ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 4326

Gerüchte um die nächste CPU-Iteration

Was ist ein Viersockel-Prozessor?

Autor: thyl - Datum: 26.07.2006

Mangels echter Gerüchte (geht das überhaupt) strickt sich Thinksecret jetzt seine Spekulationen selbst, wie's scheint. In diesem Artikel wird basierend auf dem vorgezogenen Produktionsstart des Vier-Kern-Prozessors "Kentsfield" spekuliert, dass Apple leistungsfähigere Rechner anbieten könnte. Wow, hätte ich nie gedacht!

Der Artikel scheint mit heißer Nadel gestrickt und unsere Leser sollten ihn entsprechend kritisch hinterfragen. Da steht z.B.:
"Intel sources tell Think Secret that a quad-socket version of Woodcrest, which would pack eight processor cores into a single system, is slated for release"

und diese Aussage kann so hinten und vorne nicht stimmen. Woodcrest ist ja die Dual-Core Variante des Core 2. Wieso sollte der vier Sockel haben? Einer reicht doch in der Regel (außer bei den älteren Modellen, die eine getrennte Fließkommaeinheit hatten). Was aber Thinksecret vielleicht meinte, war, dass intel einen Chipsatz mit vier Sockeln herausbringen möchte, die dann mit den Dual-Core Xeons tatsächlich acht Kerne pro Board ermöglichen würden. Im Artikel geht es dann weiter mit:

"around the same time Intel debuts its first quad-core processor, Kentsfield".

Genau, aber was hat das miteinander zu tun? Wenn Kentsfield in den Viersockel-Chipsatz passt, würden sich sogar 16-Kernsysteme ergeben. Hat das noch was mit Apple zu tun? Wohl kaum, da bewegen wir uns in einer Leistungs-, Wärme- und Preisklasse, die Apple nicht anstrebt.

Und bei Mactechnews werden dann daraus Systeme mit acht Xeon-Prozessoren. Das wären dann mit Woodcrest auch 16 Kerne, aber mit Kentsfield, auf den Mactechnews Bezug nimmt, 32. Das wird ja immer besser.

Kommentare

Am besten die WWDC 2006 abwarten…

Von: Marcel_75 | Datum: 26.07.2006 | #1
… dann sind wir alle schlauer. ;-)

Nachdenken dann Schreiben

Von: Neider | Datum: 26.07.2006 | #2
Ein 2-Sockel Woodcrest bedeutet, dass man 4 CPUs in einem System verbauen kann, dass dass nicht abwegig ist kann man hier [Link] sehen.

aktuelle c't s.111 oben rechts

Von: core icke | Datum: 26.07.2006 | #3
im Q2/2007 soll ein chipsatz erscheinen mit 4 FSB1066 ports (caneland oder so aehnlich - ich habs nicht zur hand)
das aktuelle gegenstueck (truland) hat nur zwei ports , wenn man da also 4 chips anschliesst , dann muessen sich jeweils 2chips(4 kerne) einen port teilen. bei dem neuen sind das nur ein chip(zwei kerne).

nachtrag

Von: core icke | Datum: 26.07.2006 | #4
wegen des letzten abschnittes im artikel:
es ist halt alles interpretationssache. aus konsumentensicht ist ein prozessor ein die/chip, aus architektursicht kann man damit auch einen kern bezeichnen. allerdings ist xeon die bezeichnung fuer den chip. von daher stimmt deine interpretation. auf jedenfall hats diese multikerngeschichte nicht einfacher gemacht immer die richtigen begriffe zu finden ;-)

ist es denn eigentlich soooo wichtig?

Von: neu | Datum: 26.07.2006 | #5
in gut 2 wochen werden mit hoher wahrscheinlichkeit die mac pros, xserves vorgestellt.
eigentlich ist es doch fast müßig, die paar tage noch wilde spekulationen aufzubauen.
es wird irgendetwas kommen, was wesentlich schneller als die aktuellen powermacs/xserves ist und dann ist das kapitel ppc vorbei, abgesehen von vielleicht einem modell, daß wie der 2,7 ghz powermac als übergangsmodell verkauft werden könnte.

interessanter wäre vielmehr, was das one more thing sein könnte......

thyl

Von: nico | Datum: 26.07.2006 | #6
"Intel sources tell Think Secret that a quad-socket version of Woodcrest, which would pack eight processor cores into a single system, is slated for release"

und? in vier sockeln steckt je ein woodcrest, also zusammen 8 kerne. boards gibt es dafuer.

