ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 4299

Telefonhotlinehölle

AOL oder der Terror am Hörer

Autor: dk - Datum: 24.06.2006

Die Geschichte geht seit mindestens einer Woche durchs Netz. Bei mir kam sie heute an, mit Video, was die Sache wieder saftig macht. Wir alle kennen schreckliche Hotlines, Apple ist da leider keiner Ausnahme. Auch da mußten ich und zahlreiche Freunde schon Gespräche ertragen, die weit über die Grenze des Ertragbaren hinausgingen.

Worum geht's eigentlich? Vincent Ferrari möchte seinen AOL-Konto löschen lassen und ruft die Hotline an. Was dann passiert, erzählt er am besten selbst im Interview bei WNBC. UNGLAUBLICH!

Danke an Martin für den Hinweis

Kommentare

:-)

Von: bertzobert | Datum: 24.06.2006 | #1
Wirklich ulkig... allerdings, wer sich freiwillig in AOLs Fänge begibt, hat wirklich selbst Schuld :-)

Üüübel

Von: Baphomet | Datum: 24.06.2006 | #2
Naja, ohne linke hetze zu betreiben, wahrscheinlich hat das Telefonkerlchen nur seinen angewiesenen Job gemacht........dieses ganze System ist doch inzwischen völlig krank, aber wir wollen es ja so, hauptsache billig.

Baphomet

Von: wonko_the_today_especially_sane | Datum: 24.06.2006 | #3
Wen meinst Du mit "wir"? Typen, wie der vom CallCenter?

tja

Von: mein name? | Datum: 24.06.2006 | #4
Wer zur Hölle ist dieser unsympatische Ferrari-Knilch eigentlich? Besonders höflich ist der auch nicht gewesen. Klar, der Typ von AOL war ne Pfeife, aber der Vincent ist keinen Deut besser - meine Meinung.

@ dein name!

Von: Jens | Datum: 24.06.2006 | #5
Hm, ja, find' ich auch. Von den angeblichen 21 Minuten haben wir, äh, vier gesehen? Egal, der Typ hat seinen Job gemacht, und Vincent hat's ihm nicht leicht gemacht.
Sicherlich langt man sich an den Kopf, wenn man das hört "JUST CANCEL IT, MAN!", und die Frage nach seinem "Dad" angesichst der Tatsache, das Vinc 30 Jahre alt ist... naja...
Aber sooo krass find ich das nun nicht.
Zumindest nicht so krass wie Gespräche mit der Telekomiker bzw Tonnline Hotline.
DIE sind - meine Erfahrung - echt hart.

link zur langen version

Von: Blocker | Datum: 24.06.2006 | #6
ferrari: "you annoy the shit out of me"
John: "and that goes both ways to be frank"
(bei 3:30)

das dürfte AOL-John wohl den Arbeitsplatz gekostet haben...

die 5 min Version:
[Link]

Was soll die Aufregung?

Von: lime | Datum: 24.06.2006 | #7
Also wenn ich irgendwo kündige, will man auch den Grund dafür wissen und man tut gut daran, es auch zu sagen, damit die Leute wissen, was sie für Mist gebaut haben. Alles andere wäre doch arrogant!

Ich hab letztens auch 10 Minuten mit einem von den Telekomikern gesprochen, weil man mir ein Handy als "Treuebonus" anbieten wollte, was ich dankend verneint habe. Auf die Idee, das aufzunehmen wäre ich nicht gekommen, wozu auch?

