Schauvorbei

Von: dermattin | Datum: 31.07.2005 | #42
"Darum gehts ja....Sie hätten vielleicht gerne einen und es sind eben dann doch die entscheidenden Euro zuviel, die Apple verlangt."

Dann müssen sie sich eben einen anderen Computer kaufen. Ich hätte auch gerne einen Ferrari, aber die 20.000 Euros mehr sind mir dann doch entscheidend zu viel.



"Zudem finde ich nicht sinnvoll, eine 2Klassengesellschaft auf der Ebene aufzubauen. "

Es entsteht dadurch keine zwei Klassengesellschaft, irgendwas ist immer irgendwie zu teuer. Wenn es für Grundnahrungsmittel oder andere Dinge, die als Existenzminimum definiert werden, nicht mehr reicht, dann hättest du recht, aber wir reden hier über Highend Computer.


"Ich finde deine Argumentation bzw. Sicht der Dinge ziemlich Ignorant."

Ich finde deine Argumentation unpassend.

stv

Von: dermattin | Datum: 31.07.2005 | #43
Ich zitiere mich:

"Wenn man sich so eine teure Maschine holt, dann doch nur aus dem Grund, um damit Geld zu verdienen."

:)

@Bierdeckel Johngo: Neeiiiiiiiin!

Von: Karl Schimanek | Datum: 31.07.2005 | #44
Wegwerf-Gesellschaft heißt, dass heute nichts mehr einen Wert besitzt. Man wirft es dann einfach weg und kauft sich im Geiz Markt einfach für 10€ was neues.

Betrifft eigentlich so gut wie jeden Artikel, ausser vielleicht Ferrari.

Wie sehne ich mir die Zeiten zurück als ein Einstiegs-Mac noch 5000DM hinlegen musste und nicht 1000DM.

Ein Bekannter ist ja auch so cool. Der kauft immer bei Geizhals ein und wartet und wartet bis der Preis um weitere 10€ gefallen ist und kauft dann. Wenn er dann in einem halben Jahr wieder verkaufen möchte, dann wundert er sich, dass er nix mehr dafür bekommt *lach*

Auf dem Weg zur Wegwerf-Gesellschaft ;-)

Ich kann ja verstehen, dass man in Zeiten von Arbeitslosigkeit aufs Geld schaut und nicht jeden scheiß kauft – hat jemand Kingeltöne gesagt? :-)
Aber was sparen ist weiß doch heute auch absolut niemand mehr...

Eine Frage?
Wer ist den in der Überzahl? Arbeitgeber oder Arbeitnehmer? Und die Mehrheit sollte ja eigentlich die Macht haben.

Aber solange man sich hinstellt und die Ar***backen auseinander zieht und sagt:"Herr Gent, Ackermann, Esser fi**en sie mich doch bitte in den A**ch". Wird sich auch nix ändern!

Willkommen in der Matrix ;-)

Wenn man sich die letzten 20 Jahre anschaut dann hat sich doch absolut nichts gebessert, ausser die Diäten der Volksvertreter...

Whaa zu früh :)

Von: dermattin | Datum: 31.07.2005 | #45
"Ich denke nicht, dass es hier darum geht, argumentativ eine Zwei-Klassen-Gesellschaft aufzubauen. Tatsache ist aber, dass es eine solche durchaus gibt:

- Leute, die mit dem Rechner Geld verdienen (Stichwort: Investitionsgut)
- Leute, die den Rechner privat nutzen"

Das sind keine zwei Klassen, denn das impliziert eine Wertung, das sind nur zwei verschiedene Interessensausrichtungen.

Wenn sich der Privatmann keinen G5 leisten kann bzw will, dann muss er eben einen günstigeren Computer kaufen. Wo ist das Problem? Soll Apple die Preise drücken, weil ees irgendeinem Menschen irgendwo zu teuer sein wird? Wo hört es denn da auf? G5s sind Werkzeuge, mit denen man Geld verdient und eben auch etwas kosten. Und sie kosten nicht mehr als ein vergleichbarer PC, den es eben so aber auch nicht gibt.

Und wenn sich so Leute wie iOnas einen G5 leisten

Von: Karl Schimanek | Datum: 31.07.2005 | #46
können, dann kann ein G5 nicht wirklich zu teuer sein ;-)

Karl

Von: dermattin | Datum: 31.07.2005 | #47
"Aber was sparen ist weiß doch heute auch absolut niemand mehr..."

So viel Geld kann ich gar nicht haben, um mir billiges Zeug zu kaufen.

Hehe

Von: Karl Schimanek | Datum: 31.07.2005 | #48
;-)

Cyberport: "G5 Dual 1.8 GHz SuperDrive" für 1529,-

Von: DiSC | Datum: 31.07.2005 | #49
Hab die ganzen Kommentare diesmal nicht gelesen. Hab das nur eben beim surfen entdeckt und da fiel mir nur eben sofort ein das hier ja gesucht wird. Also hier die Art.Nr.:
1002-550

Mein Senf...

Von: Axel | Datum: 31.07.2005 | #50
Wenn ich folgende Kommentare lese stellen sich mir allerdings auch die Nackenhaare auf.

"Schalten sie auch morgen wieder ein, wenn es heißt:"Auf dem Weg zur Wegwerf-Gesellschaft""

"Wenn die Existenz an 200 Euro hängt, dann ist etwas schief gelaufen und man braucht auch keinen G5."

Wer also (im Umkehrschluss), auf 200 EUR schaut der ist entweder ein "Geiz ist Geil Typ" oder sollte sein Geschäft an den Nagel hängen???

Wenn die Welt nur so einfach wäre...

