ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 4325

MacBook benchmarklos im Test

Nix für Sekundenzähler

Autor: flo - Datum: 24.07.2006


Back in the good ol' days, als es noch bitterkalt im Lande war und man naiv von Tagen wie den derzeitigen träumte, an denen wiederum man sich noch naiver wieder zu jenen Tagen zurücksehnt (ich sag' nur: Westseite. 11 Uhr, 30 Grad), ratterte hier der Mac mini benchmarklos durchs Ziel eines zutiefst subjektiven Testparcours. Genau dies ist in den letzten zwei Wochen einem schwarzen MacBook widerfahren, welches freundlicherweise von Apple zur Verfügung gestellt wurde. Wer also wissen möchte, was dabei herauskam... Der Testkandidat
Gerade vor mir steht ein schwarzes MacBook, 2 GHz Core Duo, 1 GB RAM, 10.4.7. 1479 Euro (zzgl. dem zusätzlichen RAM) muss man dafür direkt bei Apple lassen. Als Nachfolger des kleinsten PowerBooks -- und mangels eines MBPs mit weniger als 15" Bildschirmdiagonale kann oder muss man das größte MacBook als diesen ansehen -- ist es damit etwas günstiger als der VorgŠnger (der mit Superdrive in etwa 1600 Euro kostete afair). Abgesehen von der Chipsatzgrafik bekommt man für sein Geld mehr als zuvor: die größere Bildschirmdiagonale ist natürlich Geschmackssache (ich für meinen Teil halte die 13,3" mit 1280x800 Pixel für einen guten Kompromiss zwischen so klein wie möglich und so groß wie nötig), ein zweiter zugänglicher RAM-Slot ist ein Segen (oder andersherum: das Fehlen eines solchen war eine Schande für das 12" PB), die Möglichkeit, die Platte zu tauschen, ohne sein Notebook auseinandernehmen zu müssen, ist auch was wert, das MacBook bietet auch endlich einen Gb-Ethernetanschluss, den das kleine PB ebenfalls schändlicherweise vermissen ließ, und zwei Kerne mit jeweils 2GHz versprechen natürlich auch mehr Leistung als 1,5 G4-GHz.

Herangehensweise und Erwartungshaltung
Wie schon beim Mac-mini-Review erwähnt muss ein Test/Erfahrungsbericht ohne Benchmarks freilich dennoch einen Bezugspunkt geben, und das ist in diesem Falle die Erwartungshaltung und die Herangehensweise des Testers. Wie man merkt ist mein Bezugspunkt (mitunter) das PowerBook 12". Noch besteht kein Grund, es zu ersetzen (alleine abschreibungstechnisch ungünstig), aber beim momentanen Angebot Apples wäre ein MacBook -- wenn auch nicht zwingend das schwarze Top-Modell -- eigentlich die einzige gangbare Alternative. Insofern beurteile ich das MacBook ein wenig so, als würde ich damit gerade mein PowerBook ersetzen.

Einen Rechner ersetze ich nicht aus Spaß an der Freude (auch wenn mir manchmal Menschen nachsagen, mein Kaufverhalten sei komplett verrückt...), sondern um Mehrleistung zu erhalten, um meine gesetzten Prioritäten mšglichst gut (und besser als mit dem vorherigen Rechner) zu erfüllen. Und der Übergang selbst soll möglichst einfach und transparent vonstatten gehen, sprich am besten sollte ich am neuen Rechner so weiterarbeiten können, wie ich am Vortag am alten Rechner damit aufgehört habe.

Zu den Prioritäten: Als PrePressler liegen meine Schwerpunkte natürlich auf allem, was mit Layout und Bildern zu tun hat, allerdings nutze ich den mobilen Rechner als reinen Zweitrechner, der zum einen als "Sicherheit" dient, sollte der (bzw, sollten die) Hauptrechner einmal ausfallen, zum anderen als mobiler Arbeitsrechner (für Präsentationen beim Kunden, für Korrekturen unterwegs etc.). Daneben wird der Rechner natürlich auch privat genutzt, als "Sofarechner", denn da ist es einfach gemütlicher als am Schreibtisch mit einem iMac. Leistung ist -- für mich -- bei einem mobilen Rechner daher lange nicht alles. Er sollte zwar "was können", aber die Ansprüche sind da eher gering(er). Dafür sollte er klein, leicht und leise sein. Und weil das alles noch nicht genug ist, möchte ich einen "Sorglos-Rechner": Er sollte einfach funktionieren, er sollte solide sein, mit Aussicht auf Langlebigkeit.

First contact

Hätte ich es mir aussuchen können, ich hätte wohl eher das weiße MacBook genommen (ja, bewerft mich mit faulen Tomaten, liebe Pismo-Liebhaber). Das matte schwarz hat schon was. Geschlossen sieht das MacBook in schwarz, mit leuchtend weißem Apfel, schon was gleich. Geöffnet allerdings... ich weiß nicht, es mag Gewöhnungssache sein, aber das ist schon etwas morbide. Der oft bemühten Meinung, schwarz sei "beliebig", von vielen (Billig-)Herstellern verwendet, kann ich nicht beipflichten. Beliebig wirkt es immer noch nicht, es wirkt, ob schwarz oder weiß, immer noch elegant, gegenüber einem alten iBook oder auch einem PowerBook "moderner", wobei das sicher sehr subjektiv ist. Unschön ist allerdings, dass man auf der matten Oberfläche nun wirklich jeden Fingertapper sieht -- da mag das heiße Wetter der letzten Wochen doppelt ungünstig gewesen sein, aber schon nach einer halben Stunde sah das MacBook doch recht unansehnlich aus, allem Händewaschen zum Trotz. Was in weiß also (wahrscheinlich) schnell schmutzig wird, wird in schwarz fettig. Wohl dem, der trockene Haut hat ;)

Das Gehäuse

Angesichts des neuen Verschlusses hatte ich bei der Vorstellung schon gefragt, ob die Gehäusekante nicht etwas scharfkantig wirkt. Sie wirkt nicht nur, sie ist es auch. Hier kommt es wohl auf die Handhaltung an und auch, wie man das Notebook nutzt (am Tisch, an einem Stehplatz oder auf dem Schoß), aber mir fiel die Kante doch mehrmals unangenehm auf, die Plastikkante des PowerBooks empfinde ich da wesentlich angenehmer. Aber auch dies ist eine Kleinigkeit.

Ganz und gar keine Kleinigkeit ist hingegen die sonstige Verarbeitungsqualität -- denn die ist, zumindest beim vorliegenden Gerät, doch recht enttäuschend. Um es vielleicht etwas überspitzt zu formulieren: Es ist krumm und bucklig. Als erstes: Unterschale und Oberschale gehen ein klein wenig auseinander. Momentan muss man schon noch genau hinsehen, es sind eher kleine Verschiebungen auf der linken Seite, rechts scheint es, als ob die Unterschale nicht wirklich sauber und gerade geschnitten/gegossen wurde, sie wellt sich ein klein wenig. Und besser werden unterschiedliche Spaltmaße in der Regel ja nicht...

So ist auch die -- wie sollte es anders sein -- nicht wirklich passgenau sitzende Batterie zu werten. Die stand schon in allen iBooks, die mir unter die Finger kamen, etwas krumm im Gehäuse, mit Spalten hier und Überständen dort. Hier wieder genau dasselbe Spiel. Das kleine PowerBook hatte ja dasselbe Prinzip wie die iBooks, nur stimmt beim PowerBook das Spaltmaß exakt, keine Spalten, kein Überstände. Es ginge also schon.

Dann sitzt der Monitordeckel nicht gerade auf dem Book. Er ist minimal schief (verdreht). Auch das fällt eher nur dann auf, wenn man sich das MacBook einmal wirklich genau ansieht, keine Frage, und es schränkt die Funktionsfähigkeit auch nicht ein. Aber dennoch, einen guten Eindruck hinterlässt es nicht.

Und wenn ich bis hierhin auch noch alle Augen zudrücken könnte, dann hört es hier auf: Das MacBook (dieses hier) kippelt. Und zwar hängt der rechte vordere Fuß in der Luft. Der Unterboden des MacBooks ist bei dem hier stehenden Modell uneben, an einer Stelle wirkt es gerade so, als hätte ein Teil eben nicht wirklich in das flache Gehäuse gepasst, und nun drückt es eben eine Delle nach außen -- was dann eben zum Kippeln führt, weil das Gerät auf der Delle aufsteht. Nachdem ich als Nicht-10-Finger-Tipper meine Hände nicht völlig ruhig auf den Handballenauflageflächen habe, ist das Kippeln ganz enorm störend, weil immer, wenn die Hand den Rechner verlässt, das MacBook nach hinten kippelt, liegt die Hand wieder auf, kippt es zurück. Schlimmer noch: Der Grad des Kippelns (ist denn das eigentlich überhaupt ein Wort? ;) steigt, je heißer das MacBook wird. Als ob sich bei besonderer Hitze das Gehäuse noch ein wenig mehr verzieht. Alles in allem hängt das vordere Füßchen leicht einen Millimeter in der Luft, und das macht keinen Spaß. Umso weniger, als schon mein PowerBook genau dasselbe Kippeln zeigte, wenn auch unabhängig vom Betrieb (und verantwortlich war keine Unebenheit, sondern ein zu kurzes Füßchen). Nur konnte man das PB quasi "andrücken", also einmal ordentlich auf den Tisch drücken, und dann war alles gut (und seit ich samt PowerBook in der Tasche mit dem Rad einen Abflug aus einer Kurve veranstaltete, hat das PB zwar eine Delle, aber es kippelt nicht mehr ;).

Hinsichtlich der Haptik muss ich also leider dem MacBook eine... durchwachsene Leistung bestätigen. Viele der "Mängel" sind Kleinigkeiten, Dinge, die mir aufgefallen sind, weil ich auch danach gesucht habe, aber was von Anfang an nicht passt, das wird nicht besser, und meist erwächst daraus erst dann ein reklamierenswertes Problem, wenn die Garantie abgelaufen ist.

Der Bildschirm
Wenn ich also schon recht früh zu meckern beginnen muss, so möchte ich gleich anschließend einen Aspekt beschreiben, der im Fazit wesentlich besser abschneidet: das Display. Auf das "glossy display" war ich sehr gespannt, ich kenne diese Art Displays von einem Sony Vaio und bin wenig begeistert davon. Aber dazu später noch mehr.


Das Display spiegelt. Dirk hat das auch schon einmal konstatiert, eine Diskussion darum, ob es spiegelt oder nicht, ist an sich völlig irrelevant, ein glänzendes Display spiegelt nun einmal, insbesondere mehr als ein mattes, das sind die primären Eigenschaften von "glänzend" und "matt". Die Frage ist nur: Stört es oder stört es nicht. Sagen wir es einmal so: Es kann stören. Eigentlich ist es wie bei einem Fernseher, auch der spiegelt ja, aber in den allermeisten Fällen bemerkt man es nicht. Nur manchmal, wenn die Sonne in einem bestimmten Winkel steht, man auf einem Bein hüpft und "Hurra" schreit hat man eine Stelle auf dem Fernseher, wo man einfach nichts sieht. Genau so kann es auch am MacBook passieren: Wenn es ganz ungünstig läuft, können die Spiegelungen stören. Aber im Regelfall tun sie es nicht. Ganz und gar nicht.


Dann bleibt ein Display, das dem alten an Helligkeit so weit voraus ist, dass man im direkten Vergleich vor dem PowerBook verzweifeln könnte. Ganz grob gesagt: Was am MacBook die minimale Einstellung, ist am PowerBook die maximale (naja, nicht ganz so krass, aber allzu groß ist die Übertreibung nicht). In dunklen Umgebungen ist die Minimaleinstellung des MacBooks jedenfalls allemal ausreichend. Die Reserve nach oben reicht dann auch noch locker für den Einsatz draußen. Dass es sich dort so gut schlagen würde, hätte ich nicht gedacht. Keine Frage: Wirklich lange arbeiten würde ich in der prallen Sonne nicht, aber das hat nur zweitrangig damit zu tun, dass man auf dem Display nichts mehr erkennen kann.


Denn der Bildschirminhalt präsentiert sich überraschend deutlich und gut ablesbar, die Spiegelungen sind im Freien auch nicht schlimmer als drinnen, Kontrast und Farben reichen absolut aus. Selbst mit der Sonne genau im Rücken ist eine Nutzung möglich, fast noch besser, als wenn sie von der Seite kommt. Es wirkt, als ob man durch eine Sonnenbrille auf den Monitor blicken würde. Der kontrast bleibt enorm hoch und stabil, Farbbeurteilungen würde ich vielleicht keine mehr vornehmen aber ein gerade geschossenes Bild auf Schärfe und Ausleuchtung hin überprüfen klappt allemal. Daumen hoch!

