ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 4230

Last call oder Nachruf?

Aperture Review Teil 3

Autor: flo - Datum: 04.05.2006

5 Monate nach der Aperture-Auslieferung erschien mit einiger Verspätung das zweite Aperture-Update: Version 1.1 kommt gleich auch als intelmactaugliches Universal Binary, obwohl es sich, mit einigen Tricks, schon vorher auf den intelmacs installieren ließ. Gleichzeitig senkte Apple den Preis von 499$ auf 299$; die Erstkäufer erhielten die Differenz in Form eines Gutscheins, bis zum 30.9. dieses Jahres gültig, zurück. Als würde der Ärger um Aperture noch nicht reichen, verschreckte Think Secret die Anwender mit der reißerischen Meldung, Apertures Zukunft stehe in Frage... Apertures erstes großes Update wurde mit grosser Spannung erwartet, denn es stellt sowas wie den "Last Call" für das erste Pro-Imagingtool aus Cupertino dar. Glänzt es diesmal nicht, ist eine große Durststrecke voraussehbar. Anders als beim ersten, kleineren Update stand Apple genügend Zeit zur Verfügung, um tiefergehende Korrekturen vornehmen zu können. Auch konnte Apple userseitige Vergleichskonvertierungen auswerten um die RAW-Dekodierungen zu verbessern. Hat Apples Professional Application Division sich die zahlreichen Reviews ( und jenen hier zum Beispiel) zu Herzen ge-
nommen?

Einige der angeführten Kritikpunkte sind verbessert, Aperture läuft stabiler, wennauch in der neuesten Version die Segnung von Realtimevorschau und -editing mit farbigen Beachbällen erkauft wird. Mit aktueller Hardware, immerhin ein Quad mit 4.5 GB RAM, ist auch bei künftigen Softwareoptimierungen weiterhin mit nervigen Verzögerungen zu rechnen -- selbst bei einfachen Tasks wie der Tonwertverschiebung.

Die Verbesserungen

Da wäre (endlich!!) der RGB-Readout, bei den Adjustements oberhalb des Histogramm zu finden. Erfreulich dabei, dass er identische Werte anzeigt wie Photoshop, d.h. präzise ist. Apropos Photoshop: Bei einem Import in Aperture wurden früher TIFFs, eine oder mehrere Ebenen enthaltend, auf eine Ebene reduziert. Dieser Fehler ist in der aktuellen Version behoben. Auch Metatags werden nu exportiert:



RAW-Konvertierungen - Artefakte?
Fotografen setzen Artefakte mit Erbsünde gleich. Die beiden ersten Aperture-Versionen produzierten solche, die Qualität der RAW-Decodierungen ließen deshalb kaum Begeisterungen aufkommen. Umso gespannter war man deshalb auf das aktuelle Update, welches -- eingedenk der Aufforderung Apples, eigene kritische Beispiele einzusenden -- gerade hier Nachbesserung versprach.

Das Update beinhaltet eine neue Palette, "RAW Fine Tuning" genannt, mit Korrekturmöglichkeiten wie "Kontrast Boost", "Schärfen", "Chroma Blur" und eine "Auto Noise Compensation". Glücklicherweise lassen sich diese Feineinstellungen auch bei Bedarf ausschalten, denn nicht jede Aufnahme bedarf dieser gleichermaßen.



Nach dem 1.1-Update fragt Aperture nach, ob man die aktuelle, verbesserte RAW-Decodierung benutzen möchte, oder ob man die alte Verson (1.01) weiterhin vorzieht. Bei den sich bereits in der Library befindlichen "alten" RAWs ist diese Entscheidung auch später -- beim Konvertieren -- möglich. Nach dem Update importierte Dateien sind hingegen nur mit Version 1.1 konvertierbar. Und tatsächlich: die Artefakte -- in den alten Version noch vorhanden -- lassen sich mit den neuen Tools entfernen. Trotzdem, in kritischen Lichtsituationen, wie
bei hohem Kontrast, überzeugt im professionellen Einsatz auch die aktuelle Version nicht ganz.



Sorgenkinder
Weiterhin sieht Apple nur eine Festplatte für Apertures Library vor, was angesichts der heutigen Datenmengen selbst bei großen Festplatten zu knapp bemessen ist. Ausser "ideologischen" Motiven existieren keine realen Gründe für den Einsatz einer solchen Library und ihrer zeitraubenden, da umständlichen Verwaltung und Sicherung. Adobes Lightroom, bald in der dritten beta vorliegend, zeigt auf, wie obsolet eine strenge Dateiverwaltung ist.

