ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 4115

Eine Ode an den Apple-Händler vor Ort

Wenn Vorurteile gegen "die Großen" bestätigt werden

Autor: flo - Datum: 07.02.2006

Ich könnte auch titeln mit "Wie bremse ich einen Mac aus?" und mit einem großartigen Fazit schließen: "Lass' die 512 MB RAM drin". Aber dass auch ein aktueller Mac, sei es ein DualCore PowerMac oder ein iMac, mit 512 MB RAM spätestens nach dem dritten offenen Programm (Thunderbird, Firefox + X) dem Benutzer viel des Nutzerspaßes vondannen nimmt, das sei nur sehr peripher Thema dieses Artikels, insofern als ich seit drei Wochen darauf warte, dass mir ein auf Garantie reklamierter Speicherriegel zurückgeschickt/ersetzt wird. Von einem der "großen" Applehändler hierzulande -- nachdem dieser meinen letzten verbliebenen lokalen Applehändler (zum Teil) aufgekauft hat. Einst lebten die Bewohner einer bayerisch-schwäbischen Stadt glücklich und zufrieden, oder wenigstens so zufrieden, wie sich die traditionell etwas grummeligen Bürger dort gestatten zufrieden sein zu dürfen. Und sie hatten gleich zwei Applehändler in der Stadt, und die Welt war gut. War sie etwas weniger für einen der beiden Händler, der nach flauen Verkäufen -- die angesprochenen Bürger sind nicht nur grummelig, sondern auch knauserig -- und mehrmaligen Einbrüchen schließen musste. Notiz für Applehändler: Eröffne keinen Laden mit überwiegend gläsernen Wänden und Decken. Heute residiert dort ein Getränkemarkt, die Glasfront mit dilettantisch aufgebrachten Klebebuchstaben Marke Grabbeltisch verunstaltet (und alle nötigen Buchstaben waren scheinbar nicht in der Verpackung...).

Aber ich schweife ab. Immerhin hatte ich einst bei just jenem Händler ein PowerBook zur Reparatur. Das optische Laufwerk muckte auf. Gekauft hatte ich das PowerBook dort nicht -- sondern bei einem "Billigheimer" im Onlinestore. Knapp ein halbes Jahr nach Kauf verschwand jener Onlinehändler auf Nimmerwiedersehen. Pleite? Scheinbar. Aber das PowerBook hatte noch Garantie, also kein Thema. Drei Tage musste ich mein PowerBook abgeben, fertig war der Austausch. Kostenfrei, von zwei kurzen Autofahrten zum Händler abgesehen. Und die Welt war gut.

Es begab sich fernerhin, dass ich in einer früheren Agentur schicke neue Arbeitsplätze bei dem verbliebenen Händler abholen durfte. Von den drei PowerMacs wollte aber einer einfach nicht recht stabil laufen. Ein Telefonat mit dem Händler, eine kurze Autofahrt, und ich konnte ein Ersatzgerät installieren. Und die Welt war gut.

Weniger gut wurde sie zwischenzeitlich für das PowerBook (trotz nachträglicher Reanimation), alsdenn musste Ersatz her. Einen späteren PowerMac im Sinn bestellte der grummelige, knauserige Bürger einmal mehr bei einem Internethändler ein PowerBook samt Cinema Display und wartete. Und wartete. Und wartete weiter. Da dachte sich das PowerBook eines Morgens -- und es war ein Morgen, an dem Druckdaten fertig gemacht werden mussten, natürlich, denn es ist immer so ein Morgen, an dem PowerBooks oder Rechner im Allgemeinen, aber auch Drucker, gemein werden --, dass es (schon wieder) lieber nicht mehr starten möchte. Magazin-Layout mit einem G3-iBook? Nein. lieber nicht. Nachricht vom bestellten PowerBook? Auch nicht. Zum Telefon gegriffen, verbleibenen Applehändler angerufen, nach PowerBook gefragt. Ist da. Die große Variante mit Superdrive? Aber natürlich. Cinema Display? Auch da. Ich fahre los, hole die Gerät ab und arbeite am selben Tag fröhlich an meinen Daten weiter. Die andere Bestellung? Storniert. Die Welt ist... grandios.

Doch Notebook-Displays und ich, das geht irgendwie nicht zusammen. Eines Tages zeigen sich Flecken am Bildschirm des PowerBooks. Ich fahre beim Händler vorbei, er schaut sich das Display an. Garantie, kein Thema, Display wird bestellt. Mein PowerBook behalte ich. Eine Woche später ist das Ersatzteil geliefert, mein PowerBook ist nicht mal einen Tag weg. So muss das.


Der Vorhang lüftet sich zum letzten Mal. Der glücklich-grummelige Bürger hört auf einen Rat und seinen Bauch und tauscht einen Teil seiner Apple-Aktien gegen einen Apple-iMac. Idee am Vortag, am nächsten Tag aufs Geratewohl zum besagten lokalen Händler gefahren. "Mal gucken". Lebensgefährtin vom ausgestellten iMac entzückt. "Habt ihr den da?" "Ja. Wir haben fünf." "OK, einer reicht erst mal." Idee. "Habt ihr eine Airport Express Station?" Händler tippt auf der Tastatur (eines nicht-Apples...tststs). "Ja. Ach, und... reicht der Speicher...?" "Habt ihr welchen da?" "Aber sicher." Der Preis war ok, etwas teurer als bei meinem Leib- und Magenlieferanten für Speicher, aber den Versand draufgerechnet ließe sich die Differenz in drei Nußhörnchen aufwiegen. Sollten wir uns nicht alle gesünder ernähren? Gekauft, mitgenommen, aufgebaut. Die Welt ist spontan und gut.

Aber aber, Höhepunkt und Wendung geschehen im letzten Akt, der Vorhang ist noch nicht gefallen. Nach tadellosem Betrieb die ersten Wochen auf einmal Arbeitsverweigerung. Speicher ausgebaut, Rechner zufrieden. OK. Zurück zum Händler mit dem Speicher. Der jedoch war in der Zwischenzeit, wie schon am Anfang erwähnt, von einem wesentlich größeren Händler aufgekauft worden (einige Geschäftsbereiche zumindest, unter anderem die Apple-Abteilung). Wird alles bleiben, wie es war? Nein. Das Ladengeschäft existiert nicht mehr, alle sind in die (nahe gelegene) Zentrale des "Großen" gezogen. Also Speicher nach Telefonat mit der Service-Hotline eingeschickt.

