ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 4159

Wiwo glaubt an Apple Retail-Offensive

Deutschland strategisches Ziel für die nächsten Apple-Stores?

Autor: roland - Datum: 06.03.2006

Nachdem am Wochenende die Wirtschaftswoche den Eintrag einer deutschen Apple Retail-Gesellschaft ins Münchner Handelsregister zum Anlass genommen hat, über bevorstehende Store-Eröffnungen in Deutschland zu spekulieren, war es klar, dass heute alle, alle, von Onkel Heinz bis MacUp dies aufgreifen würden. Ob es jedoch deshalb schon zum Äußersten kommen muss? Es ist schließlich nicht das erste Mal, dass Apple irgendwo irgendetwas einträgt, ohne dass dies gleich zu konkreten Aktivitäten führt. Die außer Apple Einzigen, die vermutlich wirklich etwas Konkretes wissen, sind die Damen und Herren der US-Maklerfirma Cushman & Wakefield, deren deutsche Dependance in Frankfurt am Main sich natürlich hüten wird, auch nur ein Sterbenswörtchen zu äußern. Klickt man sich durch deren Listing zur Verfuugung stehender, repräsentabler Bürocenter in der Mainmetropole oder in München, wird man auch nicht schlauer. Keine der Adressen erfüllt von der Lage her die extremen Ansprüche, die Apple zu stellen pflegt: Innenstadt-Bestlage, höchstmögliches Potenzial von Laufkundschaft, mit der rigiden Apple-CI/CD kompatible Architektur. Wir werden also weiter von Gerüchten leben müssen. Nichtdestotrotz gilt einmal mehr für einen Teil der deutschen Apple-Händler: Die Einschläge kommen näher. Auch wenn sie vorher wohl noch Rom und Paris treffen werden.

Kommentare

Der Handelsregister-Eintrag ist schon vom 4.7.05

Von: letzter | Datum: 07.03.2006 | #1
[Link]

@Schilp

Von: pm | Datum: 06.03.2006 | #2
Falsch. Da bei BSD an der Cornell University jede Codezeile zwischen 1985 - 1990 doppelt gesichtet wurde mit sehr gutem Erfolg für MaCH. Für Apple ist nur die Weiterentwicklung unter NeXT relevant. Da Tevanian der Top-Entwickler schon in Cornell dabei war. Die BSD Schwächen kennt der blind.
BSD hatte schon vor 1996 eine sehr grosse Installationsbasis. TCP/IP gab es damals auch und Puffer Overflows waren auch schon mehr als bekannt. Soviel hat sich nicht geändert.
Diese Maschinen standen schon damals in sehr grossen Netzwerken. ACL's waren noch unbekannt. LDAP ähnliche Verzeichnisse wie Banyan Vines mit weit mehr als 50'000 Computer gab es schon damals.

material zum thema sicherheit

Von: chris | Datum: 06.03.2006 | #3
auch unser system ist nicht vor fehlern und manipulation gefeilt, denn davon gibt es wirklich genug.

[Link]

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[Link]

dazu kommen noch die lücken der nicht von apple stammenden komponenten. das sind viele.

ausserdem es gibt natürlich auch reichlich interessierte, welche sich sich der erforschung dieser lücken widmen und ihre erkenntnisse dokumentieren.

[Link]

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[Link]

[Link]

[Link]

selbst ins metasploid-framework haben schon ein paar mac-spezifische module ihren weg gefunden.

ergänzung zur bsd-diskussion

Von: chris | Datum: 06.03.2006 | #4
die lücken treten zumeist in den hundert anderen systemkomponenten auf, da ist es nahezu wurscht ob der kernel von mac os x "rock-solid" ist.

zurück zum Store...

Von: Joachim | Datum: 06.03.2006 | #5
fänd ich schon toll, aber im Moment läuft schon die richtige Offensive. Apple macht Werbung im TV, Hauptzeit ARD, ein Clip für den Imac, keine Werbung für das Massengeschäft Ipod. Wann gab es so eine aktive Bewerbung schon, auch auf ARTE (da kann ich es ja noch verstehen) werden Clips gesendet. Jedenfalls hat es die Marketingabteilung verstanden, nicht werben bringt keine Kunden. Fehlt nur noch der Ausgleich zu der unsäglichen "Ich lad Musik bei ...".