Abhilfe schafft der "Aperture Library Spanner", eine Freeware, welche die Library auf mehrere Festplatten verteilen hilft. Die Anwendung des shellscripts erfolgt auf eigene Gefahr, da Apple den "Aperture Library Spanner" offiziell nicht unterstützt.



Einige Problemkinder sind leider weiterhin vorhanden: so führt die Lupe ein Eigenleben, und lässt sich so auch auf Foren anwenden -- allerdings ohne Vergrößerungseffekt:



Neu ist jedoch ein Fehler im Weißabgleich. Mit der Pipette "White" funktioniert er nicht, ein ärgerlicher Bug. Zur Not kann die mittlere Pipette verwendet werden, wenn auch bei Digitalaufnahmen -- anders als bei analogen Bildern -- der Weißpunkt viel wichtiger ist. Der Profi, oft eine weiß-graue Karte als Referenz mitfotografierend, steht damit im Regen.

Weiterhin fehlt die Möglichkeit, einen anderen Konverter einzubinden. Adobes Gegenstück, LightRoom, hat dies als Mangel erkannt und lässt bereits jetzt, in der zweiten Beta, eine Konvertierung mittels alternativem RAW-Konverter per drag and drop zu.

Fazit
Mein persönliches Fazit reduziert sich auf die folgenden Fragen: Macht es Sinn und Spaß damit zu Arbeiten? Komme ich damit schnell und effizient ans Ziel: erstklassige Bilder mit möglichst wenig Aufwand zu erhalten?

So sehr das Update Verbesserungen enthält, der integrierte Workflow lockt, Aperture ist zu wenig ausgereift, zu umständlich. Wenige übersichtliche, dafür effizientere Menüs würden die Arbeit erleichtern (wofür Apple ja eigentlich bekannt ist). Ein Beispiel: der neu eingeführte "Kontrast Boost" konkurrenziert mit den "Levels", die in sich selbst -- zwar "verdeckt" -- noch eine Art Kurve beeinhalten. Beim Wechsel zwischen diesen Menüpunkten muss man selbst im Dual-Monitorbetrieb scrollen und Menüs aufklappen. Wieso einfach, wenn es kompliziert auch geht?

Sowohl Aperture wie auch LightRoom sollten den Workflow vereinfachen und beschleunigen. Es wird jedoch viel Zeit darauf verwendet, dem Programm gerecht zu werden: Import in die Library, verschiedene Ansichten ansehen, Versionen begutachten, Erstellen von Vaults etc. Die All-in-one Programme haben eine Eigendynamik, die sinngemäß lautet: beschäftige dich mit mir, nicht mit den Bildern... eine Selbstverliebtheit der Entwickler? "Keep it simple" wäre da oft mehr.

Ein weiterer Nachteil der Alleskönner: Läuft mal was aus dem Ruder, ist der ganze Datenbestand gefährdet; mit entsprechendem Aufwand an Rückgewinnung und Neuorganisation. Aperture crashte bei mir kaum, bei anderen Usern soll dies jedoch täglich mehrmals vorkommen. Andere Katalogisierungstools, die Orginaldateien unberührt lassend, flößen mir da wesentlich mehr Vertrauen ein.

Wer Aperture bereits auf der Festplatte hat, findet bei insideAperture einige hilfreiche
Tipps. Weitere Tricks sind hier zu finden.

Breaking news
Gerade habe ich den Review fertig, ist auf Think Secret zu lesen, dass "Apple selbst die Zukunft von Aperture in Frage stellen" soll: "Apple recently asked the engineering team behind its Aperture photo editing and management software to leave,..."

Behält Think Secret recht, bedeutet dies nicht zwangsläufig die Einstellung der Aperture-Entwicklung: Apple hat sich dieses Programm einiges kosten lassen; die Einstellung wäre mit weiterem Imageverlust verbunden, den Ruf eines unzuverlässigen Softwareherstellers wird es sich wohl kaum leisten. (Anm. d. Red.: Think Secrets Bericht scheint reißerischer aufgemacht als nötig. So hat Apple das Entwicklerteam auch nicht gefeuert ("axed"), sondern aufgelöst und anscheinend auch schon neu zusammengestellt bzw. die Aufgaben neu verteilt)

Eine tiefergehende Überarbeitung -- mit erhöhtem Qualitätsanspruch und neuen Betattestern -- könnte Apple auf die Beine helfen: "Aperture's problems stem not from any particular area that can be easily remedied but
rather from the application's entire underlying architecture".

