ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 4197

Poser6 von e-frontier

Die perfekte "Menschenfabrik"?

Autor: roland - Datum: 04.04.2006




Vor einigen Jahren wurde meine illustrierende Gattin und Redaktionskollegin Gila durch einen Kollegen auf eine Software aufmerksam gemacht, die es einem ermöglicht, menschliche Figuren in 3D zu erzeugen. Sie war sofort total begeistert. Genau diese Art von Programm hattesie sich immer gewünscht, genau so etwas müsste es geben, um softwaremäßig bei all ihren Arbeiten stets auf der sicheren Seite zu sein. Nun hat es natürlich an 3D–Applikationen keinen Mangel im Markt der Mac-Software. Von teuren, extrem leistungsfähigen bis zu preiswerteren für einfachere Anwendungen. Aber ein entscheidendes Feature haben sie alle gemeinsam: sie dienen vorwiegend der Erzeugung von konstruktiven, sprich: technischen Gebilden/Grafiken. Leider lässt es sich aber nicht vermeiden, dass gerade im Bereich von Illustration/Layout immer wieder mal etwas »Human Touch« erwartet wird. Poser6 kommt da möglicherweise wie gerufen...
Der Trend zum Dramatischen

Besonders heikel wird es speziell dann, wenn menschliche Figuren in extremen Perspektiven dargestellt werden sollen (was z.B. in einem Storyboard häufig gefordert wird): Junges Elternpaar tanzt Tango in der Küche, der Vater trägt dabei den kleinen Sohn auf den Schultern. Diese Szene einmal mit Kameraposition schräg von oben und dann das Gleiche noch mal aus der Froschperspektive. Bitte, nicht lachen jetzt, das ist Illustratoren-Tagesgeschäft. Unter meinen zahlreichen Kollegen kenne ich keinen, der in der Lage wäre, diese Aufgabe in kurzer Zeit »from scratch« zu erledigen. Genau da kommt nun Poser ins Spiel. Die geometrisch und physisch (physikalisch) korrekte Darstellung menschlicher Körper war schon immer eine außerordentliche Herausforderung für jeden Illustrator. Im prädigitalen Zeitalter haben sich die Künstler meistens der sogenannten Gliederpuppe bedient, die als Modell dann entsprechend positioniert wurde. Genau auf diesem Prinzip basiert auch Poser, das in der nunmehr neuesten Version als Poser6 hier zur Review vorliegt.





Gliederpuppe goes Digital Lifestyle

Bereits der Name an sich vermittelt die richtigen Assoziationen. Dazu muss ich vorausschicken, dass ich meine zuletzt genutzte Programmversion Poser4 seit längerer Zeit nicht mehr einsetzen konnte, da Mac-User bei dieser Software leider etwas benachteiligt waren.
Zunächst gab es keine Mac OS X kompatible Version des Nachfolgers Poser5, OS 9 ist aber schon seit langem nicht mehr auf den Rechnern installiert, die meinem Broterwerb dienen, also war Poser4 auch für Notfälle nicht mehr einsetzbar.
Poser für Mac OS X schien somit immer sicherer zur Vapourware zu werden. Dann gab es endlich die seit langem angekündigte OS X kompatible Applikation, diese aber leider nicht in einer deutsch lokalisierten Fassung. Bei einer doch recht komplexen 3D-Software wie Poser ist eine englische Ausgabe wohl eher unbrauchbar. Selbst dann, wenn man des Englischen einigermaßen mächtig ist. Kurz gesagt: ich hatte die App schon fast aus meiner Liste gestrichen, als ich kurz vor Jahresende per Zufall entdeckte, dass Poser ab sofort in seiner neuesten Ausgabe, Poser6, für beide Plattformen verfügbar sein sollte, und dies auch noch in lokalisierter Version.

