ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 4106

Die Erfindung der Zukunft?

Apples Aperture unter der Lupe (Teil 1 von 3)

Autor: flo - Datum: 01.02.2006



"Aperture allows photographers to stop shooting 'for Photoshop' and make images from a purely creative point of view."

Mit diesen Worten umschreibt Apertures Product Manager Joe Schorr, Apples erstes
Profi-Programm für High-End-Imaging. Die Erwähnung von Adobess Bildeditor erstaunt, denn nach Apples Aperture Ankündigung im letzten November war schnell klar, dass Aperture kein Photoshopersatz ist. Der anfänglichen Begeisterung -- die Demovideos mit Quads und den grossen 30 Zoll-Displays erwärmten viele Fotografenherzen -- folgte die recht grosse Ernüchterung, kaum waren die ersten DVDs ausgeliefert: ein negativer Bericht folgte dem anderen. Was zuvor noch als Supertool galt, verschwand gar von mancher Festplatte. Niemand wusste ge-
nau, ob Aperture letzlich ein Bildeditor, ein Fotobrowser, RAW-Converter oder ein Archivierungstool sein soll.

Nun, Apples neues Programm kann viele dieser Aufgaben lösen, jedoch: Aperture ist
ein Workflow-Tool mit einem "All-in-One"-Konzept: Aperture besitzt verschiedene Teile, um all diese Aufgaben vollständig alleine zu lösen. Bildlich gesehen entspricht Aperture den Babuschka-Figuren.



Auch im Gebrauch hinterlässt das Programm einen ambivalenten Eindruck: einerseits wirft es einen Blick in die Zukunft -- andererseits weist es Ungereimtheiten und Bugs auf, die eher an eine Beta denn an ein fertiges Programm in einer Produktionsumgebung denken lassen. Ohne in die Details zu gehen -- hat z. B. Apples Professional Application Division noch nie vom Sinn eines RGB-Readouts, der Pipette, gehört?? -- lassen sich leicht einige Schwachpunkte auflisten:

Hardwareanforderungen Apple lässt demnach ein Powerbook mit 1.2 GHz zu, schließt hingegen jeden Dual G-4 aus. Im Internet gefundene Hacks ermöglichen Installationen auf iBooks(!!). Ob Aperture mit seinem hohen Ressourcenbedarf auf einem iBook Sinn ergibt, darf bezweifelt werden; ebenso die mutwillige Kastrierung des Programms, die offenbar auf neue Hardwareverkäufe abzielte, jedoch postwendend von Adobess LightRoom-Beta, mit anderer Architektur und gemäßigteren Hardwareanforderungen, quittiert wurde.


Aperture gönnt sich auch bei kleinen Aufgaben erhebliche Ressourcen, hier die Auslastung eines Quad G5.

Dateistruktur
Apertures Library -- von iPhoto übernommen -- bereitet Kopfzerbrechen: Es ist nicht einzusehen, wieso das für Profis portierte Programm nicht ihren Bedürfnissen entspricht: die Kontrolle von Datenstruktur und Backups in der eigenen Hand zu behalten. Auch die Limitierung der Library auf eine einzige Festplatte kann bestenfalls als ungeschickt bezeichnet werden; welcher Fotograf, mit unzähligen schweren Bilddaten, kommt mit einer einzigen Platte aus? Zwar bestehen Backup-Möglichkeiten, die “Vaults” -- dies jedoch zum Preis von zeitintensiver Suche und Neuimport in die Library.

Auf externen Festplatten ausgelagerte Libraries können zur Not mit iViewMediaPro gesichtet und katalogisiert werden; wieso aber benötigt Aperture, als "All-in-one-Lösung" gedacht, dazu noch ein zusätzliches Tool?


Umständlich: Suchen einer RAW-Datei in Apertures Library (manuell im Finder)

Man kann die umständliche Dateistruktur von Aperture "austricksen": Ist die Library mit Control-Klick/"Paketinhalt anzeigen" geöffnet, können die darin liegenden Ordner durchsucht werden. So lassen sich einzelne Dateien auffinden. Auch gelingt es "Aperture-RAWs" in Photoshop als "smart objects" zu laden und dort zu konvertieren. Entspricht dies einem angenehmen, effizienten Workflow?