Mal konkret. Ich richte gerade meine kleine Agentur ein. Positioniert irgendwo zwischen Fotostudio und Fullservice. Was bleibt einem als Anfänger auch anders übrig wenn man sein eigenes Ding machen möchte.

Würde man sich von den genannten Kommentare beeinflussen lassen müsste man überall "aus dem vollen Schöpfen"... Hensel Blitzgeneratoren, Deckenschienensystem, EOS 1Ds, Hasselblad, Dual G5 2.7, und und und...

Sorry, wer wirklich glaubt dass das aus dem Stand funktioniert sitzt entweder noch "bei Muttern am Esstisch" oder ist seit vielen Jahren etabliert und hat vergessen wie es am Anfang war.

Die Wahrheit ist, dass man an allen Punkten rechnen muss und da kommt es sehr wohl auf 200 EUR mehr oder weniger an. Schon allein, weil ich eben nicht in den Blödmarkt rennen möchte, sondern an jedem Eckpfeiler eine möglichst gute Kombination aus Leistung und Preis erwarte....

Alles Gute
Axel

Axel:

Von: Karl Schimanek | Datum: 31.07.2005 | #51
Wer hat denn bitte gesagt, dass man gleich aus den Vollen schöpfen soll/ muss?

BTW, den 2.7er würde ich in der Tat nicht kaufen. Der 2.5er ist bei dem Preis momentan der Beste kauf, gefolgt vom Dual 1.8er für 1500€.

Axel...

Von: dermattin | Datum: 31.07.2005 | #52
"Wer also (im Umkehrschluss), auf 200 EUR schaut der ist entweder ein "Geiz ist Geil Typ" oder sollte sein Geschäft an den Nagel hängen???"

Nö. Ich habe imho eindeutlig beschrieben, was ich meinte. Keine Ahnung warum du Karls und meine Aussagen zusammenwürfelst.


"Würde man sich von den genannten Kommentare beeinflussen lassen müsste man überall "aus dem vollen Schöpfen"... "

Wo wurde derartiges gefordert?


"Sorry, wer wirklich glaubt dass das aus dem Stand funktioniert..."

Hat niemand behauptet.


"Die Wahrheit ist, dass man an allen Punkten rechnen muss und da kommt es sehr wohl auf 200 EUR mehr oder weniger an. "

Wer sich einen Rechner für 2300 Euro kaufen kann, um z.B. sich selbstständg zu machen, der kann sich auch einen für 2500 Euro kaufen (besagte 200 eure teurer). Alleine Die Kranken-, Renten- und sonstige Versicherungen verschlingen jeden Monat (also 12 mal im Jahr - wie oft kauft man sich Computer?) locker 700-1500 Euro, bei "Anfängern". Wie ich bereits sagte, wenn 200 Euro wirklich auschlaggebend sind, hat man sowieso keine Chance. Das meine ich faktisch, nicht wertend.

Das heisst aber eben nicht, dass man einen G5 für 2500 Euro braucht, um eine Agentur aufzuziehen. Man kann selbst mit einem Mac Mini eine Agentur am Kacken halten, wenn das Geld für den Rechner so eine grosse Rolle spielt.


"Schon allein, weil ich eben nicht in den Blödmarkt rennen möchte, sondern an jedem Eckpfeiler eine möglichst gute Kombination aus Leistung und Preis erwarte...."

Interessant, dass du so zwischen Blödmarkt und Apple trennst. Die Blödmärkte haben kein gutes Preis/Leistungsverhältnis? Ja warum sollte man denn dann dort überhaupt kaufen? Nur weil sie diese 200 Euro billiger sind?

200 € hin oder her ...

Von: kw (MacGuardians) | Datum: 31.07.2005 | #53
Am Ende muss jeder den Rechner kaufen der für ihn angebracht ist. Und wenn ein Dual 2,3 für einen angebrachter ist als ein Dual 2,0 - dann sind 200 € für die einmal Investition wirklich peanuts. Wer das nicht als Peanuts sieht - der braucht auch nicht wirklich einen 2,3er. Der braucht warscheinlich nichtmal einen Dual.
Apple bietet ja mittlerweile Rechner in fast allen Preiskategorien. Die Auswahl ist ja grundsätzlich vorhanden. Und wenns die Auslaufmodelle sind die es nur noch bei diversen Händlern sind.
Und bei den Leuten, wo der Rechner das einzige wirklich benötigte Arbeitsmittel ist, ist die höhere Investition unter anderem mehr als gerechtfertigt. Das derjenige, der auch noch Kameras und anderes Zubehör benötigt, die für sein Arbeitsfeld dringend notwendig sind, Prioritäten setzen muss und dann die 200 € vielleicht lieber woanders investiert ist ebenso verständlich. Es kommt eben immer drauf an was man *braucht*. Aber wenn ich ein High End Modell benötige - dann sind 200 € eine mehr als sinnvolle Investition. Wenn diese sich nicht mittel,- oder gar kurzfristig amortisiert läuft grundsätzlich etwas falsch.
Man sollte aber grundsätzlich differenzieren zwischen den Leuten wo der Rechner das primäre Arbeistmittel ist, denen wo der Rechner nur *ein* Arbeitsmittel ist und denen die einen Privat rechner haben wollen. Keine Ahnung wozu ein Privatmensch einen Dual 2,5 oder Dual 2,7 benötigt. Hier sind 200 € mehr dann definitv besser in der haushaltskasse aufgehoben ;-)

@Karl

Von: Axel | Datum: 31.07.2005 | #54
"Wer hat denn bitte gesagt, dass man gleich aus den Vollen schöpfen soll/ muss?"