Kommentare

+ ein link

Von: kaos | Datum: 04.05.2006 | #1
[Link]

arbeitet jetzt neu im neuen aperture team.
lg
kaos

All in one?

Von: Peter | Datum: 04.05.2006 | #2
Irgendwie verstehe ich Aperture ja nicht als All in One Tool. Projekte importieren, bearbeiten, exportieren und in eine Bilddatenbank, z. B. iView. Was ist da all in one?

@ kaos & Peter

Von: tambo | Datum: 04.05.2006 | #3
kaos: hatte den blog inzwischen auch gesehen, die review war vor ner Woche geschrieben.

Peter: Aperture ist ja auch ein Bildverwalter, denn eine der Grundideen besteht darin, die Tiffs nur bei Bedarf zu exportieren.

Zudem, in den Aperture specs:
"Photo Management
• Work with thousands of projects
• High-performance database
• Organize photos into projects and albums"

@tambo

Von: kaos | Datum: 04.05.2006 | #4
das hatte ich mir schon gedacht. im gegensatz zu mir verstehst du ja was von der materie. war nicht als kritik sondern als anmerkung gedacht. danke übrigens für den 3. teil des reviews

Aperture 1.1.1 ist verfügbar...

Von: benson | Datum: 04.05.2006 | #5
...via Softwareaktualisierung.

Hm?

Von: stawrogin | Datum: 04.05.2006 | #6
Kann dieser Review nicht ganz folgen. Bei mir läuft Aperture toll, und zwar nicht auf einem Quad, sondern auf einem MacBook Pro. Keinerlei Verzögerungen. Realtime pur. Auch hat es meinen Workflow extrem beschleunigt... Den Vault und die singuläre Library finde ich ein tolles Ding. Mit einem Wort: Ich verstehe diesen Artikel überhaupt nicht... Und ich arbeite nun schon intensivst 4 Monate mit diesem Programm. Vielleicht sollte dies der Autor auch tun...

Prinzip nicht verstanden

Von: Colorman | Datum: 04.05.2006 | #7
Tambo, Aperture ist das einzige Programm am Markt, das ausdrücklich IMMER die Originaldaten behält. Egal ob RAW, JPEG, TIFF, PSD,… Verbessert sich die Technik oder Software, bekomme ich aus dem Originaldatensatz ein besseres Endergebnis – wenn ich das möchte. ALLE Einstellungen am Bild sind nur Arbeitsanweisungen in einem XML-Dokument, die bei Aufruf des Bildes in Echtzeit abgearbeitet werden – Dank Core Image über die Prozessoren der Grafikkarte. Alles in allem ein einzigartiges Konzept mit großer Zukunft, besonders für Apple!

Update 1.1.1

Von: tambo | Datum: 04.05.2006 | #8
Danke benson.

"Aperture 1.1.1 Update addresses several issues related to performance, stability, color correction, and display compatibility. This update is recommended for all Aperture users.

Note: You must first update to Aperture 1.1 and Mac OS X 10.4.6 or later before installing Aperture 1.1.1"

@ colorman

Von: tambo | Datum: 04.05.2006 | #9
Habe das Prinzip, oder die Idee dahinter wohl verstanden, die review ist nicht schnell aus dem Ärmel geschüttelt; die beste Idee nützt jedoch nichts, wenn es ned richtig funzt.

Mamma mia

Von: stawrogin | Datum: 04.05.2006 | #10
Ich würde mir mal eine bessere Grafikkarte zulegen.

Funzt es bei dir bei Photoshop, wo du jede Bearbeitung extra öffnen und wieder speichern musst, besser?

@ stawrogin

Von: tambo | Datum: 04.05.2006 | #11
Dann frage ich mich, ob Aperture eigentlich für die intelmacs gebaut wurde, und halt - um Adobe ein paar Wochen vorauszukommen - die PPC-Variante noch zusammengepfuscht wurde.

Die proprietaire library lässt sich - wie heute vorhanden - in einer Produktionsumgebung kaum einsetzen; 3 - 4 Gigas/shooting sind ja keine Seltenheit mehr....

Hier ne Umfrage zum favorisierten RAW-Converter - in einem Profiforum (okay da sind auch PC's dabei, die Aperture nicht einsetzen können; trotzdem!!)
[Link]

Nachtrag zu Colorman:
"Aperture ist das einzige Programm am Markt, das ausdrücklich IMMER die Originaldaten behält"

??? Meine RAWs von 2003 habe ich ja auch noch - auch ohne Aperture ...
Oder meinetwegen DNG.... wo liegt denn das Problem, resp. Dein Ansatz?