Konvertierungen
Zunächst vermisst der Profi einige grundlegende Einstellungs- und Feintuning-Möglichkeiten, wie z.B. die Kurven. Die Algorithmen von Apertures RAW-Konvertierungen könnten besser sein: Artefakte, bei beinahe allen Konvertierungen auftretend, machen den Konverter für hohe Ansprüche praktisch nutzlos. Wieso hat Apple den unausgereiften Converter von Aperture 1.0 nicht weggelassen, um ihn später, in Version 2 oder 3 zu portieren? Denn bei Artefakten verstehen die Fotografen keinen Spass mehr.

Es mag ja sein, dass Apple, wie andere Softwarefirmen, die entsprechenden SDKs der Kamerahersteller nicht erhalten hat. Wird jedoch 2006, 3 Jahre nach Erscheinen der ersten Profi-RAW-Tools, eine unausgereifte Farbrenderengine mit Aperture ausgeliefert, ist dies für den Benutzer kaum nachzuvollziehen.


Apertures RAW-Konvertierungen produzieren Artefakte und stoßen sauer auf

Wer die entsprechenden Diskussionen in den Pro-Foren nur ansatzweise mitliest, und einige Test anstellt, schüttelt den Kopf: Artefakte und Schattenrauschen, selbst in unkritischen 100-ASA-Aufnahmen. Hallo Steve: das Highend-Imaging-Programm Aperture nutzt das gleiche Decoding wie die systeminternen Minibilder für Liesschen Müller!! Was soll denn der Riesenaufwand an Hardware, wenn das Bild, das hinten rauskommt, nicht passt? Kleinste Softwareschmieden haben RAW-Konverter gebaut, die mit einem Bruchteil der Hardwareanforderungen wesentlich bessere Bildresultate erzielen (kleines Beispiel
gefällig?).

EXIF-Daten
Ein weiteres Ärgernis ist die fehlende Unterstützung der Metatags, wie etwa EXIF-Daten, die in den meisten Imaging-Programmen verwendet werden, um Bilder -- mittels Stichwortsuche -- schnell unterscheiden und auffinden zu können. Obwohl die beiden Updates diesen Bug korrigieren sollten, gelingt es weiterhin nicht, die EXIF-Tags, die in Aperture vorhanden waren, in das exportierte Tiff zu übernehmen. Und das bei Metadaten-Integration auf Systemebene (Spotlight)...


Obwohl die EXIF-Tags in Aperture vorhanden sind, werden sie nicht exportiert.

The sunny side
Obwohl Aperture in seiner ersten Version noch viele Wünsche offenlässt, ist noch lange nicht alles schlecht -- ganz im Gegenteil. Der nächste Teil beschreibt Apertures interessante Aspekte und wirft einen Blick auf den möglichen Workflow der Zukunft.

Late News: Offenbar hat Apple nun eingesehen, dass die RAW-Konvertierungen noch zu schlecht sind: Seit gestern ersucht Apple -- zusammen mit der US-Photofachzeitschrift pdn -- um Zusendung von Vergleichen mit anderen RAW-Convertern:

FTP Site: privftp.apple.com
username: proappcustomer
password: media

Kommentare

Hoffentlich geht der Kampf Aperture-Lightroom...

Von: Sascha | Datum: 01.02.2006 | #1
...gut für die Kundschaft aus! O.k. - vielleicht weniger gut für die Erstkäufer von Aperture, aber dafür für die Erstkäufer von Lightroom, wenn es denn irgendwann final herausgebracht wird. Macromedia/Adobe sind zudem in der glücklichen Lage, durch öffentliches Beta-Testen notwendige Lücken zu stopfen und Kundschaft anzufixen, was bei Aperture ja wohl eher ein Sprung ins kalte Wasser auf Anwender- wie Herstellerseite war!

