ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 4309

Gestatten: iMac, eMac-Nachfolger

Abgespeckter iMac für den Bildungsbereich

Autor: flo - Datum: 05.07.2006

Vor etwas mehr als einem Monat stieß AppleInsider die Diskussion um einen eMac-Nachfolger an. Heute stellt Apple offiziell einen eMac-Ersatz vor, bei dem man glatt annehmen könnte, Apple habe den letzten Absatz des damaligen Artikels dazu gelesen (ein bisschen Selbstüberschätzung und Größenwahn muss schon sein ;): "Vielleicht ist alles in allem doch ein "Special iMac for education" die wahrscheinlichste Lösung. Denn da war doch was: im iMac steckt, trotz dediziertem Grafikchip, ein grafikfähiger Intel-Chipsatz. Das könnte einerseits reine Kostengründe haben (höhere Abnahmemenge), oder eben auf ein zusätzliches iMac-Modell hindeuten, eines ohne eigenen Grafikchip, bei dem man dann ohne weitere Änderungen einfach die Chipgrafik nutzt."

Der eMac-Nachfolger ist also ein 17" iMac 1,83 GHz Core Duo ohne die X1600-Grafik und stattdessen die integrierte Grafik nutzend. Dazu wurde das Superdrive gegen ein Combo ausgetauscht und die Platte fasst nur 80 GB (statt 160) -- 938 Euro inkl MwSt, erhältlich nur im Edu-Store oder über die entsprechenden Edu-Reseller. Damit ist Apples Edu-Rechner eine ganze Ecke teurer geworden, andererseits bietet der iMac drastisch mehr als der alte eMac, ist zudem wesentlich kompakter und -- das ist ja kein unerheblicher Punkt -- fällt in letzter Zeit nicht durch Verfärbungen, Muh-Laute oder überhaupt irgendwelche Beanstandungen auf. Da sollte Apple also sicher nicht das billigste, auf alle Fälle aber ein sehr preiswertes Edu-Angebot haben.

Kommentare

kein bluetooth

Von: core icke | Datum: 05.07.2006 | #1
hat er nicht ;-) afaik
aber auf jedenfall fuer den edubereich ausreichend und vom formfaktor her sicher passend.

core icke

Von: miniMe | Datum: 05.07.2006 | #2
also wenn er kein bluetooth nicht hat, hätte er ja Bluetooth. Du meinst wohl wenn er nicht kein Bluetooth nicht hat, weil er dann kein Bluetooth hätte ... was aber immer noch nicht abschließend klärt ober nun Bluetooth oder kein Bluetooth hat ;-P

hatta nich

Von: core icke | Datum: 05.07.2006 | #3
sachte ich doch - oda nich?

schmunzelnd

Von: Hrusty | Datum: 05.07.2006 | #4
registrieren aufmerksame User, dass der iMac17 lange Zeit als Neugerät im Refubished Store für 1009 EUR zu haben war.
Seit ein paar Tagen ausverkauft.

so isses

Von: Pahe | Datum: 05.07.2006 | #5
Man darf ja auch den Flachbildschirm nicht außer Acht lassen.
Für Schulanwendungen ein sehr brauchbares und kostengünstiges Gerät.

Der Vorschlag wäre eigentlich eine Prämie wert ;-)

Trotzdem ist der iMac mit 938 zu teuer

Von: miniMe | Datum: 05.07.2006 | #6
TFT hin oder her.

Dosenbauer basteln einen intel-Rechner mit TFT günstiger zusammen. Datt will ich sehen dass eine Schule einen Computerraum mit iMacs ausstattet, die 938 kosten. 10 Computer = ~9000 Euronen ? Naa.

Mac mini + TFT = 800 Euronen, ohne Edupreis. Mit dem Vorteil den Rechner im Tisch vor Schülerzugriff schützen zu können.

Da hätte Apple mal besser ein günstiges Edu Display für genau diese Anwendung gebaut, vor Allem auch weil Admins so überhaupt nicht auf Kombolösungen stehen, vor Allem weil in Schulen oft Gebrauchte Monitore genutzt werden (Firmen verschenken die gern beim eigenen Upgrade).

Natürlich könnte man anhand des Macbooks auch annehmen können, dass genau dieses doch am Besten für Schulen geeignet wäre - hier beschwert sich niemand über Monitor-Bundle, man kann die Platte tauschen und der Preis würde doch auch passen (für ein Notebook werden doch eher 1000 ausgegeben).