Mamma mia - Re

Von: tambo | Datum: 04.05.2006 | #12
- Ne Geforce 6600 (nicht LE) mit 256 MB VRAM.

Der konventionelle workflow (iVMP/Raw Developer/PS-CS-2) ist bei mir schneller, mit mehr Zeit um aus den Bildern das letzte herauszukitzeln. --> Qualitativ bessere Bilder.

-

Von: stawrogin | Datum: 05.05.2006 | #13
tambo, hast du nichts Besseres? An dieser Umfrage sieht man nur, dass niemand Lightroom/Aperture kennt... ;-) Die Konversion von Lightroom ist ja sehr ähnlich zu der von ACR, nur besser.

"Neues" scheint es offenbar immer schwieriger zu haben - mein Tipp an dich: Lass dich mal auf das Programm ein...

Nix mit Zukunft in Frage gestellt

Von: michael | Datum: 05.05.2006 | #14
Wie man hier sieht.

--

Von: tambo | Datum: 05.05.2006 | #15
Die Umfrage besagt doch, dass kaum ein Pro Aperture/LR einsetzt, obwohl darunter auch einige Apple-afficiondos sind.

Nicht kennen??
Der site admin hatte sich extra nen Quad für Aperture gekauft, um nun was anderes drauf zu haben.

Der in der Review erwähnte Whitebalance-bug scheint im aktuellen update 1.1.1 behoben zu sein...

Nix in Frage gestellt--

Von: tambo | Datum: 05.05.2006 | #16
Auszug aus Link:
".....But in the case of Aperture, the product team grew from about 20 to 150 in just a few weeks, comprising about 100 engineers, 40 QA people, and the rest manager types. And not surprisingly, this is precisely when things went from bad to worse with regard to the quality of the product..."

tambo

Von: michael | Datum: 05.05.2006 | #17
Nur wird ein Produkt weil es schlecht ist nicht automatisch auch gleich abgesägt. Es gibt zwei (brauchbare) Möglichkeiten wie man in so einen Fall handeln kann: 1. man stoppt das ganze oder 2. man verbessert das ganze. Nummer 1 scheint von Apple jedenfalls nichtmal in betracht gezogen worden sein.

@michael

Von: tambo | Datum: 05.05.2006 | #18
So sehe ich das auch; zu viel Prestige ist für Steve damit verbunden, als dass er Aperture aufgeben würde. Einige Informationen weisen darauf hin, dass der Code neu geschrieben werden muss.

Diese zögerliche Geburt des Pro-apps zeigt auch Schwierigkeiten auf, die mit dem Betreten von Neuland verbunden sind; Apple zahlt Lehrgeld: Entwickler, welche den komplexen
und hohen Anforderungen der Aperture-Vorgaben gewachsen sind, wachsen nicht auf den Bäumen. Selbst Adobe mit einiger Erfahrung auf diesem Gebiet lässt sich Zeit, inkl. 3 public betas...

Habe gestern abend noch das 1.1.1-update gesaugt, und werde an dieser Stelle berichten..

Apple antwortet

Von: tambo | Datum: 05.05.2006 | #19
[Link]

Trendwende eingeleitet

Von: grate | Datum: 05.05.2006 | #20
Die Berichterstattung zu Aperture wird positiver.
Nachdem Gerüchte in die Welt gesetzt wurden, das das Projekt Aperture gecancelt ist, scheint es jetzt so zu sein, das die Kritiker dem Programm eine Chance geben.

[Link]

und auch dies:

[Link]

Trendwende

Von: tambo | Datum: 05.05.2006 | #21
Auch ich hoffe, dass Apple der turnarround mit Aperture gelingt; es wird ja auch nichts anderes übrigbleiben, denn mit dem schwierigen Start ist einiges an Kredit verspielt worden.

Eines möchte ich noch klarstellen: hätte ja auch viel lieber geschrieben, dass es ein Superwerkzeug ist ;)

-

Von: stawrogin | Datum: 05.05.2006 | #22
Es ist ein Superwerkzeug. ;-)

Supertoll?

Von: tambo | Datum: 05.05.2006 | #23
Lasse Dir gerne die Freude, meine Erfahrung sieht so aus:

Aperture inaktiv, d.h. das Fenster im Dock; eine geöffneten RAW-file (17MP, A-4/300 dpi) & ca 60 RAWs im entsprechenden Objektordner.
[Link]

sowie
[Link]

Andere apps rennen auf der Maschine, selbst bei HDR und anderen ressourcenintensiven Berechnungen.