Einen Kritikpunkt aber hätte ich dennoch, dieser ist jedoch stark abhängig von den eigenen Voraussetzungen: Mir ist das Display viel zu brillant -- typisch glossy. Die Darstellung von Bildern ist auf den ersten Blick sagenhaft, ein PB-Display daneben wirkt nicht nur dunkler, sondern weniger brillant, weniger satt. Als Bildbearbeiter im Druckbereich ist mein Bezugspunkt aber immer der Druck -- und der kann eine derartige Brillanz nicht erzeugen. Nun ist es aber nicht so, dass eben die Bilder gerade zufällig alle so brillant waren, und nur der Druck da nicht mehr mit kann -- das Display zeigte schlicht (überzogene) Brillanz, wo keine hingehšrt. Anhand einiger Beispiele, zu denen mir die Farbwerte sowie Proof und Druck vorlagen, sieht es aus, als würden Bereiche, sobald sie in die Nähe von Reinfarben oder einer bestimmten Sättigung kommen, überzogen stark gesättigt. Das sieht freilich (in den meisten Fällen) beeindruckend knackig aus, hat nur mit der Realität (des Drucks!) nicht viel zu tun. Möglicherweise aber sieht die Einschätzung gleich ganz anders aus, wenn man seine Bilder nur am Rechner lädt, zur Entwicklung weitergibt und dann als Abzug später in Händen hält -- das mag letztlich jeder hanhaben wie ein Dachdecker. Mir scheinen die Displays hinsichtlich der Farbwiedergabe Blender zu sein. Korrekte Farbwiedergabe und Notebookdisplays ging aber so und so noch nie wirklich zusammen, so gesehen ist dies ein geringwertigerer Kritikpunkt.

Etwas störend ist höchstens, dass mir die Helligkeitsverteilung nicht absolut gleichmäßig erscheint, sondern zu den Ecken hin abzunehmen scheint. Da ich aber auch keine Messgeräte habe, mit denen ich das überprüfen könnte, lasse ich das einmal so stehen. Das Fazit trübt es eh nicht: Das glossy-display der neuen MacBooks tausche ich gerne gegen das alte Display des Power/iBooks, die größere Helligkeit erlaubt auch das Arbeiten draußen, die Spiegelungen sind in der Regel absolut unstšrend, die Darstellung ist knackig und scharf (hätte ich die Wahl, wie beim PowerBook, würde ich lediglich auf das "glossy" verzichten, denn das hat mit scharf und hell nix zu tun).

Leistung
Über die Leistung ist viel geschrieben worden, hier helfen Benchmarks, wenn sie auf Applikationen basieren und einem neben den Werten auch bewusst ist, was denn genau der Test so misst, tatsächlich. Und da es hiervon viele gibt, soll jeder, der wissen will, wie schnell ein MacBook ist, diese Benchmarks suchen und sich daran erfreuen.

Wie eingangs erwähnt, wenn ich einen Rechner ersetze, dann soll der neue natürlich einfach schneller sein als der alte. Für meinen Teil ergibt sich hierbei das Problem, dass der überwiegende Teil der Applikationen, mit denen ich arbeite, nicht als UB vorliegt und somit eine "Testsuite" meinerseits nur Rosetta bewerten würde. Dass Rosetta aber eine Übergangslšsung ist, das ist ja bekannt und muss nicht weiter bewiesen werden. Im Mac mini Test sind einige Anmerkungen dazu gemacht, und sie gelten in etwa auch für das MacBook, wobei sich letzteres besser schlägt -- es ist ja auch fast 400 MHz schneller getaktet. Mehr RAM würde sicher noch mehr helfen. Aber auch so sind gelgentliche Bildbetrachtungen und einfachere Bildbearbeitungen in Photoshop möglich, ohne dass einem die Füße einschlafen (das geschieht höchstens noch beim Starten von Rosetta-Apps, das dauert wirklich elendiglich lange). Rein gefühlsmäßig würde ich sagen, dass sich ein MacBook in Photoshop in etwa so anfühlt wie ein PowerBook, gerade die grundlegenden Dinge wie Zoomen, Beschneiden, Drehen, Umwandeln, Unscharf maskieren oder dergleichen, was also eh schon praktisch ohne Verzögerung auf aktuellen Rechnern vonstatten geht, funktionieren auch auf dem MacBook einwandfrei.

Auch einem Firefox merkt man es nur selten an, dass er gerade zur Laufzeit übersetzt wird. Ab und an fühlt er sich etwas träge an, gerade als ob "das Internet heute mal wieder hängt", aber nichts gravierendes. Was man allerdings merkt ist, dass eine Rosetta-App die CPU wesentlich mehr beschäftigt als normal. So zieht Firefox ohne gro§e Aktion leicht 25% CPU-Power, während er sich an einem PPC gerade 2-10% genehmigt (auch Safari als UB benötigt natürlich viel weniger CPU-Zeit). Das macht sich vor allem dadurch bemerkbar, dass das MacBook heißer wird als man angesichts eines dahindümpelnden Browsers erwartet.

Was sehr gut klappte war beispielsweise CyTV, womit EyeTV-Inhalte über das Netz getreamt, empfangen und dargestellt werden. CyTV ist universal und beschäftigt das MacBook wesentlich weniger als das PowerBook -- das kommt zwar auch klar, wirft aufgrund der größeren Belastung aber auch den Lüfter an.

Dass ein MacBook Feuer unter der Haube hat, zeigt sich eben vor allem, wenn man UBs verwendet. Auch hier möchte ich in erster Linie auf den Mac-mini-Review verweisen. Dort hatte ich in iPhoto noch auf ein leichtes Ruckeln beim Zoomen und Scrollen im Vollbild hingewiesen -- ob es an iPhoto- oder System-Updates liegt oder an der schnelleren CPU des MacBook -- iPhoto macht auf alle FŠlle nur Spaß, der Import der Bilder ist mir persönlich zwar immer noch zu langsam, geht aber viel schneller vonstatten als an einem PowerBook, die Vollbildansicht ist ein Traum, das Blättern von Bild zu Bild geschieht praktisch ohne Verzögerung (das PowerBook zeigt da ab und an erst eine kleine Vorschau und rechnet noch am Vollbild herum).

In EyeTV zeigte sich einmal mehr, dass Video und Core Duo anscheinend sehr gut zusammen geht. Eine rund 90-minütige Aufzeichnung ist zwar auch am MacBook eine Aufgabe, während derer man nicht nur Kaffeetrinken gehen, sondern auch noch die Wohnung aufräumen kann (Export etwas langsamer als Echtzeit), aber ein iMac G5 kam dem MacBook zumindest nicht ganz hinterher und rechnete länger (ich habe nicht auf die Uhr geschaut, aber ich war derweil einkaufen, Kuchen backen... also es dauerte schon lang ;). Das MacBook nutze beim Export beide Kerne beinahe zum Anschlag aus (weshalb es wohl auch den einkernigen iMac schlug), was sich dann auch auf die Laufzeit auswirkte -- randvoll aufgeladen hätte es die letzten paar Minuten des Vorgangs nicht mehr ohne Netzteil geschafft.


Apropos Batterielaufzeit: die war alles in allem ok, wenn auch nicht berauschend. 5 Stunden, wie oft berichtet, konnte ich bei weitem nicht erreichen, zwischen 1:45 (Movie-Export, siehe oben) und rund 4 Stunden war alles dabei, wobei mir schien, dass das MacBook im Ruhezustand recht viel Saft benötigte. Das Abspielen einer DVD (1:45 h, maximale Helligkeit) nötigte dem Akku laut Anzeige 70% der Kapazität ab, da war also noch genügend Reserve auch für längere Filme vorhanden. Den Lüfter musste das MacBook während des Abspielens nicht bemühen, im Gegensatz zum PowerBook, das nach dem Film laut Anzeige noch 20% Kapazität übrig hatte, aber seinen Lüfter (wenn auch auf geringster Stufe) laufen ließ. Dafür klangen die Lautsprecher des PowerBooks besser, die des MacBooks sind doch sehr leise und klingen noch etwas "sumpfiger".

Lüfter und die Hitze
Überhaupt sprang der Lüfter in den letzen beiden Wochen nur zweimal an -- einmal ganz zu Beginn, als per Migrationsassisstent die Daten von einer externen Platte kopiert wurden, und einmal während des EyeTV-Exports. Wer also ein leises Notebook erwartet: mit dem MacBook bekommt man ein solches.

Allerdings zu einem Preis: Hitze. Streckenweise abartige Hitze. Anders kann ich das nicht beschreiben, das Titanium ist (subjektiv) ein putziges Schulkind dagegen, das kleine PowerBook ein Eiswürfel (und wer diese beiden Rechner kennt, der weiß diese Einschätzung zu bewerten). Dass Apple da den Begriff "Laptop" nicht mehr verwenden will, das wird schnell klar. Ich will von Beginn an keinen Hehl daraus machen: Für meine Begriffe wird das MacBook zu heiß, die Lüfter springen zu spät an, der Tausch "weniger Lüfter gegen mehr Hitze" ist das Austreiben des Teufels mit dem Belzebub.

Schon bei geringster Belastung (damit meine ich einen ziemlich untätigen Safari, oder auch Firefox, als Rosetta-App rund 25% CPU-Last generierend) wird das MacBook links unten sehr heiß, mit der Zeit auch links oben auf der Tastatur, sowie am Displayscharnier (da bläst auch der Lüfter raus). Die Unterseite ist dabei nach einiger Zeit schon so heiß, dass es auf dem Schoß Schmerzen bereitet (naja, gut, "Schmerzen" ist jetzt übertrieben... es ist aber unangenehm). Auch die sich aufheizende Tastatur ist -- gerade an solch heißen Tagen -- sehr unangenehm (das allererste weiße iBook wurde da auch schon sehr warm), wenn auch nie derart heiß wie die Unterseite. Wenn der Lüfter erst einmal anspringt, dann merkt man am Luftstrom, dass es wirklich höchste Zeit war. Dann kühlt der Lüfter auch sehr effektiv, das MacBook kühlt fast augenblicklich spürbar ab. Das Lüftergeräusch ist dabei sehr human, ganz im Gegensatz zum PowerBook, dessen Lüfter (zumindest in meinem Gerät) gerne etwas unrund klingt und generell lauter ist.


Was die Folgen dieser Hitzeentwicklung sind, lässt sich schwer abschätzen. Für den Schoß ist das MacBook definitiv nichts. Dass Apple diese Betriebsweise nicht empfiehlt hilft da wenig, ein Notebook wird man nunmal immer wieder so benutzen (wollen), das wird kein Marketing der Welt ändern. Bei mancher Unterlagen hätte ich starke Bedenken, ob sie eine zu lange Zeit unter dem MacBook wirklich überleben. Die größten Sorgen mache ich mir indes um das MacBook selbst. Natürlich wird Apple wissen, welche Temperaturen sich ergeben, und einen Core Duo spezifiziert Intel wohl sogar bis 100 Grad (oder 90, oder was auch immer, viel auf jeden Fall), und dennoch kann ich mich nicht der Auffassung erwehren, dass große Hitze auf Dauer nicht optimal sein kann für die gedrängten Innereien eines Notebooks (ich sage nur: Titanium). Aber natürlich ist das eine Vermutung, eine Einschätzung, kein Wissen: Vielleicht halten Festplatten und Co. 60-70° mittlerweile lange genug aus, um die mittlere Lebensdauer eines MacBooks -- laut c't-Umfrage werden auch Macs nicht mehr länger genutzt als PCs auch, sprich sie werden nach ca. 3 Jahren ersetzt -- zu überdauern. Aber beim MacBook Pro hat Apple reagiert und das Lüftermanagment abgeändert -- mehr Lüfter für weniger Hitze. Meines Erachtens täte dies dem MacBook auch gut.

Fazit:
Das MacBook ist prinzipiell ein guter Rechner, zu einem guten Preis -- den Aufschlag auf die schwarze Version einmal außer Acht gelassen. Die Quartalsergebnisse und die Händlerantworten deuten an, dass das MacBook ein Renner wird oder schon ist. Dass gute Verkaufszahlen nicht gleichzeitig bzw. zwingend auch ein entsprechend gutes Produkt implizieren, ist richtig. Aber das MacBook ist im Großen und Ganzen ein gutes Produkt -- nicht für jeden und für alle Fälle, aber für viele. Eine zeitgemäße CPU wird das Gerät auch für professionelle Zwecke interessant machen, die schwache Grafik (schwach im Vergleich zu dem, was an mšglichen Lösungen derzeit auf dem Markt ist, schwach auch im Vergleich zur CPU) dürfte in vielen Fällen keine Rolle spielen, auch wenn man nie wissen kann, ob die Bedeutung von GPUs in vielen Bereichen in den nächsten Jahren nicht noch steigt. Das Display ist eine grandiose Verbesserung, die Tastatur ist zwar leicht gewöhnungsbedürftig (Form, Druckpunkt), erlaubt aber nach kürzester Eingewöhnung ein sehr angenehmes Tippen (Tippfehler in diesem Artikel sind daher einzig und allein dem MacBook anzulasten ;). Das größere Trackpad ist ebenfalls angenehm, die Taste ist nicht ganz nach meinem Geschmack (Druckpunkt), aber auch das ist Gewöhnung.