Und dort, rund 35 Kilometer entfernt von dem beschaulich glücklich-grummelig-knausrigen Städtchen, da liegt er wohl immer noch, nach über drei Wochen. "In den nächsten Tagen" erhalte ich meinen Speicherriegel. Das war vor anderthalb Wochen. "Moment, ich schau mal nach... *raschel tipp* ... hmmm ... etwas verwirrend, was da steht. Ich druck mir das mal aus, Sie bekommen Ihren Speicher in den nächsten Tagen." Das war heute. Mal sehen. Aber richtig gut ist die Welt nicht mehr, so ohne lokalen Applehändler.





Epilog: Dies sei als Lobrede für den (kleinen) lokalen Applehändler im Allgemeinen verstanden -- unrepräsentativ anhand subjektiver Einzelerfahrungen. Dort mag genausowenig immer alles glatt laufen wie bei "den Großen" immer alles schlecht, oder zumindest langsamer läuft, und manchmal mag es auch gerade umgekehrt sein. Die aufgetretene Klischeehaftigkeit im beschriebenen Fall drängte sich jedoch geradezu auf. Und bei aller, auch berechtigter, Euphorie um mögliche Apple-Stores (die hoffentlich auch Speicher vorrätig haben...) sei hiermit der lokale Händler gewürdigt, der mit Apple-Stores noch einen weiteren Konkurrenten bekäme, den viele vielleicht nicht überleben würden.

Kommentare

dem kann ich nur zustimmen

Von: fazzur | Datum: 07.02.2006 | #1
meinem kleinen Händler in Augsburg ging es eigentlich auch gut, bis ein Mediamarkt um die große Ecke aufgemacht hat.

Habe dann auch eines Tages einen Brief von Capcom bekommen, dass ich jetzt freundigerweise einer ihrer Kunden wäre. Und wie auf Befehl ging das DVD-Laufwerk nicht mehr. 3 Wochen später hatte ich mein iBook wieder - mit kaputter Festplatte. Und wieder 3 Wochen später ging wieder alles.

Wobei ich vom GravisStore in Mannheim nur gutes sagen kann. Es kommt wohl weniger auf den großen Namen, als viel mehr auf die Leute vor Ort an!

Vermutlich schön erfunden

Von: Oliver | Datum: 07.02.2006 | #2
Danke für den netten Artikel. Ein paar Stellen jedoch entlarven ihn als gut gemachte Fiktion oder Satire.

Das sind jene Stellen, bei denen Du telefonisch beim Händler nachfragst, ob ein Produkt lieferbar sei.

In meiner Stadt gibt es nur noch Gravis. Dort geht seit etwa zwei Jahren niemand mehr ans Telefon. Stattdessen gibt es eine Bandansage, man möge sein Anliegen bitte schriftlich aufsetzen und als Fax an eine bestimmte Nummer schicken, um alsdann auf eine Antwort zu warten.

Wenn Apple also neue Geräte vorstellt, deren Lieferzeitpunkt ungewiss ist, muss man also jedes Wochenende dorthin fahren, um die Lieferbarkeit der Produkte zu erfahren. Man bekommt allerdings auch dann keine brauchbare Aussage, außer: "Ham wa nicht, wissen nich, wann's kommt, einfach mal öfter vorbeischaun".

Auch sonst beschränkt sich das Sortiment nur auf exakt jene Produkte, die ich nicht gebrauchen kann. Dort gibt es noch nicht mal interne Festplatten, falls man mal schnell eine braucht. Das ist Firmenpolitik. Es gibt nur Festplatten im Gehäuse, alles andere gilt quasi als "Ersatzteil" und wird nur auf Bestellung besorgt. (Kaufe ich natürlich in zwei Minuten in jedem Kaufhaus.)

Sogar "prominente" Software von Apple sucht man vergebens, mal abgesehen von iLife.

Ich bin in den letzten zwei Jahren bestimmt zwanzig mal (grob einmal im Monat) in dem Laden gewesen, bin aber immer mit leeren Händen wieder rausgegangen.

Sobald Apple-Stores mit amerikanischem Drill eröffnen, gehen diese Läden pleite. Nicht weil der Apple-Markt so klein wäre oder die Kunden so geizig, oder weil Apple die Produkte zum halben Preis verkaufen wird, sondern weil sie schlecht geführt wurden.

Augschburch?

Von: lime | Datum: 07.02.2006 | #3
Das klingt zu sehr danach, um woanders zu sein. Ich erinner mich auch noch an die Fußmärsche durch die halbe Stadt zu diesem kleinen vollverglasten Mac-Laden, der jedoch alles hatte was man sehen wollte,... nur leider nicht günstigere Preise als im damals recht gesalzenen AppleStore. So hatte ich, bei aller Liebe, mein iBook auch bei einem Billigheimer online geordert, aber von obligatorischen LogicBoard Defekt und einer vielleicht zu heftig verschaukelten Festplatte hatte ich noch keine Probleme (hoffentlich bleibt das auch so :).

Cancom???!?

Von: tonidigital | Datum: 07.02.2006 | #4
Hallo Freunde


welcher Händler ist das?

@Oliver

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 07.02.2006 | #5
Hier ist kein Wort erfunden, der Wortlaut in den "Zitaten" mag vielleicht nicht vollständig korrekt wiedergegeben sein ;) aber ansonsten entspricht alles der Wahrheit.

Sowohl PowerBook als auch PowerMac (wurde im Artikel nicht erwähnt) und der iMac waren zum Zeitpunkt meiner Besuche/Anrufe bereits überall lieferbar. Es handelte es sich also nicht um gerade vorgestellte Produkte mit ungewisser Lieferzeit (ich fragte auch nicht nach Lieferzeit, sondern ob sie es vorrätig haben -- und sie hatten in den geschilderten Fällen die Geräte immer und sogar _mehrfach_ vorrätig).