Erst totgeglaubt, dann wiederauferstanden

Nachdem ich mir die QT-Filme der Produktdemo angesehen hatte (Link weiter unten in dieser Review) war mir sofort klar, dass sich hier eine Menge getan hatte. Die neuen Features sahen in der Tat äußerst viel versprechend aus. Auf der MacWorld Expo im Januar hatte ich dann schließlich das große Glück, aus erster Hand eine sehr detaillierte Produktdemo vorgeführt zu bekommen. Übrigens ohne erkennbare Performanceeinbußen auf einem 17“ G4-PowerBook mit 1,67 MHz. Dafür an dieser Stelle noch einmal ganz herzlichen Dank an den Produkt-Manager Ullrich Klumpp sowie an Daryl Wise von e-frontier. Nach dieser Produktdemo hat sich der anfangs noch verhaltene »Haben-Wollen!«-Effekt zu einem ausgewachsenen UNBEDINGT-HABEN-MÜSSEN-Effekt gesteigert.
Aber wie man aus eigener, oft leidvoller Erfahrung weiß, funktioniert nicht alles so fließend und problemlos, wenn man sich ein neues Programm erst einmal auf dem eigenen Rechner installiert hat und versucht, dieses nun im Tagesgeschäft einzusetzen. Da bleibt nur Eines: ein ausführlicher Test, sprich:
Selbstversuch – mit hoffentlich wenig unangenehmen Nebenwirkungen.

Hier also meine Review zu Poser6 und gleich eines vorweg: Meine Begeisterung ist auch nach diesem sehr ausführlichen Test keinesfalls geschmälert!

Poser6 im Selbstversuch

Die Installation von Poser6 geht völlig problemlos vonstatten, etwas Geduld sollte man dazu jedoch mitbringen. Immerhin wollen da über 622 MB heruntergeladen und anschließend installiert werden, von denen das eigentliche Programm nur ca. 20 MB Speicherplatz auf der HD beansprucht. Das heftige Dateivolumen resultiert aus den zahlreichen Bibliotheks-Ordnern mit ihrem vorinstallierten Content.
Beim ersten Blick auf die Benutzeroberfläche lässt sich kaum erahnen, was für eine vielschichtige, leistungsfähige Softwaremaschine sich darunter verbirgt. Die GUI wirkt sehr aufgeräumt und ist auch optisch ansprechend, was die Farbgebung betrifft. Das mögen manche User vielleicht anders sehen, mein erster subjektiver Eindruck war jedenfalls, dass man nicht gleich von unzähligen Werkzeug-Leisten oder –Paletten überwältigt wird, wie es oft geschehen kann, wenn man sich zum ersten Mal mit einer 3D-Software auseinandersetzt. Eine gewisse Vertrautheit mit dieser Art von Oberflächengestaltung (Tools und Buttons in 3D-Anmutung) mag evtl. daher rühren, dass die Poser-Oberfläche mal vor langer Zeit von Metacreations entwickelt wurde und Kai Krauses Handschrift bis heute noch erkennbar geblieben ist.





Kai Krause at his best

Die Benutzeroberfläche ist in vielen Bereichen selbsterklärend, und wer schon einmal mit einer 3D-Software gearbeitet hat, wird sich um so schneller zurecht finden.
Standardmäßig öffnet das Programm mit dem Dokumentfenster im sogenannten Posen-Raum. Dies ist quasi die Kommandobrücke oder zentrale Schaltstelle, wo jede Art von 3D-Figur erstellt wird, die anschließend in die gewünschte Position gebracht werden kann. Da bereits eine große Anzahl von Figuren vorinstalliert ist, kann man sich auf ganz einfache Art direkt aus einem der Bibliothek-Ordner bedienen. Die Bibliotheken sind über einen Schubladengriff an der rechten Seite der Arbeitsfläche zu öffnen und lassen sich danach per Klick wieder schließen, der Workspace bleibt somit angenehm aufgeräumt.