Die Größe des MB ist ein Kompromiss zwischen klein und nutzbar, einzig der breite Displayrahmen will mir nicht zusagen. Fast scheint es, als wäre hier Platz verschenkt worden. Gegen das wirklich winzige PowerBook wirkt es (zu) groß, aber mehr Platz auf dem Display ist eben auch was wert, und die Anmutung eines Breitbildes sagt mir persönlich auch mehr zu -- ein Dilemma ;)

Gegen die Leistungsfähigkeit lässt sich beim besten Willen nichts sagen, selbst wenn im Adobe-Umfeld ein Umstieg immer noch vollkommen sinnlos ist (wenn man nicht gerade von einer sehr alten Gurke updatet), ist mit Rosetta als Notbehelf zu arbeiten und solange die benötigte Software als UB in Aussicht ist, sind die neuen Rechner leistungsmäßig eine gute Option. Nicht so revolutionär, wie Apples Marketing das weismachen will, aber schon ein spürbarer Schritt.

Es ist allerdings auch ein Rechner mit durchaus auch schwerwiegenden Macken. Die Verarbeitungsqualität hat mich nicht nur nicht überzeugt, in mancher Hinsicht finde ich sie nicht akzeptabel. Hätte ich das vor mir stehende Gerät gekauft, ich würde mindestens wegen des offensichtlich verzogenen bzw. ausgebeulten Gehäuses an der Unterseite (wodurch das Kippeln verursacht wird) eine Reklamation anstreben -- ich nehme jedoch auch nicht an, dass dies ein großes Problem darstellen würde. Die enorme Hitzeentwicklung würde mir, ganz abgesehen davon, dass sie meines Erachtens den gebräuchlichen Einsatz auf dem Schoß quasi verbietet, Bauchschmerzen bereiten und mich derzeit auch von einem Kauf abhalten. Vielleicht verkürzt sich die Lebensdauer des Geräts. Vielleicht verkürzt sie sich nicht. Wahrscheinlich verkürzt sie sich doch, aber vielleicht nur in einem Bereich, der weit jenseits der tatsächlichen Nutzungsdauer des MacBooks liegt. Weiß man's? Nein. So gesehen bin ich ziemlich froh, dass ich mich derzeit nicht für ein Neugerät entscheiden muss. Und hoffe auf kühlere Nachfolger.

In Alu ;)

Kommentare

Produktzyklen - Mac Book Rev B

Von: ionas | Datum: 13.09.2006 | #1
Leider liegen da noch keine Daten vor:
[Link]

aber naja - ich werd erstmal das Touchpad dass bei volllast nicht mehr reagiert an meinem G4 1.2 ibook reparieren lassen. das ibook hatte schon kaputtes mobo und tastatur nach 2 monaten ohne beschriftung. einfach tolle qualität :E. dazu schöne wackelige plastikschalen die voneinander abstehen.

40€ Aufpreis für 80 GB statt 60 GB (Info:Apple)

Von: barni | Datum: 25.09.2006 | #2
Guten Tag, lese bis hierher sehr interessiert! Musste nun mal eben meinen Senf dazu geben!

Möchte mir auch ein weißes macbook kaufen, wohl mit 2GB und 1,83Ghz! Vielleicht noch zusätzlich eine hitzeunempfindliche Tasche für die Arbeit auf dem Schoss!: )

Wesentlich ist nur, dass 80Gb 40€ Aufpreis kosten!
Gruß an Euch!Barni

tja ...

Von: no quarter | Datum: 24.07.2006 | #3
ich hoffe auch auf alu mit ::
12 zoll +
echter graka.

n-q

Natürlich

Von: klapauzius | Datum: 24.07.2006 | #4
verkürzt sich bei so einer Affenhitze die Lebensdauer. Was denn sonst. Das ist doch krank, sowas zu bauen.

Und das die Luft ernsthaft über's Display-Scharnier abgeführt wird ist ja wieder mal geniales Design von Apple.

Also ehrlich, geht's noch ?

das sind eben die "Kinderkrakheiten"

Von: PhilG5 | Datum: 24.07.2006 | #5
...die alle sog. "early adopters" ertragen müssen. Ich bin mit meinem (PCI-Express) G5 sehr zufrieden und kann noch entspannt 1 Jahr zusehen, bis Apple und Intel ausgereifte Produkte bauen können, die Compiler alles aus den Core Duo (und deren Nachfolgern) heraus holen und die wichtigsten Apps auch UB sind.

SUPER !

Von: macbiber | Datum: 24.07.2006 | #6
Klasse Artikel - Respekt !

Interessanter Artikel

Von: M@rkus | Datum: 24.07.2006 | #7
Danke. Viel interessanter als all die Benchmarktests ....

Ich denke (und hoffe) auch, dass es sich bei den Mängeln um Kinderkrankheiten handelt, die bei der nächsten oder übernächsten Revision verschwinden.

Einen "beheizten Rückspiegel" möchte ich mir nun wirklich nicht antun ... ;-)

Fazit LOL

Von: klapauzius | Datum: 24.07.2006 | #8
"Das MacBook ist ein guter Rechner"

Ich lach mich tot.

Ein Notebook das "abartige Hitze" produziert ist ein "guter Rechner". Geht's noch ?

Das Ding ist schlicht eine Fehlkonstruktion a la iMac G5 erste Revision.

Kann man das nicht einfach mal schreiben ?

pornobook

Von: core icke | Datum: 24.07.2006 | #9
so hat das kleine schwarze eine bekannte von mir genannt. ich weiss auch nicht warum, aber das hat sich in mein hirn eingebrannt.

btw: das 12" powerbook meiner frau und das meines bruders kippeln afaik auch und heiss werden auch beide. und zur zeit laeuft staendig der luefter bei dem kleinen.

kann ich nur bestätigen

Von: Jürgen | Datum: 24.07.2006 | #10
Schöner Artikel.
Ich habe das Teil in weiß und bin eigentlich auch nicht unzufrieden. Allerdings kann ich zwei große Mankos an dem Gerät bestätigen:

1) Passgenauigkeit - Trackpadtaste quitscht und schleift am Gehäuse.

2) Hitzeentwicklung - vieleicht im Winter angenehmer. z.Zt. nicht auszuhalten.

Scheinbar geht es ja heute kaum anders (siehe vergleich mit der Dell-Dose). Ich hätte zu Gunsten der Temperatur auch gern auf 20 Performance verzichtet. Den Eindruck mit dem Stromverbrauch im Ruhezustand habe ich übrigens auch.

Faszinierend

Von: klapauzius | Datum: 24.07.2006 | #11
Apple baut eine Fehkonstruktion, die (ich zitiere) "abartige Hitze" produziert.

Irgendein Dödel vergleicht die Fehlkonstruktion mit einem Marken-Notebook von DELL, das DELL ist durch die Bank kühler, der Dödel schreibt als Fazit aber, MacBook und DELL wären "im Schnitt irgendwie gleich".

Die Gemeinde einigt sich daraufhin auf die Lesart "Das MacBook produziert abartige Hitze, alle anderen aber auch".

Faszinierend.

klapauzius... halt die klappe und... get a life.

Von: kux | Datum: 24.07.2006 | #12
.

@klapauzius

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 24.07.2006 | #13
Naja, ich will da eine Unterscheidung haben, denn _prinzipiell_ ist dieser Rechner gut. Ich sagte ja schon: Mit dem MacBook trifft Apple einen Kompromiss, mit dem sehr viele Leute leben können. Mal froher, mal zähneknirschend. Die _momentane Ausführung_ dieses Rechners hingegen ist schlecht, die Verarbeitung ist nicht auf dem Niveau, das ich erwarten würde (wobei ich nochmal sagen muss, dass bis auf die Beule im Unterboden alle "Mängel" vielen nicht auffallen würden), und die Hitze _halte ich_ für inakzeptabel.

Die Hitze wurde an unterschiedlicher Stelle ja aber auch sehr unterschiedlich beurteilt. Ist sie bei allen Modellen so, wie bei meinem Testgerät, dann gute Nacht. Aber manche sagen ja auch, die Hitze wäre mit dem 12" PB vergleichbar, und das habe ich hier stehen, und das ist erträglich.

Hoffentlich verkürzt sich bei dieser Hitze auch

Von: KnoblauchTraubeNuss | Datum: 24.07.2006 | #14
Kaputtius Lebensdauer.

Zum Artikel: Klasse! Fairer, praxisorientierter Test.

Danke dafür!

Fazit

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 24.07.2006 | #15
Ich habe es noch ein klein wenig editiert, da die Formulierungen wirklich nicht das ausdrückten, was ich sagen wollte. Ganz kurz gefasst vielleicht so:

MacBook -- gute Sache das, prinzipiell, aber derzeitige Ausführung fragwürdig.

Mein Fazit

Von: macbiber | Datum: 24.07.2006 | #16
hier noch ein interessanter Link
[Link]
Das Ding ist tatsächlich ein Waffeleisen.
Natürlich gibt es noch keine "Langzeitstudien"
aber eine 3-Jahres-Überlebensrate würde mich schon ärgern! :-(
Und Apple selbst sagt ja:
".....Vermeiden Sie längeren Körperkontakt mit der Unterseite Ihres Computers. Längerer Körperkontakt kann Beschwerden verursachen und möglicherweise auch Verbrennungen hervorrufen....."
[Link]


Und ein Glossy werde ich mir wohl nie kaufen.
Flo hat das sehr objektiv beschrieben.
Ich verstehe nicht warum es nicht auch optional wie beim MBP ein mattes Display gibt.

Die sonstigen Mängel gehen alle in die gleiche Richtung wie bei den vorherigen iBooks.
Schade - seit der 300/366/466er ibook-Reihe hat die Qualität wohl dauerhaft nachgelassen.

Für mich bleibt da nur ein Fazit ganz ohne Polemik:
Auf kühlere MBPs warten.
Ansonsten wird mein nächstes Schleppi wohl von einem anderen Hersteller kommen.

pack 2GB RAM rein

Von: albi | Datum: 24.07.2006 | #17
dann wirst du vom 1.5ghz 12er powerbook abschied nehmen was adobe cs betrifft. habe hier gleiches mitgemacht mit einem macbook pro mit 1.83ghz, anfangs 1gb ram und jetzt 2gb ram. das macht immens viel aus.

Aha

Von: klapauzius | Datum: 24.07.2006 | #18
"Abartige Hitze", in drei Monaten wahrscheinlich millimetergrosse Schlitze im Gehäuse, in einem Jahr kaputt (die Hitze hält doch kein Notebook länger aus), aber prinzipiell ein gutes Gerät.

Na, dann noch viel Spass damit.

Was hilft das denn?

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 24.07.2006 | #19
Klapauzius, das einzige, was ich konstatieren kann, ist tatsächlich diesse "abartige" Hitze (und zu dem Adjektiv stehe ich). Deine *hüstel* prognostizierten Mängel und der Tod nach einem Jahr sind Übertreibungen, die einen nicht weiter helfen -- vielleicht hast du recht und die Teile entwickeln sich tatsächlich so. Dann sei Apple überzogen mit der größten Rücknahmewelle, die ein Computerunternehmen je starten musste.

Bis dahin schreibe ich unter einen _subjektiven_ Test _eines_ Geräts über _zwei Wochen_ und ohne tiefgreifendes Wissen über die Auswirkungen von Hitze nicht als Fazit, dass das Teil in einem Jahr kaputt gehen wird und halte daran fest, dass ich das MacBook an sich gut finde, nur dass die Hitze derzeit ein Kaufhinderungsgrund wäre (wenn ich denn eines kaufen wollte/müsste, was glücklicherweise nicht der Fall ist ;).

Ich würde sogar allen, die mich um Rat fragen (es soll Leute geben, die sind so irre), _noch_ vom MacBook abraten -- nicht weil der Rechner an sich so kacke ist, sondern weil ich einfach abwarten würde, wie sich die Hitzethmatik entwickelt.

klasse review

Von: val | Datum: 24.07.2006 | #20
hi, schon lang keinen so objektiven test mehr gelesen. es ist wirklich traurig, dass die verarbeitung der apple-lappies immer noch zu wünschen übrig lässt. ich habe seit drei jahren (zeit für ein neues, wa?) ein pb 12" in betrieb und hatte die selben probleme mit dem alu(!)-gehäuse. verbogen und verzogen. ein alu-macbook ist sicher eine elegante idee, und wenn apple die probleme in den griff bekommt, dann kann man wahrscheinlich bedenkenlos zugreifen.

Sehr schöner Test, Flo, danke!

Von: Cassius | Datum: 24.07.2006 | #21
Und ich sehe das mit der Hitze wohl genauso wie Du. Daß Computer nicht gerade kühl sind, ist bekannt und normal, aber eine derartige Hitzeentwicklung ist für mich (auch bei mir vollkommen subjektiv!) inakzeptabel.
Ob das Ding nun zwei oder fünf Millimeter dicker oder dünner ist ist mir ziemlich egal - nein, halt, nicht egal: weniger wichtig. Aber wenn Apple meint, nun ausgerechnet beim heißesten Prozessor das Book noch dünner machen zu müssen, nur um einige Design-Fetischisten zu beeindrucken, und dafür solche Hitzeprobleme in Kauf nimmt, dann haben sie mit mir einen Kunden weniger. Ganz abgesehen von der für mich (!) ebenfalls unzureichenden GPU.