BSD Sicherheit

Von: pm | Datum: 06.03.2006 | #6
BSD gilt allgemein als sehr sichere Umgebung. Es ist überhaupt kein Zufall, dass dutzende von Universitäten in den Staaten bis zur US Navy diese Systeme im Einsatz haben. Da gerade BSD in Cornell optimiert wurde für MaCH, auch wenn das 15 Jahre her ist. Kein anderes System wurde wahrscheinlich dermassen auf Sicherheit überarbeitet.

Auch wenn...

Von: Georg | Datum: 06.03.2006 | #7
... alle möglichen Dienste aktiviert sind und lokale Accounts vergeben wurden. Systeme sollten doch so sicher sein, dass man auf keinen Fall Root-Zugang erlangen können darf.
Und falls es wahr ist, dass in OSX noch eine Menge unveröffentlichte Sicherheitslücken sind, die nur nicht ausgenutzt werden, wie wird das in Zukunft aussehen?

Wird in Zukunft sein wie jetzt auch...

Von: Kabe | Datum: 06.03.2006 | #8
...ab und zu taucht eine Lücke auf, für die Apple einen Patch bereitstellt. Immer wieder die selbe Aufregung, wenn OS X endlich gehackt wurde, und immer noch keine Betroffenen.

Jedes System hat Lücken, es kommt drauf an, was dort passiert. Und da ist OS X in der Praxis Lichtjahre von Windows-Zuständen entfernt.

Kabe

zum thema applestore

Von: chris | Datum: 06.03.2006 | #9
ist doch ganz einfach. die kaufen einfach die frankfurter zeilgalerie, dann haben sie alles: die beste innenstadtlage, endlose menschenmassen, und das sogar inklusive der passenden architektur.

@pm

Von: Alexander G. Schilp | Datum: 06.03.2006 | #10
>>BSD gilt allgemein als sehr sichere Umgebung. Es ist überhaupt kein Zufall, dass dutzende von Universitäten in den Staaten bis zur US Navy diese Systeme im Einsatz haben. Da gerade BSD in Cornell optimiert wurde für MaCH, auch wenn das 15 Jahre her ist. Kein anderes System wurde wahrscheinlich dermassen auf Sicherheit überarbeitet.
<<

aha. Alles was irgendwie auf BSD basiert ist dann also automatisch sicher?
Richtig ist dass BSD in Richtung Sicherheit getrimmt wurde, von NetBSD und OpenBSD.

Alexander

Erst alle Links lesen

Von: TIZA | Datum: 06.03.2006 | #11
@OT

Wenn denn schon solche brandheißen Neuigkeiten vom Fachblatt MecTechNews zitiert werden, dann bitte mit Einzelheiten.

Auf dem "Server" lief die Clientversion von Mac OS X und JEDER hatte einen lokalen Account.

Guckt Euch mal die Hauptdomain [Link] an. Da führt jemand eine private Fehde gegen die OpenBSD-Entwickler. Für meinen Geschmack Panikmache.

schön und gut

Von: hmm | Datum: 06.03.2006 | #12
das problem ist, dass die leute die sich auskennen meist nicht besonders gut "verkaufen".

ihre ganze eigene repräsentation ist für die katz.

und wenn man beides zusammen findet - nun - dann wirds teuer. ;-)

OT

Von: .... | Datum: 06.03.2006 | #13
Sry for OT.

Aber OS X scheint gravierende Sicherheitslücken zu enthalten:
[Link]

soft- statt hardware

Von: Gast | Datum: 06.03.2006 | #14
ichsachma: 'n Ladenlokal wird sich schon finden lassen..- wenn ich mir aber das "Fachpersonal" anschau bzw anhör bei den bereits existierenden Läden, die gern Apple verkaufen (wollen)... dann wird's finster! Keine Ahnung, was man direkt bei Apple bekommt, aber zB bei Gravis gibt es pro Shop max. Einen, der sich ansatzweise auskennt, bzw nicht runterleiert "geht nicht/upgrade/wie soll DAS denn gehen?"

Und da zu einem Applestore nu' mal die GeniusBar gehört...- da ja heutzutage bei der Rekrutierung von Personal alle möglichen Kriterien eine Rolle (Hauptsache jung, billig, gut aussehend, Freund/Freundin vom Scheff/möglichst undeutliche Aussprache/...) spielen, bloß nicht die fachliche Qualifikation.... ich werd' jedenfalls gern hingehen.... ;-)