Möchte man Bibliothek oder Parameter-Palette über einen längeren Zeitraum einsetzen, lassen sich diese natürlich herauslösen und an beliebiger Stelle auf der Arbeitsfläche platzieren.
Bei Doppelklick auf die ausgewählte Figur wird diese im Dokumentfenster geladen und schon kann es losgehen mit dem „Posing“ des Modells.
Der Kreativität des Users werden dabei keinerlei Grenzen gesetzt außer jenen Einschränkungen, die sich aus den physikalischen Gesetzen oder der Geometrie des menschlichen Körpers ergeben. Sehr gut! Aber sogar diese können, so man es denn möchte, deaktiviert werden. Bis ins kleinste Detail lässt sich jedes Modell modifizieren/bewegen. Mit Hilfe der Gesichts-Kamera lassen sich beispielsweise Gesichtsausdrücke exakt kontrollieren und editieren. Und da es manch einem zu mühsam oder zeitraubend sein mag, eine spezielle Position/Haltung des Modells zu erstellen, bietet Poser6 innerhalb der Bibliothek eine Riesenauswahl an vorinstallierten Positionen oder Aktionen, die per Doppelklick auf das ausgewählte Modell angewendet werden können.

Details ohne Ende

Auch Detailfanatiker kommen auf ihre Kosten: über die Parameter-Kontroll-Palette lassen sich Bewegungen einzelner Körperteile sogar numerisch eingeben, so dass bestimmte Bewegungen reproduzierbar bleiben und auf weitere Modelle angewendet werden können. Wichtig für Game-Designer. Natürlich lassen sich sämtliche selbst erstellten Positionen in benutzerdefinierten Ordnern in der Bibliothek sichern.





Was das Arbeiten mit Poser6 aber ganz besonders erfreulich macht, ist die Tatsache, dass alle Arten der Bearbeitung eines Modells fast ausnahmslos in Echtzeit stattfinden. Und dies auch noch vollkommen unabhängig von der gewählten Darstellungsform, die vom Gittermodell über Cartoon bis zu realistischer, detailgetreuer Textur reichen kann. OpenGL macht’s möglich.
Gleiches gilt für das Rendern eines Dokuments. Der Rendervorgang brauchte nur in einem speziellen Fall ungewöhnlich lang (7 Minuten), was ich aber auf einen Einstellungsfehler meinerseits zurückführe. Darüber hinaus besteht noch die Option des Bereichs-Renderns, die ich für ausgesprochen sinnvoll halte, da es mitunter tatsächlich genügt, nur einen speziellen Ausschnitt im Dokument zu beurteilen.

Endlich mal wieder gescheite, deutsche Handbücher

Obwohl man bei Poser6 mit der Trial & Error Methode schon einigen Erfolg erzielen kann – die Applikation lässt tatsächlich weitgehend intuitives Bedienen zu! – ist es dennoch unerlässlich und oft auch notwendig, das Referenzhandbuch oder das Übungshandbuch einzusetzen. Denn Poser6 ist nicht nur ein 3D-Konstruktionsprogramm, sondern auch eine vollwertige Animations-Software.
Und sobald es um die Animation eines Modells oder einer ganzen Szene geht, ist ein Manual oder ein gutes Tutorial einfach unverzichtbar. Ein Tutorial (als vorinstalliertes PDF, 133 Seiten) in der Form, wie es Poser6 bietet, hätte ich mir bei manch anderem, weniger komplexen Programm auch schon mal gewünscht. Bei Poser6 erhält der Anwender damit eine wirklich wertvolle Hilfe. Ohne größere Schwierigkeiten und praktisch auf Anhieb ließ sich so eine kleine Animation erstellen, in meinem Fall ein Modell/Mann, der auf die Kamera zuläuft. Alles ist sehr exakt beschrieben und mit entsprechenden Screenshots versehen.

Ein selbstverschuldetes Problem?

Die einzige Macke, mit der ich mich in der Vorbereitungsphase länger auseinander zu setzen hatte, war das Bewegen der gesamten Figur entlang des erstellten Bewegungspfades. Auch bei aktueller Auswahl der gesamten Figur schaltete der Rechner (?) oder die Software (?) immer automatisch auf den Pfad um und bewegte nur diesen. Ab diesem Arbeitsschritt ließ sich die Animationsübung dann nicht mehr gemäß der Anleitung im Tutorial fortsetzen. Ich vermute allerdings, dass dieser Effekt in Zusammenhang mit dem kombinierten Einsatz von Grafiktablett, Stift und Apple Bluetooth-Maus stand. Ich werde das jedenfalls nochmal verifizieren.
Gegliedert ist das »Übungshandbuch« Im großen Ganzen sehr gut. Sämtliche Arbeitsschritte sind ausführlich beschrieben und bebildert. Eher nach dem Motto: Lieber ein paar Screenshots zu viel als die Zwischenschritte der Phantasie des Users zu überlassen. Diese Art von Tutorial macht wirklich Spaß. Die Lernkurve nimmt dadurch für ein derart mächtiges Programm doch einen ungewohnt steilen Verlauf mit durchaus ansehnlichen Ergebnissen...