Das hat niemand gesagt, dass ist aber, zumindest bei mir, der Eindruck der entsteht, wenn hier geschrieben wird, dass es auf 200 EUR beim Rechnerkauf nicht ankommt. Denn mit den gleichen Argumenten dürfte es auch beim Kamerakauf nicht auf 200 EUR ankommen und bei der Miete und bei... etc. etc. ...

Das ist bei mir momentan sogar recht konkret. Mein Dual 1,8 steht bald im Büro und ich brauche/möchte zusätzlich was Transportables. Das wird erst mal ein iBook in Grundausstattung. Da sind mir die rd. 300 EUR Unterschied zum kleinen Powerbook gerade zu viel...

@dermattin

Von: Axel | Datum: 31.07.2005 | #55
"Wenn die Existenz an 200 Euro hängt, dann ist etwas schief gelaufen und man braucht auch keinen G5"

"Wie ich bereits sagte, wenn 200 Euro wirklich auschlaggebend sind, hat man sowieso keine Chance."

Wenn es in der Summe um 200EUR mehr oder weniger geht hast Du recht. Deine Artikel weckten aber bei mir den "Verdacht", dass Du vergessen haben könntest dass es bei einer "Neugründung" auch noch andere Investitionen gibt.

"Interessant, dass du so zwischen Blödmarkt und Apple trennst. Die Blödmärkte haben kein gutes Preis/Leistungsverhältnis? Ja warum sollte man denn dann dort überhaupt kaufen? Nur weil sie diese 200 Euro billiger sind?"

Ich verstehe nicht worauf Du hinaus willst?
Die Blödmärkte in meiner Gegend haben nur selten etwas Brauchbares im Angebot. Daher kommen sie für mich weder aus Finaziellen geschweige denn aus "qualitativen" Gründen in Erwägung.

Alles Gute
Axel

@kw

Von: Axel | Datum: 31.07.2005 | #56
Ist Salomon Dein zweiter Vorname? :-)

Axel

Von: dermattin | Datum: 31.07.2005 | #57
"Deine Artikel weckten aber bei mir den "Verdacht", dass Du vergessen haben könntest dass es bei einer "Neugründung" auch noch andere Investitionen gibt."

Verstehe. Das ist nicht Fall :)


"Ich verstehe nicht worauf Du hinaus willst?
Die Blödmärkte in meiner Gegend haben nur selten etwas Brauchbares im Angebot. Daher kommen sie für mich weder aus Finaziellen geschweige denn aus "qualitativen" Gründen in Erwägung."

Wie es aussieht, meinen wir das Selbe. Genau das wollte ich auch sagen bzw. unterstreichen.

Super, wie lange hier über 200 Euro diskutiert

Von: Terrania | Datum: 31.07.2005 | #58
wird. Aber dazu noch die Geiz-ist-geil-Problematik: WEIL GEIZ GEIL ist, kauft der Deutsche Michl am liebsten billigst - und das ist entweder aus China (=NULL EFFEKT FÜR DEUTSCHE ARBEITSPLÄTZE), oder unter Wert aus deutscher Produktion (=NULL EFFEKT FÜR DEUTSCHE ARBEITSPLÄTZE - IM GEGENTEIL).
Das ist im Übrigen der Grund, warum ich mich hier ausgeklinkt habe. Nein, ich habs nicht wie Krösus, aber wer auf (hohem Niveau) jammert, muß sich auch den Spiegel vorhalten lassen. Wenn es bei einem Business tatsächlich um 200 Euro geht - das gilt auch für unseren angehenden Fotografen oben, dann ist in der Tat was schief gelaufen. Denn 200 Euro können beispielsweise bei einem Objektiv oder einer Kamera den letzten Kick rausholen, der immens wichtig ist, um ein Ergebnis zu präsentieren, daß mein Kunde bei mir bleibt, und mich weiterempfiehlt. Wer da am Anfang an der falschen Stelle spart, hat den Sinn von Investitionen nicht begriffen.
Ach ja: Als ich vor 20 Jahren angefangen habe, hat ein Mac Plus mit Studentenrabatt 8000 Mark gekostet. Ein Laserdrucker 16.000. Ich habe mir das Geld geliehen, und auf Heller und Pfennig innerhalb eines Jahres zurückbezahlt. Und ich hatte als Startkapital nur das, was ich nebenbei erarbeitet habe. Dazu gehörte auch, daß ich mir damals den MacPlus aus der Firma ausgeliehen habe, und Jobs nebenher gemacht habe. Waren für mich damals 400 Mark viel Geld? Und ob, aber ich wußte immer: No risk - no fun.
Klar: Urlaub war für 5 Jahre nicht. Der war mir zu teuer, wegen neuer Peripherie, Software oder was auch immer. Inzwischen bin ich in der glücklichen Lage, daß mich 200 Euro (Investition) nun wirklich nicht mehr interessieren. Geduld ist angesagt, und vor allem Disziplin. Wenn Du heute mit einem Kunden zum essen gehst - und das wirst Du für Akquise durchaus ins Auge fassen müssen, dann sind 150 Euros auch mal eben weg. Aber das nur am Rande ...

@ Karl S.

Von: johngo | Datum: 31.07.2005 | #59
Da wir auf einer Computer-Interest-Seite
posten, dachte ich, Deine Aussage bezieht
sich auch nur auf Computer

Aber Du redest "anscheinend" über die
Wegwerf-Gesellschaft an sich und die scheint
Dich unheimlich zu stören!

