ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 4172

Intel Mac mini abseits von Benchmarks

Benutzungserfahrungen

Autor: flo - Datum: 15.03.2006


50.45. Super, oder? 50.45. Mein Mac hat 50.45. Oder kann 50.45. Filme angucken? Weiß nicht, aber er hat 50.45. Das ist besser als 47.05, das hat das alte PowerBook, auch wenn das in vecLib FFT 85.75 kann, da macht der Mac mini nur 36.53, dafür in Memory Fill, boah... Es kommt der Punkt, da kriegst du Pickel, wenn jemand nur "XBench" sagt. An Benchmark-Tests wird es im Netz und den einschlägigen Zeitschriften nicht mangeln, wer sie mag oder daraus nützliche Erfahrungen ablesen kann, dem sei der folgende Benutzungstest nicht empfohlen -- ein Benchmark wird darin nicht vorkommen. Testgerät
Auf dem Schreibtisch steht ein Mac mini mit 1,66 GHz Core Duo und 1 GB RAM, angeschlossen an ein 20" Apple Display. Nebenbei bemerkt, auch wenn es mit dem Mac mini bzw. der Bewertung des Mac mini nicht direkt etwas zu tun hat: Das ist zwar ein schönes Paar, aber die Kabelpeitsche des Apple Displays ist anscheinend nur mit einem PowerMac im Hinterkopf entworfen worden -- das Netzteil des Displays landet, zumindest wenn man USB und FireWire ebenfalls anschließt, aufgrund des kurzen Kabels zwangsläufig auf dem Schreibtisch. Optisch kein Leckerbissen.

Was schon eher negativ zu Buche schlägt ist die Oberseite des Mac mini -- war das weiße Plastik auch beim Vorgänger schon so instabil? Es wirkt ein bisschen so, als könnte man es mit wenig Druck durchbrechen. Ansonsten wirkt das Gerät haptisch hervorragend.


Bei den Anschlüssen kann man nicht meckern. Endlich vier USB-Ports, davon kann man nie genug haben. Ob noch alle nutzbar sind, wenn an einem ein etwas ausladenderes USB-Gerät steckt (ein shuffle zum Beispiel) möchte ich nicht beschwören. Der eine FireWire Port ist ein wenig karg, aber mit FireWire-Ports war Apple leider schon immer etwas knausrig. Das fehlende Modem kann ich nicht betrauern, insbesondere wenn dadurch Platz geschaffen wurde für Audio-in und -out. Dass kein Adapter beiliegt für die S-Video-Ausgabe (über DVI) ist ebenfalls typisch Apple und bleibt mir unverständlich. Gerne hätte ich den Mac mini testhalber ins Wohnzimmer an den Fernseher gesteckt, ein Vorhaben, mit dem ich sicher nicht alleine stünde (man könnte eher gegenteilig die These aufstellen, ob nicht sogar eine Mehrheit den Mac mini genau dafür nutzen will). Wahrscheinlich rettet der Adapter Apples Marge...


Vergleich
Ganz ohne Vergleich geht auch ein Test ohne Benchmarks nicht ab. Als Anhaltspunkt soll ein 12" PowerBook mit 1,5 GHz G4, 1,25 GB RAM und 64 MB GeForceFX 5200 dienen -- das ist grob die Größenordnung des alten Mac minis, wenn auch mit besserer Grafik. Ein noch besserer bzw. interessanterer Vergleich wäre ein leicht angestaubter Mac, denn wer switcht schon von einem letztjährigen Mac mini (o. ä.) auf ein neues Gerät. Allerdings lässt sich das PowerBook ja drosseln, indem man in "Energie sparen" auf "Minimale Leistung" schaltet, wodurch der CPU-Takt auf 750 MHz gesenkt wird (Bustakt bleibt gleich, Cache aktiv).


Erwartungshaltung
Das einzig Gute an Benchmarks ist, dass sie objektiv sind. Ein Test ist ein Test, am Ende steht ein Wert. Wie man als Benutzer den Wert bewertet, ist eine andere Sache. In einem Test ohne Benchmarks muss also vorher klar sein, nach welchen Kriterien man denn das Erlebte bewertet.

Der Mac mini ist Apples Einsteigerrechner, als solcher demnach meistens zuhause im Einsatz und dort Bilder bearbeitend, Webseiten betrachtend und Musik hörend beschäftigt -- iLife also. Ein Spielchen ab und an sollte auch drin sein. Als Wohnzimmer-Mac muss er natürlich auch alle Arten von Video abspielen können.

Den Mac mini findet man jedoch auch an anderen Orten, mir liegt berufsbedingt der Grafik- und Layout-Arbeitsplatz nahe. Photoshop und Co. sind schon lange nicht mehr die leistungshungrigsten Applikationen, 2D-Grafik ist verhältnismäßig bescheiden in den Anforderungen an die Grafikleistung, RAM hilft meist mehr als pure MHz. Somit könnte der Mac mini ganz gute Chancen haben, da der Hauptkritikpunkt ja die integrierte Grafik ist -- die für Photoshop reichen sollte.



Nativ, Rosetta -- who cares?
Wenn bislang in Tests immer erwähnt wurde, dass Rosetta ja so toll sei und man gar nichts davon bemerke, dachte ich mir: "Na und, wo ist denn da der Punkt?" Der Punkt ist, dass man als Tester an die Maschine rangeht und etwas Neues erwartet, etwas Anderes. Aber es ist einfach dasselbe. Man schaltet den Rechner an und es bootet MacOS X, alles sieht so aus wie vorher. Und nach einer Minute hat man vergessen, dass das Starten von PPC-Apps ja eigentlich etwas Unerhörtes ist, nicht-kompatibler Code. Man doppelklickt die Anwendung und sie geht auf. Kein Classic-Fenster, kein im Hintergrund startendes System.