Endlosschleife

Von: Tim | Datum: 24.06.2006 | #8
Ich kann jeden verstehen, der bei solchen Hotlines irgendwann ungehalten wird. Ich bin kein Freund davon mit irgendwelchen Telefonrobotern zu sprechen. Diese Dinger machen es eben nicht unbedingt einfacher für den Kunden, nur billiger für den Betreiber der Hotline. Mein Versuch, jemanden bei 1&1 zu erreichen lief lange ins Leere, weil ich nach der automatischen Ansage in der Warteschleife gelandet bin um dann nach zwei oder mehr Minuten warten aus der Leitung geschmissen zu werden. Wenn man nach einer Viertelstunde warten am Hörer endlich einen richtigen Menschen sprechen kann, um eine popelige Sache wie diese Kündigung zu veranlassen und der auch noch unwillig ist, diesen Auftrag auszuführen ... Ich kann’s verstehen.

kai hat doch recht,

Von: nico | Datum: 24.06.2006 | #9
der beweis: [Link]

It's our policy....

Von: Maxipeg | Datum: 24.06.2006 | #10
Vermutlich hat der Typ am Telefon tatsächlich bloss seinen Job gemacht, auch wenn etwas ungeschickt. Vielleicht hätte er aber seinen Job verloren, wenn er sich nicht strikt an die Anweisungen von AOL gehalten hätte. Ich gehe jede Wette ein, dass AOL die Löschung eines Accounts erst nach einer kompletten Durchleuchtunug des abtrünnigen Kunden zulässt. Damit erledigen sie ein Paar Fliegen auf einen Schlag - dem Kunden ein schlechtes Gewissen verpassen, vielleicht besinnt er sich anders. Und wenn nicht, dann holen sie sich so Informatonen für "Qualitätskontrolle" und Marketing, schliesslich wollen sie wissen, weshalb der Kunde den Account nicht mehr will und mehr.

Offenbar steht aber "brauche ihn nicht mehr" nicht auf der Checkliste.

Das gibt AOL natürlich nicht offen zu, lieber werden sie den Mitarbeiter los und "korrigieren" das Problem mit einer neue "Policy". Die neue Checkliste beinhaltet nun bestimmt "brauche ich nicht mehr".

Es kann allerdnigs noch schlimmer kommen: in den USA hat vor einigen Monaten ein ca 8-jähriger Junge die Notfallnummer "911" angerufen, weil seine Mutter das Bewusstsein verloren hatte. Die Person am anderen Ende der Leitung hat ihm allerdings nicht geglaubt. Beim zweiten Anruf schickten sie statt eines Notfallwagens eine Polizeistreife, immer noch in der Überzeugung, es handle sich um einen "Spassvogel".

Für die Mutter das Jungen kam jede Hilfe zu spät.

Mittlerweile normal

Von: pm | Datum: 25.06.2006 | #11
Klassischer Fall von "Call-center" unbedarft, inkompetent bis zum abwinken. Solche und ähnliche Calls gibt es bis zum abwinken. Internet Provider, Telekom Firmen, HP Hotline
Kündigungen immer schriftlich eingeschrieben. (Vertragskopie beiliegend) Telefonsiche Kündigungen sind nur Zeitverschwendung.
(Schriftlich bedeutet Brief und nicht E-mail)

pm

Von: Mark | Datum: 25.06.2006 | #12
Unbedarft, inkompetent? Professionelle Abzocke würde ich das nennen.

AOL zu kündigen

Von: patrick. | Datum: 25.06.2006 | #13
geht am einfachsten und zielsicher, indem man Rechnungen nicht mehr bezahlt bzw. Lastschriften zurückziehen lässt. Dann kommen natürlich Mahnungen, auch mal gerichtlicher Mahnbescheid aber das ist alles egal: Denn Kündigungen akzeptiert AOL anders überhaupt nicht. Und zumeist sind die "Streitwerte" zu niedrig, um es vor Gericht zu bringen.

Es wäre für AOL das einfachste innerhalb ihrer lausigen Software auch die Möglichkeit zur online-Kündigung einzuschließen; das gehört unbedingt zum Vertragsservice. Eine kostenpflichtige Hotline zur Vertragskündigung ist juristisch fragwürdig, da zur Eröffnung eines Accounts nicht darauf hingewiesen wird, dass die Schließung zusätzliche Kosten verursacht.