Hier ein Beispiel, wo ich Dir uneingeschränkt
zustimmen würde: Ich kaufe einen Mixer für
9,90 Euro. Das Gehäuseplastik ist dünn und
brüchig, die Teile sind genietet - nicht geschraubt.
Hier handelt sich um ein "Geiz-Teil", welches auf
billig produziert ist und das man eigentlich nur
wegwerfen kann.

Das gleiche Teil für 29.- Euro, geschraubt und
mit massiver Bauweise macht langfristig
bestimmt glücklicher.

Beim Computing kann ich diese Entwicklung
grundsätzlich nicht so sehen. Hier ist zwar
vieles auch nicht optimal reparabel und die
Wertverluste auch eher hoch. Aber die Ursache
ist nicht die Geiz-ist-Geil-Mentalität, sondern
hauptsächlich die schnelle technische
Entwicklung und die Miniaturisierung.

Man kann nun einmal an Bauteilen im Nanometer-
bereich mit dem Schraubendreher wenig anfangen! ;)

Aber bei Apple gibt es eine fatale Entwicklung.
Es kommen immer mehr Apple-Systeme auf den
Markt, die wegen dem Styling-Dogma anscheinend
immer mehr zu Wegwerfprodukten werden.

Gruss

johngo (ohne Namenserweiterung)

Hehe ;-)

Von: Karl Schimanek | Datum: 31.07.2005 | #60
B*******l nicht so ernst nehmen ;-)

Das mit der Miniaturisierung stimmt wohl nur zum Teil. Schau dir mal die Preise von Apple im Vergleich zu DELL an, nur mal so als Beispiel ;-)

Hat dann wohl eher was mit billigen Arbeitskräften zu tun ;-)

Arbeitsplätze ?

Von: Heico | Datum: 31.07.2005 | #61
Hi,

---
und das ist entweder aus China (=NULL EFFEKT FÜR DEUTSCHE ARBEITSPLÄTZE),
---
und das soll ein Argument 'für' Produkte von Apple sein ??? Was kommt denn davon bitteschön aus Deutschland ? Wenn Apple als zukünftige x86 noch wenigstens AMD als Partner gewählt hätten. Wie steht's noch gleich auf dem Shuffle : Designed in California, Made in China ....
(wohl auch bei einigen Notebook-Varianten [Link] )

Gruß, Heico
P.S. weil Dell erwähnt wurde : man munkelt das Dell in Deutschland auch eine Fertigungsstätte bauen will
---
Das mit der Miniaturisierung stimmt wohl nur zum Teil. Schau dir mal die Preise von Apple im Vergleich zu DELL an, nur mal so als Beispiel
---
logisch, wenn man in Fernost billig produziert, kann auch billiger an den Kunden weitergegeben werden

Wahnsinn Heico!

Von: Karl Schimanek | Datum: 01.08.2005 | #62
"logisch, wenn man in Fernost billig produziert, kann auch billiger an den Kunden weitergegeben werden"

Bist ja diesmal von ganz alleine drauf gekommen...

würdest mit unserem iOnas ein gutes Paar abgeben :-p

(Fast) alle Politiker der Welt ...

Von: johngo | Datum: 01.08.2005 | #63
... haben es so gewollt, das wir uns ab
jetzt an der Fertigungstiefe moderner
Produkte gegenseitig an die Birne
gehen! Diese Saat ist längst aufge-
gangen! Wer das Thema entgültig im
Sinne von Billiglohn, Arbeitsplätze,
Umweltstandards, Kinderarbeit, soziale
Standards etc. etc. auffrieseln möchte,
der kann sich schnell vergaloppieren.

Ich weis nur, das meine beiden letzten
PCs Made in Germany (mindestens
Endmontage) sind und günstiger als
meine Apples waren (mindestens einer
aus China)!

Aber was nimmt man da als Bewertungs-
kriterium? Das schlechteste Beispiel für
alle?

Gruss

johngo

@ Terrania

Von: johngo | Datum: 01.08.2005 | #64
Ich hatte - als ich 1991 - mit dem
Computing (und gleichzeitig den Macs)
anfing sogar noch mehr Geld angepackt.

Damals konnte eine mutige Entscheidung
mit etwas Engagement einfach in
entsprechenden Erfolg umgemünzt
werden.

Die gleiche Einstellung und Fähigkeit
heute führt aber nicht zum gleichen
Ergebniss. Die Welt hat sich hier doch
sehr gewandelt. Damals sind die
Computertechniken angetreten, den
analogen Prozessen den Garaus zu
machen. Die Systemvorteile waren
teilweise so immens, das es Recht einfach
war, hier Aufträge und Geld zu erhaschen.

Heute ist das anders: da wird nichts
mehr im Arbeitsprozess umgewandelt.
da steht nur noch (soll ich sagen
knallhart?) die Anforderung an sich
in einem Preis-Leistungswettbewerb.

Die Systemvorteile sind hin!
Die Arbeitskosten sind (fast) der einzige
Ansatzpunkt.

Ich würde das gleiche Risiko heute nicht
mehr eingehen! Und ich sehe in meinem
Umfeld mehr Menschen, die daran
scheitern, als Menschen, die damit
nachhaltig Erfolg haben!

In vielen Bereichen im Computing heisst
es: besonnener an die Sache rangehen!

Gruss

johngo

Wahnsinn Karl

Von: Heico | Datum: 01.08.2005 | #65
----
"logisch, wenn man in Fernost billig produziert, kann auch billiger an den Kunden weitergegeben werden"
-
Bist ja diesmal von ganz alleine drauf gekommen...
----
ich wollte Dich doch auch mal schlau machen :-P

----
würdest mit unserem iOnas ein gutes Paar abgeben
----
Du hast Deinen Partner ja bereits gefunden ... ;-)

@terrania

Von: Axel | Datum: 01.08.2005 | #66
es sollte Dich nicht wundern, wenn ich Dir jetzt recht gebe, denn die "200 EURO Problematik bei Geschäftsgründung" wurde ja längst einvernehmlich geklärt.