Schöpferische Arbeit ohne allzuviel Anstrengung

Mit Poser6 ist man überraschend schnell in der Lage, ein wenig »Herrgott« zu spielen. So bastelt sich dann der eine seine Traumfrau, die andere ihren California Dreamboy oder vielleicht auch einen Avatar mit den eigenen Gesichtszügen. Es ist fast schon erschreckend, was mit dieser neuen Poser-Version alles machbar ist. Und das ohne vorab zu viel Zeit für das Erlernen der Feinheiten investieren zu müssen. Das sollte eigentlich eine gute Basis sein für eine weite Verbreitung dieses bemerkenswerten Programms.

Paradiesische Zustände dank Content Paradise und Renderosity

Wie zu Beginn bereits erwähnt, ist Poser6 bei der Installation mit einer voluminösen Bibliothek ausgestattet, in der sich zahlreiche Ordner mit vorinstallierten Posen, Figuren, Gegenständen, Materialien etc. befinden.
Nach welchen Kriterien deren Hierarchie, bzw. Struktur aufgebaut ist, konnte ich bis jetzt allerdings noch nicht einwandfrei bestimmen. Gelegentlich konnte es jedenfalls zu leichten Irritationen führen, wenn man aus einem bestimmten Ordner wieder zurück zu einem vormals geöffneten wollte, der sich in einem anderen Themenbereich der Bibliothek befindet. Das ist aber wirklich nur ein klitzekleiner Minuspunkt, den ich hier zu vergeben hätte. Gleiches gilt für die Kennzeichnung ausgewählter Objekte innerhalb der Bibliotheksordner. Hier könnte der farbliche Kontrast etwas deutlicher werden, damit sie als aktuelle Auswahl klar erkennbar sind. Wem aber die vielen Bibliotheksdateien immer noch nicht ausreichen, der begibt sich per Registerkarte »Content« (ganz rechts am Workspace platziert) ins sogenannte »Content Paradise«.





Von hier aus hat man direkten Online-Zugriff auf fast unerschöpfliche Ressourcen an vorgefertigten Figuren, Posen, Materialien etc. von Drittanbietern.

Es gibt nichts, was es nicht gibt

Illustratoren, 3D-Designer, speziell aus dem Bereich des Character-Designs/ Developments, Profis wie Amateure – die Poser-Community ist sehr heterogen. Hier findet wirklich jeder Besucher für jeglichen Bedarf die adäquate Datei. Als zusätzliche Option bietet sich dann noch die Website Renderosity an.
Von der Tatsache, dass Poser6-Anbieter e-frontier speziell im Animé-verrückten Japan eine vieltausendköpfige Fangemeinde hat, profitiert auch jeder neue Poser-Anwender hierzulande. Die Community funktioniert so perfekt, dass manch »infizierter« User bemerkenswerte altruistische Züge entwickelt hat und seine Kunstwerke oft genug sogar zum kostenlosen Herunterladen auf die Seite stellt. Insgesamt entsteht so eine Vielfalt von online verfügbaren 3D-Bausteinen, die ihresgleichen sucht und die auch mir immer wieder weiterhilft.
Als Illustratorin setze ich die von mir entwickelten Figuren in erster Linie als Modell ein, um sie dann als Basis für eine komplizierte figürliche Illustration zu verwenden.





Vom Prinzip her entspricht das natürlich wieder dem alten analogen Arbeiten mit der bekannten hölzernen Gliederpuppe, die es übrigens bei Poser6 aus vermutlich nostalgischen Gründen immer noch gibt, nun aber unserem Zeitalter angepasst voll digitalisiert in 3D.





