ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 420

Miese Werbestrategien ohne Rückgrat

Apple nicht auf der CeBIT und doch präsent

Autor: dk - Datum: 15.03.2002

Apple ist zwar mit keinem eigenen Stand auf der größten Computermesse der Welt in Hannover vertreten, aber doch recht präsent. Viele Firmen präsentieren ihre neuen Software- und HardwareProdukte gern auf und an Macs. Besonders beliebt ist, welch' ‹berraschung, der neue iMac. Schließlich sehen die Tischlampen/Sonnenblumen ganz klar für den Vorsprung in Sachen Design, mit dem Apple der konkurrenz in regelmäßigen Intervallen zeigt, wo der Hammer hängt bzw. wie eine Idee den Weg über das Zeichenbrett ins Shopregal schafft und sich dann auch noch phänomenal verkauft.

Aber es gibt auch andere Unternehmen, die sich des Macs für die eigene Werbung bedienen, aber dann noch nicht mal den Anstand haben, auch zum Apfel zu stehen. Ein Beispiel für diese Art der Werbung: SAP. ‹berall an den Wänden des riesigen Standes findet sich ein Plakat, das eine Gruppe von Menschen vor einem schwarzen PowerBook zeigt. Die grazilen Schwünge des PowerBooks verraten schon seine Herkunft. Doch hat man bei SAP kurzerhand den weißen Apfel auf der Außenseite des Displays weggestempelt und sogar den Licht- und Schattenfall generiert.

Ein viel krasseres Beispiel, wie wir es nicht sehen wollen, bietet ein Unternehmen, zu dem wir aus Prinzip nicht linken: Microsoft. An der Wand Infoschalters prangt ein Plakat, auf dem, ähnlich dem von SAP, zwei Damen lachend ebenfalls ein schwarzes PowerBook bedienen. Doch hier ist der Apfel nicht einmal weggestempelt, kein Schattenverlauf angeglichen. Man kann auf dem Plakat sehen, daß man sich einfach einen schwarzen Klebestreifen geschnappt und diesen über den weißen Apfel gepappt hat (Auf dem Foto kann man das leider nur erahnen - miese DigicamÖ).

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