Wenn man es dann genau nimmt muss man sogar noch eins oben drauf setzen. Gute Kreative Arbeit hat in erster Linie etwas mit dem Gestalter/Designer/Fotografen zu tun und nicht mit seinem Werkzeug.

Aber ich kann mir nicht verkneifen, noch einmal zu betonen, dass Du vor 20 Jahren angefangen hast.
Ich will nicht klagen, ich finde sogar dass es Momentan wieder rapide bergauf geht, aber die Endachziger waren für Fotografen und ihr Geschäft definitiv bessere Zeiten!


Alles Gute
Axel

Klar waren das bessere Zeiten!

Von: Terrania | Datum: 01.08.2005 | #67
Es gab nämlich WENIGER Fotografen. (Das bitte ohne Wertung). Die waren alle mehr oder weniger arriviert, und Neuanfänger hatten den Vorteil eines besseren Marktes. Der war übrigens bei mir auch KLEINER, weil viele die Investitionen bis Ende der 80er gescheut haben auf Macs/PCs umzusteigen. Andererseits waren die Kosten das 3-4fache um ein gutes Equipment nebst Programmen zu bekommen. Ich sag nur Quark. Oder Photoshop. Die Stundensätze sind seit 20 Jahren (bei mir jedenfalls) unterm Strich wieder dieselben. Was solls. Klar gehts erst mal um kreative Leistung - das setze ich allerdings voraus. Sonst muß man sich nicht Selbständig machen. Aber 50% sind eben auch wirtschaftliche Fähigkeiten, sonst nützt die ganze Kreativität nix. Ach ja Heico: Es ging um Geiz ist Geil. Nicht um Apple. Im Übrigen: Hätte ein europäischer/deutscher Hersteller eine Kiste auf die Beine gestellt, die dem Mac vergleichbar war (1985/86) hätte ich die vermutlich genommen. Da gabs aber nur Bernsteinbildschirme ohne WYSIWYG und PCs für die man Kosmopädagogik studieren mußte. Da wäre ich NIE auf den Zug aufgesprungen. Im übrigen sind die Systemvorteile im grafischen Bereich immer noch vorhanden. Der PC hat zwar aufgeholt, aber hat leider die Eleganz des MacOS (X) nie erreicht. Das ist wie mit einem normalen mp3-Player und einem iPod. Musik machen sie beide - aber das ist halt nur die halbe Miete (für mich).
Kreativität ist schon wichtig. Weit wichtiger ist aber Mut, und vor allem das Wissen um seine eigenen Stärken. Der USP, wenn man so will.
Wenn ich nur der 8.000. durchschnittliche Stills-Fotograf bin, dann isses klar, daß mein Business sauschwer wird. Wenn ich allerdings was mache, was andere nicht können, und was der Markt unbedingt will, mache ich Kohle. Das ist auch bei Werbern so.
Durch die Royality-Free Bilder in den diversen Datenbanken hat sich das Brot-und-Butter Business für Fotografen ziemlich zerschlagen. Das ist eben der Markt. Früher gabs noch Setzereien, Lithoanstalten, Belichter und was weiß ich noch. Und heute? Der Grafiker ist Setzer, Lithograf in einem, der Drucker macht CTP. Die Märkte ändern sich eben. Dafür gibts neue Sachen. Muß man eben finden, und Geld draus machen ...

Es waren quasi goldene Zeiten!

Von: johngo | Datum: 01.08.2005 | #68
Naja, das, was Du schreibst stimmt überwiegend
schon ...


... aber ich meine ganze andere Effekte
und Systemvorteile. Mehr allgemein und
weniger auf Apple bezogen.

Wobei die Fotographie vor 15 Jahren ja
noch gar nicht davon betroffen war. Sie
ist es erst jetzt ... erst in der
Gegenwart der digitalen Geräte und auch
insgesamt noch mit am geringsten (bezogen
auf das, was ich meinte).

Welche Effekte meinte ich?
Vor ca. 20 Jahren kam es umfassend zu
einem grossen Umschwung von der analogen
Text-/Bildproduktion (für den Druck) zur digitalen.
Zuerst war der Text betroffen, dann das
Bild, die Lithografie sowie das Datenhandling
und zuletzt der Druck.

Jede neue Technik ersetzte eine ältere und
immer viel teuere Technik.
Bleisatz wurde durch Photosatz ersetzt.
Bildretusche mit Pinsel und Airbrush durch
den Photoshop, die Reprokamera durch den
Scanner, der Datenkurier durch die
ISDN-Leitung und die Druckfilme und -platten
durch den Digitaldruck.

Das führte zu einer massiven Ablösung alter
Arbeitsweisen durch die neuen. Und da diese
quasi automatisch billiger* waren, war es auch
absolut Easy damit Geld zu verdienen. Man musste
nur der neuen Technik trauen und sie einigermassen
beherrschen.

Wie war das in Beträgen?
Für eine klassische Werbeanzeige zahlte ich Ende
der 80er 500.- DM je Seite gestaltetem Satz und
berechnete für meine Gestaltung und das Handling
ca. (insg.) 1.000.- DM (je Format).
Heute bekomme ich von meinen Kunden maximal
50.- Euro dafür (je Format).