Diejenigen, die im figürlichen Illustrieren nicht so ganz sattelfest sind, können sich bei Poser6 auch auf die Dienste des Skizzendesigners verlassen. Die Einstellungsoptionen sind zahlreich und liefern durchaus brauchbare Resultate.





Sehr viel Licht und fast kein Schatten!

Eigentlich könnte ich die enthusiastische Schwärmerei noch eine ganze Weile fortsetzen, denn Poser6 bietet noch wesentlich mehr Features, die mir sehr interessant erscheinen. Aber ich möchte es nicht übertreiben und die Konzentrationskraft des Lesers über Gebühr strapazieren. Am besten beurteilt man das Ganze einfach selbst, indem man sich auf der Homepage von e-frontier die QT-Filme der Produktdemo anschaut: hier! Oder man lädt sich gleich die kostenlose Demoversion herunter, um die eigenen Skills in 3D-Character-Design und Animation auszutesten.

Nach all der bisherigen Lobhudelei würde meine Review unglaubwürdig, hätte ich nicht auch negative Kritik zu vermelden. Ja, die gibt es tatsächlich, aber es reduziert sich tatsächlich nur auf einen einzigen Punkt: multiples Widerrufen ist nicht vorgesehen, und dies empfand ich schon bei Poser4 als ausgesprochen störend! Aber eingedenk des Leistungsspektrums und des eingedenk der Möglichkeiten und Performance geradezu sensationellen Preises von Poser6 (208,12 EUR für Download der Vollversion bei e-frontier) kann ich es doch irgendwie verschmerzen. Und vielleicht wird genau diese Beschränkung bei einem zukünftigen Update ausgeräumt ;-)

Fazit: Ein auf Human Characters spezialisiertes 3D-Programm mit geradezu unglaublichem Preis-/Leistungsverhältnis

Mit Poser6 hat e-frontier eine bemerkenswerte, ja großartige Leistung abgeliefert. Inklusive einer nahezu perfekten, auch in die Menütiefen gehenden deutschen Lokalisierung und vernünftigen Handbüchern. Selbst zu einem sehr viel höheren Preis wäre Poser6 für Mac OS X noch ein Kracher! Und was ebenfalls anerkennenswert ist: Die e-frontier Verantwortlichen, mittlerweile durch potente japanische Kapitalgeber gestärkt, schwören Stein und Bein, dass ihnen die Unterstützung von Mac OS X auch in Zukunft sehr am Herzen liegt. Ein nicht unwichtiger Aspekt, wenn man sich professionell auf eine derartige Software einlässt.

Nachtrag: Ach ja, eh ich es vergesse, Poser6 ist natürlich auch hilfreich, wenn man beispielsweise mal schnell eine typische, hm... Keynote basteln will ;-)





:::::::::::::::::

Systemanforderungen:

Mac OS X 10.2 oder höher
(im Test: 10.4.5)
500 MHz G3-Prozessor, empfohlen sind 700 MHz G4 oder schneller
(im Test: Dual 2 GHz G5)
256 MB RAM-Hauptspeicher, empfohlen sind 512 MB oder mehr
(im Test: 4,5 GB)
500 MB freier Speicherplatz auf der Festplatte, 2 GB empfohlen
(im Test: 164 GB)
Bildschirmauflösung 1024 x 768 Pixel, 24-bit Farbtiefe
(im Test: 1600 x 1024)
OpenGL-fähige Grafikkarte oder für OpenGL empfohlenes Chipset
(neueste GeForce oder ATI Radeon bevorzugt)
(im Test: ATI Radeon 9800)
Internetverbindung, erforderlich für Zugang zum Content Paradise
CD-ROM Laufwerk





Kommentare

schöner

Von: jotti | Datum: 04.04.2006 | #1
...testrechner, da sollte 'echtzeit'-bearbeitung flutschen.

Die Illustration im Titel

Von: Maxl | Datum: 04.04.2006 | #2
Ist das nur mein Eindruck, oder hätte das ein typisches Leni-Riefenstahl-Foto sein können, der Athlet, der da schon halb aus dem Bild enteilt ist? Dieses angestrengte Gesicht, die Perspektive, die Haltung, in der sich so konzentrierte Anspannung ausdrückt, dass man den Schweiß förmlich riechen kann?