Nicht meckern, Photos an Apple schicken

Von: Gasp | Datum: 01.02.2006 | #2
Apple bittet um konkrete Testaufnahmen bei denen was am RAW Converter auszusetzen ist.

Also nicht verzagen, Bilder bei Apple uploaden:

[Link]

Der Hammer wäre..

Von: fred | Datum: 01.02.2006 | #3
wenn ich damit meine Nikon Digitalcam. ansteuern könnte (Nikon Capture like)

Und Adobe fixt weiter an

Von: grate | Datum: 01.02.2006 | #4
und meldet lapidar das die Lightroom Beta bald im universal binary code dem Testfeld zur Verfügung steht.
Und als Sahnehäubchen - Lightroom wird das erste Produkt von Adobe welches generell in UB ausgeliefert wird.
Wenns fertig ist.
Die Jagdsaison ist eröffnet.

[Link]

@grate

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 01.02.2006 | #5
Ich glaube, Adobe bezog sich mit "Lightroom ist das erste UB-Produkt" auf die Public Beta, die man "irgendwann demnächst" auf UB updaten will. _Nicht_ auf das Endprodukt. Das würde mich auch schockieren, wenn Lightroom das erste (Final-)Produkt wäre, das Adobe als UB auf den Markt bringen will. Denn auf Photoshop-TV hieß es erst was von "not before end of the year", auf der Macworld Expo hieß es "Mitte 2007". Auf die Creative Suite als UB müssen wir hoffentlich nicht noch bis Mitte nächstes Jahres warten... ;)

…hoffentlich denkt Apple an die Kamera-Profile

Von: Colorman | Datum: 01.02.2006 | #6
Unverständlich für ein Profi-Werkzeug: Aperture ignoriert individuelle Kamera-Profile. Wer sich bisher die Mühe machte, seine Kamera in der Studioumgebung optimal in den Griff zu bekommen, kann bisher leider keine eigenen Kamera ICC-Profile verwenden.

Ebenso unglaublich: Adobe RAW-Konverter und Digital Lightroom arbeiten intern scheinbar nur mit einer 8-bit Konvertierung. Wie soll denn da professionell gearbeitet werden?

Warum nicht erst 2007?

Von: Gasp | Datum: 01.02.2006 | #7
Ich las kürzlich im Internet (ppcguardians.de oder so ähnlich hiess die Site) das der G5 der einzig Wahre Prozessor sei und die Intel Macs nur schlecht und langsam funktionieren. Insofern reicht 2007 ja.

Die Intel Macs laufen so schlecht, dass kürzlich der Preis um $200 gesenkt werden musste um die Lager leer zu räumen.

Kann man wirklich interpretieren

Von: grate | Datum: 01.02.2006 | #8
>>“Adobe is moving forward with transition plans for other Macintosh products, beginning with Lightroom — where we plan to include support for Apple’s new Intel-based products in an upcoming update to our public beta,” the company’s statement said.<<

und

>>Adobe said they are currently testing performance and compatibility of its Creative Suite applications running in Apple’s PowerPC translation layer, Rosetta.<<

Einerseits ist Lightroom im UB-Stadium und CS "noch" im Rosetta -Test .
Wobei ich mich Frage: wozu testen die CS in Rosetta ?

Echt?!

Von: fred | Datum: 01.02.2006 | #9
"keine eigenen Kamera ICC-Profile"
--
Ich habe meine Raws mit Nikon Capture optimiert und abgespeichert.
Werden diese Änderungen von Aperture übernommen oder bekomme ich wieder das original raw zusehen?

Is vielleicht ne blöde Frage aber ich habe bis jetzt nur mit der Nikon Software gearbeitet.

@grate

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 01.02.2006 | #10
Wobei ich mich Frage: wozu testen die CS in Rosetta ?

Hehe, ja, das fragte ich mich auch ;) Die sollen sich hinsetzen und auf XCode migirieren, da haben sie genug mit zu tun.