@nico

Von: core icke | Datum: 26.07.2006 | #7
das muesste dann heissen quad socket version of woodcrest chipset oder so aehnlich!
thyl hat schon recht mit dem artikel. ich denke er will sich etwas ueber das geruechtegehype lustig machen der schelm. das kann man am besten mit den stilblueten ;-)

schlagt mich nicht... aber

Von: lupodw | Datum: 26.07.2006 | #8
wenn ich mich jetzt ganz blöd stelle - aber wird in zukunft nicht genau so mehr leistung aus einem rechner gewonnen werden?

also keine Ghz rangeleien sondern ein kernzählrennen?
damit wärs doch nur eine frage bis wir irgendwann einen 32 Kern Mac - oder einen 128 kern Mac auf oder unter dem schreibtisch haben...

deswegen scheien mir die "gerüchte" eher logische zukunftsmusik... oder liege ich da so falsch?

@lupodw

Von: Thyl (MacGuardians) | Datum: 26.07.2006 | #9
Ha, willst Du etwa durch die Hintertür unsere PPC versus intel Schlachten der letzten MOnate wieder aufnehmen? Tststs.

Genau das ist die Frage, nachdem die Taktraten nicht mehr anhebbar sind:

Sollen wir mehr Kerne verwenden (intels Strategie), oder mehr Spezialrecheneinheiten in einem Kern (Cell mit Altivec-Strategie)?

Derzeit ist MacOSX und seine rechenintensiven Programme aller Wahrscheinlichkeit nach nicht in der Lage, mehr als vier Kerne sinnvoll zu beschäftigen. Für Spezialrecheneinheiten gibt es allerdings genauso wenig Software.

Wenn die Software mitspielt...

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 26.07.2006 | #10
Ob mehr Kerne der "neue" Weg sind, wird in erster Linie von der Software abhängen -- ob sie von mehreren Kernen profitieren kann. Was freilich immer klappt ist, dass selbst Applikationen, die nur einen Kern nutzen, anderen Applikationen wenigstens nicht im Weg stehen, da noch genug Ressourcen vorhanden sind (aureichend RAM etc. vorausgesetzt). Das ist ja schon mal nicht ganz schlecht, denn man macht doch mehr gleichzeitig als man denkt. Ob Applikationen für sich genommen aber von mehreren Kernen ständig mehr profitieren können, ist anzuzweifeln, Tricks hin oder her, und selbst Applikationen, die prinzipiell von mehreren Kernen profitieren zeigen irgendwann eine abflachende Kurve, wodurch ein Punkt erreicht wird, an dem mehr Power pro Kern mehr hilft als zusätzliche Kerne.

Abgesehen von allen sonstigen Schwierigkeiten, die MP-Systeme eben so mit sich bringen. Also ein einfacher Wunderweg sind mehr Kerne auch nicht. Aber sie sind sicher ein wichtiger Teil des Weges. Den derzeitigen Hype um 4-Kern-CPUs halte ich jedoch für überzogen, das mag für manche Top-Workstations was bringen, aber für mittlere und erst recht kleinere Workstations ist 4-fach nicht nur zu teuer, sondern völlig sinnfrei -- wohl noch ne ganze zeitlang.

Woher weisst du das?

Von: Frank | Datum: 26.07.2006 | #11
"Wohl kaum, da bewegen wir uns in einer Leistungs-, Wärme- und Preisklasse, die Apple nicht anstrebt."

Warum denn nicht? Apple könnte billige Pro Macs mit Conroe, teure Pro Macs mit Woodcrest und kranke Megaworkstations mit zig Kernen bringen. Für jeden etwas dabei.

Ich sehe als nähere Zukunft ...

Von: johngo | Datum: 26.07.2006 | #12
... nicht 2 Kerne mit je 5 GHz und
... nicht 8 Kerne mit je 2,5 GHz sondern

... 4 Kerne mit je 4GHz.

Das wäre in meinen laienhaften Augen
am logischsten, weil die 4 GHz jetzt
schon mit den vorgestellten Prozessoren
machbar sind, weil die Produktions-
prozesse ebenso mit 4 Kernen anscheinend
im Griff sind und weil die Software hier
noch nicht so speziell angepasst werden
muss bzw. keine grosse Bremse darstellt.