In der klassischen Dye-Retusche kamen
schnell Beträge von 3.000.- DM je Motiv zusammen.
Das bekommt der Kunde heute für (vielleicht)
200.- Euro.

Kuriere kosteten mich 300.- DM für die individuelle
Fahrt nach München. Heute mache ich diesen
Service (Datenhandling) kostenlos!

Lithofilme inkl. Handling fallen mittlerweile
häufig komplett weg und Kunden können anstatt
1.000er Auflagen schnell mal 50 Stück von Diesem
von Jenem ordern.

Das alles hat dazu geführt, das die Branche
Heute nur noch einen Bruchteil von damals umsetzt
- man aber in den Übergangsjahren sehr schnell vom
Early-Adopter-Effekt profitieren konnte.
Auffangen konnte man den Preisverfall nur durch
höhere Produktivität. Was ja auch den Weg der
Branche nachhaltig beeinflusste.

Naja, und das sind auch die Systemvorteile, die
ich meinte. Die Vorteile digitaler Systeme in
konkurrenz zu den analogen.

---


Und Heute? Heute sieht die Welt ganz anders aus!
Es gibt - schlicht und einfach - keine nennenswerte
analoge Produktion mehr und die digitale
Produktion hat sich weltweit etabliert. Und da durch
das "weltweit" im digitalen WorkFlow keine nennenswerten
Kosten entstehen, ist die Situation ganz anders.

Man steht in einem Wettbewerb, wo es keine
goldene Lücke mehr** gibt. Ich habe z. B. einen
fast 10jährigen Kunden verloren, für den ich
mit Pauschalpreisen die EBV in einer Katalog-
produktion fertigte (teils fertigen liess).
Der Pauschalpreis (Freisteller und leichte
standartisierte Anpassungen) war 80.- Euro.
Seit vorletztem Jahr wird der Job in Asien
ausgeführt. Pauschalpreis 12.- Euro!

Der Witz dabei ist, das die 80.- Euro schon
aus einer jahrelangen Preissenkung resultierten.
Ich bekam 1991 dafür ca. 250.- DM je Motiv!

Und genau diese Mischkalkulation kann ich Heute
nicht mehr fahren! Jede Anfrage, jede Angebot
bewegt sich im Bodenbereich .. es ist quasi
kein Schatz mehr da!



-----


@ Terrania

Du schreibst, das die Stundensätze die letzten
20 Jahre gleich geblieben sind. Das kann ich nicht
bestätigen. Ich weis zwar, das das Photostudio
sich mit entsprechenden Talenten Heute noch
eine lukrative Lücke suchen (und finden) kann.

Aber es ist eine Lücke. Von 10 Kunden, die Heute
anfragen, ist vielleicht einer bereit "alte" Preise
zu bezahlen. Wenn Du hier immer den Zuschlag
bekommst, dann kannst Du glücklich sein. Aber
ich sehe nicht, das die Fotografie nicht auch
gelitten hat! Und vor allem! Sie steht noch mitten
im Umwandlungsprozess, den die anderen Bereiche
alle komplett abgeschlossen haben!



Gruss

johngo



* zumindest in Bezug zur Produktivität
*** zumindest keine wirklich nennenswerte

Stimmt schon. Aaaber:

Von: Terrania | Datum: 01.08.2005 | #69
Das Problem haben sich die Kreativen zum Teil selbst aufgeladen, indem sie ihre KREATIVE LEISTUNG unter Wert verkauft haben. Eine Anzeige zu layouten ist doch das Wenigste. Wenn jemand fit ist, macht er das reine Layouten in 30 Minuten. Nur das WIE ist halt der Unterschied zur Sekretärin bei Deinem Kunden. Und vor allem: Du mußt halt die Idee zu einer guten Anzeige haben. Da möchte ich mal einen Chinesen sehen, der Anzeigen für den deutschen Markt entwirft ...
Und da sind wir bei der Brainpower. Klar, ich habe es sogar bedauert, daß die Macs im Preis so gesunken sind, denn jeder Hinz und Kunz mit Oma konnte jetzt dasselbe machen wie ich. Aber das ist halt nur die halbe Wahrheit. Die reinen technischen Kosten sind gesunken (wie Du oben angemerkt hast). Dafür zahle ich aber auch weit weniger. Was gleich geblieben ist, sind die, nennen wirs "Entwurfskosten" also reinen Kreativkosten. Wenn der Kunde 100.000 Euro für einen Fachkampagne ausgibt, will er, daß seine Anzeigen funktionieren. Wenn er nur ein "Datenblatt" abbildet, das die Sekretärin genauso auf Word layouten kann, schmeisst der die 100.000 vermutlich zum Fenster raus. Das muß man dem Kunden halt klar machen.
Außerdem ist die Produktivität tatsächlich seitdem um den Faktor 10-20 angestiegen. bei gleichzeitigem Sinken der reinen Kosten. Und da macht ein Aldi PC der 300 Euro weniger als ein Mac kostet eigentlich den Kohl nicht mehr fett.
Apropos EBV: Klar machen das die Cinesen superbillig. Die drucken auch superbillig. Aber leider hocken die in China. Und Kunden rufen gern 5 vor 12 an, um noch was zu ändern. Das wird dann witzig, wenn die Chinesen grade pennen. Bei bestimmten Jobs ist das wurscht. aber es gibt halt auch die andere Seite.
Im Übrigen: Vor allem deutsche Zulieferer haben sich die Basis selbst weggezogen durch schlechte Flexibilität. (Geht nicht und so ...) Das geht so weit, daß die beim Prototyping völlig beschissen arbeiten, weil sie sich mit ihren Jobs nicht identifizieren. Jetzt kommen wir allerdings auf ein anderes Feld, und das würde zu weit führen. Nur soviel: Jammern ist ja ganz nett, nur wenn ich nicht Konkurrenzfähig bin und trotzdem jammere, dann bin ich meistens selber schuld. Aber im Grunde hast Du sicher recht.