Allerdings darf man in den meisten Fällen keinen aktuellen Rechner gewöhnt sein, denn den Leistungseinbruch merkt man meist deutlich. Hier ist die Transparenz Rosettas vielleicht psychologisch gar ein Nachteil: Von einer Classic-Anwendung erwartete man erst gar nichts, die war optisch schon so daneben, da konnte man ja nichts erwarten. So sitzt man vor dem Rechner, arbeitet ganz normal vor sich hin, denkt sich, dass der Rechner heute aber langsam ist und muss sich daran erinnern, dass man ja gerade PPC-Code in Rosetta ausführt.


iLife
Ich öffne als erstes iTunes, passe die Einstellungen an, und schon erscheint die Bibliothek vom Rechner nebenan -- so wie man das erwartet. Man könnte ja auf die Idee kommen, dass das Streaming von PPC-Mac auf Intel-Mac Probleme bereiten könnte. Könnte man, aber auch nur als Pessimist. Es klappt alles wie immer. Um nicht das Laufwerk zu testen konvertiere ich einige Songs (und eine Stunde Spielzeit) von Festplatte weg von MP3 (192 kBit) zu AIFF, was ruckzuck durch ist, alldieweilen eine ganze Ecke schneller als am PowerBook (40sec <>70 sec). Auch zurück von AIFF nach AAC (160 kBit) ist der Mac mini angenehm schnell und mit etwas unter drei Minuten schon beinahe eine Minute schneller als das PowerBook. Leben kann man mit beidem, aber wer wartet schon gerne unnötig? Ein Blick in den Aktivitätsmonitor verrät mir, dass beide Kerne am werkeln sind, wenn auch auffallend asymmetrisch. Ein kurzer Gegentest am PowerMac zeigt, dass dies mit PPC-iTunes jedoch auch nicht anders ist, wenn auch nicht ganz so ausgeprägt (und zeigt erfreulicherweise auch, dass das "Power" im Namen nicht von ungefähr kommt, aber das nur am Rande).

In iPhoto importiere ich -- das Kopieren der Files in den Einstellungen unterdrückt -- einen Bilderordner mit knapp 280 Bildern (ca. 1,5 GB). Was genau iPhoto beim Importieren alles anstellt, weiß ich nicht, das etwas langatmige Importieren störte mich jedoch schon immer. iPhoto ist nach knappen vier Minuten fertig, was ich schon langsam fand -- bis ich selbiges mit dem PowerBook veranstaltete. Das genehmigte sich über fünfeinhalb Minuten für die Aufgabe, was mir vor allem in Erinnerung ruft, warum ich bis heute iPhoto meide (wie lange der Importvorgang bei reduzierter Leistung dauert, das will man gar nicht wissen: neuneinhalb Minuten!). Es wird auch iPhotos Geheimnis bleiben, wieso ich nach ein paar Stunden immerhin 100 Photos in einem Ordner namens "Modified" auffand -- obwohl ganz sicher kein Bild bearbeitet habe, keine Kommentare hinzugefügt habe oder sonst etwas angestellt hätte abseits von Diashows und Vollbildansichten.

Bei letzteren kann sich erstaunlicherweise das PowerBook rehabilitieren. Mac mini und PowerBook nehmen sich wenig, wenn es darum geht, durch die Bibliothek zu scrollen. Zoomt man aber, egal ob in der Bibliotheksansicht oder in der Vollbilddarstellung, ins Bild oder aus dem Bild heraus und scrollt man innerhalb des Bildes umher, wirkt dies auf dem Mac mini streckenweise etwas ruckelig. Im Endeffekt ist die Darstellung am Mac mini keineswegs langsamer, es scheint eher, als würde iPhoto lieber ein paar Frames auslassen um möglichst schnell den gewünschten Zoomfaktor bzw. Bildausschnitt darzustellen -- ein an sich löbliches Verhalten. Es wirkt nur ruckelig. Beeinträchtigend ist es auf alle Fälle nicht.

Apropos Bilder bearbeiten: Beide Maschinen wären für mich nicht unbedingt die erste Wahl für die Bildbearbeitung in iPhoto. Beide wirkten in den Einstellungen (insbesondere in der Palette "Anpassen") etwas träge (Testbilder: jpgs frisch von der Kamera, etwa 1 MB groß, 4 MP und LZW-komprimierte TIFFs mit Ebenen aus Photoshop, ca. 10 MB). Wenn ich schon einen Regler habe, dann möchte ich auch nach Herzenslust hin- und herregeln können. Beide Rechner zuckelten aber mehr zum Ergebnis. Arbeiten ließ sich definitiv mit beiden, einen großen Unterschied konnte ich auch nicht feststellen. Einen Gegentest am PowerMac zeigte, dass selbst dort die Regler ein bisschen träge wirkten -- da ist also vielleicht eher iPhoto der Verursacher. Positiv bleibt anzumerken, dass auch zwischen der Bearbeitung des kleinen jpegs und des größeren TIFFs keine riesigen Unterschiede lagen.

