ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 4129

MacOS X 10.4.4 geknackt

Maxxuss did it again

Autor: kai - Datum: 15.02.2006

Wie auf OSX86project.org zu lesen ist, hat Chef-Hacker Maxxuss inzwischen auch MacOS X 10.4.4 geknackt (Danke an Leser "IntelSucks"). In 10.4.4, was nur mit den neuen Intelmacs ausgeliefert wird, hat Apple einige neue Tricks verwendet um die Lauffähigkeit auf normalen PCs zu verhindern - offensichtlich waren diese Tricks nicht gut genug. Windows und MacOS X auf einem Rechner parallel geht nun also - allerdings immer noch nicht auf Apples Rechnern.

Kurz nach Bekanntwerden der Meldung hat Apple 10.4.5 veröffentlicht. Darin enthalten ist neben vielen Fixes ein neuer Darwin-Kern, so dass die 10.4.4 Patches von Maxxuss schon nicht mehr funktionieren. Die x86-Version ist deutlich größer als die PPC-Version, was wohl bedeutet, dass es hier mehr zu fixen gab.

Kommentare

10.4.5 Upgrade

Von: pm | Datum: 15.02.2006 | #1
Offensichtlich laufen jetzt ehemalige Next Applikationen deutlich besser. Mesa von [Link] das beste Spreadsheet von Excel abgesehen lief bisher immer recht zäh. Das hat sich jetzt dramatisch geändert, es ist schneller als Excel für X so wie es aussieht.
Auch Workswell ist deutlich schneller geworden.

Problem mit der Anmeldung danach?

Von: @lias | Datum: 15.02.2006 | #2
Hatte den merkwürdigen Effekt, dass ich mich nach dem Update nicht mehr anmelden konnte über mein User-Icon im Anmeldedialog.

Neustart und der Weg über "Andere Benutzer" ging dann... komisch...

Hier sind die MB der Intel Version

Von: DF | Datum: 15.02.2006 | #3
Der 256MB-ATI-Graphikkarten-Frontrow-Geisterbilder-Bug ist erwähnt!

optimierungen?

Von: nam | Datum: 15.02.2006 | #4
Vielleicht wurde auch QuickTime optimiert?
Vielleicht wurden auch die Grafikkartentreiber optimiert? (X1600 waere ja son Kandidat)

@pm

Von: nam | Datum: 15.02.2006 | #5
kann mesa latex export (fuer die tabellen?) dann wuerde ichs mir vielleicht kaufen.

Hmm...

Von: dermattin | Datum: 15.02.2006 | #6
Jetzt werden hier schon von russischen Seiten ausgehende rechtswidrige Handlungen gefeatured? Oo

Geknackt?

Von: ionas | Datum: 15.02.2006 | #7
hat doch nich viel gemacht.
hat nur zwei hardwarekomponenten in software emuliert. den DRM chip und EFI => BIOS.

In Deutschland ist es im übrigen legal soweit ich weiss, wenn man eine Originallizenz besitzt und nur an einem Arbeitsplatz & ein Benutzer gleichzeitig benutzt.

Mal sehen wie lang es dauert bis es auf eBay OS X PCs mit original OS X + Patch CD gibt.

@ dermattin - BS?

Von: ionas | Datum: 15.02.2006 | #8
informier dich bevor du rumlallst ;p
in deutschland gilt keine DMCA (was ein glück!)

Hmmmm....

Von: Vorname | Datum: 15.02.2006 | #9
Wenn es wirklich schon geknackt ist, dann hat sich Apple wohl nicht sonderlich viel Mühe gemacht. Sieht so aus, als wenn man noch nichtmal den Bios-Support entfernt hat...

Könnte man fast meinen, dass es Absicht ist...

Naja, mal abwarten...

Ionas

Von: dermattin | Datum: 15.02.2006 | #10
"Mal sehen wie lang es dauert bis es auf eBay OS X PCs mit original OS X + Patch CD gibt."

Das zum Thema lallen ;)

Ja, und?

Von: Philipp | Datum: 15.02.2006 | #11
Das ist doch nur was für Freaks ...

Kopierschutz umgehen nicht erlaubt

Von: frank | Datum: 15.02.2006 | #12
In Deutschland dürfen keine Kopierschutzvorrichtungen umgangen werden. Da gab es im ersten Halbjahr 2005 eine entsprechende Änderung. Bei uns ist also das eigendliche Umgehen starfbar, oder die Bereitstellung von Mittel dazu. In den USA darf man nicht mal mehr darüber reden...