Bei sowas soll man ruhig bleiben?!?

Von: MacJunkie | Datum: 25.06.2006 | #14
Also es ist mein recht als Verbraucher mit 3 Worten den Vertrag zu kündigen, ohne einen 25. Punkte Fragen-Katalog zu durchgehen. Also das Unternehmen hat kein recht darauf, mich zu fragen warum. Und wenn sie es zur Bedingung machen, ist das unzulässig und sowas würde mich auch ärgern.

Aber selber schuld ist derjenige, der bei Hotlines kündigt. Bei den Telefonkosten, wäre es günstiger per Einschreiben ein Kündigungsschreiben mit sofortiger Frist zu schicken. Kein gerede, kein stress und man geht mal kurz an die frische Luft und sieht echte Menschen auf dem Weg zur Post. Und wenn die einen doch Anrufen und fragen, braucht man sich mit denen nicht aufhalten, denn schließlich haben die ein schreiben, welches besagt, dass sie die Kündigung zu bearbeiten haben.

Servicewüste ist wohl kein deutsches Problem

Von: thomas b. | Datum: 25.06.2006 | #15
Naja, fragen dürfen Sie von mir aus schon, warum ich kündigen will, es könnte ja sein, dass ich mit etwas unzufrieden bin und nur so kann man Mängel abstellen. Wenn ich aber keine Auskunft geben und schon gar keinen Endlos-Fragenkatalog beantworten möchte, muss auch gut sein.

So nervig wie das da gelaufen ist, wird man den Kunden garantiert für immer und ewig los. Wenn man das zivilisiert beendet, kommt der Kunde in ein paar Jahren vielleicht sogar wieder, wenn ihm dann ein neues Angebot evtl. zusagen würde.

Das geht in Deutschland auch 1&1

Von: Gudehus | Datum: 25.06.2006 | #16
Der Versuch einen DSL Anschluss zu kündigen geriet zu einer 1 Stündigen Odysee mit dem Internet und dem Telefon.
Nach drei Rückrufen bei denen wieder jeder versuchte uns davon zu überzeugen das es besser wäre bei 1 & 1 zu bleiben, konnte ich endlich den Anschluss kündigen.

absolut typisch....

Von: Patrick | Datum: 25.06.2006 | #17
Man wendet sich mit einer ganz klaren Aussage an eine Firma (Ich will meinen Acc. kündigen) und dann fangen die an herumzudiskutieren.....
Ich hätte deutlich eher als der Ferrari-typ die Kontrolle verloren.
Wenn ich im Verkauf von einem Kunden ein klar definiertes "Nein" höre, weiß ich, daß es keinen weiteren Raum für Diskussionen gibt....

Meine Entscheidung!

Von: KlausSt | Datum: 25.06.2006 | #18
also wenn ich was kündige ist das meine Entscheidung - und ich muss mich bei sowas wie teletrallala oder sonst was überhaupt nicht rechtfertigen warum - basta!

und per Telefon eh nicht - ich hab mir von der Hotline die Anschrift und die Faxnummer geben lassen (bei t-Online) und dann entweder Fax oder noch sicherer - Einschreiben mit Rückantwort und fertig.

Was wollt ihr eigentlich?

Von: miniMe | Datum: 25.06.2006 | #19
Ihr wollt also keine Anmache in der Hotline?

Schön, dann kommt damit klar, dass jeder Idiot eure Daten abrufen kann und dass jederzeit irgendjemand mit einem Satz euren Vertrag kündigen kann!

Bsp: Telekom - sucht euch ne Nummer aus dem Telefonbuch, wählt mit dem HY 08003301000 und ändert den Tarif der gefundenen Nummer! Oder löscht den DSL-Anschluss!

Ich kenne das Prozedere von AOL DE, da ruft man an, bekommt die Info dass es nur schriftlich geht - ein kurzer Brief und alles ist erledigt.

Was steht den so auf der AOL-Homepage zur Kündigung?