Da ich persönlich iView Media Pro bevorzuge, wollte ich auch sehen, ob man damit am Mac mini leben kann -- iView ist noch nicht universell. Um es vorwegzunehmen: iView Media Pro war von allen Programmen dasjenige, das mich am meisten überrascht hat -- positiv. Da in der Standardeinstellung iView Media Pro sich der in der Datei enthaltenen Vorschau bedient -- so vorhanden -- und sich mit viel kleineren Vorschaubildern begnügt, ist der Importvorgang wesentlich schneller als in iPhoto. Ein Unterschied zwischen Mac mini und PowerBook ist dadurch kaum zu bemerken. Erst wenn man iView selbst (größere) Vorschaubilder erstellen lässt benötigt der Mac mini mehr Zeit -- aber gar nicht mal so viel mehr wie man wegen Rosetta annehmen könnte. Anscheinend liegt dem Intel diese Art von Berechnung sehr. Aber wie schon in iPhoto ist Zoomen und Scrollen am PowerBook merklich schneller und flüssiger, auch der Bildwechsel in der Vollbildansicht zog am Mac mini eine kleine Verzägerung nach sich. Alles in allem ist iView aber schon jetzt, unangepasst, absolut brauchbar. Abstürze, wie sie in iViews Foren berichtet werden, konnte ich in der kurzen Zeit nicht feststellen.

Für iMovie kramte ich ein schon älteres Projekt hervor, das ich einst mit iMovie aus iLife '04 erstellt hatte. Bewegtbilder sind nicht so sehr mein Metier, daher muss ich um Entschuldigung für fehlende ausführlichere Tests in iMovie und iDVD bitten. So packte ich den Film lediglich und exportierte ihn iPod-gerecht (feste Voreinstellung, 320x240, H.264). Damit habe ich mir anscheinend gleich eine Paradedisziplin des Intel herausgepickt -- der rund 5 Minuten lange DV-Clip mit einigen Übergängen und Audiotiteln stand nach rund sechs Minuten in iTunes bereit. Ob das ein guter Wert ist mögen jene beurteilen und vergleichen, die tagtäglich mit iMovie arbeiten. Mir bleibt nur der Vergleich mit dem PowerBook, und das genehmigte sich für dieselbe Aufgabe -- kein Witz -- fast 20 Minuten. Laut Aktivitätsanzeige befand sich das PowerBook am Anschlag mit rund 80% CPU-Zeit für iMovie. Am Mac mini beanspruchte iMovie zwischen 110 und 140%, lässt also nebenher noch ausreichend Reserve. Interessant: Am Mac mini wurde eine Datei mit 655 kBit Gesamtbitrate erzeugt, am PowerBook eine mit 650 kBit... Auch interessant, nur weniger lustig: iMovie hat mir (an beiden Rechnern) meine alte iMovie-Datei ziemlich zerbröselt, einige Übergänge wurden abgehackt, die Audiospur lief nicht mehr synchron und lieferte an einigen Stellen seltsame Überschneidungen.

Den Rest von iLife vermag ich nicht zu beurteilen, GarageBand ist ein Buch mit sieben Siegeln und iWeb... naja, wer's mag. Wer also Muße hat, einen ähnlichen Vergleich anzustellen und berichtenswerte Unterschiede feststellt ist herzlich eingeladen, diese in den Kommentaren kundzutun.



Ein Spielchen in Ehren
Im ersten Schnelltest vor einer Woche hatte ich die (nicht universelle) Demo von Ford Racing gestartet und musste feststellen, dass das keine große Freude bereitet. Als Hardwareanforderungen sind hierfür ein G3/G4 ab 800 MHz und eine Grafikkarte mit 32 MB angegeben, wobei mit einem solchen Rechner kein Blumentopf zu gewinnen ist -- an einem Titanium läuft das zwar, auch flüssig, aber großartige Details braucht man nicht einzustellen. Das PowerBook kommt zwar klar damit, dröhnt aber mächtig unter der Last. Ganz so anspruchlos ist das Game also nicht.

Ich für meinen Teil liebe für zwischendurch aber so und so mehr die simplen Klassiker oder auch Strategie-/Aufbausimulationen. Crack Attack und Bub & Bob 2 (aka Bubble Bobble) laufen natürlich auch unangepasst prima, insofern bin ich mit der Spieleperformance des mini schon höchst zufrieden ;) Bub & Bob nutzt sogar beide CPUs... Ähnlich unproblematisch ist Civ3. In einem neuen Spiel wie auch in einem geladenen älteren Spielstand ist mir nichts Ungewöhnliches aufgefallen, die Animationen laufen vielleicht ein klein wenig hakelig, aber ansonsten sind keine Nachteile bemerkbar.

Civ4 wird gleich als Universal Binary erscheinen, aber die Prognosen sind diesem Eintrag in Brad Olivers Blog eher düster: "Will Civ4 for mac play on the new intel mac mini? -- I honestly don't know. My hunch is that it will push any 3D card pretty hard, and the 3D chip in the new Mini is weak in all the areas that Civ4 needs (hardware TCL, vertex shaders and lots of VRAM)." Warum auch immer ein an sich so simples Spiel wie Civ nun so hohe Grafikanfoderungen stellen muss.

Ein sehr passendes Beispiel hierfür ist auch SimCity 4, das in der nicht-UB-Version am Mac mini höchstens dafür taugt, um festzustellen, wie laut der Lüfter werden kann. Auch in einer UB-Version, von der ich auf die Schnelle nirgends lesen konnte, dürfte der Mac mini eher in der Nähe der Mindestanforderungen liegen -- wie allerdings auch das PowerBook, das den Spielspaß schnell durch Lüfterrauschen und bei wachsender Stadt mit zunehmend träger Bedienung trübt.