Für mich ist die Zukunft ein relativ
gleichmässiges Skalieren innerhalb dieser
Parameter.

Dinge, wie Kerne im Dutzend oder Spezial-
prozessoren sehe ich nicht, nicht weil sie
nicht ihren speziellen Reiz hätten, sondern
weil sie den existierenden Markt rumreissen
müssten und das in meinen Augen kaum
schaffen werden.

Kein Octo-Mac mehr, sondern ein Hexa-Mac?

Von: Dieter | Datum: 26.07.2006 | #13
Uhi! ;-P

@Frank, Johngo

Von: Thyl (MacGuardians) | Datum: 26.07.2006 | #14
Weil wir uns hier in einem andere Komplexitätsbereich bewegen, werden die Produkte schnell überproportional teuer. Erstmal der Serverchipsatz für vier Sockel, der bislang schon bei zig Euro liegt; dann braucht man vier Speicherbänke, eine größere Platine usw. Ich weiß tatsächlich nicht, was so was de facto kosten würde, aber Sun bietet ein 8-Kern-System (mit Opterons) ab 26000 USD an. Dafür gibts dann ca. 8 PowerMacs.
[Link]
@Johngo: full ack.

multicore gegen mhz

Von: nico | Datum: 26.07.2006 | #15
"Tricks hin oder her, und selbst Applikationen, die prinzipiell von mehreren Kernen profitieren zeigen irgendwann eine abflachende Kurve, wodurch ein Punkt erreicht wird, an dem mehr Power pro Kern mehr hilft als zusätzliche Kerne."

ein weitere (nicht genannter) punkt ist:

viele professionelle (3d) software mit renderclients sind prinzipiell multikern tauglich, man bezahlt aber pro prozessor/kern eine lizenz. in dem fall macht es sich auch moeglicherweise bezahlt, eher das teuerste hochgetakteste modell zu nehmen anstatt ein "gleich starkes" durch mehr kerne...

nico

Von: Frank | Datum: 26.07.2006 | #16
Sicher hat man mehr Verlust je mehr Kerne man hat, aber den hat man auch, wenn der Renderer ersteinmal die verschiedenen Computer* versorgen und koordinieren muss.

*Es müssen ja mehrere Computer sein, damit man in deiner Argumentation die Leistung eines Mehrkern Systems erreicht, denn die Lücken zwischen den schnellsten Wenigkernsystemen und den langsamsten Mehrkernsystemen ist ziemlich gross, zumal die Letzteren auch nicht wirklich viel teurer sind.

Yipiiie

Von: ohNe22 | Datum: 26.07.2006 | #17
Endlich: Der Mac Ultra

Sozusagen der Rahm vom Rahm. Unbezahlbar für den normalen Freiberufler und natürlich auch völlig sinnfrei, aber genau das richtige für den täglichen Schwanzlängenvergleich.

"Äh - weissssssd du. Ich hab jedsd den voll gkrassen Mac Ültra mit 13827367 Kernen. Dem isd das gkrassesdte was gibbd!"

Davon abgesehen glaube ich eher an einen Einsatz von 4 Kern-Prozessoren - bei Erscheinen - in XServes (oder wie auch immer der Nachfolger heißt - MacServer?). Vielleicht überrsascht Apple uns auch einfach (ist ihnen ja hin und wieder gelungen ...).

senf

Von: core icke | Datum: 26.07.2006 | #18
@thyl
die vielen speicherbaenke braucht man beim opteron, bei dem 4 sockel chipsatz aus der c't wird der speicher natuerlich zentral vom chipsatz betreut (FB DIMMS). aber du hast schon recht: das ding wuerde einfach fett werden. und ich glaube auch nicht, dass da teil workstation geeignet ist.

kjajsdb

Von: wargum | Datum: 26.07.2006 | #19
@johngo
»Ich sehe als nähere Zukunft nicht 2 Kerne mit je 5 GHz und«

Also IBM könnte das etwa Mitte 2007 bringen, evtl. sogar mit mehr als 5 GHz. Intel und AMD werden sich wohl erstmal langsam den 4 GHz nähern, wohl auch aus markttechnischen Gesichtspunkten.