Hey Apple, baut doch einfach noch einen Rechner, der ein wenig dicker und dafür kühler ist, und eine GPU hat (unteres Mittelfeld wie früher reicht völlig!), und verkauft das ganze für knapp über 1000.-
Dann nehm ich durchaus auch Spiegeldisplays, gelegentliches Lüfterrauschen, eine langsamere CPU (notfalls auch Single-Core), kleine Produktionsungenauigkeiten und kürzere Akkulaufzeiten in Kauf. Meinetwegen könnt Ihr auch gerne an all dem Wireless-Blabla-Zeug sparen, das brauche ich eh nicht. Gleiches gilt für die iSight.

@val/cassius

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 24.07.2006 | #22
hi, schon lang keinen so objektiven test mehr gelesen.

Oh Gott, habe ich was falsch gemacht? Ich wollte eigentlich den subjekivsten Test aller Zeiten schreiben...

@Cassius:
Aber wenn Apple meint, nun ausgerechnet beim heißesten Prozessor das Book noch dünner machen zu müssen, nur um einige Design-Fetischisten zu beeindrucken, und dafür solche Hitzeprobleme in Kauf nimmt, dann haben sie mit mir einen Kunden weniger.

Ja, das ist ein Punkt und wohl auch das, was klapauzius unterstellt: Dass das MacBook so gar nicht funktionieren _kann_ (und wenn dem wirklich so ist, so revidiere ich als erstes mein Fazit). Aber mal abwarten: Das erste 12" PowerBook (867 MHz) war auch eine Hitze-Katastrophe, die zweite Revision, die eigentlich nur eine neue CPU erhielt (7447 statt 7455, afair), löste das Problem weitgehend und machte aus einem Hitzkopf ein erträglich temperiertes Notebook. Das 12" PB _an sich_ ist also ein guter Rechner gewesen, nur die erste Ausführung davon war schlecht. So _könnte_ es ja auch hier sein.

Mein Gerät wird nicht so heiss

Von: Foo Fighter | Datum: 24.07.2006 | #23
Hi,
ich hab das MacBook weiß, Fertigungswoche 26 mit 2GB RAM und 120er HD. Bei mir wird es nicht "abartig heiss", es ist schon ziemlich warm, aber nicht so schlimm wie es im Test beschrieben wird, ich kann es problemlos auf die Oberschenkel legen, solange ich eine Hose trage ;-)
Das Glossy Display ist super, viel besser und nicht vergleichbar mit den Rückspiegeln anderer Hersteller. Und die Verarbeitung ist auch top. Die Leute, die sich beschweren sind eh immer die Leute, die sofort am ersten Tag bestellen. Das war immer so.

Abweichende Erfahrungen

Von: Kondolenzbuchhalter | Datum: 24.07.2006 | #24
Danke für den Review. Mittlerweile habe ich 5 Wochen Erfahrungen mit dem BlackBook. Was die Verarbeitung anbelangt, scheine ich Glück (oder du Pech) gehabt zu haben - lediglich der Rahmen um das Display knackt an einer Position etwas, wenn man leicht draufdrückt - zu sehen ist allerdings nix.

Nicht erklären kann ich mir deine Erfahrung mit den Lüftern. Bei mir springen die Lüfter relativ häufig an, dafür würde die Wärmeentwicklung auch nicht abartig bezeichnen. Beim Rendern in LiveType oder FCE und auch wenn Musikprogramme wie Reason oder Live unter Last betrieben werden, bläst der Lüfter unangenehm laut.

Ich würde abschließend mal so sagen: Die MacBooks scheinen Fertigungstoleranzen zu haben, die jenseits von gut und böse liegen. "Erwischt" man ein gutes Exemplar, ist es ein Traumgerät. Allerdings scheinen nicht wenige MacBook-Besitzer direkt ins Montagsgeräte-Klo gegriffen zu haben. Und sowas darf einfach nicht sein.

tztz

Von: Simon Ackermann | Datum: 24.07.2006 | #25
Tja ich hab zur Zeit leider eh keine Kohle, daher ist es für mich kein Problem bis zur nächsten Generation zu warten.
Frage : Hat das Hitzeproblem nicht was mit irgendwelchen Folien zu tun, die Apple angeblich vergaß zu entfernen ?
Hab da letztens was bei Heise gelesen ?

Last/Folie

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 24.07.2006 | #26
@Kondolenzbuchhalter: Nun, ich habe das MacBook scheint's nicht oft ins Extrem getrieben ;) Naja, und was nun "unangenehm laut" ist oder nciht ist gerade bei Lüfterlärm immer so eine Geschmackssache. Ich dachte eigentlich, ich bin da ziemlich empfindlich, aber vielleicht habe ich tatsächlich noch nicht die volle Stufe gehört? Das wäre allerdings noch fataler, denn als sie ansprangen haben sie nun wirklich ordentlich heiße Luft bewegt...

@Simon: Die vergessenen Folien soll es geben (hinten am Displayscharnier), ja, aber in meinem MacBook war keine Folie.

Erschreckend

Von: wargum | Datum: 24.07.2006 | #27
Für mich bleibt als Fazit: Apple bietet momentan kein Notebook, das man bedenkenlos und ohne Kompromisse einzugehen kaufen kann. Sowas gabs noch nie. Die Temperaturen beim MBP sind ja eher noch höher (ein Freund von mir hat eines).

Ich plädiere schon länger für eine Upgrade- bzw. Downgrade-Option auf einen Core Duo L2400, das sind dann 1,66 GHz bei einer TDP von 15 Watt. Darf von mir auch aus extra kosten. Ich finde mehr als 30 Watt im Notebook (ist ja kein Laptop ;) schon sehr viel, muss das sein? Ich meine, ehrlich, die wenigsten bauchen doch die Leistung der Core Duos im Notebook und würde stattdessen lieber kühlere Books kaufen. Die gibt es momentan nur bei der Konkurrenz...

Ausgezeichnete Verarbeitung

Von: hansmac | Datum: 24.07.2006 | #28
Habe mein Schwarzes nun auch schon 5 Wochen.
Verarbeitung ist ausgezeichnet und ohne die im Test beschriebenen Fehler. Hitzeproblem ist nicht so gewaltig, da der Lüfter immer mal für einige Sekunden läuft.
Ansonsten ein toller informativer Test...

Verarbeitungsqualität

Von: pacco | Datum: 24.07.2006 | #29
Flo hatte ja erwähnt, dass ihm das book zu verfügung gestellt wurde. Vielleicht sind die Books, ja auch aus einer frühen charge, die eben genau deswegen auch an Journalisten zum testen ausgegeben werden, anstatt sie zu den Kunden abzugeben. Sicherlich auch nicht die feine englishce Art und Werbung macht man so sicherlich auch keine, eher negativ Schlagzeilen, wie man an Kommentaren von Leuten wie Klapauzius sehen kann. Im laufe der Woche bekommen wir Doktoranten und Siplomanten im Institut ein neues macbook um es uns zu teilen und ich bon schon sehr gespannt. Freuen tu ich mich auf jeden fall drauf und da es nicht meins ist sind mir Verarbeitungsqualität und haltbarkeit zum glück nicht so wichtig.
Andererseits würde ich persönlich auch höchstens eine revision 2 Kaufen. Beim ibook G4 hatte ich damals auch die RevA die zwar im direkten vergleich mit dem Powebook kühl und ausdauernd war, aber im Vergleich zur RevB lahm und heiss war. Ich frage mich, ob die Leute die hier über enorme Hitze auf dem Schoss unterwegs klagen, auch in der Energiesparfunktion die einstellung auf geringere Leistung gestellt haben, oder eben auf höchste? Da sollte man doch wenigstens ein bisschen was erreichen können, denke ich.
Gruß Pacco

Hitzeproblem MacBook

Von: der-Jürgen | Datum: 24.07.2006 | #30
Hallo, ich denke, das Hitzeproblem wird sich mit der nächsten CPU Generation - die ja jetzt am Start ist - in Wohlgefallen auflösen. Ich dachte mir eh´von Anfang an, dass das MacBook als "Platzhalter" für die jetzt kommenden CPU´s dient. Ein Zombie sozusagen, um die Kohle von den "Ersties" abzuziehen, die immer das Neueste brauchen. Sobald der Merom (oder wie er heißt) implantiert ist, werde ich zuschlagen. Ist ja schon eine coole Kiste :)

Gruß Jürgen

@juergen

Von: core icke | Datum: 24.07.2006 | #31
ich glaube nicht dass die books mit merom kuehler bleiben. die tdp angabe ist jedenfalls gleich. also werden sie auch gleichviel verbrauchen (wieviel das nun in echt ist steht noch auf einem ganz anderen blatt)

Prima Test

Von: Quickmix | Datum: 24.07.2006 | #32
Sehr guter Test. Ich habe auch ein PB 12 mit 1,33 GHz und 1 BG Ram. Bin aber noch voll zufrieden. Werde aber wohl auch Ende des Jahres zuschlagen. :)

Absolut subjektiver Artikel...

Von: MILE | Datum: 24.07.2006 | #33
...und dennoch bzw. gerade deshalb interessant und lesenswert...! :+)
Allerdings konnte ich beim schwarzen MacBook meiner Freundin in den letzten Wochen die meisten der erwähnten "Probleme" überhaupt nicht nachvollziehen -- am wenigsten eine mangelhafte Verarbeitung...!? Da scheint es doch immer wieder Ausreißer zu geben...

Bin nach wie vor am Hadern, ob ich mein Alubuch nun mal gegen ein MBP ersetzen sollte und muss zugeben, dass mir eine Kombi aus MB und MBP gefallen würde, gerade was das Gehäuse betrifft -- also ein MBP mit unsichtbaren Magnetverschluß, eingelassener Tastatur etc.! Aber das sind ohnehin eher kosmetische Aspekte und somit Geschmackssache...

@klapauzius

Von: goldaccess | Datum: 24.07.2006 | #34
Troll woanders. Bitte.

nsokj

Von: wargum | Datum: 24.07.2006 | #35
@pacco
»Ich frage mich, ob die Leute die hier über enorme Hitze auf dem Schoss unterwegs klagen, auch in der Energiesparfunktion die einstellung auf geringere Leistung gestellt haben, oder eben auf höchste?«

Ein Kumpel von mir hat ein MBP und gemeint, dass er das gar nicht einstellen kann!

Hitzeproblematik...

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 25.07.2006 | #36
Es gibt dafür mehrere Erklärungen, die plausibel erscheinen, die Realität hat wohl ein bisschen was von jedem..

1) Steve hat sehr stromsparende CPUs mit seinen ständigen "Performance per Watt"-Sprüchen versprochen, das war sogar die offiziell Haupt-Rechtfertigung für den Switch. Wie blöd würde Steve da wohl dastehen, wenn Apples erste Intel-Notebooks ständig den Lüfter laufen ließen?
2) Apple hat das MDD-Lüfterlärmdebakel noch in guter Erinnerung und will Lüfterlärm auf jeden Fall vermeiden
3) Apple hat sich beim Design an Intels TDP-Wert als Maximalverbrauch orientiert. Sie sind ja noch neu in der x86-Welt und wissen nicht wie die anderen Hersteller, dass das lediglich ein Marketing-Wert ist! ;-) Während des Designs bekam man Vorserien-Chips von Intel, d.h. die finale CPU hätte ja dann doch noch kühler sein können (war sie aber leider nicht). Wenn das grundlegende Design eines Notebooks mal steht (woran man dann nix mehr ändern kann weil die Teile (Kühlkörper, MoBo, Gehäuse etc) dann meist schon produziert werden) hat man genau drei Möglichkeiten, wenn die Hitze zu extrem wird: a) runtertakten: Geht mal gar nicht, das neue Apple ist schließlich MHz-geil, da verzichtet man für mehr MHz gerne auch mal auf GPUs! ;-); b) Das Ding vor sich hin grillen lassen: Ist zwar scheisse für die Lebensdauer sämtlicher Komponenten, aber egal, was interessiert, was in einem Jahr ist? c) Lüftersteuerung hochschrauben, so dass diese deutlich öfter anspringen: Angenehmere Temperaturen, aber mehr Lärm

So, c) fällt flach (siehe 1), a) auch (MHz-Geilheit), also bleibt nur b) übrig...

4) Das ganze ist Teil eines perfiden Plans (achtung, völlig selbst zusammengereimte Verschwörungstheorie ahead, ist aber plausibel! ;-): Man liefert die Dinger als Grill aus und lässt sämtliche Tester schreiben, wie unglaublich leise das Gerät ist und wie extrem selten der Lüfter anspringt (hat perfekt funktioniert, siehe C't und anderswo!). So, bevor jetzt die Komponenten den Hitzetod sterben (dauert idR mindestens ein halbes Jahr) liefert man per Softwareupdate eine neue Lüftertsteuerung aus, die das Ding besser kühlt, aber deutlich lauter macht. Denn dann isses ja egal, weil die ganzen Tests dann ja schon geschrieben sind! ;-) Und professionelle Tester testen Hitze wenn überhaupt maximal exemplarisch mit einem Thermometer, oder denkt jemand, dass bei der C't jemand die Laptops im täglichen Einsatz ausprobiert so wie Flo? Wer hat denn schon Zeit dafür?
Ich finde die Theorie hört sich sehr plausibel an! ;-)

Und ja, Komponenten sterben den Hitzetod! Mir ist erst letztens eine 300 GB Maxtor verreckt im Cube (nun hab ich eine sehr kühle Samsung drin, konnte gottseidank alle Daten retten!). Das Ding hatte permanent ca. 70 Grad (die Samsung und die Hitachi, die davor drinwar sind deutlich kühler!). Zwei passiv gekühlte Hercules gf2mx haben im Cube auch schon den Löffel abgegeben, mit Hitze ist echt nicht zu spaßen, da muss echt jede einzelne Komponente die Hitze aushalten - und selbst dann ist nicht gewährleistet, dass sie es längerfristig tut! Ich sag nur iMac G5 RevA und Festplatte!