Zu hungrig

Von: der.gallo | Datum: 04.04.2006 | #3
Kurz nach dem der Quad bei mir einzog, habe ich mir als langjähriger Fan von Poser die aktuelle Version 6 gegönnt. Leider kann Poser mit der Kraft des Quad irgendwie nix anfangen. Das Rendern schnarcht sich eins ab. Schade, weil die Softe ansonsten wirklich Spaß macht und eine echte Bereicherung ist.
Weiterhin negativ fällt auf, dass mein Grafiktablett schlecht unterstützt wird. Hier muss und sollte man zur Maus greifen. Auch die Sketchoptionen sind nicht gerade das was man erwartet.

Schönes Programm...

Von: Joerg | Datum: 04.04.2006 | #4
ich bin mich auch gerade am Einarbeiten. Dein Problem mit dem Gangdesigner kann ich nicht nachvollziehen. Muss tatsächlich mit Deiner Hardware-Konfiguration zusammenhängen. Ich konnte das Tutorial jedenfalls problemlos durchziehen.
Die Echtzeitbearbeitung flutscht auch bei meinem iMac G5 2GHz ganz gut.
Seit kurzem gibt es übrigens eine "Fortsetzung" des Tutorials in Buchform. Nennt sich "Practical Poser 6" und stammt von der Autorin des Original-Tutorials, Denise Tyler. Ich stecke gerade mittendrin und kann nur sagen: sehr gut gelungen. Einziger Nachteil: Vollständig in Englisch. Wer die deutsche Poser-Version hat (wie ich), muss manchmal schon etwas Übersetzungsarbeit leisten, um die Menübefehle im Programm zu finden. Lohnt sich aber definitiv. (Werbeblock Ende).

"17“ G4-PowerBook mit 1,67 MHz"

Von: maxefaxe | Datum: 04.04.2006 | #5
ist sicher unterste Kante für diese Software ;-)
Meines ist 1024 mal schneller.

@der.gallo

Von: Mike | Datum: 04.04.2006 | #6
Das war auf meinem G5 dual auch erst langsam. Hast Du alle aktuellen Patches (2) installiert? Das zweite Update hat echt mehr Performance gebracht.

Gibts da eine Anbindung an CINEMA4D

Von: Terrania | Datum: 04.04.2006 | #7
inzwischen wieder, oder immer noch nicht???

genuegend auswahl

Von: nico | Datum: 04.04.2006 | #8
export in folgende 3d-daten:
3dmf, 3ds, dxf, lwo (lightwave5), obj...

Leider unterstützt Poser

Von: MichaelK | Datum: 04.04.2006 | #9
noch keine Multiprozessoren und auch nicht mehr als 2 GB RAM. Hier hoffe ich auf Poser 7. Ansonsten liebe ich dieses Programm!

futter fuer kai?

Von: nico | Datum: 04.04.2006 | #10
[Link]

"Ein wirklich beachtliches Ergebnis mit
knapp 350 - 400% Steigerung legen die
Intelmacs an den Tag."

Nö, der Export langt nicht ...

Von: Terrania | Datum: 04.04.2006 | #11
Es gab früher eine Anbindung, in der Bewegungen in C4D übernommen wurden ...

@ Mike "Update"

Von: der.gallo | Datum: 04.04.2006 | #12
Ein deutsches Update finde ich nicht. Bisher gibt es das wohl nur für die englische Fassung. Im englischen Readme heisst es: "This installer upgrades all English versions of Poser 6 to the current version. Please do not apply this Service Release to any localized version (Japanese, French, German) of Poser 6. Doing so would damage the installation." Und auf "damage" kann ich verzichten ;(

terrania

Von: nico | Datum: 04.04.2006 | #13
[Link]

terrania, zweite

Von: nico | Datum: 04.04.2006 | #14
gibt auch "bvh-motion" aus.
standardformat, sollte c4d auch koennen:
[Link]

THX aber leider ...

Von: Terrania | Datum: 04.04.2006 | #15
Ist das nur die OS9 Variante für C4D 6. Die habe ich ja, aber leider würde ichs gerne mit der NEUEN Poserversion mit dem NEUEN c4D benutzen, und genau, da gibts soweit ich weiss nix bislang ...