Es mag ja sein, dass heutzutage alles online oder zumindest telefonisch gehen soll - wer darauf besteht hat allerdings von der Realität wenig Ahnung und wird das spätestens vor Gericht feststellen.

Allgemein gilt aber für alle Hotlines: wie man in den Wald hineinruft, schallt es heraus!

@minime

Von: Patrick | Datum: 25.06.2006 | #20
dein post geht sauber am thema vorbei..... und hat leider nur troll-charakter....

@ miniMe

Von: patrick. | Datum: 25.06.2006 | #21
Nun, wenn man sich einloggt bei AOL, dann, so war es vor Jahren bei mir, wird die Nutzungszeit abgerechnet. Ich gehe davon aus, bei dem Preis, den AOL dafür damals verlangt hat, dass das ausreichend sicher war, …so befanden oft auch Gerichte, nicht nur bei AOL-Rechnungen ;-)

Es sollte also genauso sicher sein, eine Kündigung vom rechtmäßigen Vertragspartner online empfangen zu können: Andere rufen aus lauter Freundlichkeit beim Nutzer persönlich zurück oder aber schreiben an die Rechnungsadresse eine Kündigungsbestätigung - die man zur Not sogar dann noch widerrufen kann - *perfekt*.

Nur weil der Betreiber eines Online-Dienstes zu faul oder zu geizig ist, muss ich doch nicht $$$ bezahlen, nur weil ich endlich kündigen will!

AOL hat zudem nicht aus Sicherheitsgründen keine online-Kündigung in seiner lausigen Software eingebaut, weil die Sicherheit des Nutzers AOL total egal ist - sondern damit man die Kosten wieder hereinbekommt, die man für Anmeldungen (Promotion) herausschleudern musste. Eine Studie darüber wäre interessant, wieviele zwanghafte AOL-Members wieviel bezahlt haben, noch nachdem sie festgestellt haben, dass dieser Service konkurrenzlos überteuert und schlecht ist.

AOL erinnert mich immer wieder an die Takline GmbH & Co. KG, die wollen auch schon seit 3 Jahren Geld, wofür es keine Rechtsgrundlage gibt. Aber genauso wenig wie sich damals AOL im Recht fühlen durfte, genauso wenig hat die Talkline GmbH & Co. KG heute Lust für Gerichtsgebühren in Vorkasse zu gehen ;-)

Pech gehabt.

Ach ja,

Von: apfelschorle | Datum: 25.06.2006 | #22
wo wir gerade dabei sind:
Ich werde auch seit geraumer Zeit von Arcor belästigt, obwohl ich schon mehrmals darauf hingewiesen habe, dass ich nicht von ihnen angerufen werden möchte.
Da kündige ich auch demnächst.

Wahnsinn

Von: der.gallo | Datum: 25.06.2006 | #23
Ich bin erstaunt wieviele sich hier auf die Seite von AOL stellen. Vincent hat in den ersten Sekunden des Gespräches eindeutig sein Anliegen geäußert. Zu diesem Zeitpunkt hat er sich absolut korrekt verhalten. Wenn der Hotliner mit der telefonischen Löschung nicht dienen kann, dann kann er das auch sagen und kann sich die Reden doch sparen.

Was die telefonische Kündigung angeht, so gibt es dafür eine Kunden- oder Vertragsnummer. Mit dieser kann ich sehr wohl bei meinem Provider Vertragsänderungen bis zur Kündigung vornehmen, inkl. Teledumm, was ich selbst getan habe.

Fakt ist, dass diese Aktion genug Leutz mitbekommen haben und somit AOL garantiert noch einige andere Kunden dadurch verloren bzw. nicht gewonnen hat.

Am Ende kann man solchen Usern wie Vincent für die Aufzeichnung des Gesprächs und der Veröffentlichung nur dankbar sein. Allerdings muss man wissen was man mit solchen Erkenntnissen anfangen soll.