--

Von: stawrogin | Datum: 06.05.2006 | #24
Du scheinst eine klare Meckerhaltung zu haben - konzentrier dich doch einfach auf das Programm; es lässt sich hervorragend damit arbeiten...

@stawrogin

Von: dave | Datum: 06.05.2006 | #25
is ja gut jetzt, lass den tambo doch ma sagen was er zu sagen hat.. bis jetzt hatte alles hand und fuß, was er zu aperture geschrieben hat.

wenn du aperture ausgereift und performat genug für dich findest isses doch schön, wenn es anderen nicht so geht kann man das auch mal ohne missionarischen widerspruch hinnehmen...

ich glaub langsam echt, dass den leuten langsam die gehirnwindungen versanden von dem ewigen intel vs. ppc bashing bei den MGs.

Demo

Von: Claudius | Datum: 07.05.2006 | #26
Wäre schön, wenn Apple eine DEMO anbieten würde. Dann könnten andere, die nicht gleich 500 EURO lockermachen Aperture auch ausprobieren.

Claudius

Von: michael | Datum: 07.05.2006 | #27
"500 EURO"

299 Euro.

ist doch die gleiche geschichte

Von: neu | Datum: 08.05.2006 | #28
wie bei iphoto, das war doch anfangs auch einfach nur langsam.
oder hat hier wirklich jeder vergessen, dass man anfangs wirklich geduld brauchte bei vielen photos und mit der letzten version die verwaltbare menge an fotos von 25000 auf 250000 gestiegen ist?

ich vermute einmal, daß aperture eine ähnliche entwicklung durchlaufen wird.....

Super-iphoto?

Von: tambo | Datum: 08.05.2006 | #29
Diese Analogie ging mir auch durch den Kopf; als Unterschied ist jedoch zu sehen:

- iphoto wird - im Gegensatz zu Aperture - als Add-on mit jedem Mac ausgeliefert; es wird kaum von Profis benutzt; während Aperture gemäss Apple für diese gebaut und verkauft wird.

Dadurch hat iPhoto keine Konkurrenz; wer es nicht mag, braucht es einfach nicht; einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.

Aperture steht jedoch in direkter Konkurrenz zu LightRoom; wer will da noch auf jahrelange (??) Optimierungen warten?
Ein Beispiel: Aktuell lassen sich Aperture's Vaults nicht auf server (Netzwerk-Volumes) sichern. Bei grossen Dateibeständen/sicherem Backup ist ein solches feature schon gefragt.

ja aber

Von: neu | Datum: 08.05.2006 | #30
ich seh das eher so, daß man sich ein grundgerüst baut, welches (halbwegs) klappt und dann schrittweise optimiert.

vielleicht gibt es ja einen projektplan über einen längeren zeitraum, bei dem die grundsätzliche technologien festgelegt sind (auch wenn diese derzeit noch nicht so rund laufen) und man bezüglich der einzelnen teile (coreimage etc.) schon definierte etappenziele hat, die dann quasi ohne mehrarbeit mit in das softwareprojekt einfließen.....

schrittweise Optimierung

Von: wonko_the_not_so_sane | Datum: 08.05.2006 | #31
na toll.

stell Dir das bei einem Auto vor: Heute kann es schon rollen (wenn man ein wenig anschiebt), morgen wird dann der Motor auch von alleine anspringen, und dann gehen die Türen nicht nur auf, sondern auch wieder zu, etc.

Ich finde es gut, wenn sw auf Kundenbedarfe abgestimmt wird, und deren Wünsche über die Dauer einfließen. Ich finde es ausgesprochen _schlecht_, Bananensoftware (das ist die, die beim Kudnen reift) für 300 Euro zu verkaufen, egal aus Konzept oder Zeitdruck.

Aber das wird mittlerweile bei Software ja widerspruchslos hingenommen: man beginnt bei 0.8beta4, 1.0 ist ja _selbstverständlich_ (wieso?!?) noch voller Fehler, und ab 2.3 kann man damit recht passabel arbeiten.