Klar wargum

Von: Frank | Datum: 26.07.2006 | #20
Jeder Desktop Rechner wird dann einen Power6 haben. Kostet ja auch nicht so viel.

core icke

Von: Thyl (MacGuardians) | Datum: 26.07.2006 | #21
Vielleicht rede ich jetzt Unsinn, aber ich glaube, dass das mit dem 4xSpeicherzugriff stimmt. Aufgrund der schlechtem Implementierung des FSB hat sich intel beim Bensley-Chipsatz dazu entschlossen, jeder der beiden Xeon (Core 2) CPUs eine eigene FSB-Anbindung zu verpassen, und jedem FSB einen eigenen Speicher, d.h. je zwei Kerne teilen sich einen Speicher. Um gegen die Opterons anzustinken, müsste intel dieses Konzept bei Vier-Sockel-Chipsätzen aufrecht erhalten.

Du hast also Recht, dass sich der Chipsatz um den Speicher kümmert, aber eben um einen Speicher pro Prozessor.

Frank

Von: Karl Schimanek | Datum: 26.07.2006 | #22
Mal wieder keine Ahnung ... Wer redet vom POWER6?

Softwareproblem

Von: bertzobert | Datum: 26.07.2006 | #23
Ich sehe hier primär ein Softwareproblem.
Das Host-OS muss konsequent multithreading und multiprocessing unterstützen und die Rechenzeit so verteilen, daß die Apps von 1-x Kernen sofort profitieren können. (Multithreading war recht gut umgesetzt im BeOS)

Karl

Von: Frank | Datum: 26.07.2006 | #24
"Mal wieder keine Ahnung"

Nicht schlimm, dass du keine Ahnung hast, hier kann dir geholfen werden.


"Wer redet vom POWER6?"

Jeder, der die 5+ Ghz Prozessoren von IBM anspricht.

Karl

Von: Frank | Datum: 26.07.2006 | #25
"Mal wieder keine Ahnung"

Nicht schlimm, dass du keine Ahnung hast, hier kann dir geholfen werden.


"Wer redet vom POWER6?"

Jeder, der die 5+ Ghz Prozessoren von IBM anspricht.

Frankenstein

Von: wargum | Datum: 26.07.2006 | #26
1.) Wo Stand explizit was von Desktops?
2.) IBM verkauft ne Workstation mit Power5+
3.) Server-Prozzis sind meistens niedriger getaktet als ihre Desktop-Kollegen (siehe Itanium vs Core, POWER5 vs PPC970MP, ...), also würde ein Desktop-Abkömmling vom POWER6 sogar eher noch höher getaktet werden können.

wegen des ibms

Von: core icke | Datum: 26.07.2006 | #27
vielleicht wissen wir ja nach dem microprocessor forum im herbst mehr ...

wargum

Von: Frank | Datum: 26.07.2006 | #28
"1.) Wo Stand explizit was von Desktops?"

Ne wargum, die Diskussion, an der du dich mit dieser Antwort beteiligt hast, ging ja gar nicht um den Desktop Nachfolger des PowerMacs.


2.) IBM verkauft ne Workstation mit Power5+

Doll. Und?


3.) Server-Prozzis sind meistens niedriger getaktet als ihre Desktop-Kollegen (siehe Itanium vs Core, POWER5 vs PPC970MP, ...), also würde ein Desktop-Abkömmling vom POWER6 sogar eher noch höher getaktet werden können.

Lsss uns wetten. Wenn IBM 2007 einen Desktop Chip mit über 5,6 Ghz bringt werde ich hier nie wieder etwas schreiben. Anderfalls hältst du ewig deine Klappe hier. Ok? Deal?

wargum

Von: nico | Datum: 26.07.2006 | #29
mach mal. kannst ja als "wurgam" weiterposten... ;-)

wargum

Von: Karl Schimanek | Datum: 26.07.2006 | #30
Lass es, versteht Frankieboy eh nich und wird es wohl auch nie verstehen.

Jetzt hat Intel nach Jahrzehnten einen einigermaßen passablen Prozessor auf den Markt gebracht und alle drehen durch.

Woodcrest ist gegenüber dem G5 um 25% schneller bei 7% mehr Takt. Taktbereinigt dürften es ca. 20% sein. Hätte mir mehr erhofft, aber das hat letztens ja auch wieder niemand geschnallt ...