Ich glaube, das Apple

Von: MichaelK | Datum: 15.02.2006 | #13
keinesfalls eine entsprechende Verbreitung auf gewöhnliche Dosen möchte (Marktanteil hin oder her). Vielmehr werden sie es mit der von Intel komplett gelieferten Standardware (ohne Wertung) nicht geschafft haben.

Also ein fertig gepachtes 10.4.3

Von: noname | Datum: 15.02.2006 | #14
haben Windows/Linux-Freunde von mir nicht ohne erheblichen Aufwand zum laufen bekommen!

Und wenn man sich ansieht, dass der 10.4.4-Hack sozusagen noch `ne Pre-Alpha ist will ich gar nicht wissen, wie aufwendig das nun wieder letztlich ist...

Ganz davon abgesehen, dass Apple mit jedem noch so kleinen System-Update die ganze Arbeit wieder zunichte machen kann...

Und wer will schon mit einem 10.4.4 arbeiten/surfen, wenn 10.4.5 u.a. einen Kernel-Lücke!!! schließt?

[Link]

my 2 cents

Bla

Von: Matthias Witte | Datum: 15.02.2006 | #15
Dröhn...Mac OSX gehackt...laber...man hätte lieber bei PPC bleiben sollen...erzähl...OSX auf Dosen, ach du scheisse...schweif ab...Apple's Hardwaresparte geht unter...mal ehrlich, wer will schon auf einem System arbeiten, bei dem ein grosser Teil der Geräte gar nicht oder nur fehlerhaft laufen, da hier keine Hardware unterstützt wird, welche nicht in einem Apple-System verbaut wird...das geht doch schon los bei Chipsätzen und zieht sich durch fast alle Systemkomponenten...nee danke, muss ich net haben, da läuft im Endeffekt ja dann selbst Windows 98 stabiler. Die logische Konsequenz hieraus: Einfach bei Apple bleiben, damit das System, mit dem man tatsächlich arbeitet auch fehlerfrei läuft und auch alltagstauglich ist. Und wers trotzdem probieren will...bitte, ich tu mir sowas nicht an und schalte einfach meinen Mac an!

Stimmt teilweise....

Von: Vorname | Datum: 15.02.2006 | #16
aber soweit ich weiss sind bei OSX mehr treiber dabei als man glaubt. kann sein, dass das an darwin (der unterbau von osx) liegt, dass es ja schon immer für x86 gab.

Juhuu, ich kauf nen AMD! ;)

Von: Counter-Kailiban | Datum: 15.02.2006 | #17
Und wieder ein super-Kai Beitrag der Spitzenklasse.

Anleitung zu einer Straftat? Naja, wolln mal nicht so hart sein.

Nur mal so, dieses Leak bringt Apple ziemlich viel. Kostenlose Betatester für zukünftige Hardware, Geeks die nun den coolsten Download ihres Lebens machen und sich auf UEBERstatus erheben weil Sie ein gehacktes System nutzen und ihre Geekfreunde mit MNU infizieren.

In Zusammenspiel mit YellowBox für Windows ein total Angriff auf Microsofts und Linux wichtigste User.. Devs Admins Pros


Aber, genau super-Kai, Apple ist ja zu dumm um einen Kopierschutz zu machen, stattdessen sperren sie in zukunft nur bezahlende Nutzer in ein TPM-System. blablabla

OSX86 ist sowas von Nutzlos für den normalen Menschen mit Nicht-Macs, ich glaub da hat Apple keine große Angst vor.

Suggestion und Wahrscheinlichkeit

Von: at | Datum: 15.02.2006 | #18
"Die x86-Version ist deutlich größer als die PPC-Version, was wohl bedeutet, dass es hier mehr zu fixen gab."
Ja, vermutlich hauptsächlich Rosetta. So what?

Counter:

Von: kai | Datum: 15.02.2006 | #19
Es gibt Zwei-Button-Touchpads auf Mac-Laptops? Ja wo denn?

Und nein, unterwegs ist ne externe Maus nicht wirklich prickelnd!...

Merke: Mighty Mouse ist eine Sache. Scrollpads ne andere...