Jo, so wird's sein

Von: miniMe | Datum: 25.06.2006 | #24
dann bin ich eben ein Pro-AOL-Troll, auch wenn ich AOL dumm finde - nur darum gehts doch gar nicht.

Ich frage mich nur ob ihr wirklich denkt dass so was bei AOL normal wäre, dass die Kunden nicht kündigen lassen.

Dann wäre noch zu klären warum ein Hotline-Mitarbeiter freiwillig so ein langes Gespräch führt, obwohl er eigentlich nichts machen kann.
Time is Money, das gilt für jede Hotline.

Was ich aber wirklich seltsam finde:

Jemand ruft wo an um zu Kündigen.. und er weiß _vorher_ dass es Probleme gibt und zeichnet das Gespräch auf.

Oder macht man das Spaßeshalber.


Der nächste Punkt ist dass so eine Aufzeichnung ein massiver Eingriff in die Privatssphäre ist, und ohne vorherige Ankündigung kann er keinen Lautsprecher oder Aufnahme benutzen ohne sich strafbar zu machen.

Da das negativ für AOL ist sowas stehen zu lassen, und erst recht für den Mitarbeiter: wo bleibt die Klage?


Und last but not least.. Der Kunde will etwas. Bekommt er es dadurch dass er die Aufnahmen ins Netz stellt? Was würde wohl ein Kunde bekommen der AOL "erpresst" oder einfach nur mal um eine Entschädigung bittet? Mindestens einen netten Brief.



Ich stelle mich damit weder vor AOL noch vor den Mitarbeiter! Ich finde nur dass es genug ungereimtheiten gibt um nicht sofort auf irgendjemand loszugehen.. vor Allem in Anbetracht der Methoden von US-Firmen, die sind da doch etwas "progressiver", während wir uns noch über Industriespionage wundern.

Man sollte nicht immer alles glauben, vor allem nicht wenn's im Internet steht. - Auch wenn man es gerne glauben möchte so wie hier.

Bin ich mit der Einstellung wirklich ein AOL-Troll?

@ miniMe

Von: patrick. | Datum: 25.06.2006 | #25
Dein Zweifel ist berechtigt. Absoult, in diesem Fall. Mir ist dieser spezielle Fall auch fast egal. Ich will ihn gar nicht werten.

Ich kenne aber meine Probleme mit AOL. AOL hat mir eine Schulweißheit gelehrt, die ich nicht aus der Schule habe. Siehe oben. Es geht eben bei AOL und vielen, zu vielen gar nicht anders, nicht auf normalen Wege…

Lass uns abgehauen sein, bevor man uns erwischt… Bind heute mal ganz Sven Regener am zitieren… ;-)

… und der Herr Duden…

Von: patrick. | Datum: 25.06.2006 | #26
steht mir heute so ganz und gar nicht zur Seite…

Waren es doch zu viele Abgänge feinen spanischen Reserva?

AOL-Troll? Nein. Etwas naiv? Ja

Von: Maxipeg | Datum: 26.06.2006 | #27
"Ich frage mich nur ob ihr wirklich denkt dass so was bei AOL normal wäre, dass die Kunden nicht kündigen lassen."

Sie lassen sie schon. Doch ein verlorener Kunde = verlorene $$$. Wenn der Prozess genug mühsam ist, kann es immerhin dazu führen, dass die Kündigung um ein paar Monate herausgezögert wird, vielleicht bloss deshalb weil die meisten Leute Wichtigeres zu tun haben. Nicht vergessen, auch Kleinvieh macht Mist. Eine Anmeldung ist in der Regel einfach. Die Information, die man zur Kündigung benötigt, ist in der Regel viel schwieriger zu finden.

"Dann wäre noch zu klären warum ein Hotline-Mitarbeiter freiwillig so ein langes Gespräch führt, obwohl er eigentlich nichts machen kann.
Time is Money, das gilt für jede Hotline."