Einen Test mit Doom 3 schenke ich mir, da die Demo nach wie vor nicht UB ist und der Patch zwar darauf angewendet werden kann, danach das Spiel beim Start aber nach der CD verlangt. So oder so dürfte dabei herauskommen, dass der Mac mini keine Doom-Maschine ist -- quelle surprise.


Video-Wiedergabe

Wie schon im ersten Kurztest bemerkt ist die Videowiedergabe mit dem Mac mini ein Traum und dem PowerBook um Welten voraus. Zumindest der Mac mini mit Core Duo gibt 1080p bei vollen 24 fps aus, in stark bewegten Szenen brach die Bildrate nur in wenigen Fällen ein wenig ein, aber kaum unter 22 fps, was zu keinem wahrnehmbaren Aussetzer führt. Der Lüfter dreht etwas hoch, bleibt jedoch in einem erträglichen Rahmen. Je geringer die Videoanforderungen, desto mehr Reserven bleiben dem Mac mini -- meines Erachtens ist er der damit bislang geeignetste Mac für das Wohnzimmer. Selbst wenn man nicht ständig einen vollwertigen Rechner im Wohnzimmer stehen haben möchte, den Mac mini könnte man beispielsweise leicht vom Arbeitsplatz abstöpseln, ins Wohnzimmer tragen und nur bei Bedarf anschließen.

Der Mac mini in der Agentur
Nach aller Daddelei ein paar "ernsthafte" Anwendungen. Wie schon erwähnt sind wir 2D-Grafiker und Layouter zwar um Mehrleistung dankbar, Adobe-Apps erst recht, aber andere Sparten haben uns in punkto Leistungshunger schon längst überholt. Ein angenehm luftiger und leiser Arbeitsplatz ist beim Layouten auch viel wert, ein Mac mini samt TFT dürfte da vielen in den Sinn kommen.

Mit dem FontExplorerX steht, wie gestern berichtet, ja schon einmal ein wichtiges Tool nativ zur Verfügung. Das Tool lief absolut reibungslos, importierte einen recht umfangreichen Schriftordner sehr zügig, das Aktivieren und Deaktivieren von Schriften und Sets gelang so, wie man es erwartet.

iView Media Pro habe ich ja schon angesprochen, für mich einer der schnellsten Bildbetrachter und -verwalter. Auch in der nicht angepassten Version ist es durchaus brauchbar und läuft, zumindest dem Kurztest nach zu urteilen, stabil.

Auch Photoshop (CS, CS2 habe ich nicht getestet) läuft. Die Performance wurde an diversen Stellen ja schon ausgewertet und die Ergebnisse kann ich prinzipiell bestätigen. Alles läuft langsamer im Vergleich zum PowerBook, egal ob man ein Bild bearbeitet oder im Stapel einen ganzen Bilderordner. Egal ob Filter, Transformationen oder sonstige Aktionen, mal deutlicher spürbar, mal weniger. Ein guter Anhaltspunkt: Schaltet man das PowerBook auf Batteriebetrieb (bzw. "Minimale Leistung"), dann entspricht das ganz gut dem subjektiven Empfinden am Mac mini.

Etwas enttäuscht war ich von InDesign CS, das schon mit einem aus XPress-4 konvertierten 4-Seiter so seine Probleme hatte: Die Konvertierung dauerte ewig, es produzierte deutlich spürbare Verzögerungen auf Mausklicks und scrollte sehr ruckelig. Die automatische Fontaktivierung durch FontExplorer wollte nicht recht funktionieren, manuell nachgeladene Schriften benötigten einige Zeit, bis sie in InDesign zur Verfügung standen. CS2 verhielt sich deutlich besser. Im konvertierten XPress-Dokument, das nicht viele Bilder, aber recht viele Text- und Objektrahmen enthielt, war es zwar auch deutlich zu zäh, aber nicht ganz so entnervend. Aktuelle CS2-Dokumente verhielten sich besser, auch wenn der Bildaufbau und damit auch das Scrollen viel zu langsam gerieten. Schriftaktivierungen schlugen schneller durch.

InDesign CS wäre für mich ein absolutes No-Go, CS2 läuft besser, aber ist auch nicht gerade ein Produktionstraum. Subjektiv ist es wiederum vergleichbar mit einem auf Low-Power geschalteten PowerBook, den Bildaufbau betreffend vielleicht noch eine Ecke langsamer. Photoshop ist von diesen Programmen noch jenes, das subjektiv am erträglichsten ist. Es hängt aber natürlich stark davon ab, wie intensiv man die Programme nutzt und insbesondere davon, was man denn zuvor für einen Rechner benutzt. Bei allem, was unter einem GHz G4 liegt, würde ich vermuten, dass man kaum einen Unterschied bemerken wird. Für "kaum einen Unterschied" legt man sich gewöhnlich aber auch keinen neuen Rechner zu, sodass ich nach diesen Eindrücken nur Nutzern wirklich alter Gurken (Cube, Digital Audio G4s...) zu einem neuen Rechner mit aktueller Adobesoftware raten würde. Wer noch einen etwas schnelleren Rechner hat, sollte lieber bis zur Verfügbarkeit von Universal Binaries von Adobe warten und dann einen verfügbaren Rechner kaufen -- wahrscheinlich wird man dann mehr fürs Geld bekommen (wann ist das nicht so). Die UBs könnten aber, die Eindrücke von iView und iPhoto als Maßstab genommen, sehr beeindruckend werden. Manche Bildberechnungen scheinen dem Intel sehr zu liegen. Am Mac mini fiel höchstens das etwas weniger flüssige Bildscrollen negativ auf. Man wird auch abwarten müssen, wie sehr CS3 Gebrauch von CoreImage machen wird und wie sich ein Mac mini dann schlagen wird. Aber rein prinzipiell kännte der mini ein netter kleiner Rechner für einen nicht absolut anspruchsvollen 2D-Grafik-Arbeitsplatz werden. Der Duo jedoch ist Pflicht, und auf zusätzlichen RAM sollte man nicht verzichten. 2 GB kosten derzeit rund 180 Euro (2x 1GB), womit der Mac mini schon beinahe bei 1000 Euro liegt.