@ Terrania

Von: johngo | Datum: 01.08.2005 | #70
Nun, zum Beispiel eine Lithobude, die
sich eine Quantel-Paintbox geleistet
hat, braucht(e) auch eine Menge
an "billigen" Jobs und Arbeitsplätzen
um den gesamten Apparat am laufen
zu halten.

So sind immer schon Gelder von den
Basisaufgaben in die Hightech gewandert
bzw. diese hat von den Synergie-
Effekten der Base profitiert.

Ausnahmen von diesem Umstand gibt es
immer wieder ... es sind aber Ausnahmen.

Da Du jetzt die Fotografie und die
schlechte Flexibilität angesprochen hast:
Ich habe eigentlich keine schlechten
und auch keine kleinen Kunden. Trotzdem
(oder gerade deswegen?) wird der
Job immer problematischer.

Einer davon ist ein recht grosser deut.
Automobilhersteller. Und der setzt
jetzt das medialoxx-system ein und
ich bekomme Aufträge nur unter der
Bedingung, das ich auf Basis dieses
Systemes arbeite.

Was heisst das für mich? In Kurzform:
Groupwork in Echtzeit und zu jeder Zeit
weltweit an den "Feindaten in der EBV".
Ich bekomme über ein Serversystem
direkten Kontakt zum Ort des Photo-
shooting. Der Fotograf startet das
System und während er noch am Set
arbeitet schickt dieses selbstständig
alle Rohdateien zum zentralen Server.

Dumm dabei ist nur, das anspruchsvolle
Fotografie (Licht etc.) selten in
Deutschland stattfindet und an diesem
System nicht nur deutsche Dienstleister
beteiligt sind.

Zwei Beispiele aus der Praxis:
Shooting-Ort in Südafrika! Mein Angebot
konkurriert mit dem der örtlichen
Anbieter (und natürlich anderer). Es
muss schon gute Gründe geben, warum
der Kunde dann meinen höheren Preis
bezahlt.

Beispiel 2: Florida! Super angenehm!
Mein Job fängt quasi immer dann an,
wenn andere in's Bett gehen! Das
bedeutet Nachtarbeit und dazu nicht
extra bezahlte Nachtarbeit. Denn der
Kollege (Konkurrent) vor Ort macht die
Arbeit ja genausogut und tagsüber!

So ... und nun? Ist das jetzt irgendwie
fair? Ich habe höhere Kosten als in den
meisten Ländern der Welt, ich muss
kostenlos Nachts arbeiten und ich
bekomme den Job nur bei der
Akzeptanz dieses neuen Systems. Was
zum Beispiel viele Anbieter vor Ort
im Moment noch nicht anbieten müssen!

Für mich heisst das: kein medialoxx -
kein Auftrag!

Dumm dabei ist, das die deutschen
Automobilhersteller (ich hab/hatte
3 davon in meiner Kundendatei) mehr als
90% im Ausland shooten!

Du hast schon Recht! Ich bin nicht
mehr konkurrenzfähig! Aber ich bin es
immer noch nicht, selbst wenn ich persönlich
den meisten meiner weltweiten Kollegen
fachlich und willentlich überlegen bin
(wäre)!

Das ist das Problem!

Gruss

johngo

oh johngo! Das ist echt schei****

Von: Terrania | Datum: 01.08.2005 | #71
da versteh ich Deinen Frust absolut. Andererseits: Ich habe mich auf Mittelständler und kleine Unternehmen konzentriert, weil genau das auch bei meinen "Großen" irgendwann der Fall war. Und wenn ichs richtig sehe, bist Du nicht Werbeagentur sondern EBV, Litho und Produktion? Da ist es in der Tat hart geworden. Das mit dem konkurrenzfähig meinte ich nicht böse - ich meinte eigentlich unflexibel - und dadurch nicht konkurrenzfähig. Ist bei Dir ja nicht der Fall. Ich kenne da allerdings andere.
Beispiel: Wir setzen Quark eigentlich NICHT mehr ein, weil INDY mehr Möglichkeiten hat. Die meisten unserer Druckereien packen das inzwischen auch. Nur eine weigerte sich damit zu arbeiten, weil sie dazu OS X benötigt hätten. Soll ich nun wegen einer Druckerei (die leider dem dem Kunden zugetan ist) eine Extrawurscht braten? Das ist übrigens auch eine von den Druckereien die den leonardo um 17:00 ausschalten - gnadenlos. Das hat sich auf Intervention des Kunden inzwischen geändert. Jetzt benutzen die Indy, nur die 17:00 Arie ist immer noch ...

@ Terrania

Von: johngo | Datum: 01.08.2005 | #72
Ich mache digitales Imaging (3D,
Animation, Illustration und EBV).

Dadurch bin ich zumindest so flexibel,
das ich eine gewisse Bandbreite als
Absicherung nutzen kann. Ich bin aber
auch ein kleines Unternehmen und
genriere meine Aufträge selten im
Alleinmarsch, sondern im Verbund mit
grösseren Dienstleistern.

Bin also widerum von deren Erfolg
(bzw. Misserfolg) ziemlich abhängig.

Dein Beispiel mit der unflexiblen Strucktur
mancher Dienstleister ist schon richtig.
Nur glaube ich, das sich dieses Problem
in keinem direkten Bezug zur Zukunft
der Branche steht.