Für Intel aber ohne jeden Zweifel eine Meisterleistung.

Nein Karl

Von: Frank | Datum: 26.07.2006 | #31
Wie jemand

"Taktbereinigt dürften es ca. 20% sein."

ernsthaft als "Argument anführen kann, kann keiner schnallen. Überleg mal, wenn der Woodcrest nur 500 mhz hätte, wieviel schneller der G5 doch wäre. Uiuiui.


"Jetzt hat Intel nach Jahrzehnten einen einigermaßen passablen Prozessor auf den Markt gebracht und alle drehen durch."

Nein Karl. Intel dominiert mit der core/core2 Technologie nach Jahren jetzt in allen! Preisklassen, was die Performance und den Stromverbrauch angeht. Von Platz 3 auf Platz 1, zack, über Nacht. Deswegen drehen alle durch!

Übrigens. Einige deiner Retro Hündchen Genossen (oder wie euer Club heisst) scheinen mittlerweile etwas wackelig auf dem Intelhass Fundament zu stehen, hin und wieder äussern sie Bewunderung gegenüber den neuen Intel Chips und freuen sich sogar auf sie. Die Fälle schwimmen euch langsam weg. Kannst dir ja in Zukunft mit wargum zusammen weiter lustige Namensspielchen ausdenken, Karlchen.

Klar Frank

Von: Karl Schimanek | Datum: 26.07.2006 | #32
Welche Fälle denn?

Ausserdem würde glaube ich niemand bestreiten, dass die neuen Intels schlecht sind. Der Punkt ist und war schon immer ein anderer, hat aber auch niemand verstanden, wie mein vorhergehendes Post auch, macht aber gar nix.

Und das in ein paar Jahren niemand mehr nach PPC schreit kann sein, glaub ich aber nicht.

Als VHS den Siegeszug angetreten ist hat auch niemand mehr nach Betamax geschrien.

lol

Von: Frank | Datum: 26.07.2006 | #33
Felle natürlich :)

"Als VHS den Siegeszug angetreten ist hat auch niemand mehr nach Betamax geschrien."

Ach Gott wie melodramatisch. Da glaubt noch jemand an die Überlegenheit der PPC. Wie süss.

p.s.

Von: Frank | Datum: 26.07.2006 | #34
"Und das in ein paar Jahren niemand mehr nach PPC schreit kann sein, glaub ich aber nicht.

Als VHS den Siegeszug angetreten ist hat auch niemand mehr nach Betamax geschrien."

Ja was nun?

Franka

Von: wargum | Datum: 26.07.2006 | #35
»"1.) Wo Stand explizit was von Desktops?"

Ne wargum, die Diskussion, an der du dich mit dieser Antwort beteiligt hast, ging ja gar nicht um den Desktop Nachfolger des PowerMacs.


2.) IBM verkauft ne Workstation mit Power5+

Doll. Und?«

Das ist ganz einfach, ich erkläre es dir. Aaaalso:
Was ist der PM G5? Eine Workstation. Was werden die Mac Pros? Workstations. Was ist die IBM IntelliStation POWER 285 Express? Eine Workstation. Was hat die für einen Prozessor? POWER5+. Was ist der Nachfolger? POWER6. Wird der nicht in eine IBM Workstation eingebaut? Höchst unwahrscheinlich. Im weiteren Sinne werden Workstations auch als Desktops bezeichnet bzw. sie sind eine Teilmenge davon.

»Lsss uns wetten. Wenn IBM 2007 einen Desktop Chip mit über 5,6 Ghz bringt werde ich hier nie wieder etwas schreiben. Anderfalls hältst du ewig deine Klappe hier. Ok? Deal?«

Also nochmal: Wenn der Mac Pro (oder wie er auch immer heißen mag) ein Desktop ist, dann ist es der Nachfolger der IBM IntelliStation POWER 285 Express auch. Die Wette wäre also nur, ob es 2007 den POWER6 so wie angekündigt geben wird. Aber weißt du was? Keine Ahnung! Wenn nicht unvorhergesehenes passiert, dann schafft IBM das, haben sie ja schließlich so geplant. Gleiches lässt sich über alle zukünftigen Intel-Prozessoren sagen.

Einwenig denken

Von: Karl Schimanek | Datum: 26.07.2006 | #36
Bin sicher du erkennst denn Unterschied – oder auch nicht.