Kurzum denke ich der kastrierte iMac ist irgendwie nur Produkt der Faulheit.

Ohne Flos Vorschlag abzuwerten, es könnte wirklich abgekupfert sein - oder so eine Jobs-Entscheidung "Milk it for all it's worth"

Apple nix gut für EDU

Von: Jan | Datum: 06.07.2006 | #7
"Dosenbauer basteln einen intel-Rechner mit TFT günstiger zusammen."

Nunja einen Core Duo mit so einem gutem Display nicht so leicht.

Aber das Problem liegt darin das sich überhaupt kein derzeitiger Apple Rechner für einen Hardcore-Edu-Einsatz eignet.

Bei einer Vielzahl an Geräten und derartigen Dauerbetrieb kommt es fortlaufend zu Ausfällen.

Wird da jedesmal der Apple Support angerufen? Oder nimmt da der hauseigene Admin die Spachtel(MacMini) in die Hand. Wie man den I(e)mac öffnet will ich mir gar nicht vorstellen.

Auf jeden fall sind diese Geräte so schwer zugänglich dass sie für diesen Einsatz unbrauchbar werden.

Optisch würde ja so ein Kabelloser und aufgeräumter Imac Arbeitsplatz was hergeben, aber in der Praxis leider nicht machbar mit diesen Rechnern.

D/=USA

Von: Marty | Datum: 06.07.2006 | #8
Leute, ihr denkt nie dran, das der Hauptmarkt für Apple im EDU-Bereich in den USA liegt. Die deutschen Schulen und ihre Finanzen sind da nicht im Blickwinkel von Apple. Solche EDU-Teile werden in der Regel in Absprache und nach Befragungen der Bildungseinrichtungen getroffen. Nach dem Motto, was wollt ihr haben, was soll drin sein, was nicht und welche Preisspanne habt ihr.

@MiniMe

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 06.07.2006 | #9
Nun, wenn es darum geht, eine ganze Schule auszustatten, ich glaube, da wird der Preis von 938 Euro je Gerät nie erwähnt werden. Da geht es ja dann auch um so viel mehr als nur die Rechner. Aber natürlich ist jedes Gerät etwas wert, und Apple hat hier sicher nicht die billigste aller Lösungen. Der Vergleich mit dem PC hinkt dennoch ein wenig, sooo ganz einfach, da was günstigeres _vergleichbares_ hinzustellen ist es nun auch wieder nicht. Könnte aber auch sein, dass in Schulen der Preis eben über alles geht, dann wird's für Apple wieder schwieriger (aber again: da geht es ja um viel mehr als nur die Rechner).

Letztlich aber glaube ich, ist dieser Edu-iMac aber auch insbesondere ein Angebot für Schüler, Lehrer und Studenten, also im Endeffekt wieder einzelne Endabnehmer. Und genau für die ist dieser iMac dann wieder ein sehr reizvolles Angebot. Auch wenn es durch die Einschränkungen (Grafik, Brenner) auf den einzelnen ankommen wird, ob gerade die eine oder andere Einschränkung den Rechner für einen selbst brauchbar oder weniger brauchbar macht.

btw: iLife 06 und externe DVD-Brenner: Geht das eigentlich (wieder) oder hat sich Apple auf interne Brenner versteift?

Und wie immer...

Von: Geizhals | Datum: 06.07.2006 | #10
...hat Apple einen Praktikanten die Preise von Dollar auf Euro umrechnen lassen...

Trotz höheren Steuern hierzulande sollte der Edu-iMac deutlich weniger kosten... in den USA bekommt man ihn nämlich ab 899$...

Ansonsten sehe ich die Ausstattung als ganz okay an, aber das tolle Preis/Leistungsverhältnis der iMac "classic" erreicht er nicht ganz, wie ich finde...

@ flo: Laut Apple-Online-Store unterstützt iLife '06 externe Brenner. Zusammen mit der Möglichkeit DVD-Images aus Projekten zu erstellen macht das iDVD auch für mittlere Projekte interessant...

@Geizhals

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 06.07.2006 | #11
Na, dann dürfte das fehlende Superdrive ja noch weniger ins Gewicht fallen, auch wenn ein externes Gerät natürlich erst mal gekauft sein will und nicht die eleganteste Lösung ist.

as tolle Preis/Leistungsverhältnis der iMac "classic" erreicht er nicht ganz, wie ich finde...