Es sei jedoch auch darauf hingewiesen, dass hier nur ein Teil aller Erfahrungen wiedergegeben wurde. Es gibt auch genügend positive mit größeren Händlern und Onlinehändlern.

@lime

Von: Peter | Datum: 07.02.2006 | #6
Jau, Augschburch - und ich kann jeden einzelnen Handler mit Namen nennen. Mach ich allerdings nicht ... aber full ack. Ist schon so; einschließlich der guten und der negativen Erfahrungen mit den jeweiligen Handlern. Die Welt ist klein, definitiv. :-)

Pro/Contra

Von: ERNIE | Datum: 07.02.2006 | #7
Naja, meine persoenlichen erfahrungen mit kleinen laeden sind ebenfalls gut (damit meine ich einen im speziellen)... andererseits gibt es auch leute, die mit eben diesem speziellen laden nicht so gute erfahrungen gemacht hat. beispiel hier: [Link]

nach diesem und anderen problemen heisst sein fazit: Apple Store

@Peter, lime

Von: stv | Datum: 07.02.2006 | #8
So viele Augschburger hier? Hätt' ich ja nicht erwartet... ;)

Ich empfehle...

Von: micronuke | Datum: 07.02.2006 | #9
...MacService in Aachen. Wirklich ein super Laden.

PotzBits?

Von: bodo | Datum: 07.02.2006 | #10
... die hatten eine rührige Kundenbetreuerin - hatte sich sogar persönlich verabschiedet, als sie gehen musste (wenn auch per email)

Jaja, die lokalen Apple Abzocker

Von: atari_vcs | Datum: 07.02.2006 | #11
Also ich hatte mal einen kleinen Machändler in der Nähe hier in Südostwestfalen und das war son typischer Apple- Händler, der Geldgeil war und für alles saftig kassiert und nix geleistet hat. Seit dem bestell ich nur noch bei den "Grossen" und das seit Jahren ohne Probleme.

Da ich auch mal ne Zeitlang südlich vom Weischwurschtäquador ansässig war, kann ich den Tipp, nie einen Applestore in einem Glaspavillion, wo dauernt Dachgemüse durch die Deckel wurzelt, zu betreiben, nur bestätigen. In sofern, ein hoch auf die Zirbelnuss aber die Rechner bestell ich immer noch in Richtung Legoland ;)

Legoland ist echt okay!

Von: tonidigital | Datum: 08.02.2006 | #12
Also bei Legoland liegt Cancom, und da muss ich sagen, sind die auf jeden Fall besser als Gravis und Co.

@flo

Von: svenc | Datum: 08.02.2006 | #13
Hi flo,

man müsste Dich alleine dafür peitschen, dass Du trotz des sehr guten Service des lokalen Rechners Dein Equipment trotzdem bevorzugt beim InterNet-Dealer bestellt hast.
Kannst Du Dir vorstellen, warum Dein Händler hat dichtmachen müssen?
An den Garantiereparaturen von Apple kann man als Händler nur schwer reich werden oder auch nur einen Laden am Leben erhalten.

Gruss

svenc

@micronuke

Von: svenc | Datum: 08.02.2006 | #14
Was bringt einem User aus Bayern oder Schwaben die Empfehlung eines Händlers bzw. Service-Dienstleisters aus Aachen? Nix.
Ganz besonders Deine subjektive Meinung über einen Händler?
Ich kenne genügend Anwender, die mit diesem Händler nicht zufrieden waren. Aber das ist natrlich auch ein subjektives Empfinden dieser Menschen gewesen. Rechner verkaufen kann jeder, Service ist aber auch eine Sache der Chemie zwischen Kunden und Anbieter, besonders, wenn es um den Garantietausch von RAM-Modulen hinausgeht und Services, wie Leihgerät (evtl. kostenfrei) etc.. geht.
Wenn es danach geht, müssten wir hier eine Datenbank über Händler aufbauen.... und glaube mir, die Diskussionen über ein und denselben Händler würden ähnlich ablaufen wie die IBM<->Intel-Diskussionen hier ;-)

@flo
bezüglich Garantietausch RAM-Module:
Wenn die Module bei einem ordentlichen Großhändler gekauft worden sind, dauert der Austausch ca. 48h. Mein Großhändler macht das sogar im Vorabtausch und schickt (falls notwendig) die Tauschmodule kostenfrei direkt zum Kunden, damit dieser sich nicht ins Auto setzen muss. Aber solche Großhändler kosten halt pro Modul 2 Euro mehr. Und wenn Du nur beim Hauptsache-billich-Online-Kistenschieber einkaufst, kannst Du doch nicht erwarten, dass dieser bereit ist auf 2 Euro seiner Marge zu verzichten....oder?
Darum "Geiz ist Scheiß" ;-)

Gruss

svenc

@flo (korrigiert)

Von: svenc | Datum: 08.02.2006 | #15
hier die korrigierte Variante ;-)

Hi flo,

man müsste Dich alleine dafür peitschen, dass Du trotz des sehr guten Service des lokalen HÄNDLERS Dein Equipment trotzdem bevorzugt beim InterNet-Dealer bestellt hast.
Kannst Du Dir vorstellen, warum Dein Händler hat dichtmachen müssen?
An den Garantiereparaturen von Apple kann man als Händler nur schwer reich werden oder auch nur einen Laden am Leben erhalten.

Gruss

svenc

Die Sache mit den Händlern, ja,ja!