Aber wie gesagt, macht nix.

@ wargum Wie man das Teil jetzt nennt ...

Von: johngo | Datum: 27.07.2006 | #37
... Desktop oder Workstation war mir
eigentlich bei der Überlegung egal. Ich
meinte nur, wohin der "Markt" (nach
Mengen beurteilt) marschiert.

Das es da Prozessoren geben wird, die
auch 5GHz haben bezweifle ich nicht.
Im dem Sinne ist Intel mit den P4s ja
auch nicht anden 4 GHz gescheitert,
denn solche Taktungen gibt es schon
seit mind. 2 Jahren. "Der Markt" aber
hat umgedacht und jetzt ist die Zeit
reif für die gut abgestimmte Mischung
zwischen Takt (Leistung, Lautstärke,
Hitze etc.) und Skalierbarkeit (mehrere
Prozesse, Streamings etc.).

Gruss

senf

Von: core icke | Datum: 27.07.2006 | #38
@karl
du meinst wargum oder?

@wargum
du vergleichst eine rechnerlinie, die bei knapp ueber 2000$ losgeht mit einer die bei knapp ueber 8000$ losgeht?
alles klar! ich hoffe es tut nicht weh und wenns anfaengt zu jucken dann heilt es ... oder so.

nicht zu fassen

Von: iBrain | Datum: 27.07.2006 | #39
Wie konnte es nur passieren, daß eine CPU, die höher getaktet ist, schneller ist als eine entsprechende CPU ist, die weniger Takt hat?

Dies sollte uns allen zu denken geben!

Wie soll man denn hier einen anständigen Flamewar führen, wenn der schnellere nur deswegen schneller ist, weil er einfach schneller ist?

Multicore

Von: wlanboy | Datum: 27.07.2006 | #40
ich kann mir durchaus vorstellen, dass man mehr als 2 Kerne brauchen kann.

Beispiele sind virtuelle PCs. Da kann dann ein MacPro durchaus andere Rechner ersetzen.

-2 Kerne rendern eine Szene
-1 Kern ist mit Safari und Mail beschäftigt
-2 Kerne laufen auf einem virtuellen Debian-File-Print-Router-etc-Server
-1 Kern läuft auf ein Windows2000, auf dem die Warenwirtschaft läuft

Parallels hat bei uns jetzt schon sehr viel gebracht. Auf einem iMac läuft jetzt nebenbei noch das Windows2000. Selbe Leistung, halber Stromverbrauch und keine graue Windowskiste im Eck.

Noch n Gerücht

Von: Thyl (MacGuardians) | Datum: 27.07.2006 | #41
diesmal so ungesichert, dass ich es nur im Kommentarteil wiedergebe (aus appleinsider Form):

Hey, interesting thread, I gave my friend who works at P____ a call and we met for beers. Between our rabid bouts of "Bush bashing," he told me about Apple's new Mac Pro towers, a few prototypes of which he's had the honor of testing. Here's the scoop.

Expect lower prices, because Intel gets better yields than IBM. Apple's price is lower for Intel CPUs than IBM or Motorola CPUs, by a significant amount, because a 3 GHz Woody isn't as far out on the yield distribution as a 2.7 GHz PPC 980. Of further importance is that a 3 GHz Woodcrest runs far cooler than a 2.7 GHz G5, so Apple's effective CPU cost is even lower.


$1799. 2.33 GHz dual Xeon Woodies.


$2199. 2.66 GHz dual Xeon Woodies.


$2799. 3.0 GHz dual Xeon Woodies.


Don't let the case design fool you. AI is right about the outside, but inside Apple has saved mondo space with a smaller cooling system. Expect two optical drives, along with four SATA2 HD bays, and similar PCI expansion to current Powermacs. The mobo is nothing short of incredible; expect a few innovations that will blow you away.

My friend reports that these towers are beasts, and that Final Cut Pro is an entirely new experience. He says FCP on a Woody is superior to ANYTHING he has used before for video editing. In fact due to the performance, he originally thought the prototype had 8 cores, and found it unbelievable when he first heard that it had only 4 cores. This is as good as it gets, folks, and finally Mac towers will meet or likely exceed the performance of any Wintel hardware.

My source says that if the Woddies cannot break the sales slump of Mac towers, then Apple may as well just quit making them.