Na bist du narisch!

Von: fred | Datum: 04.04.2006 | #16
Der iMac G5 braucht 3 Minuten 52 Sekunden und der iMac Intel 53 Sekunden!!! beim rendern mit dem neuen FinalCut.

Ich Depp wollt mir noch für meine FinalCut Schneiderei einen G5 Imac kaufen!

[Link]

Würd mich interessieren,

Von: Terrania | Datum: 04.04.2006 | #17
wie die das gemacht haben. Immerhin hat FCP Altivec-Beschleunigung ...

@fred

Von: Florian | Datum: 04.04.2006 | #18
Die Leistung vom neuen Imac ist super, aber was ich noch genialer finde ist das MacBook Pro mit 59 Sekunden.
Da wird das schneiden am Laptop ein Vergnügen!:-)

Schade das sie keinen Quad getestet haben denn es kann leicht möglich sein das selbst der Quad mit diesen Werten nicht mit halten kann.

Supergeiler Testbericht! Danke!

Von: Ant-Exterminator | Datum: 04.04.2006 | #19
Hatte Poser so im Hintekopf, jetzt heißt es habenwill-brauchentu!

Ein großes Lob und Danke für diesen Artikel!

@der.gallo: automatische Updatefunktion

Von: Joerg | Datum: 04.04.2006 | #20
Poser hat eine automatische Updatefunktion in den Einstellungen unter "Verschiedenes" versteckt. Damit wird auch die deutsche Version aktualisiert. Bei mir hat das mit Version 6.0.1 und 6.0.2 gut funktioniert. Aber du hast Recht: auf der Webseite sind die Updates für die Deutsche Version nicht zu finden. Die aktuelle englische Version ist 6.0.2.118, meine deutsche Version ist 6.0.2.111.

@ Jörg

Von: der.gallo | Datum: 04.04.2006 | #21
Vielen Dank, muss ich gleich mal checken. Und da mach ich doch gleich mal ein Performancevergleich drauß ;)

@der.gallo

Von: Mike | Datum: 04.04.2006 | #22
Verstehe :-) Habe hier auch die englische Version (wollte damals nicht auf die deutsche warten). Also: Kannste Dich auf das 2. Update in deutsch freuen, sollte was bringen.

@Mike/der.gallo

Von: MichaelK | Datum: 04.04.2006 | #23
Obgleich ich die aktuellste Version (engl.) laufen habe, konnte ich keinen großen Unterschied feststellen. Doch mein Problem ist weniger die Rechenzeit (bei dynamischer Kleidung) oder beim Rendern (natürlich mit FireFly und Raytracing), sondern vielmehr, daß mir die Software bei komplexeren Szenen abstürzt, und dies, obgleich ich einen Quad mit 4,5 GB RAM habe. Welche Einstellungen habt Ihr denn bei den General Preferences/Misc./Render Memory? Hier sind meine Einstellungen wie folgt: Adaptive bucket size JA, Adaption treshold 0.20000, Memory limit buffer 64.

I love Apple

Von: f | Datum: 05.04.2006 | #24
Apple schreitet anscheinend mit FinalCut & co mit der gleichen Überzeugung vorran wie damals bei Os9 und OSX.

Ich denke der Weg ist vorbestimmt!
Finger weg von dem PPC!!!!

Die Zeit des Power G5 und Quad ist abgelaufen und wird uns schon bald nur noch ein müdes Lächeln kosten.

Thats Life - thats Apple

Deutsches Tutorial zu Poser 6 unvollständig?

Von: Joerg | Datum: 05.04.2006 | #25
Mir ist da gerade was aufgefallen: Mir scheint, als wäre das deutsche Tutorial (Übungshandbuch) zu Poser 6 unvollständig. Das von mir in einem früheren Posting erwähnte Buch Practical Poser 6 bezieht sich in mehreren Stellen auf ein Kapitel im Tutorial, das sich mit dem "Face Room", dem Gesichtsraum von Poser befasst. Angeblich trägt dieses Kapitel die Nummer 9. Das deutsche Übungshandbuch geht aber nur bis Kapitel 8 und endet dort plötzlich. Kann mir jemand, der die englische Version besitzt sagen, ob das englische Tutorial umfangreicher ist? Die fehlenden Stellen (vor allem das Face Room-Kapitel) würden mich nämlich schon interessieren.