Von: Ruediger | Datum: 08.02.2006 | #16
Hi flo,
danke für den Beitrag. Wie gewohnt auf MG erfrischend anders, parteiisch, da individuell in der Ausrichtung der Argumente formuliert, eben auch durchaus kontrovers zu sehen(siehe bisherige Kommentare). Etwas, worum man diskutieren mag! Genau ein Artikel, der Meinung vom Leser einfordert. Und dieses braucht sicherlich auch die Thematik "Distribution von Apfel-Produkten" speziell in Deutschland regelmässig. ;-)
Und das ist eben MG, so etwas auch immer wieder aufzugreifen.
Ich freue mich immer wieder auf Euch und Eure Artikel, Freunde.
Nun zum Thema;
aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen in diesem Bereich kann ich nur ergänzen:
Es herrscht durch wirtschaftliche Zwänge auf der Einen und Service-Orientiertheit am Kunden auf er anderen Seite ein durchaus ambivalentes Verhältnis zum Kunden in der Szene; präziser, zu dem Kunden, der nicht bereit ist für technische Hilfestellungen und "Service-Leistung" einen für das beauftragte Unternehmen kostendeckenden Beitrag zu entrichten.
In der Regel wird dies der sogenannte Privat-Kunde sein, der nicht am Mac sein Geld verdient (und der im Falle eine Gewinn-Verlustrechnungen bei zb Verlust von Daten pekunär eine Leistungsbilanz aufstellen kann), der nicht die Kosten von "Service" steuerrechtlich geltend machen kann, der nicht umsatzsteuer-neutral agieren kann, usw. ..und sofort.
Damit ich nicht falsch verstanden werde:
Ein Unternehmen, also auch Eines im Mac-Handel, ist sicherlich darauf angewiesen Kunden durch "Service" und Know-How, weit über den eigentlichen Rechnerkauf hinaus, binden zu wollen. Ist dies nicht der Fall regelt der Markt den Rest: das Unternehmen verschwindet schlichtweg auf Dauer als Anbieter durch fehlende Nachfrage. ;-)
Die Zeiten sind aber längst vorbei, in der man kostenlose Leihstellungen, stundenlange Beratungen und Serviceleistungen auf Kaffeekassen-Niveau als Standardprozedur im Umgang mit jedem Kunden praktizieren kann. Auch dies wäre ein Grund, dass auf Dauer solch ein Unternehmen durch Konkurs vom Markt verschwindet. Unternehmerische Leistung muss sich auch dort auf Dauer amortisieren! Mischkalkulationen können dies zwar soweit auffangen, dass ein Privatkunde durchaus im "Kulanzfalle" in den Genuss obiger geschilderter Dienstleistungen ohne Kosten kommt, selbstverständlich! Doch, hier betont noch einmal, ist und kann es nicht der Regelfall sein, wenn nicht eine Mehrzahl von anderen Kunden dies durch Bezahlung selbiger Leistungen kompensieren. Also denke Jeder einmal daren, wenn Kostenloses eingefordert wird, ein Anderer wird langfristig dafür "bluten", sonst passt es nicht. ;-)
Dies ist nunmal die schlichte Wahrheit in dieser existierenden freien Marktwirtschaft. Man mag dies kritisieren, man mag dies nicht mögen, doch muss man sich dem Fakt stellen: anders funktioniert das Wirtschaften, auch rund um angebissene Kernobstprodukte nicht mehr.

Somit wird der zumeist privat Kaufende zum Einen immer mehr ausgeschlossen werden; "Geiz-ist-geil"-Mentalität im Preisbewusstsein und paradiesische Dienstleistungszustände im Verhalten des Handels bei Problemen nach Kauf eines Rechners passen halt nur bedingt zueinander.
Zwischen Paradies und Realität liegen halt das Controlling und das betriebliche Rechnungswesen. So gern ich das Anmerken in vielen Kommentaren hier auf der Seite privat sehr nachempfinden kann; so geht es halt nicht, leider. :-)

Was ist eigentlich so schlimm, wenn Ware , die nicht zuim Regelabverkauf im Unternehmen zählt, bestellt werden muss, insbesondere, wenn sie innerhalb einer Woche verfügbar ist? Gilt sicherlich für di meisten Händler in D!
Hat sich schon Jemand von Denen, die dies als Kritikpunkt anbringen, z. B. Gedanken macht, wie dies zu machen ist, wenn beim iPod z.B. 2000 Nebenprodukte zu bestellen sind? Kostentragend?
Insbesondere dann, wenn grundsätzlich "die" Zusatztasche, "das" Audio-Interface, "die" zusätzlichen Kopfhörer, welche auf Lager sind, nicht "dem Kundengeschmack" entsprechen?

Manchmal kommt es mir vor wie der verständliche Wunsch von uns Allen zu leben, ohne Arbeit , ohne Stress, den Lebensunterhalt quasi geschenkt zu bekommmen. Dann wache ich auf und muss dringend zur Arbeit, weil es schon so spät ist. :-)
Im Mac-Handel geht ne Menge, insbesondere an Service und Umsetzung individueller Lösungen, gebt dem Handel auch die Chance, die er verdient.

@Rüfdiger

Von: Jens | Datum: 08.02.2006 | #17
Wer online kauft, um 14,90 pro 2500 Euro PowerBook zu sparen und dann Erwartungshaltungen gegenüber lokalen Händlern pflegt, hat was missverstanden.
An euch: please, order a dell.
IHR habt keinen noch so schlechten Händler verdient.

@oliver

Von: tante.may | Datum: 08.02.2006 | #18
also ich bekomm bei gravis-münster immer jemanden ans telefon.

noch ein Auxburger…

Von: juna | Datum: 08.02.2006 | #19
War auch entsetzt, daß H. an C. verkauft hat; hatte mich schon zweimal mit superschnellem Service gerettet (ibooks gehen anscheinend nur kaputt, wenns so richtig wichtig ist). Das Problem: wie komm ich jetzt ohne Auto zur Reparatur? Und ja, ich hatte es sogar bei H. gekauft!

mein letzer iBook-Kauf

Von: Thyl (MacGuardians) | Datum: 08.02.2006 | #20
bei einem "kleinen Händler" (Familienunternehmen) war ein zweiwöchiger Horror an Inkompetenz. Die Leutchen haben keine Ahnung von UNIX und können nur Apple-Tools bedienen, ohne sie zu verstehen.

@svenc

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 08.02.2006 | #21
Kleine Anmerkung zum Onlinekauf: Das Titanium hatte ich einst so gekauft, da es dort (iirc) mehrere hundert Euro günstiger war. Als Frisch-Freelancer war das ein unschlagbares Argument. Dass billig nicht alles ist, wurde mir ja postwendend klar gemacht (nicht dass ich es nicht vorher schon gewusst hätte). Alle nachfolgenden Rechner habe ich (mit einer Ausnahme: Vorführgerät) beim lokalen Apple-Händler gekauft, da dieser sie immer vorrätig hatte, als ich sie gerade sehr dringend benötigte (erwähntes Beispiel: PowerBook, nicht erwähnt: PowerMac).