Fazit

Der Mac mini ist in der getesteten Variante ein schicker, kompakter Rechner mit ausreichend Power für die meisten Aufgaben -- ob mit oder ohne angepasste Software. Solange man auf Rosetta angewiesen ist, wird der subjektive Eindruck stark davon abhängen, von welchem Rechner man kommt. Je älter dieser ist, desto mehr Spaß wird man schon jetzt mit dem Mac mini haben.

Manche Performancegewinne sind überaus beeindruckend und machen, ganz egal ob es 25% oder 50% oder 90% Mehrleistung gegenüber einem aktuellen PowerBook/Mac mini sind, möglicherweise einen gravierenden Unterschied: Beim Exportieren des DV-Materials war der Mac mini rund dreimal so schnell. Das klingt schon gut, greifbarer ist aber, dass man einmal 6 Minuten, das andere Mal fast 20 Minuten auf ein Video warten muss. 6 Minuten kann man mal warten, man checkt derweil E-Mails, schaut nochmal auf einer Webseite was nach und fertig. 20 Minuten sind eine ganz andere Liga.

Wie differenziert das Bild jedoch ausfällt, zeigt die Leistung in iPhoto: Importieren hui, Bildzoom eher pfui. Leider ist eben nicht alles schneller. Andererseits war das beim Umstieg von G3 auf G4 und später auf G5 auch ähnlich, wenn auch nicht gar so ausgeprägt -- kein Wunder, die PowerPCs sind sich untereinander natürlich trotz allem ähnlicher als nun im Vergleich der Core.

Wer sich seinen Rechner zwar nicht zum Daddeln kauft, aber zwischendurch gerne einen Spieleabend einwirft, muss genau hinsehen. Der Mac mini wird mit der integrierten Grafik für eine ganze Reihe von Spielen definitiv ausscheiden. Bei manchen bleibt die Hoffnung auf eine native Version, SimCity 4 ist beispielsweise aktuell genug, um gute Chancen auf eine baldige Umstellung zu haben. Sobald aber von einem Spiel bereits ein Nachfolger auch nur in Entwicklung ist, würde ich nichts darauf verwetten, dass jemals eine angepasste Version erscheint. Fein raus sind Spieler wirklich alter oder anspruchsloser Games (wenn sie nicht gleich so alt sind, dass sie noch die Classic-Umgebung benötigen...), denn die laufen auch so wahrscheinlich einwandfrei.

Im professionellen Umfeld ist ein Umstieg jetzt nur sinnvoll, wenn man wirklich komplett alte Möhren im Büro stehen hat (und da kenne ich so manche...). Dann kann auch ein mini schon jetzt eine Verbesserung sein, und die Investition in kommende UBs vorausgesetzt, wird der mini sein volles Potential erst noch entfalten. Bei einem Preis inkl. RAM von rund 1000 Euro jedoch muss der vorhandene Monitor schon ein gutes Argument liefern -- sonst greift man lieber gleich zum iMac, der auch nicht mehr Platz einnimmt.

Nach wie vor halte ich die Preisgestaltung für... schwierig. Der Vergleich mit AOpen zeigt, dass der Mac mini nicht überteuert ist. Als teuer darf er dennoch gelten -- Mehrleistung hin oder her. Mit dem kleinen Mac mini, dem man immerhin zugute halten kann, dass er mit vergleichbarer Wireless-Ausstattung früher schon (fast) genauso viel gekostet hat, geht mit dem Core Solo leider die Wiedergabefähigkeit von hochauflösendem HD-Material ebenso flöten wie Reserven für kommende Aufgaben. Wenn im Laufe des Jahres die Core Duos günstiger werden, stehen die Chancen auf einen Einsteiger-mini mit DualCore vielleicht nicht schlecht -- wie immer ist also im Vorteil, wer warten kann. Wer bislang mit einem mini liebäugelte, der kann recht beruhigt zum großen Mac mini greifen. Ich würde dann aber empfehlen, auch einen kleinen iMac in Betracht zu ziehen.

Kommentare

Sehr guter Bericht

Von: flippidu | Datum: 15.03.2006 | #1
Nicht pauschal, sondern differenziert einige Ecken des möglichen Einsatzes ausgeleuchtet. Mir gefällt der Mini Core Duo, obwohl ich diesesmal auf einen neuen Powermac warte.

Danke

Von: Phileas | Datum: 15.03.2006 | #2
Danke für den ausführlichen Bericht,
der auch ohne Zahlen- und Benchmarkwirrwar auskommt.

Lob und Tadel am TV

Von: Tobias | Datum: 15.03.2006 | #3
hier läuft der Mini am TV, besser gesagt LCD Projektor und ersetzt den G4 Mini der den Job seit einem Jahr gemacht hat.