Also ich ärgere mich jedes Mal über solche Vorgehensweisen und erwarte unverschämterweise, dass ein Produkt als 1.0 das tut, was es soll, und zwar fehlerfrei und optimiert. Entweder implementiere ich ein Feature richtig, oder ich warte damit auf das nächste Release. Aber Frickeln auf Kosten des Kunden (und dem dafür noch Geld aus der Tasche ziehen) - nein danke.

läuft doch auch so bei autos

Von: neu | Datum: 10.05.2006 | #32
"stell Dir das bei einem Auto vor: Heute kann es schon rollen (wenn man ein wenig anschiebt), morgen wird dann der Motor auch von alleine anspringen, und dann gehen die Türen nicht nur auf, sondern auch wieder zu, etc."

na wie war es denn beim smart, a-klasse, e-klasse?

smart - zuerst 4-seitenkipper (schon vergessen die abgerollten smarts im winter?)
a-klasse - kleinster 3-seitenkipper der welt (schon vergessen die akute elchallergie damals?) die alte a-klasse wurde nur durch geballte rechenpower auf kurviger straße gehalten. und nun ist die a-klassen-auf-der-straße-halter-software (esp) ja DAS merkmal für die propaganda-auto-presse für ein modernes auto. ich frage mich nur, wie wir ohne esp überhaupt die ganzen jahre auskommen ans ziel kommen konnten, ohne in diversen unwegsamen geländen nahe der straße festzustecken :-).

ach ja und dann der sog. bremsassistent in der e-klasse, welcher so auf zuvorkommende assistens ausgelegt war, daß er schon bei leichtem antippen des bremspedals die vollbremsung auslöste (gott sei dank herrscht gurtpflicht ansonsten hätte daimler benz ja gleich einen oma-klebt-an-der-frontscheibe-auf-beifahrerseite-spachtel zum abkratzen des überraschten mitfahrers mit beilegen können :-) )

prinzipiell stimme ich dir bezüglich der (allg. unart der) unfertigen software zu aber so wurde adobe wenigstens m.e. gezwungen, hinsichtlich macos x farbe zu bekennen, denn eine win-version der beta von lightroom konnte ja m.w. nicht so schnell angeboten werden ;-)

Jaja

Von: Christian Ahrens | Datum: 12.05.2006 | #33
Aperture ist 1.1.1

Habt Ihr schon mal eine Version 1.x gehabt, die richtig gut war?

Erinnere hier mal an OS X 10.0 - war die etwa gut?

Erfahrene Software-User sollten doch wissen, dass "runde" Software mit 3.0 kommt.

Schaut man sich unter diesem Aspekt Aperture mal an, dann kann ich nur sagen: Hut ab.

Erstaunlich nah dran an einer 2.0

Noch keine 3.0

Nichtsdestotrotz - ein paar Abstürze hier, ein paar Hänger dort - ein ziemlich sehr gutes Produkt.

Die Leistung ist vorerst hauptsächlich das Konzept.
Auf meinem "Consumer-iMac" läuft dieses Programm schnell und gut.

Wenn ich irgendwo 500 oder 1000 Bilder für einen Kunden mache: nie zuvor war es möglich, so schnell Fotografien aufzubereiten und dem Kunden präsentabel zu machen.

Sensationell.

Was soll das kleinliche Gerede? Ich verneige mich wirklich vor den Ingenieuren von Apple, die es mal wieder geschafft haben, neu und frisch über ein Thema nachzudenken und einen sensationell originellen, nützlichen und großartigen Lösungsansatz zu finden.

Respekt und Dank.

Mein Alltag ist um einiges leichter geworden.

Und ja, natürlich freue ich mich auf die Version 3.0!

VG
Christian

Werden die nächsten "größeren" Updates kostenpflichtig sein?

Von: Alexander | Datum: 16.06.2006 | #34
Ein Hallo an die Apple-Kenner!

Mich interessiert eure Meinung, ob die "größeren" Update-Versionen von Apple-Pro-Software kostenpflichtig sind.
Kann da jemand was dazu sagen? Wenn ja, wovon ich eigentlich ausgehe, wird da der "Normalpreis" fällig oder werden die vergünstigt angeboten.
Leider bin ich ein erst frischer Apple-User und habe noch nicht den Überblick. Weiß nur, dass die OS X Versionen oder auch die iLife-Pakete immer den Originalpreis kosten oder eine vergünstigte Upgradeoption.

Wer weiß bescheid?

Danke im Voraus.

Wird es eine deutsche Version geben?

Von: Ralf | Datum: 27.06.2006 | #35
Weis denn jemand, ob es Aperture mal in deutsch geben wird?
Bei der Vielfalt wäre es echt ein Segen. Bei Apple-Deutschland konnte mir leider niemand eine Auskunft geben.