Vieleicht

Von: grate | Datum: 01.02.2006 | #11
haben die soviel Manpower in die Anpasssung ihrer Apps für Win Viesta gesteckt, das die zwei Hansel die Lightroom coden nicht auch noch CS umcoden können.
Also schickt man ein paar Praktikanten in den Keller und die dürfen CS auf nem iMac Intel testen. :)

Oder...

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 01.02.2006 | #12
Jeder Programmierer, der eine neue Funktion in Photoshop CS3 integriert hat, die zuviele Ressourcen beansprucht, muss zur Strafe so lange Photoshop unter Rosetta laufen lassen, bis die neue Funktion da auch anständig läuft ;)

@ Gasp: Falsch!

Von: holger | Datum: 01.02.2006 | #13
"Die Intel Macs laufen so schlecht, dass kürzlich der Preis um $200 gesenkt werden musste um die Lager leer zu räumen."

Die G5 20" wurden gesenkt… nicht die Intel Macs.

Siehe z.B. macnews.de: "Preissturz im Apple Store: Wer sich jetzt noch für einen iMac G5 mit 20-Zoll-Display entscheidet, zahlt nur noch 200 Euro mehr als für das 17-Zoll-Modell. Apple bietet das mit 2,1 GHz getaktete Modell im Online Store 200 Euro unter dem bisherigen Preis an, das 17-Zoll-Modell, das offenbar den End-of-life-Status erreicht hat, gibt es nach wie vor für 1349 Euro."

@holger

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 01.02.2006 | #14
*pssssst*

Du hast die satire-Tags bei gasp übersehen ;)

@flo und holger

Von: Gasp | Datum: 01.02.2006 | #15
Genau ;-)

bei macrobe macht sich schon das monopol bemerkbar

Von: supercollider | Datum: 01.02.2006 | #16
für lightroom wird schon ne UB angekündigt und es ist das erste macrobe programm seit langem das zuerst für den mac rauskommt. konkurenz scheint sie doch etwas zu beschleunigen...
für cs2 UB (bzw. wohl erst CS3) haben sie ja zeit. was soll man schon auch anderes benutzen? selbst quark ist diesmal (wohl) schneller. und das will was heißen...

Flo du NERVST!

Von: s | Datum: 01.02.2006 | #17
Sag mal wozu der Aperture Artikel wenn du in Wirklichkeit so und so nur über den Switch labern willst?

Ist dir eigendlich bewusst das du mit Kai damit macguardians.de in den Graben fährst?

@Supercollider

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 01.02.2006 | #18
Zumindest dass sie so früh eine öffentliche Beta herausbringen, ist neu und zeugt vielleicht tatsächlich davon, dass man auf Aperture reagiert (reagieren musste). Wahrscheinlich entspannen sie bei Adobe schon wieder ein wenig nach den ersten Tests, bei denen Aperture ja nicht so gut wegkam. Aber wer hätte gedacht, dass Apple mal Adobe zu solch einem Schritt bewegt?

Ansonsten sieht Lightroom eher danach aus, als wäre es der erste Spross der Umstellung auf XCode. Während alles andere auf Codewarrior-Basis existiert, hat man Lightroom gleich auf XCode begonnen -- daher wohl auch die schnelle UB-Version.

@ flo und Gasp

Von: holger | Datum: 01.02.2006 | #19
Uffz, dann bin ich aber beruhigt… :-)

LR beta

Von: tambo | Datum: 01.02.2006 | #20
Adobe vermied damit einfach, dass viele auf Aperture umsteigen. Gleichzeitig bedeuted das - nach dem Macromediadeal - Imagepflege, denn so stehen sie als good guys (6 Monate Gratis-beta) da, während Steve sich ja seine "beta" zahlen liess.

Also 2 Fliegen auf einen Schlag, und Apple steht ziemlich unter - auch zeitlichem - Druck: Entweder bringt es Apple ziemlich schnell fertig, Aperture zu vebessern, oder der Zug ist abgefahren, da LR dann schon zig Mal über den Ladentisch ist.

flo: Könntest Du die Umbrüche, die von pages stammen, hinbiegen?

Naja,....