SVideo ? Bitte nicht so retro, ein "TV" sollte man heutzutage direkt über DVI anklemmen. Da fehlt eher die DVI/HDMI Buchse am TV als SVideo am Mini.

Leider ist der Intel Mini am TV noch überhaupt gar nicht zu gebrauchen. Mein eyeTV liegt nur in "altem" Code vor, Rosetta ist schneckenlangsam, TV gucken kann man nicht mehr. Es ruckelt und hängt, absolut unbrauchbar.
DVDs spielen nach wie vor, allerdings ist das Manko der Apple Player. Wer Bildqualität will greift zum Standalone Player und nicht zum Mac.

Native Programme sind in der Tat fix, aber nicht Faktor 4x. Dummerweise habe ich keine, bis dahin muß der alte G4 Mini wieder ins Wohnzimmer, der macht den Job besser, noch.

Einzig H264 HDTV Trailer laufen gut, aber es ruckelt auch hier noch leicht, da einfach das Timing nicht stimmt. Die CPU(s) haben aber endlich theor. genug Power, Dual vorausgesetzt. Auch ein Apple Problem seit je her, nicht CPU bedingt.

Noch ein kleines Minus

Von: Macs®Us | Datum: 15.03.2006 | #4
Der neue Mac Mini ist nun im normalen Betrieb ruhig, was ich von meinem alten Mini nicht behaupten kann. Da schrappt der Lüfter immer leise.

Das einzige grosse Minus das ich bemerkt hab ist der Stromverbrauch im abgeschalteten Zustand. Beim alten Mini zeigte mir der Stromzähler 0 Watt an, beim neuen Mini Dualcore sind es 14 Watt Ruheleistung! Dünkt mich ein wenig arg hoch.

Was am Anfang auch noch Probleme machte war Front Row. DVD rein und ansehen ging nicht. Der Mini hatte sich aufgehängt.
Abwürgen via Apfel-Alt-Esc ging nicht mehr. Mit der Einschalttaste angewürgt und neu gestartet. Die hälfte aller Programme benahmen sich komisch, verschiedene Tastaturbefehle gingen nicht mehr oder die Programme ware arg langsamer.
FrontRow Prefs gelöscht, Neustart. DVD Player gestartet und Ländercode eingegeben. Seit da tut (fast) alles wieder.

Einzig zwei HD Trailer miteinander laden veranlasst Quicktime immer noch sich zu verabschieden.

Ansonsten bin ich mit dem Preis Leistungsverhältnis zufrieden.

Mit mehr Ram...

Von: Vorname | Datum: 15.03.2006 | #5
Mit mehr Ram würde das Ergebnis von Rosetta besser aussehen! 1 GB Ram ist zuwenig.

In der c't ist unter Photoshop trotz Rosetta z.B. der iMac schneller als das Powerbook (MacBook Pro Test - siehe Tabelle)

Gut das hier ist der Mac Mini. Aber 1 GB Ram ist trotzdem kanpp bemessen, besonders für Rosetta!

MacMini als Webserver

Von: rob | Datum: 15.03.2006 | #6
Hab jetzt auch einen Mac Mini bestellt. Der soll unseren betagten alten Webserver ablösen (derzeit Performa 6500 mit Webstar ;-).

Unser Plan wir nutzen die normale MacOS X Version mit Apache und schliessen noch eine externe Platte an.

Bin sehr gespannt auf die Ergebnisse unseres Testbetriebes.

rob

mehr ram

Von: dave | Datum: 15.03.2006 | #7
wenn du da noch mehr ram reinbaust kannste dir fast schon n imac kaufen... *kopfschüttel*

@rob

Von: dave | Datum: 15.03.2006 | #8
mac os x als webserver is ne schlechte wahl, da die struktur von os x mit velen anfragen überfordert ist (client-threads)...

anandtech bericht

lieber linux installieren und schonma ordentlich ram kaufen...

@dave

Von: rob | Datum: 15.03.2006 | #9
wie du an unserem bisherigen system (Performa 6500) siehst sind unsere ansprüche nicht ganz so hoch ;-)
Uns gehts mehr um eine einfache administration. [OT: Gibts für Linux eigentlich schon eine automatische Software Aktualisierungs Funktion die einem die neusten Patches anbietet und einspielt?]
rob

@rob

Von: Alexander G. Schilp | Datum: 15.03.2006 | #10
diese Aktualisierungsfeatures gibt es bei Linux schon eine ganze Weile. Zwar nicht vollautomatisch aber recht einfach gabs dies schon vor 10 Jahren. Ein Nebenprodukt der Paketverwaltung.

Hat OSX denn inzwischen eine ordentliche Paketverwaltung?

ähm und warum muß der olle 6500er in Ruhestand?

Alexander

mac als Webserver

Von: pm | Datum: 15.03.2006 | #11
Reicht in weit über 85 % aller Anwendungen vollkommen locker aus. (Dein Test basiert auf 50 gleichzeitigen Anfragen Rechne 60 x 50 = 3000 Anfragen je Minute. Sprich das dürfte in die Nähe von Firmen ab 5000 Mitarbeiter kommen)
Zwei tips

itools von tenon für die Installation alles graphisch aber ohne Schnickschnack für 350. USD

Als Webserver Roxen statt Apache [Link] Das Teil ist auch wieder übersichtlich im Gegensatz zu Apache. Wenn CMS gewünscht ist, ist das Teil Apache deutlich überlegen.