Auch das Speichermodul habe ich ja nicht beim "Hauptsache-Billich-Händler" gekauft, wie du schreibst, sondern ebenfalls direkt beim lokalen Händler zugleich mit dem iMac. _Der_ hätte mir den Riegel auch gleich ausgetauscht, wenn er denn nicht eben zum "Großen" umgezogen wäre -- alles Inventar war zum Zeitpunkt meiner Reklamation nämlich schon weggeschickt. Pech.

Und wegen "dicht machen": Der lokale Händler, von dem ich sprach, war kerngesund. Er hat nicht dicht gemacht, er wurde gekauft.

PS: Mein Speicherriegel ist heute geliefert worden. Alles wird gut ;)

@svenc

Von: micronuke | Datum: 08.02.2006 | #22
Hey, das war nur eine kleine Empfehlung, falls hier zufällig noch jemand aus Aachen ist. Dass das jemandem aus Bayern nichts bringt ist mir klar... hier haben sich schließlich auch Leute über Augsburger Händler unterhalten, und das bringt mir wiederum auch recht wenig :-)

Im Artikel ging es über kleine Händler die gut sind. Da hab ich halt den aus Aachen hier als Beispiel gebracht, weil der mir auch sehr gut gefällt. Ich arbeite nicht da und verdiene auch nichts dran.

Das ist alles.

na endlich :)

Von: Lebensgefährtin | Datum: 08.02.2006 | #23
Speicherriegel ist heute geliefert worden?
na GOTTSEIDANK …

Ne, wie geil!

Von: Phileas | Datum: 08.02.2006 | #24
Hahahahahaha!

:)

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 08.02.2006 | #25
Kannst du gerne hier abholen, kriegst auch einen Kaffee :)

OT: Wine auf OS X

Von: peterson | Datum: 08.02.2006 | #26
[Link]

@thyl und die Händler inkompetenz

Von: pm | Datum: 08.02.2006 | #27
Dieser Beitrag spricht mir aus dem Herzen. Das Problem liegt aber grundlegend tiefer. Ein Apple Händler verdient mit Hardware einfach kein Geld um das ein wenig vereinfacht darzustellen.
Was sich aber negativ kumuliert ist die geringe konzeptionelle Erfahrung gewisser Händler mit OS X. Das beginnt grundlegend mit TCP/IP know How, geht über in die ungenügenden Applikationskenntnisse von OS X. Wir sprechen nicht von ilife nein.
Wir sprechen von Applikationen wie aabel, JMP, SPSS aus der Statistik Daylite aus dem CRM Bereich, Workswell aus dem Office Publishing Bereich.
Von den Datenbanken Openbase, Frontbase, Cache ganz zu schweigen. Filemaker und 4D ist das maximum an Beratung. Dies ist definitv zuwenig.
Welcher Händler hat vorgefertige Web/Mail Server an Lager !!!! Selbst mit einem MacMini müsste sowas zu verkaufen sein. Zumindest als Demo macht sich sowas gut. Vorzugsweise nicht eine kryptische Unix php Variante, wobei selbst diese stark Verbesserungsfähig sind.
Der Mac kriegt nur eine grössere Verbreitung wenn ganze Anwendungsfelder demonstriert werden.
Es gibt übrigens einen Latex Ersatz von Wolfram schon mal davon gehört ???????

@micronuke

Von: tomvos | Datum: 08.02.2006 | #28
Ich kann deine Meinung von MacService bestätigen. Die sind wirklich sehr kulant und hilfbereit.
Ich bin mit meinem Power Mac G5 1.8 Single (late 2004) einmal durch die Support Hölle gegangen. Wenn ich das nur über einen der Versender hätte erledigen sollen - no chance.

Insofern kann ich micronukes subjektiver Meinung meine subjektive Meinung hinzufügen: MacService in Aachen hat seinen Firmennamen zurecht.

Apple DAUs

Von: Halli | Datum: 09.02.2006 | #29
Was regt ihr euch auf, die Händler stellen den durchschnittlichen Apple-User dar. Kann klicken, Werbeslogans repetieren, iApps bedienen ansonsten relativ ahnungslos.

Schlimm

Von: Hans | Datum: 09.02.2006 | #30
Warum redet Ihr eigentlich immer um den heißen Brei.

Das cancom die Firma Holme (Teile davon) übernommen hat ist ja kein Geheimnis.

Dass die Qualität von cancom eher das untere Ende der Skala wiederspiegelt ist auch nicht neu.

Entscheidend für die Existenz eines Händlers ist der Kunde. Online-Shops in Deutschland verkaufen oft mit einem Deckungsbeitrag von 1-3%. Davon kann keine nur ansatzweise professionell organisierte Firma leben.

Der Apple-Store ist der schlimmste Schmarotzer. Die Waren werden günstig an die Kunden verklopft. Bei Problemen schickt das Call-Center in Irland die Kunden zum Apple-Händler. Das ist Schmarotzertum vom Feinsten.

Der deutsche Kunde kennt in seinem Geiz ist geil Wahn keine Moral.

Zum Thema Online-Kauf vs. Lokalhändler

Von: Ferdinand Fabelhaft | Datum: 09.02.2006 | #31
Mein PowerBook wollte ich im Herbst auch *eigentlich* online bestellen - nämlich bei einem großen süddeutschen Musikalienhändler, aufgrund guter Erfahrungen mit ebendiesem genauso wie wegen der seit kurzem von ihm gewährten dreijährigen Garantie auf alles dort Gekaufte.

Langer Rede kurzer Sinn, der besagte Musikalienhändler sah sich außer Stande, das gewünschte PowerBook wie angekündigt zu liefern, teilte es mir freilich erst mit, als ich dort angerufen habe.

Ein kurzer Anruf bei einem kleinen (wenngleich mittlerweile zur Comspot-Gruppe gehörenden) norddeutschen Händler mit dem australischen Säugetier im Schilde: Ja, haben wir noch zwei, können Sie gern vorbeischauen.

Der Preis? Der lag komfortabel unterhalb aller Angebote *seriöser* "Internet"-Händler. Speicher? Wurde vor Ort eingebaut, ohne Mehrkosten, versteht sich.