Fakt: Übermäßige Hitze verringert die Lebensdauer von Elektronikbauteilen, dabei nimmt bei zunehmender Hitze die Lebensdauer rapide ab. Und auch Intel kann keine Befreiung von den Gesetzen der Elektrotechnik vorweisen....

Guter, informativer Artikel

Von: tambo | Datum: 25.07.2006 | #37
auch mit nem 12er Alu als Zweitmac unterwegs, steht kein neuer Mac auf der Einkaufsliste; da ein Freund jedoch switchen möchte...

Kai

Von: Vorname | Datum: 25.07.2006 | #38
Mit der Hitze bin ich deiner Meinung. Ich kann mir aber schlecht vorstellen, dass Apple so blöd ist und laienhaft ein Book zusammenbaut., auch wenn intel neu für Apple ist. Aber irgendwie ist das schon seltsam.


Zu den Samsung-HDDs. Die zeigen IMHO zu niedrige Temps an ;-) Das ist meine Feststellung bei einigen Platten und damit stehe ich auch nicht alleine da.

Das lüfterlose Konzept vom Cube ist für "hochleistungshardware" eben für den Arsch.

Ergänzung zum Testbericht

Von: Oliver | Datum: 25.07.2006 | #39
Zur Verarbeitung:

Apple lässt die Geräte von den gleichen Massenherstellern fertigen, wie HP, Dell, und Gateway. Das Ergebnis ist nicht eine bestimmte, niedrige Qualität, sondern eine Qualitäts-Bandbreite. Die Schwankungen innerhalb dieser Bandbreite sind das Merkmal der billigen Fertigung.

Aus diesem Grund sind manche MacBooks hervorragend verarbeitet, während andere Exemplare leichte Ungenauigkeiten aufweisen. Bei den Testberichten von Mac-TV (auf die ich mich im Folgenden beziehe) wurde die Verarbeitung sogar sehr gelobt, und die gezeigten Bilder konnten das auch belegen. Die Verarbeitung ist also nicht immer so schlecht wie bei Deinem Gerät; trotzdem ist es richtig von Dir, darauf hinzuweisen.

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Hitze:

Die Hitze hat nichts zu tun mit der Größe/Dicke des Geräts, solange die Oberfläche des Gehäuses nicht dazu benutzt wird, die Luft zu kühlen. Sofern die Hitze aus dem Gehäuse geblasen wird, ist es egal, wie viel Volumen das Geräteinnere hat. Ein geringes Volumen ist da sogar ein Vorteil, weil weniger Luft bewegt werden muss, um die "ganze" Luft auszutauschen.

Bei Mac-TV wurde gemessen, wie heiß die anderen Komponenten wurden. Speziell bei der Festplatte ist das wichtig, weil diese nicht zu heiß werden dürfen. Wenn ich mich richtig erinnere, war die Hitze dort aber gering (waren es knapp unter 40 Grad?). Die Hitze der Prozessoren wird ziemlich gut kanalisiert. Falls Apple nicht ultrabillige Kondensatoren auf dem Mainboard verbaut hat, wäre die Hitze für die Bauteile also nicht gefährlich.

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Performance:

Es wurde dort auch gezeigt, wie sehr Hitze und Performance gekoppelt sind. Bei besagtem Film konnte man nämlich sehen, dass die MacBooks gar nicht konstant mit 2 GHz betrieben werden können. Sondern sie takten hitzebedingt sofort runter. Man kann also gar nicht sicher sagen, wie schnell die Dinger sind. Im kühlen Bandkeller schafft es vielleicht 10 Spuren in Garageband (oder eine Anzahl), im heißen Scheinwerferlicht auf der Bühne aber vielleicht nur die Hälfte. So wie es dargestellt wurde, bewegt sich Apple also absolut am Limit dessen, was man rauskitzeln kann. Wenn man Pech hat, und wenn man beispielsweise längere Renderings vornehmen möchte, läuft das Ding eventuell nur mit 1 GHz. Mit 2 GHz konnte man es jedenfalls nicht kontinuierlich betreiben. Nach meiner Erinnerung hatten einige Zuschauer dieses Phänomen bei ihren MacBooks ebenfalls beobachtet und sich entsprechend zu Wort gemeldet.

Diese Demos haben mich ziemlich beeindruckt, weil sie zeigten, wie kritisch die Angelegenheit mit "Leistung pro Watt" inzwischen geworden ist. Intel ist weit davon entfernt, eine exzellente Lösung dafür zu haben. Auf der anderen Seite hat Steve Jobs natürlich recht, wenn er behauptet, dass "Leistung pro Watt" in Zukunft der Schlüssel zum Erfolg sein wird. Nur sind wir offensichtlich noch nicht am Ziel. (IBM allerdings auch nicht.)

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Monitor/Farben:

Deine Darstellung, dass der Monitor die Farben schlicht übertreiben würde, wurde dort bestätigt. Man konnte sehen, dass Sättigung und Kontrast stark von dem abweichen, was ein Profi-Display zeigen würde. (Dort am Beispiel eines 30-Zoll-Cinema-Displays. Das soll ja ziemlich korrekt anzeigen.) Die Abweichung war so stark, dass man bestimmte Farben (war es gelb?) gar nicht als solche wiedererkennen konnte.

Auch die Winkelabhängigkeit betreffs der Ausleuchtung scheint stark zu sein.

Durch die größere Helligkeit ist es natürlich in dieser Hinsicht ein großer Fortschritt.

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Alles in allem fiel der Test dort ziemlich gut aus, jedoch sollte man die Schwachstellen gut kennen, um nicht einen Fehlkauf zu tätigen. Das MacBook ist sehr gut für die angepeilte Zielgruppe, und weniger gut für alle anderen. Der Testbericht (jedenfalls ein Teil davon) ist momentan als Podcast im iTMS zu sehen. (Müsste in der Top-25-Hitliste auf der Podcast-Seite im iTMS verlinkt sein.)

Lüftersteuerung

Von: Kurdwubel | Datum: 25.07.2006 | #40
Wurde beim MacBook Pro nicht bereits die Lüftersteuerung per Software-Update dahingehend beeinflusst, dass jetzt öfter mal der Lüfter angeht? Kann also wirklich sein, dass das MacBook auch eine 'Korrektur' bekommt.
Mein 1,5 GHz G4-PowerBook bewegt sich dieser Tage maximal bei 51°C an der CPU und 57°C an der Stromversorgung. Wenn Arbeit ansteht, geht's bei der CPU an die 60°C ran, die Stromversorgung an 65°C. Ich finde es schon etwas heiß, wenn man mal den Finger auf entsprechende Stellen in der Nähe legt. Ist das MacBook jetzt nun noch wärmer?

Zur Verarbeitung nochmal

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 25.07.2006 | #41
Wäre nicht die Ausbeulung am Unterboden (ich habe versucht, das zu fotografiert, aber wie fotografiert man eine Beule in einer einfarbigen Fläche? ;) wäre mein Urteil nicht so stark ausgefallen, denn dann wären nur die kleineren "Schiefheiten" geblieben, was mich wohl eher zu einem "mittelmäßig" veranlasst hätte. Aber die Beule... Allerdings würde ich auch darauf bauen, dass das ein gültiger Reklamationsgrund ist und das Book ausgetauscht worden wäre.

@Oliver: Dank für die interessanten Ergänzungen zu Hitze/Performance.

@Stromspareinstellungen: Die sind, das vergaß ich zu erwähnen, beim MacBook nicht mehr in der Art vorhanden wie noch in anderen, früheren Apple-Notebooks. Die Einstellung zur Leistung des Prozessors fehlt (Hoch, Niedrig, Auto), es gibt noch Presets (Maximale Leistung, Längere Laufzeit; sinngemäß), aber eben nciht diese Einstellung. Die CPU-Steuerung wird also wohl auf "Automatisch" stehen und der Firmware/dem System überlassen. Einstellen lässt sich eigentlich nur noch das Ruhezustandsverhalten.

@Kurdwurbel

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 25.07.2006 | #42
Ja, meiner Meinung nach (ich habe kein Thermometer in der Hand eingebaut) ist das MacBook nochmals _deutlich_ wärmer als das 1,5GHz 12"-PB, sowohl mit als auch ohne angestecktes Netzteil.

Schade ist ja, dass der Lüfter wirklich effektiv kühlt, man merkt die Abkühlung fast augenblicklich. Der Lüfter müsste (imho) nur einfach früher anspringen, dann ließe sich die Gesamttemperatur sicherlich drücken in angenehmere Gefilde. So, wie es jetzt gehandhabt wird, verstehe ich es schlicht nicht.

Fakt..

Von: Frank | Datum: 25.07.2006 | #43
"Fakt: Übermäßige Hitze verringert die Lebensdauer von Elektronikbauteilen, dabei nimmt bei zunehmender Hitze die Lebensdauer rapide ab. Und auch Intel kann keine Befreiung von den Gesetzen der Elektrotechnik vorweisen...."

Komme mir hier vor wie in der Sagrotan Werbung, wo ganz viel FAKT IST... vorkommt, aber verschwiegen wird, dass deren Mittel gesundheitsschädlich sind ;)

Fakt ist, dass mein MacBook nicht so heiss wird wie flo es suggeriert. Somit machst du, Kai, aufgrund einer dir ins Konzept passender Meinung wieder einen Zirkus.

@wargum

Von: ice | Datum: 25.07.2006 | #44
Erst mal danke für Dein Posting, es ist schön zu wissen, dass man nicht alleine ist.

>Für mich bleibt als Fazit: Apple bietet momentan kein Notebook, das man bedenkenlos und ohne Kompromisse einzugehen kaufen kann. Sowas gabs noch nie. Die Temperaturen beim MBP sind ja eher noch höher (ein Freund von mir hat eines).

Ja, leider, würde gerne mein 12'' Powerbook ersetzten aber eine Alternative ist nicht in Sicht.

>Ich plädiere schon länger für eine Upgrade- bzw. Downgrade-Option auf einen Core Duo L2400, das sind dann 1,66 GHz bei einer TDP von 15 Watt. Darf von mir auch aus extra kosten. Ich finde mehr als 30 Watt im Notebook (ist ja kein Laptop ;) schon sehr viel, muss das sein? Ich meine, ehrlich, die wenigsten bauchen doch die Leistung der Core Duos im Notebook und würde stattdessen lieber kühlere Books kaufen. Die gibt es momentan nur bei der Konkurrenz...

Genau, das denke ich seit dem Tag, als die ersten Listen mit den Intel Core Chips rausgekommen sind. Der Lxxxx ist doch perfekt als Notebookprozessor. Ich will ja gar keine schwachbrüstige ULV von Intel aber die L-Version wäre schick, würde sicher sowohl in Sachen Hitzeentwicklung als auch bei der Akkulaufzeit was bringen.
Und... 30W sind für mein Empfinden für einen Notebookprozessor zu viel.. ich meine, als AMD den ersten 1Ghz Athlon gebracht hat, da waren es so um die 50-60W gewesen. Das war ein Desktopprozessor und alle haben die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und gefragt wie man das denn noch sinnvoll kühlen soll. Jetzt sind die Desktops bei über 100W gelandet, das sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass 30W (TDP.. was es unter Vollast wirklich ist???) recht viel ist.

Guter Bericht

Von: Mozart | Datum: 25.07.2006 | #45
@ flo: Klasse Bericht, merci :-)

Dir scharfen Kanten stören mich ebenfalls. Gleite beim überlegen dauernd mit dem Fingernagel an der Kante entlang hin und her......

Die Hitzeentwicklung ist enorm......


Ansonsten gefällt mir dieses Book seit meinem Pismo am besten, .... und auser dem Ti hatte ich wohl alle ausprobiert.

Die Verarbeitung ist bei mir 1A, alle anderen Books zuvor (ausser Pismo) waren verzogen. Beim letzten 12"PB konnte man beinahe Münzen zwischen Display und Displayrahmen in einer Ecke versenken! Dazu schaukelte es, ....total verzogen.

Ich liebe dieses MB, wobei ich aber gestehen muss, dass mir die Hitzeentwicklung schon etwas Kopfzerbrechen bereitet. Der magnetische Stromstecker ist geil, vorallem wenn man motorische schwierigkeiten hat!

Gruss

@Kai

Von: goldaccess | Datum: 25.07.2006 | #46
"Ich finde die Theorie hört sich sehr plausibel an! ;-)"

Wie gut, dass da noch ein Smiley angehängt ist - sonst könnte man auf den gedanken kommen, Du hättest das ernst gemein.