Lass mal Lightroom beta

Von: grate | Datum: 15.03.2006 | #12
gegen iPhoto antreten, flo.
Da merkst Du wie lahm iPhoto ist.

mac als webserver

Von: rob | Datum: 15.03.2006 | #13
@Alexander:
der alte Performa geht immer noch prima...geändert haben sich mehr unsere Software Wünsche: der gute alte WebStar ist halt schon etwas in die Jahre gekommen (unsere Version hat noch nicht PHP, geschweige denn perl).

@pm:
ja die iTools hab ich mir schon mal angesehen...sehen vielversprechend aus...leider nicht ganz billig.
Danke für den Tip mit Roxen...schau ich mir an.

rob

@flo: FireWire

Von: jd | Datum: 15.03.2006 | #14
Ein einzelner FW-Port ist doch in Ordnung. Wenn ich mehr brauche kann ich mir entweder einen Verteiler kaufen oder ein Gerät anschliessen (z.B. externer Brenner), welches den Port durchschleift. Deswegen ist FW USB ja so haushoch überlegen: man braucht keine Hubs und kann seriell eine ganze Menge Geräte anschliessen. Ein direkter Transfer von meiner DV-Cam auf die am gleichen Bus hängende Festplatte ist damit in voller Geschwindigkeit möglich. Mit USB hängt es bei solchen Aktionen dann mal gerne.

Lightroom

Von: Gerd | Datum: 15.03.2006 | #15
grate: Ja Lightroon (Beta) finde ich wirklich klasse.
Bin gespannt wieviel die finale Version kosten wird.

Lang, aber gut

Von: ERNIE | Datum: 15.03.2006 | #16
Im Grunde ist so ein Bericht auch für (Halbwegs-)Kenner von "50.45" viel aussagekräftiger. Schön, dass Du Dir die Zeit genommen hast, soziemlich alle Bereiche auf dem mini zu probieren bzw. anzusprechen.

1 GB Ram?

Von: ElRhodeo | Datum: 16.03.2006 | #17
1 GB Ram ist zuwenig? Wie bitte? Hab ich irgendwas verpasst?

@ Tobias es gibt jetzt eine Intel Version vom Videolan

Von: zanda | Datum: 16.03.2006 | #18
Intel Version vom Videolan...
[Link]

@jd, @grate, @ElRhodeo

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 16.03.2006 | #19
jd: Also ich beispielsweise habe zufällig fast nur Geräte mit einem FW-Port: 2,5"-Platte, 1G iPod. Und durchschleifen ist zwar schön und gut, aber man muss dann auch immer die ganze Kette einschalten (außer man will den iPod nur laden, das geht auch ohne dass die vorher geschaltete Platte läuft). Und: externer Brenner? Wozu denn sowas, wenn der mini doch schon ein Superdrive hat? ;)

@grate: Ja, wäre so ein shootout gewesen, aber dazu hätte ich mich auch noch in Lightroom einarbeiten müssen, das habe ich bisher nur mal ein paar Minuten aufgehabt. Dass aber iPhto selbst auf dem PowerMac ein bisschen zäh wirkte zeigt für mich schon, dass da iPhoto der Bremser sein könnte... As said: Ich mag iPhoto nicht, und immer, wenn ich es mal kurz benutze, bestätigt sich das wieder ;)

@ElRhodeo: Ja, 1 GB kann einem schon knapp werden, das ist inflationär geworden. Selbst ohne Rosetta arbeite ich auch lieber mit so viel RAM als möglich, die 1,25 GB RAM im PowerBook (mehr geht ja nicht) sind mir mittlerweile auch einfach zu knapp. Und Rosetta nimmt RAM zum Frühstück, so steht es zumindest in allerlei Berichten.

Portreplikatoren

Von: Henryk Richter | Datum: 16.03.2006 | #20
Ich kann nachvollziehen, dass man für seine gesammelten Geräte auch Anschlüsse braucht. Nur bietet der Mini nun mal nicht soo viel Platz dafür an der Rückseite.

Was spricht effektiv gegen eine Sternverkabelung? Ein kombinierter USB/Firewire-Hub kostet je nach Hersteller/Anbieter zwischen 35 und 60 EUR (z.B. hier Das ist nun wahrlich nicht die Welt. Und zudem kann man den Hub noch behalten, wenn die nahezu nicht aufrüstbare Kiste eines Tages gen EBay wandert. Das angesprochene Port-Problem halte ich für geringfügig.

OT: Seit gestern kann der Mini auch nativ Windows (Release der Files steht noch aus). IMHO ganz praktisch, wenn die Steuererklärung anliegt.

zu 1GB Ram. Warum?

Von: Vorname | Datum: 16.03.2006 | #21
Weil nunmal bekannt ist, dass Rosetta viel Ram braucht. Berichten ebenfalls mehrere Usererfahrungen, daß Rosetta halt deutlich besser mit 1,5GB oder 2GB Ram läuft!

Test-Powerbook

Von: Stephan aus B. an der S. | Datum: 16.03.2006 | #22
Hey Flo, es macht besonders Spaß Tests zu lesen, bei du dein und auch mein 12" Powerbook als Basis nimmst, sehr schön (und mehr davon bitte)! :-)

vielen Dank flo

Von: Hrusty | Datum: 16.03.2006 | #23
Dein Beitrag war gelinde gesagt sehr gut.

Dein fazit ist mir dann beim lesen eingefallen, insofern brauche ich keinen Kommentar dazu abzugeben.