Fazit: Warum in die Ferne schweifen...

BTW., achja, Hamburg4 war sich z.B. zu fein, überhaupt auf meine Anfrage zu antworten. Auch nett.

@pm

Von: neu | Datum: 09.02.2006 | #32
"Was sich aber negativ kumuliert ist die geringe konzeptionelle Erfahrung gewisser Händler mit OS X. Das beginnt grundlegend mit TCP/IP know How, geht über in die ungenügenden Applikationskenntnisse von OS X. Wir sprechen nicht von ilife nein."

das ist doch unsinn! wir sprechen gerade von ilife, denn das interessiert die masse der kunden. tcp/ip interessiert die wenigsten und die kenntnis davon von einem händler zu verlangen ist reichlich schwachsinnig, denn das ist nicht seine aufgabe, dafür gibt es hunderte von seiten starke bücher.

"Wir sprechen von Applikationen wie aabel, JMP, SPSS aus der Statistik Daylite aus dem CRM Bereich, Workswell aus dem Office Publishing Bereich.
Von den Datenbanken Openbase, Frontbase, Cache ganz zu schweigen."


also bleib mal wenigstens etwas fair!

openbase hast du erst auf dem rechner, wenn du dir die developertools mit web objects installierst´und hat einen marktanteil im db-bereich von 0,? Prozent. wenn schon, dann oracle (wegen des zu verdienenden geldes)

standardmäßig ist mysql auf jedem mac installiert, openbase ist wirklich wenig bekannt, frontbase ebenso.
cache als (jüngste?) objektrelationale db, die wohl ab 400 teuro kostet (aus dem gedächtnis), ist selbst profidatenbankentwicklern kaum bekannt.

meiner meinung nach muß ein händler nicht die gesamte datenbankwelt kennen und die erwähnung von postgersql reicht völlig.

außerdem hat er keinen pekunären vorteil, wenn er z.b. die opensource-software kennt.


und spss und konsorten sind auch nur selten angeforderte softwarepakete



"Filemaker und 4D ist das maximum an Beratung. Dies ist definitv zuwenig."

Finde ich nicht, denn diese beiden (nicht-)datenbanken erfüllen wohl ca. 95% aller consumeransprüche. außerdem muß der händler immer sehen, mit welchem kosten-nutzen-verhältnis er seinen umsatz/gewinn erwirtschaftet und schulungen in x-nischenprodukten schlagen sich dann wieder im preis nieder, den u.a. kunden wie du und ich oft nicht bereit sind zu zahlen.

"Welcher Händler hat vorgefertige Web/Mail Server an Lager !!!! Selbst mit einem MacMini müsste sowas zu verkaufen sein."

tut mir leid aber ich kann dieses "was-weiß-ich-was-server"-gequatsche nicht mehr hören/lesen.

kein mensch braucht für einen einzelrechner einen server. ein server serviert für andere, also brauche ich schon mindestens 2 (oder mehrere benutzer bei einer db).
die kunden, die einen server benötigen sind absolut in der minderheit.


"Zumindest als Demo macht sich sowas gut. Vorzugsweise nicht eine kryptische Unix php Variante, wobei selbst diese stark Verbesserungsfähig sind."

vielleicht für linuxer, die ja nur am servern und kompilieren sind. die masse der anwender will briefe schreiben, e-mailen, surfen, spielen.....

"Der Mac kriegt nur eine grössere Verbreitung wenn ganze Anwendungsfelder demonstriert werden.
Es gibt übrigens einen Latex Ersatz von Wolfram schon mal davon gehört ???????

sicher habe ich davon schon gehört, aber welchen vorteil an benutzerfreundlichkeit hat den dieses tool gegenüber iwork, ragtime, appleworks?

du kommst offensichtlich irgendwie aus der linux/unix-schrauberecke, ist ja nicht schlecht aber die mac-philosophie "it just works" hast du offensichtlich noch nicht intus.
seit macos x heißt es doch "es geht einfach UND die ganzen profitools gehen auch"

Cancom ist doch OK

Von: aadr | Datum: 09.02.2006 | #33
Ich bin mit Cancom ganz zufrieden. Faire Preise und guter Service. Die 36-Monate-Garantie ist sehr zu empfehlen. Die kommen wirklich innerhalb 24 Stunden mit einem Wagen voller Ersatzteile vorbei.
Da ja fast jeder Appel-Rechner inherhalb von 3-Jahren defekt ist - ein super Service.
(Meine Vermutung ist, dass die hohen Reparturkosten für die Apple-Produkte innerhalb der Garantiezeit direkt mit in die Preiskalkulation einfließen. Daher muss ein Apple-Rechner fast doppelt so teuer sein, ansonsten wären die schon lange pleite.)

@Oliver

Von: Ein Ungläubiger | Datum: 09.02.2006 | #34
"In meiner Stadt gibt es nur noch Gravis. Dort geht seit etwa zwei Jahren niemand mehr ans Telefon. Stattdessen gibt es eine Bandansage, man möge sein Anliegen bitte schriftlich aufsetzen und als Fax an eine bestimmte Nummer schicken, um alsdann auf eine Antwort zu warten."

Schon mal auf die Idee gekommen in Berlin anzurufen, du Pflaume. Dort geht immer jemand ans Telefon!

Garantie von cancom

Von: Hans | Datum: 09.02.2006 | #35
Zur 36-monatigen Garantie von cancom habe ich sehr negative Dinge gehört und erlebt.

Techniker kam nach Wochen und dann wußte er nicht was er tut usw.

So macht jeder seine eigenen Efahrungen.

Das einzig Vernünftige ist die Garantieerweiterung des Hersteller, denn da kann ich mir den Service-Partner aussuchen.