Temperatur auslesen

Von: Kurdwubel | Datum: 25.07.2006 | #47
Ich habe für meine Temperaturangaben das Programm Temperaturmonitor von Marcel Bresink [Link] benutzt. Könnt ja mal ausprobieren, was bei Euch MacBookern angezeigt wird, wenn Ihr kein Thermometer in der Hand habt ;-)

Testergebnisse kann ich zum Teil nicht bestätigen

Von: Gaijinjoe | Datum: 25.07.2006 | #48
Hab seit ein paar Wochen mein MacBook black.

Die Verarbeitungsmängel konnte/kann ich nicht bestätigen. Kein Kippeln kein wackeln.

Ja das MacBook wird warm. Laut IntelCoretemp und Temperaturmonitor aber alles noch im "grünen" bereich. Die Festplatte wird selbst bei harter auslastung keine 40 C warm. Die Cores können schon mal um die 75C warm werden.
Da muss man abwarten wies nach einem Jahr aussieht.

Die Grafikleistung hat mich vollends überzeugt.
Unter Bookcamp lassen sich "fast" alle Shooter recht ordentlich (bei mittleren Einstellungen) erlaufen. Das ging soweit, das ich nach den Demos zwei PC-Shooter geordert hab.

Ich hab sehr lange gewartet bis endlich ein Laptop äh Notebook von Apple gekommen ist, das meinen Vorstellungen entsprach.
Jetzt sind alle anschlüsse dran die ich wollte, ein vernünftiges Display (mit glossy das wirklich eine "einstellungssache" ist, ob es nervt oder nicht) und einem akzeptablen Preis.
Und das erfüllt das Macbook.

@flo

Von: Tommy | Datum: 25.07.2006 | #49
Wäre schön, wenn Du mit dem Temperature Monitor von bresink.de mal nachmessen könntest, wie warm das Gerät bei Dir (CPU / HD) wird, bis der Lüfter anspringt. Bei mir sind das konstant 75/76°C. Die Festplatte kriege ich nicht über 35°C. Ansonsten bleibt mir auch nur zu sagen, dass ich nach wie vor keine Probleme habe und mein TiBook viel schlimmer in jeder Hinsicht war.

Nachdem anscheinend etliche Händler sagen, die Rückläuferquote bei den MBs sei nicht höher als bei anderen / früheren Apple-Geräten, beschleicht mich langsam das Gefühl, dass im Internet ein paar Leute schlicht und simpel nichts besseres zu tun haben als Einzelfälle zu sammeln. Diese "Tabloid-isierung" der Berichterstattung trägt IMHO sehr stark dazu bei, dass man viel panischer reagiert als eigentlich nötig wäre. Ich habe inzwischen etliche MBs in meinem Bekanntenkreis gesehen (und die Leute kaufen anscheinend fleißig) und bisher nichts negatives gehört. Von daher würde ich diese Beule mal als Einzelfall werten (interessant wäre auch herauszufinden, ob Apple da austauscht, und ich vermute, sie würden).

Zusatz:

Von: Tommy | Datum: 25.07.2006 | #50
die 75/76°C für die CPU bekomme ich unter Vollast, am besten mal zwei Terminals öffnen und "openssl speed" ein Weilchen laufen lassen, das jagt die Temperatur ganz gut hoch...

Im "Normalzustand" komme ich auf 60-65° CPU-Temperatur - ohne Lüfter das Ganze...

@GaijinJoe, @all (die mit MacBook)

Von: Tommy | Datum: 25.07.2006 | #51
Interessant, dass Du fast dieselben Werte bekommst...

@all: kann die Zahlen noch jemand bestätigen?

@Tommy

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 25.07.2006 | #52
Das MacBook ist leider schon wieder zurück zu Apple. Das mit den 75° habe ich schon öfters gelesen. Dass an der Festplatte weniger gemessen wird, ist nachvollziehbar bzw. deckt sich mit der praktischen Beobachtung, denn die Platte sitzt links unten (von oben betrachtet)? Da wird es bei weitem nicht so heiß wie links oben (Unterseite) und am Displayscharnier (das sind seit jeher die Bereiche, wo es am heißesten wird, da ähnelt sich das Layout doch sehr).

Rein gefühlsmäßig kommen aber eben auch dieselben satten 70° an der Unterseite an, also zumindest habe ich mich seinerzeit in den heißen Quellen in Landmannalaugar auch nicht mehr verbrannt als am MacBook :) (_das_ sind mal wissenschaftlich belastbare Vergleiche, was? ;)

@Flo/Tommy

Von: Gaijinjoe | Datum: 25.07.2006 | #53
Mich wundert es nicht wenn die Temperaturen bei verschiedenen macbookusern ähnlich angezeigt werden. Iss ja das selbe book (*sorry*).

Nun ich denke 70/75/76 C als Max sind nicht zuviel für die Cores. Ich bemerkte die "erhitzung" meist unter windows bei meinen Spiele-Demo-Tests. Doch unter Windows muss ich erst noch ein tool finden um die temps auszulesen.

Ich hatte bei der "hitzigen Überhitungs"-Diskussion immer mehr "angst" um die Festplatte. Denn ne HD iss mir bei meinem G5 als erstes abgekackt, als die Lüfter noch nicht richtig pepatched waren von Apple.
Aber nicht mehr als 40 C. Da ist alles im grünen Bereich.

Und beim Hitzeproblem allgemein hoffe ich mal auf ne saubere "Notabschaltung" wenn das Ganze doch mal zu warm für die Cores werden würde.

Im Winter wird mal den Books nochmal "dankbar" sein :))

@flo / GaijinJoe

Von: Tommy | Datum: 25.07.2006 | #54
@flo:

Dir ist schon klar, dass bei mir der 75°-Wert ein Spitzenwert ist, bei dem im Regelfall die / der (?) Lüfter voll aufdreht und das so lange, bis wieder ein Wert von deutlich unter 70 (so ca. 68) erreicht ist. Ich mache testweise dasselbe Spielchen nochmal mit meinem Ti800 und schau mal, wie dort der Spitzenwert ist, weil ich mir echt nicht vorstellen kann, dass es da besser aussieht...

@GaijinJoe:

Für mich stünde außer Frage, dass die selben Werte bei uns beiden überhaupt nicht ungewöhnlich sind, aber man liest irgendwie ständig von Eierbratern und Leuten, denen das Gerät um sooooo viel heißer wird (einer erzählte mal was von 85°, das hab ich noch nie geschafft...).

Mich beschleicht halt langsam das Gefühl, dass bzgl. MacBook dasselbe gilt wie bei vielen anderen Dingen im Internet:

- manche Leute erzählen einen Haufen Blödsinn
- manche betreiben reine Panikmache durch das Ansammeln von Einzelfällen
- die Leute mit Problemen melden sich deutlich häufiger zu Wort als die, die keine haben.

@tommy

Von: Gaijinjoe | Datum: 25.07.2006 | #55
Du triffst den Nagel auf den Kopf - oder beim Thema zu bleiben - Du schlägst das Ei auf das heiße MacBook (Rückseite). -- Lecker Spiegeleier mach :)

Vielleicht geht das Teil als Foreman-Grill durch ;)

@Tommy

Von: M@rkus | Datum: 25.07.2006 | #56
[Zitat]Mich beschleicht halt langsam das Gefühl, dass bzgl. MacBook dasselbe gilt wie bei vielen anderen Dingen im Internet:

- manche Leute erzählen einen Haufen Blödsinn
- manche betreiben reine Panikmache durch das Ansammeln von Einzelfällen
- die Leute mit Problemen melden sich deutlich häufiger zu Wort als die, die keine haben.[/Zitat]

Das sehe ich genauso. Anders ist es auch kaum zu erklären, dass so viele Leute begeistert sind von ihren Books und nur von marginalen Problemen zu berichten wissen.

Der Normalfall scheint einfach nicht interessant genug zu sein (alles i.O.? Wen interessiert das schon?) - deshalb wendet man sich gern den Extremfällen zu.

Auf jeden Fall: Danke für deinen Erfahrungsbericht (und natürlich auch an alle anderen, die berichtet haben, ein Dankeschön).

Eierbrater (@tommy)

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 25.07.2006 | #57
Nun, zu klären wäre noch, ab welcher Temperatur man Eier braten kann, und letztlich auch, welche Temperatur unten am Gehäuse denn nun ankommt.

Ich kann nur sagen dass das MacBook das erste Apple Notebook ist, das mir auf dem Schoß zu ungemütlich ist, und das nicht nur bei Volllast.

@flo

Von: macbiber | Datum: 25.07.2006 | #58
Ich hatte mich ja auch schon wegen der neuen Books umgeschaut.
Und unter anderem auch den Test hier gefunden

Allerdings für das 17" MBP !!
[Link]
"Die Wärmeentwicklung ist wohl der größte Nachteil des leichten Laptops. Gemessene 53°C an der Unterseite unter Volllast sprechen wohl für sich selbst. Die Handballen bleiben jedoch mit max 35°C bzw 32°C angenehm."

JA - ich weiss - es ist kein MacBook - aber es dürfte schon auch in die Richtung "affenhitze"
gehen.
Wer einen Boiler hat kann ja mal auf 53Grad aufheizen und die Hände reinlegen - dürfte sehr unangenehm sein :-)

War damals beim iMac G5 genauso

Von: klapauzius | Datum: 25.07.2006 | #59
Alles nur Einzelschicksale, Übertreibungen, Haarspalter, Trolle, naja, das übliche halt.

Nacher gingen dann tausende "Backplanes" (ist wohl Apple-speak für Motherboard) über den Jordan und mussten ersetzt werden, davon war aber nirgends zu lesen.

Von mir aus.

hab es gefunden

Von: macbiber | Datum: 25.07.2006 | #60
Doch da ist es - das MacBook
"Die Oberseite des MacBook bleibt an den wichtigen Stellen (Handballenauflagen, Eingabegeräte) mit max. 30°C relativ kühl. Jedoch erhitzt es sich an der Unterseite bis zu sehr heissen 48°C"
[Link]

Sorry - da hatte ich wohl vorher zu schnell geklickt.

@FLo: Eierbrater Spiegeleigeheimrezept

Von: miniMe | Datum: 25.07.2006 | #61
Ab 303K wirds ungemütlich, ab ca. 310K wirst du langsam gar, ganz langsam natürlich. Bei 320K würde ichs nicht mehr auf die Schenkel legen.

Bei meinem 17er Powerbuch 1,33 GHZ reichen ein warmer Sommertag, ein heißes Zimmer und Vollast für nette 335K auf der Prozessoroberseite, wobei sich zum Notebookboden hin ca 25K verlieren (310K werden mir nach 5 Minuten unangenehm, nach 10 Minuten zu heiß)

Empfinden ist natürlich subjektiv, doch objektiv würde ich es ab 310K als gesundheitsschädlich einstufen.

Sorry aber ich bin Kelvin gewöhnt, mussurechnen.

Nachtrag, Fehler drin, Salz vergessen

Von: miniMe | Datum: 25.07.2006 | #62
die letzte Zahl stimmt natürlich nicht! 320K wäre da die richtige Zahl für den Gesundheitsschaden, hab zu schnell abgeschickt, sorry.

Also liebe Kinder da lernt ihrs, vorher Text immer nochmal durchlesen. Könnte man eigentlich nochmal anzeigen lassen wenn man den Code eingibt, liebe MGs. A la "Isch der Tegscht in Ordnüngs"

@miniMe

Von: macbiber | Datum: 25.07.2006 | #63
320 K entspricht +47 Grad C - richtig?

Das MacBook erreicht 48 Grad C - kein Schenkelbook also.

Wegen der Eier :-)

Von: macbiber | Datum: 25.07.2006 | #64
Das Eiweiß beginnt bei 61.5 Grad Celisius zu gerinnen - das Eiklar wird milchig, richtig hart wird es erst, wenn eine Temperatur von 84.5 Grad Celsius erreicht wird.

haben wir jetzt alles geklärt :-)
*scnr*

Geradebiegen!

Von: aguano | Datum: 25.07.2006 | #65
Zitat: "das 12" powerbook meiner frau und das meines bruders kippeln afaik auch"

Der Vorteil zum MacBook liegt allerdings darin, dass man das 12"er einfach wieder geradebiegen kann. Habe ich mehrfach gemacht wenn sich mein Rev.A aufgrund der Hitze bzw. beim Transport mal etwas verzogen hat. War nei ein Problem, es handelt sich ja auch immer nur um <1mm.

Apple-Fans sind...

Von: Äppele | Datum: 25.07.2006 | #66
... einfach leidensfähiger. Nix für ungut. Ist aber so. Oder kennt ihr einen PC-User der so hörig wie wir auf die nächste EXPO warten? Oder ganze Webseiten monatelang mit Gerüchten, Nichtigkeiten und Spekultationen füllen die bei Windows oder Linux nur laue Lüftchen erzeugen?
Wer schön sein will muß leiden heißt es doch :D

äppele

Von: neu | Datum: 25.07.2006 | #67
die dosis haben für sowas auch gar keine zeit bei der ganzen "optimierung", "treibersuche", virengeschichte, windoof...... ;-).



wahnsinn, apple bringt drahtlose mighty mouse mit intelprozessor....... na gut, ohne intel ;-)

@flo

Von: goldaccess | Datum: 26.07.2006 | #68
"Ich kann nur sagen dass das MacBook das erste Apple Notebook ist, das mir auf dem Schoß zu ungemütlich ist, und das nicht nur bei Volllast."