Es bleibt aber ein im grunde mittelmäßiger Eiindruck: die kleine Version bietet zu wenig fürs Geld und die große Version begibt sich satt schon in Midi Tower Gefilde.
Insofern bleibt für mich:
da Apple monitorlos keine Alternative unter 1800 EUR anbietet, ist der mini einfach mies.
Wäre es ein Nischenprodukt wie der Aopen: klein, fein, leise -für die die so etwas benötigen ist er prima. Die sind dann auch bereit den ein oder anderen hunderter mehr fallen zu lassen, aber für mich, der erstens nur monitorlos an OS X arbeiten möchte ohne arm zu werden ist es nix.

Also mich würde noch eines interessieren:

Von: roser | Datum: 16.03.2006 | #24
Wie sieht es mit der Leistung eines Mini mit FileMaker aus im Vergleich zu einem Dual-1,25-MDD.

Der Lärm dieser Kisten geht mir im Büro inzwischen so auf die Nerven, und allzuviel Rechenleistung an sich benötigen wir nicht. Eine Maschine spielt Arbeitsplatz und Server, zwei andere sind noch Client, also nichts grosses.

Kann das jemand von euch abschätzen?

mini & maximum

Von: grally | Datum: 16.03.2006 | #25
wochenzeitungen erleichtern einem oft den blick auf das wesentliche. interessanter ansatz und gut gemacht flo !
Unter - a maximum look at the mini - hat sich wie wacworld auch mehr zeit genommen und es ist auch mehr als nur wertezahlentesten herausgekommen. Link

Also ich für meinen Teil

Von: Mac Gerry | Datum: 16.03.2006 | #26
.. würde das Ding meiner Fraus sofort kaufen. Für sie würde das Ding locker reichen
Das was Sie damit für das Lokal macht und ja halt mal surfen und Mail ist der mehr als genug
Der einzige Grund warum ich ihn jetzt nicht kaufe ist der das sie jetzt meinen alten imac G4 hat und der schaft das alles auch locker.
naja wen er mal zu alt ist wird es woll so ein Mini werden oder book.
zum Video scheiden würde ich ihn nicht nehmen da ist mein imac die untergrenze

Bildqualität über VGA?

Von: hugo | Datum: 17.03.2006 | #27
Kann jemand was zu Bildqualität über VGA sagen? Ist das Signal ähnlich flau/schwach wie beim G4 Mac mini?

mac mini bei c't magazin.tv

Von: Thesi | Datum: 17.03.2006 | #28
Die Sendetermine:
(Die Beiträge sind als Realvideostream ab Mittwoch verfügbar.)

Samstag
12:30
hr-Fernsehen[4]

Montag
10:00
RBB[5]
 13:00
hr-Fernsehen

Dienstag
13:00
MDR[6]
22:40
hr-Fernsehen

Filemaker Mac mini

Von: pm | Datum: 17.03.2006 | #29
Wenn du den mini mit 2 Kernen nimmst ist er sicher schneller. (inklusive 2 GB Ram) Ich würde aber warten bis Filemaker native ist. Filemaker unter Rosetta läuft sicher, wäre aber nicht mein Fall.

grally:

Von: knut | Datum: 20.03.2006 | #30
"Unter - a maximum look at the mini - hat sich wie wacworld auch mehr zeit genommen und es ist auch mehr als nur wertezahlentesten herausgekommen. Link"

Zitat Rob Griffiths, dass mein Dual 1.8 GHz G4 (von 2000) mit relativ frischem Test seinen Dual G5 in den meisten seiner "Tests" schlägt und in den Application-Start tests deutlich schneller ist (100 Folder aufmachen: 14s, schließen: 4s, Safari starten 2s/0.5s (1st/2nd start), iTunes 4s/1s, booten: unter 40s von Firewire (!))

"Thanks for the observations, and I agree they're all valid points. There are probably other inaccuracies in there, as I was doing this very quickly. My G5 is loaded with stuff, but there's no way that would affect the folder opening times (and I just made a passing comment about boot times."

Soviel zu "mehr Zeit genommen". Der Typ hat -wie so oft- einen nagelneu installieren Mac mini gegen vollkommen benutzte Systeme verglichen. Wie arm ist das denn bitte?

Regel 1 beim Geschwindigkeitsvergleich: BEIDE Systeme müssen identisch konfiguriert sein! Alles, was irgendwas in /Library oder /System schreibt macht das System und v.a. den Start langsamer! Jeder Quicktime-Codec. Jedes Icon, das auf dem Desktop rumliegt! Jedes Programm, das in "Autostart" liegt!
Deshalb ist die einzige Vergleichsbasis ein frisch installiertes bzw. völlig identisch konfiguriertes System (z.B. auf ner eigenen Platte).
Die C't testet so, die Macwelt auch. Beide kommen zu deutlich anderen Ergebnissen als diverse Möchtegern-Tester. Komisch, oder?

Äh....

Von: knut | Datum: 20.03.2006 | #31
"mit relativ frischem Test"

Gemeint ist ein relativ frisch installiertes Tiger!

Noch was:

Von: knut | Datum: 20.03.2006 | #32
Die Startzeit von iMovie, iTunes, iChat, Safari und anderen Programmen hängt extrem stark davon ab welchen Film, wieviele Songs, wieviele Kontakte und wieviele Bookmarks/Browser-Plugins/Extensions vorhanden sind bzw. ob ne Startseite in Safari eingestellt ist.
Löscht mal eure gesamte iTunes-Library (bewegt sie temporär irgendwohin, z.B. aufn Desktop) und dann wundert euch mal lecker, dass das plötzlich in nur einem Bounce aufgeht!