@pm nochwas

Von: neu | Datum: 09.02.2006 | #36
aus der versicherungsbranche kommt die nachweisbare erkenntnis, dass die verkäufer mit den geringsten kenntnissen oft den meisten umsatz generieren, da sie nicht wie die super geschulten verkäufer so viel "erworbenes" wissen beim verkaufsgespräch über den kunden ausschütten und deshalb den punkt, wo der kunde kaufen will nicht zerquatschen (trifft leider besonders stark bei schlechten versicherungen zu, denn da wirkt ein geschulter vertreter nicht mehr so überzeugend.... warum wohl?).


deshalb hat das thema mediamarkt "laufen da auch meine spiele, ist der kompatiehhhhbellll?" ergo windows auf intel mac sogar einen möglichen positiven effekt auf den umsatz

pm, neu

Von: Thyl (MacGuardians) | Datum: 09.02.2006 | #37
Bei mir ging es eigentlich darum, die alte Platte 1:1 auf die neue zu bringen, so dass alles läuft. Meine Strategie wäre gewesen, Platte ausbauen (das musste der Händler bei seinem Ansatz übrigens auch), in FW-Gehäuse, davon booten und alles rüber epr CCC auf die interne Platte des neuen iBook, das FW hat. Was genau sie gemacht haben, ist mir nicht klar, aber sie haben das Apple-eigene Tool verwendet, und das kopiert eben nicht alles rüber. Es kam zu Konflikten mit einer Demo-Version von Word, und in's Internet ging es mit dem Webshuttle auch nicht mehr (das sowieso Schrott ist). Das Hauptproblem war mE, dass auf dem Rechner mehrere Benutzer mit unterschiedlichen Zugangsprofilen eingerichtet waren, für MacOSX eine Selbstverständlichkeit, für meinen Händler aber wohl eine fremde Welt. Meine Susi hat mir zB berichtet, wie er ungefähr zehnmal versucht hat, die Konfiguration für die Internet-Einwahl auf die gleiche Weise zu ändern, was das System nicht akzeptierte (vermutlich Zugriffsrechteproblem, wie immer bei UNIX) und dabei eine Performance wie das Kaninchen vor der Schlange abgeliefert hat. Susi hatte fast Mitleid mit ihm.

Fairerweise muss man sagen, dass er diesen "Service" auch nicht berechnet hat. Aber die Stunden der Mühe unsererseits auch nicht erstattet.

@Hans

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 09.02.2006 | #38
Warum redet Ihr eigentlich immer um den heißen Brei.

Weil es um die _konkreten_ Händler nicht gehen sollte ;) Das wäre anhand _eines_ Beispiels _einer_ Person _subjektiv_ ausgewählt und zusammengestellt verfehlt. Und artet dann aus in "XY ist doof, ZZ ist besser", was in dieser Pauschalität auch unangemessen ist.

Ich bin im Übrigen ganz dankbar, dass es genau das nicht geworden ist. Brav ;)

@pm und die Händler

Von: pm | Datum: 09.02.2006 | #39
Ich habe diesen Beitrag absichtlich so hineingestellt weil ich endlich von durchschnittlichen Apple Händlern bessere Lösungen sehen will. Jedes mal wenn ich eine Top Lösunng suche treffe ich auf einen individuellen Crack. Ob das eine gelungene Novell integration mit Apple Clients ist usw.

Der konzeptionelle Mangel ist grundlegend. Es ist undenkbar, Firmeninstallationen zu haben ohne "high End" Beratung. Dazu kommt, dass es eine riesen Diskrepanz gibt zwischen NeXT Cracks und Apple Händlern, das ist irgendwo wie zwischen Mondlandung und einem Spruch, wenn Merkel High Tech erwähnt. Provinz eben.

Filemaker und 4D sind einfach zuwenig skalierbar und robust. Die haben gute Endbenutzerinterfaces ohne Zweifel und die haben auch ihre Berechtigung. Aber doch nicht mehr als ERP Lösung wenn ich Frontbase, Openbase und Cache haben kann. Da muss ein Umdenken stattfinden. Die obgenannten mit Webobjects sind eine Supernummer. Da ist jeder Java-Shop dagegen eine lahme Schnecke.
Gerade weil viele Entwickler die Vorteile von X sehen muss es darum gehen auch die besten Techniken auszunutzen. Ja mit Software soll Geld verdient werden.
Vorkonfigurierte Apliances sind doch nichts spezielles. Nur im OS X Bereich schon.
Mail Server, Web Server oder Backup Server.
Schaut doch mal bei [Link] und Bru Backup vorbei.

Gerade die genannten Statistik Pakete sind doch für Universitäten hochattraktiv.
aabel, JMP, SPSS, Kaleidagraph oder Wolfram Pulbicon sind doch attraktive Lösungen und damit lässt sich Geld verdienen, aber nicht wenn die nicht auf einer Demo laufen.
iwork, appleworks und Co. sind technologisch von vorgestern, da lässt sich doch nicht mal Formeln darstellen gleich wie bei Word übrigens.
Warum gibt es denn diesen LateX Scheiss seit 40 Jahren. Damals hatte das natürlich seine Berechtigung aber doch nicht 2006.

Für den durchschnittsconsumer ist iLife klar eine attraktive Lösung ohne Zweifel, aber das muss doch nicht das Ende der Beratungslinie sein.

@pm

Von: svenc | Datum: 10.02.2006 | #40
Du hast natürlich recht, wenn manche Apple-Händler nicht unbedingt die Profis für spezielle Anwendungen sind.
Aber Du überblickst den Markt nicht und übersiehst die Funktion des Händlers.
1. wird der Mac (besonders in D) zum größten Teil immer noch in Werbeagenturen, PrePress, DTP, Photographie usw. eingesetzt.
Da werden Adobe-Pakete, Quark, ggfls. ein Office-Paket und eine Agentursoftware eingesetzt.
Agenturen mit mehr als 3 Mitarbeitern haben dann meist auch einen kleinen Server (meist nur ein reiner FileServer). Größere Agenturen nutzen dann auch eigene Mail-Server und verwenden viele Sachen, die OS X-Server sehr komfortabel anbietet.
Das ist die Masse. Diese Anwender nutzen natürlich auch die iApps, besonders privat.