Achso, so wirds sein, ich kenn den Unterschied zwischen Scrollpad

Von: Counter-Kailiban | Datum: 16.02.2006 | #20
und MightyMouse nicht.

Danke für die nette Geschichten Stunde, lieber Kai.

Doch hast du das MacGuardians.de in Klammern vergessen, also wer bist du dass du den 2Tasten-Flamewar starten willst?

Tja

Von: Matthias Witte | Datum: 16.02.2006 | #21
Nun, ich kann mir nicht vorstellen, daß Darwin als solches überhaupt spezielle Treiber beinhaltet, auch nicht Darwin für x86. Früher(so in den 80ern bis Anfang der 90er) gab es eine Bezeichnung für PC, die sich IBM-kompatibel nannte. Worauf ich hinausmöchte...tja, das soll heissen, daß alle PC-Komponenten(also jetzt auch Macs) gewisse Standardfunktionen aufweisen, wie eine bestimmte Form der Grafikanzeige(stylisches 256 Farben-VGA) oder einfach die Controller der Diskettenlaufwerke, der Eingabegeräte wie Tastatur usw., all diese Funktionen haben sich auf dem PC in den letzen Jahrzehnten nicht wesentlich geändert...warum? Weil immernoch der von IBM festgelegte Standard von 1981 gilt, soll heissen, diese Funktionen sind nie entfernt, sondern immer nur erweitert worden. D.h. im Klartext, daß ich immer noch auf einem modernen PC PC-DOS 1.0 von Diskette booten könnte, weil hier keine erweiterten Funktionen der PC-Hardware genutzt werden und somit keine Treiber nötig sind, da eben dieser IBM-Standard immer noch von jedem PC eingehalten wird. Genau so verhält es sich mit dem eigentlichen Darwin oder anderen Unixkernen, denn diese benutzen ja als solches auch nur diese fest definierten Standardfunktionen. Interessant wird es allerdings, wenn ich auf den Systemkern neue Komponenten wie GUI oder API und diverse Frameworks raufsetze, welche denn mein Betriebssystem bilden. Irgendwann komme ich dann an den Punkt, wo jene fest definierten PC-Standards eben nicht mehr greifen und ich auf die erweiterten Funktionen der Hardware zugreifen muss. Der Zugriff erfolgt dann Hardwarespezifisch und ich benötige einen Treiber und gerade das ist meiner Meinung nach der Trumpf, den Apple immer noch in den Händen hält.

Counter:

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 16.02.2006 | #22
Offensichtlich kennst du den Unterschied nicht...

etwas poesie fuer hacker

Von: nico | Datum: 16.02.2006 | #23
[Link]

@frank

Von: Thyl (MacGuardians) | Datum: 16.02.2006 | #24
Es handelt sich nicht um einen Kopierschutzmechanismus, da nicht im Sinne der UrhG eine Kopie angefertigt wird.

Matthias Wittes Tja

Von: Thyl (MacGuardians) | Datum: 16.02.2006 | #25
Deine Argumente stimmen teilweise, aber auch nur teilweise. Die PC Landschaft hat sich nämlich in den letzten Jahren - nun sagen wir mal - bereinigt. Die Zahl der tatsächlich notwendigen Treiber ist ziemlich gesunken, da die Zahl der echten Hardwarehersteller gesunken ist. Chipsätze zB funktionieren alle gleich, solange man nicht den Audio-Teil oder bestimmte IDE-Modi verwendet. USB etc gehen mit Standardtreibern, soweit ich weiß.

Bei Graphikkarten gibt es ja auch nur noch zwei relevante Hersteller.

Also, wenn jemand ein eigenes System für MacOSX zusammenstellen will, würde er sicher gut daran tun, denselben Chipsatz zu verwenden wie Apple. Und bei der Graphikkarte muss er auch gucke, was läuft, wobei ich im Interesse einer rationellen Treiberentwicklung vermuten würde, dass die Treiber nur einmal für PowerPC und intel entwickelt werden, so dass wahrscheinlich Treiber für die gängigen Graphikkarten bei MacOSX intel dabei sind. Und mit diesen zwei relevanten Komponenten Mainboard und Graphikkarte sollte man ein lauffähiges System zusammenstellen können.

Warum sollte das jemand machen? Z.B. wegen der besseren Erweiterbarkeit von Standardsystemen mit PCIe, Laufwerken etc; zumindest, solange es noch keinen ProMac intel gibt.