Gerade darum musste der Kunde zuerst ein paar Runden warten. Die Aufgabe des Hotline-Mitarbeiters war 1. Den Kunden zuerst von der Kündigung abzuhalten 2. falls erfolglos, herauszufinden weshalb (Problem bei AOL, besseres Angebot anderswo etc) und 3. Auszuschliessen, dass es sich beim Anrufer um einen Scherzkeks handelt. Er hat sicher bloss Anweisungen von AOL befolgt, sich aber ziemlich ungeschickt verhalten.



"Was ich aber wirklich seltsam finde:

Jemand ruft wo an um zu Kündigen.. und er weiß _vorher_ dass es Probleme gibt und zeichnet das Gespräch auf.

Oder macht man das Spaßeshalber."

Ferrari scheint ja kein Einzelfall zu sein und war offensichtlich vorgewarnt.


"Der nächste Punkt ist dass so eine Aufzeichnung ein massiver Eingriff in die Privatssphäre ist, und ohne vorherige Ankündigung kann er keinen Lautsprecher oder Aufnahme benutzen ohne sich strafbar zu machen."

In wessen Privatsphäre wird da eingegriffen? Das ist eine Hotline des Betreibers eines Onlinedienstes. Die nehmen die Gespräche auch auf. Sie kündigen es zwar an, doch was danach mit der Aufzeichnung geschieht sagen sie Dir nicht.

"Da das negativ für AOL ist sowas stehen zu lassen, und erst recht für den Mitarbeiter: wo bleibt die Klage?"

Wieso sollte AOL klagen? das wäre ein potentieller Schuss nach Hinten. AOL hat viel mehr zu verlieren als ein Privatkunde. Der Mitarbeiter wurde von AOL "geopfert". Ist billiger. Vielleicht stand er eh schon auf der "Abschussliste".


"Und last but not least.. Der Kunde will etwas. Bekommt er es dadurch dass er die Aufnahmen ins Netz stellt? Was würde wohl ein Kunde bekommen der AOL "erpresst" oder einfach nur mal um eine Entschädigung bittet? Mindestens einen netten Brief."

Das war ja keine Erpressung, die Kündigung war ja bereits erfolgt, Ferrari hat nichts von einer Forderung gesagt.

"Ich stelle mich damit weder vor AOL noch vor den Mitarbeiter! Ich finde nur dass es genug ungereimtheiten gibt um nicht sofort auf irgendjemand loszugehen.. vor Allem in Anbetracht der Methoden von US-Firmen, die sind da doch etwas "progressiver", während wir uns noch über Industriespionage wundern."

Wie schon gesagt - In den USA ist es eher unwahrscheinlich, dass eine Firma gegen eine Einzelperson klagt, es sei denn, es geht um viel Geld und die Wahrscheinlichkeit zu gewinnen liegt nahe bei 100%. Bei Einzelpersonen gibt's in der Regel nicht viel zu holen. Ein Prozess wäre potentiell schädlich für's image. Nein, es ist viel einfacher, den "schuldigen" Mitarbeiter loszuwerden.

"Man sollte nicht immer alles glauben, vor allem nicht wenn's im Internet steht. - Auch wenn man es gerne glauben möchte so wie hier."

Immherhin wurde die Story von CNN verbreitet. AOL und CNN gehören beide zu Time Warner, die schiessen sich nicht gegenseitig ins Knie. Noch weitere Zweifel an der Authentizität?

maxipeg, wen man keine Ahnung hat

Von: miniMe | Datum: 26.06.2006 | #28
ich zweifle nicht die Authenizität an. Nicht im Geringsten. Sondern wie es zustande kam. Warum wird wohl nicht alles vor Gericht als Beweis zugelassen?

"In wessen Privatsphäre wird da eingegriffen? Das ist eine Hotline des Betreibers eines Onlinedienstes. Die nehmen die Gespräche auch auf. Sie kündigen es zwar an, doch was danach mit der Aufzeichnung geschieht sagen sie Dir nicht."