Toller Testbericht

Von: Laughing Budda | Datum: 05.04.2006 | #26
Auch wenn die FCP-Zwischenrufe nerven, die hier nix zu suchen haben - der Testbericht ist super und grossteils sehr fundiert, selbst wenn ich mit meiner US-Erfahrung im Grafikbereich mit den deutschen Bildschirmen nix anfangen könnte.

Eine Anmerkung aber doch: Poser 5 auf OS X ist die Version die ich verwende, und die trägt ein 'created' Datum vom 8. September 2004...

Poser 6 kann aber offensichtlich deutlich mehr - gibt's einen Upgrade Preis?

Upgrade von Poser5

Von: Roland Mueller | Datum: 05.04.2006 | #27
...kostet 140 Euro.

Und: Danke! Werde die Buddablumen an Gila weiterreichen :-)

Des einen Freud des anderen Leid

Von: sun | Datum: 05.04.2006 | #28
Da ich seit kurzem einen neuen 20"Imac mein Eigen nennen darf und für mich der Poser und Final Cut fast eine Einheit bildet sind solche News [Link] schon sehr interessant.

Natürlich wäre es besser solche Testberichte in eigene Threats zu packen aber das ist nunmal die selbst auferlegte Berechtigung von MG.

AHHHHHH...

Von: joe | Datum: 05.04.2006 | #29
Ich kann diesen Testbericht nicht mehr sehen!!:-)

Da ich mich viel mit Poser, Finalcut und Power Dvd beschäftige komme ich bei solchen Ergebnisse echt ins krübeln.

Erfahrungsberichte vom Poser und den neuen Macs habe ich kaum gefunden und gibt es anscheinend nur wenig aber bei Final Cut ist der Leistungsgewinn niederschmetternd!

Solche Ergebnisse sind die beste Werbung für den Switch!

Das sehe ich bei mir :-)
Ich habe darauf hin gleich den Gegenwert meines PowerMacs bei Ebay gecheckt.
Denn nichts ist nervender wie wartend vor der Kiste zu sitzen.

@Roland

Von: joe | Datum: 05.04.2006 | #30
Danke für den schönen Artikel über Poser!

Ich bin seid der 2er Version davon infiziert :-)

Nochmal wg. deutschem Tutorial

Von: Joerg | Datum: 05.04.2006 | #31
Ich habe mir gerade das englischsprachige Tutorial zu Poser 6 von der e-frontier Webseite heruntergeladen (nur für registrierte Benutzer) und mein Verdacht hat sich bestätigt: Das englische Tutorial enthält 17 Kapitel auf fast 350 Seiten, während das deutsche Übungshandbuch auf gerademal 8 Kapitel und 133 Seiten kommt. Die Übungen zum Rendern, Gesichtsraum, Kleiderraum, Haarraum, IBL, sowie der Abschnitt über fortgeschrittene Techniken fehlen im deutschen Übungshandbuch komplett. Die deutsche Übersetzung war wohl ein Schnellschuss.

Tutorial mit Magersucht

Von: Gila Mueller | Datum: 05.04.2006 | #32
Ja, da scheint in der Tat einiges zu fehlen. Hab es gerade mal gecheckt. Das deutsche Übungshandbuch hat ein Dateivolumen von mageren 5,7 MB während für das englische Tutorial Manual 22,64 MB heruntergeladen werden müssen.
Ich werde mal bei e-frontier nachhaken.

Hoffnung auf Universal Binary für Poser...

Von: Joerg | Datum: 07.04.2006 | #33
e-frontier veröffentlicht gerade seine neue Version von Shade 8.5 als Universal Binary. Damit stehen die Chancen für eine UB für Poser wohl auch ganz gut, oder? Ich habe bisher nur allgemeine Bekenntnisse zur Mac-Plattform von e-frontier gehört, etwas Konkretes zu den Plänen für Poser war nicht dabei. Weiß jemand genaueres?