Hast Du mal ein Titan PowewrBook bessessen?

Anzeige CoreDuoTemp 1,0Ghz normal ?

Von: gauczo | Datum: 26.07.2006 | #69
Hallo Leute,

habe vorhin auch CoreDuoTemp auf mein MACBook 1,83/2Ghz installiert. Das Book zeigt permanent eine aktuell CPU-Frequnz von 1,0Ghz an.
Ist dies Anzeige so zu deuten, daß da was nicht so richtig läuft ?

Danke vorab

Schwarz oder weiss?

Von: Maxipeg | Datum: 26.07.2006 | #70
Gibt es noch andere Gründe, ausser dem "Coolheitsfaktor", die für den Kauf eines schwarzen MB sprechen? Einfach 150 $ für Farbe finde ich nun etwas übertrieben, zudem sieht man auf den Schwarzen MB ständig die Fingerabdrücke...

MB und Hitze

Von: Maxipeg | Datum: 26.07.2006 | #71
Habe gerade ein MB in typischer Laptop-position, wird etwas warm, im Vergleich mit meinem AluBook ist es aber nicht so schlimm (könnte so aus dem hohlen Bauch nicht sagen, welches nun wärmer wird...) und zum Spiegeleierbraten reicht es noch lange nicht. Es ist übrigens recht warm hier in Saint Louis, (trotz der fortgeschrittenen Stunde...)

Anzeige CoreDuoTemp 1,0Ghz normal ? natürlich!

Von: neu | Datum: 26.07.2006 | #72
abgesehen davon, daß es kein 1,83/2,0 GHz Macbook gibt (also entweder 1,83 oder 2,0 GHz!), sind diese 1,0 GHz völlig normal laut Doku wenn der folgende Zustand zutrifft: MacBook wird mit Netzteil betrieben und Akku ist nicht angeschlossen.

Demzufolge ist entweder der Akku nicht angeschlossen, hat keinen Kontakt zu den Anschlüssen, ist defekt oder .......................... hier will jemand trollen ;-).

Es gibt also mehrere Möglichkeiten :-).
Da Du ja ein nicht existierendes 1,83/2,0 GHz MacBook besitzt, ist aber die letzte Variante durchaus wahrscheinlich :-).


p.s.

DIE KLEINSCHREIBUNG REICHE ICH SPÄTER NACH.

Mein iBook(x86) und ich

Von: MatzeLoCal | Datum: 26.07.2006 | #73
Ich habe mir vor ca. einem Monat auch ein iBook(x86) ... errm MacBook gekauft. Das MacBook 'erstetzte' mein PowerBook, das ich Ende 2005 gekauft hatte. Das PowerBook kam damals für mein 12"-iBook (G3/800), das rechenleistungstechnisch zwar noch ausreichend war, aber Eclipse / XCode ist bei 1024*768 schon sehr unkomfortabel. Sowohl iBook als auch PowerBook habe ich noch, aber nun ist mein Arbeitsgerät eben das MacBook. Ich habe mich für das Kleinste entschieden. Allerdings bekam es sofort 2GB RAM und eine 100GB grosse und 7200 U/min schnell Festplatte.
Da ich Programmierer bin, benutze ich meine Rechner hauptsächlich zum Entwickeln von Programmen und das vornehmlich in Java. Deshalb läuft bei mir meist Eclipse, manchmal auch XCode. Ich sitze nun also 9 bis 10 Stunden am Tag vor meinem MacBook. Ich benutze weder eine externe Tastatur noch eine externe Maus und auch keinen externen Monitor. Die Ergonomie des MacBooks passt für mich nahezu perfekt. Und weil wir gerade beim Thema Handlichkeit sind, der Umstieg von 12"-iBook auf 15"-PowerBook war für mich sehr gewähnungsbedürftig. Nicht, dass ich das PowerBook nicht gemocht hätte, ganz im Gegenteil, aber es war schon sehr sehr gross und es mal einfach so unter den Arm klemmen, war damit auch nicht so toll. Aber ich will ja damit arbeiten und nicht meine Armmuskeln trainieren, weil besonders leicht sind beide ja nicht, was aber auch nicht so störend ist. Also, arbeiten mit den MacBook. Eine der ersten Dinge, die mich interessierten war, wie es sich beim Kompilieren gegen mein PowerBook und meinen PowerMac (DualG5 1.8;11/03). Meine "Benchmark Suite" war eine Mischung aus Java- aund Cocoa-Projekten.
Java:
- SwingSet2 (/Developer/Examples/Java/JFC/SwingSet2/)
- Java2D (/Developer/Examples/Java/JFC/Java2D/)

Cocoa:
- Adium ( [Link] )
- Smultron 1.2.7 ( [Link] )

Über die Aussagekraft der Benchmarks kann mensch streiten, aber mir war wichtig, dass alles in der gleichen Umgebung (XCode) abliefen. Das MacBook war in jedem Test der Sieger. Der Abstand zum PowerMac war zwar teilweise nicht besonders gross, aber das PowerBook sah teilweise sehr "alt" aus. Das MacBook war bei Adium dreimal so schnell wie das PowerBook. Aber Geschwindigkeit ist ja nicht alles.
Beim Arbeiten mit Eclispe hatte ich am PowerBook öfters mal ein kurzes "Flackern" des Bildes. Es war zwar nur sehr kurz, aber trotzdem nervig. Beim MacBook kommt dies nicht mehr vor, dafür "vergisst" Eclipse dort manchmal die HotKeys.. da hilft dann nur ein Neustart von Eclipse. Allderings hat sich dieses Problem mit der neuesten Version scheinbar erledigt.
Beim Programmieren wird bekanntlich viel geschrieben und da ich, wie oben schon erwähnt, keine externe Tastatur benutze, liegen mein Hände auf den MacBook. Zwar wird das MacBook warm, aber es wird nie unangenehm heiss, auch nicht bei der aktuellen Hitzewelle. Allerdings wird die Unterseite schon merklich heisser. Verbrennungen würde mensch davon wohl nicht bekommen, aber ich glaube auch nicht, dass ich das Teil länger als 30 Minuten auf meinen Beinen haben könnte. Sehr begeistert bin ich übrigens von der Akkuleistung. Ich lade das MacBook "normalerweise" zweimal am Tag. Wenn ich früh morgens ins Büro komme, dann arbeite ich ca. 3:30 Stunden bis der Akku leer ist, ich lade dann den Akku und lasse noch einige Zeit vergehen, bis ich das Netzteil abziehe. Meist ist das auch dann, wenn ich nachhause gehe. Zuhause ist das Teil dann auch meist nochmal so lange in Beschlag, dass ich es übernacht auflade. Bei meinem PowerBook war das völlig anders. Dort war der Akku oft schon nach 1:45 Stunden am Ende, aber es ist auch möglich, dass der Akku einen Schlag hatte. Aprops Probleme beim PowerBook. Ich hatte dort anfänglich ein ziemlich dummes Problem mit der Tastatur. Innerhalb von 3 Monaten hatte ich 2 neue Tastaturen bekommen, da Tasten herausbrachen. Als ich das PowerBook damals kaufte, dachte ich, dass es mindestens so lange wie mein iBook nutzen könnte, das waren fast 4 Jahre, aber auch bedingt durch den wesentlich schnelleren Wechsel von PPC nach x86 war das wohl ein Irrtum.
Für das MacBook sehe ich aber gute Chancen, dass es mir wieder mehrere Jahre "Freude" bereiten wird. Spiele werde ich darauf natürlich nicht können, aber dafür habe ich es mir auch nicht gekauft.

Abschliessend noch etwas, das mir am Betriebsystem aufgefallen ist. Ich habe den Eindruck, dass die intel-Version ausgereifter ist als die PPC-Version. Aber das ist ein eher subjektiver Eindruck.



Zur "Temperaturkontrolle" kann ich TemperatorMonitor ( [Link] ) empfehlen.

@goldaccess

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 26.07.2006 | #74
Ob ich ein Titanium besessen habe? Ernsthafte Frage? Ich finde den (die!) Artikel gerade nicht, aber zum Ableben (und kurzzeitigen Wiederaufleben) meines Ti800 gab es entsprechende Artikel auf der Seite, und mein Titanium habe ich immer wieder hier erwähnt...

Und ja, ich finde das MacBook heißer als das Ti800, was was heißen will. Ist freilich subjektiv. Vielleicht isses auch gleich heiß. Das wäre immer noch kein gutes Zeugnis ;)

@Maxipeg

Von: goldaccess | Datum: 26.07.2006 | #75
Das schwarze MacBook hat nur die andere Farbe und eine ein klein bisschen grössere Platte.

Nachdem, was Du geschrieben hast, solltest Du das weisse nehmen.

@flo

Von: goldaccess | Datum: 26.07.2006 | #76
Sorry, ich habe nicht alle Artikel und alle Posts im Kopf... ;-)


"Und ja, ich finde das MacBook heißer als das Ti800, was was heißen will. Ist freilich subjektiv. Vielleicht isses auch gleich heiß. Das wäre immer noch kein gutes Zeugnis ;)"

Ich fragte, weil ich es nämlich genau anders herum empfinde!

@goldaccess

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 26.07.2006 | #77
Sorry, ich habe nicht alle Artikel und alle Posts im Kopf... ;-)

Schande... ;)

Ich fragte, weil ich es nämlich genau anders herum empfinde!

Dachte ich mir schon. Vielleicht ist es ja auch so, schließlich habe ich nicht gemessen. einen Lüftereinsatz ab 65° statt 75° fände ich dennoch immer noch die beste Lösung (abgesehen von der Wunderlösung, einer supereffektiven Kühlung, die leider noch erfunden werden muss).

@macbiber

Von: Patrick | Datum: 26.07.2006 | #78
Bei Deinem Verweis auf den Apple-Artikel zum Thema Betriebstemperatur sollte vielleicht auch erwähnt werden, daß dieser im Jahre 8 v.i. veröffentlicht wurde, also zu Zeiten der ersten G3-PowerBooks.

Man könnte sonst den Eindruck gewinnen, daß es dieses Thema erst seit den MacBooks gibt.

@klapauzius

Von: Patrick | Datum: 26.07.2006 | #79
"Nacher gingen dann tausende "Backplanes" (ist wohl Apple-speak für Motherboard) über den Jordan und mussten ersetzt werden, davon war aber nirgends zu lesen."

Die Bezeichnung Backplane ist für die Bauweise völlig korrekt (zumal es auch eine Midplane gab).
Woher aber Deine Kenntnis von "tausenden Backplanes" stammt, würde mich interessieren. AFAIR waren die Stückzahlen absolut im Rahmen des Üblichen, zumindest bei uns und den mir bekannten AASPs.

Stand aber vermutlich in irgendeinem Forum, alles klar...

Anzeige CoreDuoTemp 1,0Ghz normal ? natürlich

Von: gauczo | Datum: 26.07.2006 | #80
@neu,
..na so natürlich war das gar nicht! Ist eigendlich unnatürlich. Wenn ich Netz habe brauche ich doch nicht sparen. Bei Akku schon.
Jetzt wirde die Kist ja noch heißer !
Aber die Applikationen laufen schneller. So ein Irrsinn.
Jedenfalls besten Dank

@Patrick

Von: macbiber | Datum: 26.07.2006 | #81
Das Doc gibt es tatsächlich schon länger.
"Date Created: July 17, 1998"

Aber den Passus
"..Vermeiden Sie längeren Körperkontakt mit der Unterseite Ihres Computers. Längerer Körperkontakt kann Beschwerden verursachen und möglicherweise auch Verbrennungen hervorrufen..."
meines Wissens nach NICHT.
erst seit
"Date Modified: May 08, 2006"

Falls hier jemand die vorherige Version mit einem anderen Inhalt nachweisen kann lasse ich mich selbstverständlich eines Besseren belehren :-) - Es war nämlich nicht meine Absicht zu flamen.

Aber wegen die Realität der US-Gerichtsbarkeit und die ja tatsächlich drastisch angetiegenen Temperaturen bei den Apple-Mobilrechnern seit dem Switch muss sich Apple eben absichern.

Hier noch mal der Link
[Link]

@macbiber

Von: Patrick | Datum: 26.07.2006 | #82
Leider nur auf Französisch:

[Link]

stammt von '99 und enthält sinngemäß den gleichen Satz (bitte bei systran nicht Franz-Deutsch übersetzen, da kommt nur Kauderwelsch raus. Franz-Englisch ist deutlich besser zu verstehen :) )

Somit gibt's den Text schon seit Ewigkeiten.

gauczo

Von: Frank | Datum: 26.07.2006 | #83
"Wenn ich Netz habe brauche ich doch nicht sparen. Bei Akku schon."

Eben.


"Jetzt wirde die Kist ja noch heißer !"

Warum, weil die CPUs langsamer laufen? Eher umgekehrt.

@Patrick

Von: macbiber | Datum: 26.07.2006 | #84
Könntest Du die entsprechende Passage vielleicht hier bitte mal posten?!

Vielleicht ist mein französisch ja zu schlecht aber les nur was davon, daß man es gut belüften, auf ne gerade Ebene stellen soll, .... Energieeinstellungen werden erklärt...