Von: Borbarad | Datum: 01.02.2006 | #21
... das ging ja noch glimpflich aus. Hätte einen totalen Zerriss ohne auch nur auf die Vorteile zu zeigen erwartet.

Wohl bei luminous landscape geschaut, wa? ;)

Aber wohl noch mal was zu Lightroom. Ich weis zwar nicht wie das bei euch läuft. Aber bei mir ist es zu 1000% unbrauchbar, Teilweise bei sich die Menüpunkte in 20 Sec.Takt auf oder undo funtzt nicht oder oder. Und das auf 1,8GHz G5 iMac mit 1GB!


B

@Flo

Von: goldaccess | Datum: 01.02.2006 | #22
"
Auf die Creative Suite als UB müssen wir hoffentlich nicht noch bis Mitte nächstes Jahres warten... ;)
"

Woher nimmst Du bloss diesen Wunsch / diese Vermutung.

Ich kann mich nicht entsinnen, dass Adobe je (kostenlose) "Wartungsupdates" gemacht hat. Alle Versionen, die ein "System-Update" beinhaltet haben, waren auch reguläre nächste Versionen. Demnach es wird Universal Binary sicher NICHT vor CS3 geben. Ganz sicher nicht.

Also Software Entwickler kann ich das auch sehr gut verstehen, denn der Umstieg auf Xcode und die Anpassung von Big-Endian Code an Gemischt-Endian ist nicht so trivial wie von Apple dargestellt.
Zudem kommt, dass Xcode für Nicht-Mickey-Mouse-Applikationen ein denkbar langsames und Bug-Beladenes Tool ist.

"das ging ja noch glimpflich aus."

Von: tambo | Datum: 01.02.2006 | #23
Nen totalen Verriss zu schreiben ist einfach; Aperture mal anzuschauen, und zu überlegen, was später dabei rauskommen könnte, schwieriger - jedoch spannender.

LR läuft hier nicht schlechter als Aperture - den beachball-Ball betreffend.

@goldaccess

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 01.02.2006 | #24
Demnach es wird Universal Binary sicher NICHT vor CS3 geben. Ganz sicher nicht.

Nein, das sagte ich ja auch nicht, und von kostenlos sprach ich erst recht nicht. Bleibt Adobe jedoch im regulären Produktzyklus, so müsste CS3 in etwa gegen Ende dieses Jahres/Anfang nächstes Jahres herauskommen -- das wäre schon ein gutes Stück vor "Mitte 2007", das man für Lightroom munkelt. Geklärt?

@tambo

Von: Borbarad | Datum: 01.02.2006 | #25
Klar, aber nach dem "Mist" den Arstechnica verzapft hatte, wars nur noch ein draufeinschlagen. Relativ sinnlos.

Der "Ausblick" wurde fast immer unterschlagen. Einzig Bereicht wie auf LL waren "richtig".

B

@Borbarad

Von: tomvos | Datum: 01.02.2006 | #26
Bei deinem Hinweis zum Ausblick darfst du aber nicht vergessen, dass die Kunden für Aperture mit echtem Geld bezahlen mussten. Apple hat sich nicht mit dem "Ausblick" auf eventuelle Zahlungen zufrieden gegeben. :-)

Übrigens hat Arstechnica auch etwas über den Ausblick geschrieben.
[Link]

Meiner Meinung nach ist die Kritik an Aperture aber vollkommen berechtigt. Der Sinn eines Reviews soll es sein, dem potenziellen Käufer einen Eindruck eines Produktes zu liefern. Und das hat Arstechnica ebenso wie viele andere gemacht.
Nur weil Apple auf dem Karton steht, darf Kritik nicht unerwünscht sein. Im übrigen entstehen gute Produkte nicht durch falsches Lob, sondern durch konstruktive Kritik. Ob die Kritik nun immer konstruktiv war, will ich nicht entscheiden – aber wir sehen bereits jetzt, dass Apple bereit ist Aperture zu verbessern. Daraus folgt logischerweise, dass die jetzige Version bei weitem nicht perfekt ist. Somit stimmt Apple mehr oder weniger indirekt dem Hauptkritikpunkt zu.