Ja, das kommt wohl auf die Ansprüche an. Und wer weiß, was 10.5 alles bringt, ob da die Chipsatzgrafik nicht vielleicht doch schnell zu schwachbrüstig für einige Features sein wird. Aber rein materiell gesehen ist das Preis-Leistungs-Verhältnis hier wahrscheinlich sogar noch besser: Denn der Grafikchip, der Unterschied in der Festplatte und dem optischen Laufwerk sowie BT und Fernbedienung machen zusammen sicher nicht die 260 Euro aus, die der Edu-iMac günstiger ist als der iMac "classic" (nette Bezeichnung ;).

schulen

Von: hkn | Datum: 06.07.2006 | #12
besser so ein angebot als keines, oder?
an meiner schule werden imacs eingesetzt und ich habe bisher auch nur positive resonanz zu den geräten wahrgenommen. vieleicht kommen ja jetzt noch ein paar intels daneben, schließlich sind die teile ja jetzt billiger bei mehr leistung...

glaubt ihr wirklich apple verbaut jetzt den gma950 in solchen massen und mit 10.5 geht dann das geruckle los?

ich hoffe doch das Apple soviel weitblick bewahrt hat!

EDU USA ...

Von: Karl Schimanek | Datum: 06.07.2006 | #13
schonmal nachgeschaut unter welchem OS die benötigte SW läuft? OS9 – you get the idea

Heißt, der EDU Mac kam zu früh.

@Flo

Von: miniMe | Datum: 08.07.2006 | #14
Ja, sicher

1. besser ein Edu-iMac als kein Edu-Mac
2. für Einzelkäufer sicher lukrativ

doch sind Einzelpersonen da eher unwichtig wenn die Schule eine Microsoft-Partnerschule ist. Auch müsste sich Apple viel mehr bei Modus 21 einbringen. Ich weiß gar nicht ob da das MacBook überhaupt schon im Förderungsprogramm zu haben ist (da werden vom Hersteller vergünstigte Notebooks per Ratenzahlung an die Schüler verkauft, wobei die Hälfte der Steuerzahler blecht, bisher war ein iBook mit bei - zu >10 Windows-Schenkelheizer)

Es ist toll wenn Lehrer Apple nutzen und in der Schule trotzdem Richtung Windows gedrängt werden. Einige Radikale setzen dann Linux durch, was in Schulen als Server sicher nicht fehl am Platz ist. Doch grade die Buchhaltung, Zeugniserstellung und auch alle Word6-Formulare und Briefchen des Rektors werden vor Allem dank der Hervorragenden Öffentlichkeitsarbeit (Da kommen die Pusher in die Schulen, Ämter und Büros von Entscheidern.. neinnein, welche Lobbyarbeit?) von Microsoft und örtlichen Computerfirmen (die wieder an der M$-Nadel hängen..) auch weiterhin nur unter Windows laufen.

Nun jedenfalls denke ich dass Apple schon einen Mac mini für 349 und ein Billig-Edudisplay für 179 bieten sollten und mit massiver Bewerbung bei den Entscheidern vor Ort und mit Einflussnahme in politische Prozesse um wenigstens etwas Land gewinnen zu können. Ein MacBook würde auch für 899 gehen doch wäre das nur für 1-2 Klassenzimmer pro Schule finanzierbar, wenn da von den Eltern unterstützung kommt (dann vielleicht auch mehr, kommt drauf an). Ein iMac wie der Vorgestellte ist eher ein Direktoren Gerät. Wichtig ist aber das alles mehr als nur im Applestore zu verkaufen..

PS: iLife 06 kanns wies erwähnt wurde, bei Vorversionen gibts inoffizielle Patches.

to edu or not to edu

Von: ein stänkerer | Datum: 11.07.2006 | #15
edu usa:
- man bedenke, dass dort studiengebühren verlangt werden und die colleges/unis somit über mehr moneten verfügen können, als hier
- apple ist in usa (wieder) chic/chique/schick
- apple hat dort im edu-bereich tradition
- amis sind patrioten
- bei großen stückzahlen gibbet sicherlich noch mal große rabatte

edu de:
fast nur bei starker eigeninitiave der lehrkräfte geht was