@wlanboy

Von: Thyl (MacGuardians) | Datum: 27.07.2006 | #42
Bis vier Kerne herrscht Einigkeit, dass es was bringt. Zu Deinem Beispiel:

So einfach ist die Sache nicht. Bei den jetzigen CPUs ist ein Kontext/Threadwechsel auch schnell erledigt. Das von Dir angegebene Beispiel (das übrigens das Betriebssystem vergisst;-) geht davon aus, dass alle angegebenen Aufgaben einen Kern zu 100 % belasten; wovon jedoch nicht ausgegangen werden kann. Wenn Windows 2000 mal wieder im Hintergrund langweilt, könnten die paar Mio Takte, die es braucht, auch von dem Kern mitübernommen werden, auf dem Debian läuft.

Die Engstelle ist idR der Mensch, der die Anweisungen gibt. Nur bei Jobs, die extrem rechenaufwändig sind, bringt eine Aufteilung auf mehrere Threads/Kerne etwas, zB in Deinem Renderbeispiel. Wie viele Kerne dann noch etwas bringen, hängt von der Implementierung im betroffenen Programm und der Threadbarkeit der Aufgabe ab.

@Thyl

Von: wlanboy | Datum: 27.07.2006 | #43
es geht mir nicht um die reine Performance. Es geht mir mehr darum, dass es einfach läuft und wenn das Warenwirtschaftssystem stark gefordert wird, dann ist eben der eine Core auf Volllast, aber die anderen virtuellen Rechner und der Arbeitsplatz an sich merkt davon nicht viel.
Lieber langweilen sich 3 Kerne, als dass 3 komplette Rechner sich langweilen und trotzdem Strom verbrauchen.

Stromverbrauch Core
vs.
Stromverbrauch kompletter Rechner

@thyl: wegen des geruechtes

Von: core icke | Datum: 27.07.2006 | #44
ich fuerchte das ist absoluter schmarrn - aber traeumen wird man ja duerfen ;-)

was ich evtl nachvollziehen koennte, waere, das mehr platz in den kisten ist. aber die preise? ich weiss nicht ... das waeren vielleicht die preise fuer conroekisten - aber selbst das faende ich unwahrscheinlich.

dedizierte CPU...

Von: iBrain | Datum: 28.07.2006 | #45
Es kann sehr wohl Sinn machen, eine CPU fest an eine Task zu verdrahten (vorrausgesetzt man hat genug - sieht ja momentan alles danach aus).

Wenn man also sowieso 4 IDLE CPUs hat, dann hat die dedizierte CPU den Vorteil, daß sie den CPU Cache nicht mit anderen Threads teilen muß - zugegeben jetzt nicht der Überbringer, aber wenn man ehh zuviele CPUs hat ... :->

Das ist eben die neue Form von Luxus:

1 Core für Safari, 1 Core für Multimedia (Sound,Video etc. ppc), 1 Core für MacOS X und einer für Rest (Windows, Linux, xyz).

Ok, das macht den ganzen dynmaischen Scheduler natürlich etwas sinnfrei, aber hey - Luxus war schon immer albern...

4 Cores gehen ja so irgendwie, wird zwar schwer werden, für den durchnittlichen Anwender die wirklich auszulasten, aber was ist dann erst, wenn 8 Cores das untere Mininum sind? Hat dann Microsoft soweit aufgeholt, daß man für Office nun 4 Cores braucht weil es sonst zu langsam läuft? (natürlich nicht, weil die Anwendung so multithreaded sind sondern weil man einfach einen Core für Excel braucht, einen für Word usw.)

Diese ganze Multicoregeschichte macht die Anwendungsentwicklung schizophren:

Entweder wird sehr einfach ("Was kümmert es mich? Pfff - genug CPUs sind ja da - Optimierung führt nur zu neuen Bugs")

Oder sehr schwer ("Hey Klasse! Wenn ich mein Programm optimiere kann ich nun mit der Anzahl der Cores mitskalieren!")

iBrain

Von: Thyl (MacGuardians) | Datum: 28.07.2006 | #46
Oder wie eine Größe im Geschäft neulich formulierte: Der Freifahrtschein für Software-Entwickler, wo sie von der immer schnelleren Hardware kostenlos mitgenommen werden, ist abgelaufen.