Was ich beschrieb ist ja eine "unlösbare"
Situation. Zumindest unlösbar von unsere
Seite.

Wie oft diskutieren wir hier über die
Zukunft und was uns unsere Computer-
systeme alles bieten werden. Wenn man
aber bedenkt, das in paar Jahren
100MB Datenpakete in Sekundenschnelle
um den Globus wandern (deshalb
beschrieb ich ja dieses medialoxx-
System - weil es mit Feindaten arbeitet),
dann werden Jobs in unserer Branche
immer weniger in Deutschland vergeben!

Im Moment ist es so, das grosse
Aufträge in's Ausland abwandern. Ich
mache mir Gedanken was sein wird,
wenn die neuen Konkurrenten wegen
"unserer" kleinen Jobs in unseren Markt
vordringen?

Aber ich will es nicht zu Schwarz sehen! :D
Wer mit den digitalen Welten jonglieren
kann, der ist eh schon eine Stufe höher,
als diejenigen, die damit gar nicht oder
mehr schlecht als recht können!

Gruss


johngo

Die Jobs - das Geld - Die Zeiten und 200 Euro

Von: macray | Datum: 07.08.2005 | #73
Hallo Ihrs,

jetzt muß ich dch auch mal meinen Quark dazu abgeben.

Die Jons ändern sich und die Kunden.
Geiz ist geil stimmt nicht nur für die Endanwender.
Qualität will einfach häufig nicht mehr bezahlt werden. Und warum? Weil die Kunden das geld auch nicht mehr so locker hängen haben.

Siehe Einzelhandel > Kleine und mittelständische Kunden. Die haben vor 10-15 Jahren noch richtiges Geld für Ihre Werbung bezahlt.
Und jetzt?! Jetzt wird da um 20 (!) Euro gefeilscht. Da werden plötzlich Druckkosten angenommen von irgenteiner Webdruckerei, deren Qualität keiner kennt. Da muß man sich sagen lassen, dass es ja auch andere gibt, die für 10-20 €/Stunde arbeiten. Da werden mittelgrosse Aufträge an irgentwelche Söhne von irgentwelchen Verkäuferinnen im Haus abgegeben, weil der eben nur ein paar Euro nimmt, für den Schrott, den er produziert. ich hab noch n paar hundert Stories in der Richtung auf Lager ... Jeder hat nen Rechner und meint er könnte es selber, im Internet findet er die Dienstleister und zeitgleich macht an jeder Ecke eine neue Agentur auf. So ist das.

Das Gelaber von Qulität und jeder ist selber Schuld kann ich nicht mehr hören. Das ist Selbstverarschung.

Die Binnennachfrage geht in den Keller und die Leute sitzen entweder auf Ihrem Geld (höchste Sparquote seit langem) oder haben es nicht mehr so Dicke.

Es gibt genug Agenturen, die so vor sich hin eiern, in Berlin gibt es bstimmt Hunderte von Grafikern, die noch abends jobben etc...

Und jetzt wird hier z.T. so getan, als ob man 200 € einfach mal so an Applehändler vertelefoniert.

Und natürlich will man gute Qulität und einen gescheiten Workflow haben und deswegen kauft man sich ja u.a. auch nen Applerechner, weil man sich da nicht auch noch rumärgern will. Und es ist nun mal so, auf Applerechner stimmt i.d.R. der Workflow und die laufen einfach. Das scheint auf PCs immer noch nicht so zu sein (ich höre es fast täglich und bin froh mich um DIE Probleme auch noch kümmern zu müssen).

Da überlegt man lieber dreimal welchen Rechner man jetzt WIRKLICH braucht. Und wer rechnet , kauft sich selbstverständlich KEINEN iMac, weil der is in ein paar Jahren einfach Geschichte.
Ich hab neulich ein sehr gutes Angebot bei eBay ausgeschlagen, weil es die berühmten 200 € drüber kam. 200 € sind 200 €.

my 2 ct.

macray

Exakt daß, was ich mitunter meinte!

Von: Nightmell | Datum: 09.08.2005 | #74
Die Goldenen Jahre des Absahnens sind vorbei.
Wenn ich mich mit Kunden sehe, die sich da "Weltkonzerne" schimpfen und dann um Beträge von 200 Euro feilschen, als ginge es um deren Existenz, muß man wirklich neue Maßstäbe setzen.
Wie schon erwähnt, haben die meisten meiner Kollegen/Innen inzwischen die Konsequenz gezogen und sind, um auf den Stand der "Anforderungen gerecht werdend", auf PC Systeme umgesattelt, weil die Anschaffungskosten einfach deutlich niedriger waren. Sie vermissen zwar alle das gute alte MacOS aber sie müssen halt auch scharf kalkulieren.
Und wer behauptet, mit PC´s ließe sich nicht arbeiten, ist in meinen Augen nur ein weiterer abergläubischer "Fan-"antiker, den ich so nur bedauern kann.
Nichts desto trotz bin ich im meinem Umfeld wohl der Letzte, der an seinem guten alten Mac festhält.
Aber der Gedanke mir einen G5 anzuschaffen, erscheint mir im Moment wirklich fraglich.
Wenn ich mir einen Rechner zum Arbeiten anschaffe, dann erwarte ich Upgrade-Optionen in der Zukunft - und so wie es im Moment auf dem Arbeitsmarkt aussieht, erwarte ich nicht, daß ich mir alle drei Jahre einen neuen Rechner zulegen kann.

Hi johngo

Von: Delle | Datum: 24.02.2006 | #75
Hallo johngo,

würde gerne mal Arbeiten von Dir sehen, hast Du ein Online-Portfolio?