Und wenn man unten auf den Article original klickt kommt man wieder auf die jetztige Fassung - nur halt in Englisch.

@macbiber

Von: Patrick | Datum: 26.07.2006 | #85
Hier:

"Ce comportement de votre PowerBook est normal. Après des périodes d'utilisation prolongées, la coque inférieure peut être très chaude. Il est recommandé de ne pas plaquer trop longtemps contre vous la partie inférieure du PowerBook lorsqu'elle est très chaude (NdT : Tout le monde sait qu'il vous appartient et que vous l'aimez... pas la peine de le montrer ;-) )."

Übersetzung per Google/Systran ins Deutsche:

"Dieses Verhalten Ihres PowerBook ist normal. Nach verlängerte Benutzungsperioden kann der niedrigerere Rumpf sehr heiß sein. Es wird empfohlen nicht zu lange Zeit gegen Sie den niedrigereren Teil PowerBook zu überziehen, wenn sie sehr heiß ist (NdT: Alles Welt weiß, daß er Ihnen gehört, und daß Sie es mögen… nicht das Leiden, es zu zeigen; -))."

Nix verstand? Ging mir auch so, deswegen das Ganze auf Englisch (auch wieder per Google/Systran):

"This behavior of your PowerBook is normal. After prolonged periods of use, the lower hull can be very hot. It is recommended not to plate too a long time against you the lower part of PowerBook when it is very hot (NdT: Everyone knows that it belongs to you and that you like it… not the sorrow to show it; -))."

Etwas besser und entspricht denke ich inhaltlich dem aktuellen Text.

Apfeltasche

Von: Marko | Datum: 26.07.2006 | #86
Mein iBook G3/600MHz, von Wintel-Kollegen ironisch "Apfeltasche" genannt, läuft seit Februar 2002 (viereinhalb Jahre!) störungsfrei, ist nie heiß, hat auch unter Debian perfektes Powermanagement (unter 10.3.9 sowieso). Apps: mozilla, gimp, xterm, vim, ruby, gcc, apache2 und allsowas, also eigentlich nichts, wofür man OSX bräuchte, wäre da nicht die fehlende Linux-Unterstützung praktisch aller Laptop-Hersteller.

Ich bin bis zu drei Stunden am Tag mit Bus und Bahn unterwegs, klappe das Teil ca. 6mal am Tag auf und zu, lade es einmal täglich. Seit dem letzten Sicherheitsupdate läuft das Teil nun mit 58 Tagen Uptime ohne Neustart, und das ist nicht die Bestzeit. Insgesamt hat es wohl keine 150 Bootvorgänge hinter sich.

Dieses kleine G3-iBook ist das wohl beste Stück Technik, mit dem ich je gearbeitet habe. Müsste ich es ersetzen, dann wohl durch ein gebrauchtes G4-iBook. Ich kann mir (noch) nicht vorstellen, mit einem MacBook über eine Spanne von vier Jahren zufrieden zu sein. Ein Gravis-Verkäufer hat mir gesagt, dass das MacBook für den "typischen Privatanwender fast alles abdeckt." Das ist mir aber nicht genug, nachdem Apple meine Ansprüche so hoch geschraubt hat. Ich bin verwöhnt! Mein iBook hat mich durch seine schiere Perfektion erstmal für andere Maschinen verdorben, ob Apple oder sonstwas.

Nachdem ich während der letzten Monate so oft das Wort "Kompromiss" in Zusammenhang mit Apple und deren Lap...Notebooks gelesen hatte, mußte ich dem K-Wort einfach mal das P-Wort gegenüberstellen.

Hatte ich einfach nur Glück mit meiner Apfeltasche, oder geht es einigen von Euch ähnlich?

@Marko

Von: m@rkus | Datum: 26.07.2006 | #87
Kenne ich nur zu gut: Habe ein Powerbook Pismo G3/400, auf dem ich gerade tippe ... oder besser gesagt, dass zu Hause mein Hauptrechner ist. Wird täglich gebraucht, selten einmal ausgeschaltet bzw. neu gebootet, von der ganzen Family gebraucht (inkl. 3 Jungs zwischen 6 und 11 Jahren) ... und dies seit Januar 2000.

Tiger läuft drauf ganz ordentlich (7200er Festplatte und ordentlich RAM). Wird kaum warm und der Lüfter ist während der ganzen Lebensdauer noch kein einziges Mal angesprungen (ob es überhaupt einen hat?). Daher praktisch lautloser Betrieb. Und ... es ist das schönste Laptop, das ich je gesehen habe.

Schaue mich seit zwei, drei Jahren nach einem würdigen Nachfolger um. Weit und breit nichts in Sicht ... daher werde ich wohl zu Papier und Bleistift wechseln müssen, wenn es in ein paar Jahren den Geist aufgeben sollte ... ;-)

Ich kann dich also gut verstehen.

PS: Nie Probleme gehabt (ausser einer Flasche Bier, die ich mal über die Tastatur geschüttet habe ... ;-) Hab's dann Hochkant aufgestellt, damit es wieder rausläuft, und am nächsten Tag war alles wieder i.O.)


PSS: Hatte zuvor auch einen MacPlus, einen Mac IIfx und einen beigen Desktop G3/266 (immer noch in Betrieb), mit denen ich ebenfalls nie Probleme hatte. Seit einem Jahr noch ein iBook Clamshell G3/366 als Spielecomputer für meine Kids (mit OS 9 und Tiger), das schon fast so genial ist wie das Pismo.

PSSS: Schade, dass Apple keine so genialen Geräte mehr herstellt ... oder bin ich voreingenommen?

Zum Thema Lebensdauer von Komponenten

Von: Patrick | Datum: 27.07.2006 | #88
Kai:

"Das Ding vor sich hin grillen lassen: Ist zwar scheisse für die Lebensdauer sämtlicher Komponenten, aber egal, was interessiert, was in einem Jahr ist?"

Solange die Temperaturen unter den Maximalwerten, die vom Hersteller für die jeweiligen Komponenten vorgegeben sind, nicht deutlich überschritten werden, wirken sich auch hohe Temperaturen nicht auf die Lebensdauer aus. Yonah ist auf 100°C max. ausgelegt, also sind selbst 70-80° auf der Oberfläche nicht schädlich und AFAIK treten nur dort diese relativ hohen Temperaturen auf, in den anderen Bereichen des MB liegen die Temperaturen absolut im Normalbereich. Von einem Vorsatz von Apple, daß ein Schaden durch zu hohe Temperaturen billigend in Kauf genommen wird, der sich erst nach Ablauf der Regelgarantie auswirkt, kann man wirklich nicht sprechen, zumal es ja auch einen AppleCare Protection Plan gibt, den gerade im mobilen Bereich doch relativ viele Käufer mitnehmen, da wäre eine solche "Sollbruchstelle" kalkulatorisch ein Irrsinn.

@Marko + M@rkus

Von: apprendi | Datum: 27.07.2006 | #89
Nen wuerdigen Nachfolger fuer mein G3 600 iBook zu finden ist derzeit auch fuer mich unmoeglich.
Ich hatte zwar den lustigen Logicboardfehler (einenMonat vor Abgabe meiner Diplomarbeit!) und das CD-Laufwerk will nicht mehr so richtig, aber es gibt keinen mobilen Rechner, den ich momentan kaufen moechte (das Geld will eigentlich schon den Besitzer wechseln).

Sehr Gut

Von: Patrick H. | Datum: 28.07.2006 | #90
Sehr ansprechender Test! Ich werde mir das weiße zulegen und hoffe, dass das mit der Hitze net allzu stört. Danke!

@Patrick

Von: macbiber | Datum: 28.07.2006 | #91
Nun ja - ich will jetzt keine Haare spalten...

aber die jetztige aktuelle Fassung auf Englisch

"...Do not leave the bottom of the computer in contact with your lap or any surface of your body for extended periods. Prolonged contact with your body could cause discomfort and potentially a burn...."
[Link]
hört sich schon drastischer an als nur

"..the lower hull can be very hot. It is recommended not to plate too a long time against you the lower part of PowerBook when it is very hot..."

Die Steigerung in der Sprache passt schon zu der tatsächlichen Steigerung der Termperatur.

Und ja - mein altes 1,25er Powerbook kann auch sehr heiss werden....
Aber wie gesagt - es ist immer noch "kühler" als die neuen.

Apple kommt nicht drumrum - da muss was geschehen.
Sonst sind sie mich jedenfalls als Kunde los :-(

@macbiber

Von: core icke | Datum: 28.07.2006 | #92
dann musste dich aber umbenennen ;-)

die anderen notebooks werden leider auch nicht weniger warm (gerade die kleinen). wir haben hier einen tutor der gerade auf der suche in der 12"-13" klasse ist und der meint die sind alle schweineheiss. dazu sind die dann auch noch anscheinend lauter.

@core icke

Von: macbiber | Datum: 28.07.2006 | #93
"dann musste dich aber umbenennen ;-)"
Keineswegs - :-)
Falls es Dich als Intel-Wortführer beruhigt:
Ich habe immer noch meinen alten P3/1000 inzwischen mit unter anderem XP für ein paar leider nicht in OSX verfügbare Apps.
Ich habe kein "Lagerdenken".

Die 12"PBs sind in der Tat noch heisser und beschäftigen einen öfters mit Lüfterlärm als die 15"PB - wahrscheinlich wegen dem kleineren Volumen.

Ehrlich gesagt reicht mir die Hitze meines PBs völlig!
Noch mehr kann ich einfach nicht akzeptieren.

Apple sollte notfalls sobald verfügbar einen ULV-Chip für seine Mobilrechnersparte anbieten.
Noch hab ich ja die Hoffnung nicht ganz aufgegeben, daß die Hurra-Intel-GHz-Welle mal abebbt - und wieder alltagstaugliche Geräte ohne Verbrennungsgefahr produziert werden.

Ansonsten wird es wohl ein iMac ab core2duo und ein Win/Linux-Schleppie.

@macbiber

Von: core icke | Datum: 28.07.2006 | #94
"Falls es Dich als Intel-Wortführer beruhigt"
finde ich einen sehr fragwuerdigen satz, der wohl mehr auf vorurteilen beruht, denn auf tatsaechlichen fakten ...
du hattet mein posting anscheinend nicht in gaenze verstanden:
ich wollte nicht auf ppc-12"-powerbooks rumhacken, sondern ich meinte die 12-13" teile, die alle anderen (fujitsu-siemens, dell, etc.) herstellen.

an so einem ulv teil waere ich auch interessiert, aber bis zum merom ulv dauerts wohl noch ne weile. und jetzt noch eine yonahbasierte laptoplinie herauszubringen faende ich eher unklug.

ma gugge was kommt.

merom ulv

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 28.07.2006 | #95
Den hat Intel laut Onkel Heinz gar bis zur Mitte 2007 nach hinten verschoben...

@core icke häßler

Von: wargum | Datum: 28.07.2006 | #96
»ich wollte nicht auf ppc-12"-powerbooks rumhacken, sondern ich meinte die 12-13" teile, die alle anderen (fujitsu-siemens, dell, etc.) herstellen.«

Viele der Windoof-Lappies in dieser Größe setzen den L2400 ein. Die kosten dann zwar auch einiges (ist bei Sub-Notebooks ja nicht unüblich), können aber teils deutlich länger und kühler laufen.

»an so einem ulv teil waere ich auch interessiert, aber bis zum merom ulv dauerts wohl noch ne weile. und jetzt noch eine yonahbasierte laptoplinie herauszubringen faende ich eher unklug.«

Muss es denn eine völlig neue Mobil-Linie sein? Warum? Und ULV müsste auch nichtmal sein, die "normale" low-voltage-Variante würde völlig ausreichen (L2400 oder L2300). Das als BTO-Option in den Stores für die normalen Books, sollte eigentlich kein großer Problem darstellen.

@wargum

Von: core icke | Datum: 28.07.2006 | #97
natuerlich meinte ich 2 ghz yonah 12"/13" notebooks in der preisklasse des macbooks die genauso heiss werden ... die tutoren die hier arbeiten haben ja keine W3 stelle.

aepfel und birnen ...

2. Generation - MacBook?

Von: Toni | Datum: 04.08.2006 | #98
Ich bin zur Zeit noch ein Windows Nutzer und überlege auf Mac umzusteigen.
Apple / Mac ist für mich noch Neuland, deshalb meine Frage:
Wann ist denn erfahrungsgemäß mit einer überarbeiteten MacBook Version zu rechnen in der die im Test genannten Kinderkrankheiten (hoffentlich) beseitigt werden bzw. Prozessor und Co aufgestockt werden?

Ich weiß nicht wie lang diese Überarbeitungszyklen bei Apple sind...

Danke

auch 2. generation...

Von: andy | Datum: 11.08.2006 | #99
hallo,

erst mal danke für den super bericht. stehe auch vor der entscheidung, macbook oder sony vaio (oje). die hitzeentwicklung ist mir bei dem MB am meisten ein dorn im auge. da ich oft mit dem book auf dem schoss arbeite.
gibt es überhaupt aussicht auf "überarbeitung"? seit mai sind ja nun schon ein paar monate vergangen und apple lauscht ja bestimmt in die feddbacks...


grüsse andy