Hier geht es um Gesetze nicht deine oder meine Meinung, das kann man nicht auslegen. Da vor Gericht zu gehen halte ich auch für sehr unwahrscheinlich von AOL. Der Mitarbeiter _kann_ es jedoch jederzeit tun. Einmal mit AOL und einmal mit dem Anrufer (und hat gute Chancen btw).

""vor Allem in Anbetracht der Methoden von US-Firmen, die sind da doch etwas "progressiver", während wir uns noch über Industriespionage wundern."

Wie schon gesagt - In den USA ist es eher unwahrscheinlich, dass eine Firma gegen eine Einzelperson klagt,"

Was hat das miteinader zu tun?
Ich meine nur, dass das Ganze von der Konkurrenz inszeniert sein _könnte_, bzw. auch von fanatischen AOL-Hassern, wie es sie durchaus im Internet zuhauf gibt. Der Aufwand ist wirklich nicht groß.

Ist es naiv die hier gewählte Darstellung als zu einseitig zu empfinden?

PS: Das mit den Kündigungsverfahren habe ich schon verstanden, auch dass man soetwas verzögern möchte - doch nicht so wie dargestellt. Bei welcher AOL-Hotline ruft Vincent denn an? Vielleicht bei der Technik? Oder ist das die Rechnungsabteilung? Kundenbetreuung? Und stellt er eine Frage? Lässt er den Mitarbeiter ausprechen?

Ich habe für einen Kunden bei AOL gekündigt, is zwar schon ne Zeit her, jedoch habe ich da als erstes gefragt "wie funktioniert das bei Ihnen mit der Kündigung?" Antwort: Schreib nen Brief mit Unterschrift und Adresse und ab nächsten Monat ist es dann ein Tarif ohne Grundgebühr, damit man die Mails noch hat und AIM noch nutzen kann. Sehr kompliziert, sehr kundenunfreundlich. Was wäre wohl geschehen, hätte ich gesagt "Hallo, ich möchte meinen Account löschen lassen" und dann nicht auf den verwirrten Mitarbeiter eingehen sondern immer wieder sagen "ich möchte meinen Account löschen! Ich möchte meinen Account löschen"??

Ich hab wirklich keinen Bock mit dir zu streiten, vor Allem nicht wegen sonem Blödsinn, und schon gar nicht wenn du mir was in meine Aussagen legst, das so nicht da steht, oder einfach nicht verstehst was ich sage.

Wie Patrick schon gesagt hat, lasst uns abgehauen sein...

das gibts auch an der deutschen Hotline

Von: Kashati | Datum: 26.06.2006 | #29
Vor ein paar Jahren wollte ich eine dieser 30 Tage AOL CDs testen.
Ich meldete mich an, installierte damals die Software und war nach nichteinmal 5min von der AOL Software so angekotzt, das ich sofort wieder kündigen wollte.

Bei der Telefonhotline weigerte sich der Mitarbeiter meinen Account zu kündigen und meinte, ich solle die doch erstmal die vollen 30 Tage testen.

Das ich nach nichteinmal 10min schon die Software als schlecht beurteilen kann wollte er nicht einsehen.

Ich musste letztendlich auch über 20min mit dem Mitarbeiter diskutieren bis er meine Kündigung angenommen hat.

Man muss dazu sagen, diese Geschichte ist schon über 7 Jahre her, vielleicht ist der deutsche Support mitlerweile besser.

Aber es scheint als ob dies gängige Taktik bei AOL ist.

wieso schützemn denn hier plötzlich alle aol?

Von: kelrin | Datum: 26.06.2006 | #30
"Jemand ruft wo an um zu Kündigen.. und er weiß _vorher_ dass es Probleme gibt und zeichnet das Gespräch auf."

was soll denn daran seltsam sein? der sagt doch in dem interview, dass er schon vorher solche geschichten gehört hat und hat deshalb mitgeschnitten.