Die von Dir angesprochene Kundengruppe ist recht klein und hier ist auch nicht der klassische Apple-Händler der Ansprechpartner, sondern eher echte Systemberater und -integratoren, sowie Datenbankspezialisten.
Diese erstellen dann ein Pflichtenheft für die Hardware und da kommt dann der Händler erst ins Spiel.
Diese Kundengruppe (wie z. B. Unis) haben aber meist eigene Admins für die Macs, diese Leute sind recht fit und brauchen somit häufig keine echte Beratung durch den Händler, zumindest eine ganz andere Hilfestellung durch den Händler, als der "klassische Mac-User".
Gute Händler haben Spezialisten für die von Dir genannten Aufgabenstellungen zur Hand und holen diese dazu, wenn diese Kenntnisse gefragt sind.
Ein Händler, der behauptet, alle Sparten alleine komplett abdecken zu können, kann zwar alles, aber nix richtig.
Wir selber arbeiten ähnlich, allerdings nicht, wie "typische" Händler mit Ladengeschäft.
Wir fahren zum Kunden raus, analysieren mit ihm die Probleme bzw. Aufgabenstellungen und entwerfen dann, ggfls. mit Hilfe von Spezialisten auf den Fachgebieten eine Lösung und bieten die dazu notwendigen Komponenten aus Hard- und Software an.
Wir betreuen aber auch keine Privatkunden, diesen Markt überlassen wir den Händler mit Ladengeschäft und dem MediaMarkt für Mac-User "Gravis" genannt.
Die ewigen Preisdiskussionen "da müssen doch noch 10% Rabatt drin sein" und der Wunsch nach lebenslangem kostenfreien Support ("ist für Sie doch nur eine Kleinigkeit"), weil man ja hier 2mal jährlich Druckerpatronen für seinen Drucker kauft, der inkl. Mac aber von irgendeinem Kistenschieber, der 15 Euro günstiger war, erstanden wurde, können einen Laden auf Dauer nur ruinieren.

Du kannst auch von keinem typischen Händler mit Ladengeschäft in der Fußgängerzone erwarten, dass er Top-Spezialisten für HighEnd-Datenbanken im Laden rumlaufen hat, wenn er die über die Margen an der Apple-Hardware finanzieren muss.
Nur mal zum Mitschreiben:
Die beste Apple-Händler-Kondition für nen G5 liegt 10% unter dem Apple-Store-Preis. Und diesen Preis bekommen nur Apple-Center, die mal eben 2 Mio. pro Jahr mit Apple-Produkten umsetzen, etc..
Nur... welcher Kunde ist denn heute noch bereit den AppleStore-Preis zu bezahlen?
Hier zählt nur Stückzahl und Stückzahl kann ich nicht mit Top-Spezialisten, sondern nur mit guten Verkäufern machen. Wie oben schon erwähnt, sind die besten Verkäufer die, die gar nicht so viel Ahnung vom Produkt haben.
Ein Verkäufer kostet auch erheblich weniger als ein Spezialist. Der Verkäufer bekommt nämlich nur nen Grundlohn, der Rest wird durch Verkaufsprovisionen aufgestockt.
Der Spezi will aber immer ein Top-Gehalt.

Zu Deinen Datenbankwünschen:
Du bekommst eine Liste von 100 typischen Apple-Firmenkunden unterschiedlicher Größe.
Bei 1-2 davon wirst Du überhaupt ins Gespräch kommen, wenn Du "Cache" verkaufen möchtest.
Nach Nennung der groben Investitionskosten wird aber auch dieser Kunde lächelnd abwinken, ausser es ist vielleicht ein Verlag wie Gruner+Jahr oder eine große Universität.


"Wald-und-Wiesen"-Server, z.b. auf Mac mini-Basis.
Wo ist das Problem damit?
Rufe beim Händler an, Du braucht nen Mac mini als kleinen Web- und/oder Mail-Server.
Parameter/Wünsche abstecken und ein halbwegs fitter Händler macht Dir die Kiste fertig.
Allerdings unterschätzt Du die Sonderwünsche der Kunden.
Wie soll denn Dein vorgefertigter Web-/Mailserver denn aussehen?
In 90% der Fälle muss dieses Teil eh für den Kunden konfiguriert werden, weil diese das selber nicht auf die Reihe bekommen (oder auch gar nicht können wollen!!), warum sollte ich den dann vorkonfiguriert hier stehen haben? Ist doch nur ein Mehraufwand.
Web- und Mailserver sind recht kritische Anwendungen. Die vorkonfigurierten Billig-Server sind die Kisten, die offene Relays bieten und auch ansonsten sch... konfiguriert sind.
Und diese Fertig-Ich-Kann-Alles-Server meist auf Linux-Basis mit Web-Oberfläche sind meistens auch nicht viel billiger als ein "echter Server, z. B. auf Xserve-Basis", bzw. sind oft recht lahm, da nur mit 100MBit ausgestattet oder ansonsten recht minderwertigen Komponenten.

Glaube mir, Deine "Idee" ist von vielen Leuten schon durchgedacht und durchgerechnet worden. Das Ergebnis: "Macht keinen Sinn".

Gruss

svenc

@pm

Von: rausche | Datum: 10.02.2006 | #41
Wenn du solche Lösungen suchst wende dich auch an die Spezialisten dafür. Ich kenne da z.B. Brainworks und auch Pixelpark. Die haben das Know How welches du suchst und verkaufen dir auch den passenden Rechner dazu. Aber verlange nicht vom normalen Applehändler soetwas. (Ein Auto welches professionell für ein Rennen getunt werden soll bringt man ja auch nicht in eine normale Werkstatt)

@rausche

Von: svenc | Datum: 10.02.2006 | #42
> (Ein Auto welches professionell für ein Rennen
> getunt werden soll bringt man ja auch nicht in
> eine normale Werkstatt)

klar.... zumindest bei mir geht das... liegt aber vielleicht daran, dass meine
"Autowerkstatt" unterm gleichen Dach die Firma AC Schnitzer betreibt ;-)

Ansonsten gebe ich Dir aber recht.

Gruss

svenc

@unglaeubiger

Von: apprendi | Datum: 13.02.2006 | #43
Gravis bleibt das letzte!
Insbesondere Berlin Franklynstrasse

Gravis Mannhei ist ok

Von: Arthur | Datum: 23.02.2006 | #44
Kann dem Bericht von Fazzur nur zustimmen: Gravis in Mannheim ist eine gute Anlaufadresse und es gibt dort auch noch Leute, die ans Telefon gehen.