Ein Teil der Enttäuschung....

Von: tambo | Datum: 01.02.2006 | #27
stammt sicher aus der Erwartung, endlich nicht nur von PS, aka Adobe, abhängig zu sein.

Nun wird alles gut: [Link]

;-)

Apple und unterstützte Kameras

Von: pm | Datum: 01.02.2006 | #28
Für alle dies noch nicht gemerkt haben, die Zeit der Sonderwünsche bei Apple ist vorbei. Es gibt einheitliche Schnittstellen. Man kann selbst seine Profile an Apple schicken und begutachten lassen.

Zuerst aber mal die unterstützte Kameraliste durchsehen. Die Kameraliste ist auch für iPhoto gültig.
[Link]

Dort gibt es noch einen Link zum Software developer Kit. (Genauer Image Capture SDK)
[Link]

Bei Nikon gibt es auch noch Links zum Hersteller, da bekannt ist, dass Nikon die Profile nicht ausser Haus geben will.

Apple Store down…

Von: Christian | Datum: 01.02.2006 | #29
Kleine Ablenkung: Der Apple-Store ist down…

@tambo

Von: KnoblauchTraubeNuss | Datum: 02.02.2006 | #30
Gute Arbeit. Ich freue mich auf die beiden Folgeberichte!

OT: quad im refurbish-store

Von: core icke | Datum: 02.02.2006 | #31
da faengt man an zu ueberlegen nicht wahr?

Power Mac G5 QUAD 2.5GHz /512MB /250GB /SD /GF6600
Originalpreis: Eur 3.299,01
Ihr Preis: Eur 2.639,21

na das geht doch - oder?

Nein Danke

Von: l | Datum: 02.02.2006 | #32
Eur 2.639,21, schad ums Geld

1. is es ungewiss wie lang noch Software für den G5 optimiert wird und
2. wenn die neuen Intel PMs einmal draussen sind bekommst du die Kiste nachgeschmissen

I

Von: nico | Datum: 02.02.2006 | #33
unfug. muss man noch mehr dazu sagen?

@nico

Von: sigi | Datum: 02.02.2006 | #34
naja das mit der "G5 optimierung" weiss ich nicht aber wenn bei den Intel PowerMacs der Leistungsschub auch so groß ist wie beim PB und beim Imac könnte der G5 QUAD schnell uninteressant werden und der Preis fallen

Wenn Apple im Sommer einen Intel Quad rausbringt ist der G5 Quad so und so Geschichte

@nico

Von: sigi | Datum: 02.02.2006 | #35
"Wenn Apple im Sommer einen Intel Quad rausbringt ist der G5 Quad so und so Geschichte"
und gebraucht "preiswert" zu bekommen

We will see.....

sigi

Von: nico | Datum: 02.02.2006 | #36
wo es bei apple prozessortechnisch lang laeuft, sollte nu jeder wissen. hier war die frage, ob ein refurbish-quad fuer 2.639,21 euretten ein "schnaeppchen" ist. ich sage ja, powerpc-code wird's noch 'ne weile geben. bei universal-binaries kommt ja lediglich intelcode hinzu. geschichte ist es noch lange nicht.
wer jetzt einen potenten mac braucht, der hat hier ein echtes leckerli vorliegen.
das der bisherige quad nicht schnellster mac aller zeiten bleibt, leuchtet mir auch ein...

Apertures Library

Von: Jan | Datum: 21.02.2006 | #37
"Apertures Library -- von iPhoto übernommen"

Danke, brauch gar nicht weiterlesen - in die Tonne damit.

@ Jan: Aperture's Library

Von: tambo | Datum: 22.02.2006 | #38
>- in die Tonne damit.<

Kenne viele potentielle Aperture-user die genauso denken.

Damit hat Apple - von Beginn weg, gleich 50 % der möglichen Käufer abgeschreckt:
jedem halbwegs informierten Beobachter der Fotografenszene war und ist klar, dass diese Kröte nicht geschluckt wird.