"Hier geht es um Gesetze nicht deine oder meine Meinung, das kann man nicht auslegen. Da vor Gericht zu gehen halte ich auch für sehr unwahrscheinlich von AOL. Der Mitarbeiter _kann_ es jedoch jederzeit tun. Einmal mit AOL und einmal mit dem Anrufer (und hat gute Chancen btw)."

haben wir hier einen fachmann für's anglo-amerikanische recht?

ich hab solche geschichten über aol auch häufig gehört, muss aber sagen, dass meine telefonische kündigung vor einigen jahren problemlos lief. kurze frage nach dem warum und dann war's vorbei.

@miniMe und "keine Ahnung"

Von: Maxipeg | Datum: 26.06.2006 | #31
Als kleine Einführung: Ich lebe und arbeite zur Zeit in den USA...

Ich hatte auch einen AOL-Account und habe denselben schriftlich terminiert. Mutet bei einem Anbieter von Onlinediensten aber eher seltsam an.

Beschäftigte bei vielen US-Firmen stehen unter einem sehr hohen Produktionsdruck. Unproduktive Arbeitsplätze werden gestrichen. Ein Mitarbeiter einer Hotline, der zuviele Kündigungen ohne Gegenwehr akzeptiert, verliert $$$...

Ob das Vorgehen von Vincent ethisch vertretbar ist, darüber kann man sich streiten. Der Hotline-Mitarbeiter wurde geopfert, AOL versucht seinen Ruf als kundenfreundliche Organisation zu wahren, und zu Gerichtsverhandlungen wird es kaum kommen. Der entlassene Mitarbeiter hat gegen AOL/Time Warner als Einzelkläger keine Chance, bei Vincent gibt's vermutlich nicht genügend Kohle zu holen.

Vielleicht werden bei AOL und anderen Diensten einige interne "Policies" geändert. Oder neue kreiert.

OT: Mit etwas Glück gib es gleich Intel XServer

Von: sdg | Datum: 26.06.2006 | #32
denn der Store ist down!!!

:: für alle die nellort's beitrag ohne störungen lesen wollt....

Von: namepower | Datum: 30.06.2006 | #33
:: für alle die nellort's beitrag ohne störungen lesen wollt....
von: namepower - am 30.06.06 um 00:07:31 Uhr
Was heisst hier auch...?
von: nellort - am 29.06.06 um 21:43:27 Uhr
"Womöglich sind auch in diesem Bereich die x86 er den PPC´s unterlegen. Dann beginnt Freescales Zeit."

Auf dem Desktop und in Notebooks ist x86 überlegen. Ausser Papiertiger gibt es ja nichts von PPC.

Und nicht ohne Grund wechselt Apple zu Intel!

Sollen die anderen Architekturen auch noch ihre Daseinsberechtiung haben - in Autos, Telefonen, Handys usw.

Gute Sache!

Nicht zu vergessen die Spielekonsolen...
von: nellort - am 29.06.06 um 21:49:07 Uhr
sozusagen das Exil für PPC!

Besser als nichts oder?

MacGuardians
von: nellort - am 29.06.06 um 22:05:51 Uhr
Wieso wird auf einer Seite die sich MacGuardians nennt soviele OT-Themen behandelt.

Es geht um den Mac. Was hat ARM mit dem Mac zu tun? Richtig. Garnichts!

Es geht um den Mac. Was hat Cell mit dem Mac zu tun? Richtig. Garnichts!

Was haben zukünftige PowerPCs mit dem Mac zu tun? Richtig. Garnichts, weil es diese nichts in Macs geben wird!

Wo sind bitte die Beiträge zu den neuen Intel CPUs?

Es geht um den Mac. Was haben die neuen Intel-CPUs mit dem Mac zu tun? Richtig. Alles! Es ist die Zukunft des Macs!

Also bitte!!!