ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 4343

Virtualisierung ist in -- aber Microsoft zu kompliziert

Kein VirtualPC mehr für Intel Macs

Autor: flo - Datum: 08.08.2006

Boot Camp verstehe ich persönlich immer noch nicht wirklich, insbesondere die freiwillige Anwendung ohne Not, aber ich möchte keinesfalls die generelle Sinnhaftigkeit einer Multi-OS-Umgebung anzweifeln. Einen wesentlichen Schritt weiter als Boot Camp geht eine echte Virtaulisierung wie Parallels Desktop, die es ermöglicht, mehrere Systeme parallel laufen zu lassen. Auch VMWare wird nun eine Lösung für den Mac anbieten und sucht schon einmal Betatester. Ein anderer Anbieter, der bislang mit einer Emulation für PC-Software auf dem (PPC-)Mac sorgte, verabschiedet sich: Microsoft. Das mit Connectix übernommene VirtualPC wird es für Intel-Macs nicht mehr geben, so unter anderem bei MacNN zu lesen. Der Aufwand sei zu groß, und so kommt es, wie von Anfang an vermutet. Warum sollte MS auch ein gesteigertes Interesse daran haben, eine Umgebung auf Macs zu schaffen, in der Windows läuft, wenn bereits andere Hersteller diese Umgebung schaffen? Da verkauft man doch lieber einfach nur Windows. Impact für Mac-User: Quasi gleich Null. Eigentlich wie immer, wenn Redmond irgendetwas nicht mehr anbietet.

Kommentare

@flo

Von: goldaccess | Datum: 08.08.2006 | #1
Sag mal, machst Du den Guardians-Laden momentan allein? ;-)

(Hut ab, das ist viel Arbeit, bei so vielen Artikeln)

Impact?

Von: Timo | Datum: 08.08.2006 | #2
Wird es denn Virtual PC für PPC unter Leopard geben? wenn nicht -> impact.

timo

Von: nico | Datum: 08.08.2006 | #3
virtualpc fuer ppc gibt es doch. warum sollte das nicht unter 10.5 laufen? und so wie ich es verstanden habe, demnaechst sogar kostenlos...

Boot Camp

Von: supercollider | Datum: 08.08.2006 | #4
eignet sich hervorragend zum zocken (was Parallels nicht tut). Vor allem kann man diese wenn Sie mal ein Jahr alt sind wunderbar billig shoppen.

@nico

Von: ein stänkerer | Datum: 08.08.2006 | #5
afaik gibts virtualpc fuer pc kostenlos, aber nicht virtualpc fuer ppc resp. mac ;-)

btw. würde meine schlagzeile lauten: M$ gibt auf! 8-))

@ goldaccess

Von: ghme | Datum: 08.08.2006 | #6
Tja, nach so einer Keynote gibt´s halt nur wenige Non-Mac Themen, daher sind die anderen -darauf spezialisierten- MGs so still.

Und es kann durchaus auch sein, dass es dem einen oder anderen -sagen wir mal überkritischen- Switch-Skeptiker die Sprache verschlagen hat.

Ich meine, wenn ich die ganze Zeit predige wie dunkel die Zukunft sein wird und dann gehen am Horizont gleich mehrere Sonnen auf, würde ich mich auch lieber mal in die Ecke zurückziehen und mal über meine mir eingebildete Welt nachdenken...

war zu erwarten

Von: wlanboy | Datum: 08.08.2006 | #7
Parallels ist einfach besser als VPC. Überdimensional besser als VPC. Das hat MS eingesehen und hat den Markt geräumt.

Bootcamp ist außerdem für alles gut, was Parallels nicht kann. z.B. nativer Zugriff auf die Grafikkarte ;-)

Aber sonst gebe ich Floh recht, außer Spielen kann man mit Bootcamp kaum etwas sinnvolles machen (in meinem Anwendungsbereich).

PS:
Flo, eine sehr gute Leistung, soviele, so qualitativ hochwertige Artikel lässt einem MG gerne öfters am Tag ansurfen.

Da vergisst man beim vielen Lesen sogar Münch... Kaihausen :D

Echt so gut?

Von: Prach | Datum: 08.08.2006 | #8
Parallels hatte ich mal unter Windows und unter eComStation ausprobiert (da hieß es aber anders, weil es von Serenity System vertrieben wurde) und fand es sehr instabil, mit großen Problemen bei der Grafikansteuerung (Artefakte auf dem Bildschirm usw.). Mag sein, daß die neue Version grundlegend überarbeitet wurde.

Der Grund fuer den kauf von Connectix.

Von: ERNIE | Datum: 08.08.2006 | #9
Meiner Meinung nach hat M$ damals doch nur Connectix gekauft, um die VPC-Technologien und das enthaltene Know How fuer die XBOX 2 zu nutzen.

ernie

Von: nico | Datum: 08.08.2006 | #10
vor allem, um technologisch verpatztes wieder boden gut zu machen. gerade bei servern spielen virtualisierungen 'ne grosse rolle. und da hatte microsoft gegenueber vm-ware nix zu melden. ist wohl immer noch so.

Sinn vom Boot Camp…

Von: psh | Datum: 08.08.2006 | #11
…ist vorhanden, um mal eben Half-Life 2 oder so was in der Art zu zocken (wann kommt eigentlich Episode 2?). Das will ich auf jedenfall weiter können, wenn ich meine AMD-Dose ungefähr Ende September gegen einen schönen neuen Mac Pro ersetze. Das 933-MHz-iBook ist halt nicht allen Aufgaben gewachsen.

Viel schlimmer ist, daß ...

Von: Philipp | Datum: 08.08.2006 | #12
MS wohl Visual Basic in der nächsten Office für Mac Version nicht mehr unterstützen wird! D. h. daß alle Makros in Exceldateien vom PC am Mac nur noch unter Excel 2004 (komplett) funktionieren werden ...

[Link]

Für Unternehmen, die MS Office ernsthaft einsetzen wollen, scheiden Macs damit aus!

Macht nichts

Von: Marcus | Datum: 08.08.2006 | #13
<sarc>Da VPC für Windows ja nun kostenlos ist, kann man es halt unter Parallels einsetzen.</sarc>

Office

Von: lowsurfer | Datum: 08.08.2006 | #14
"Für Unternehmen, die MS Office ernsthaft einsetzen wollen, scheiden Macs damit aus!"

[Link] "...Stattdessen wolle man die Unterstützung von AppleScript und des Automators von Mac OS X 10.4 verbessern.

Erik Schwiebert, Software Design Lead bei Microsofts Macintosh-Abteilung, findet den Verlust von Visual Basic nicht tragisch. Zum einen sei es schon seit Jahren sehr schwer zu warten gewesen, zum anderen sei die Skriptsprache auf dem Mac nie wirklich kompatibel zur Windows-Version gewesen."

Es tangiert also mal wieder niemanden.

@lowsurfer

Von: miniMe | Datum: 09.08.2006 | #15
da hab ich andere Erfahrungswerte:

ein Berufsschullehrer, ambitionierter VBA-Programmierer den ich gerade damit überzeugen konnte wird sich nicht darüber freuen, auch einige Schüler in seiner Klasse würden das nicht mögen.

Man wird sehen ob das MacOffice das übersteht, wenn ein haufen Switcher das Windows-Office nutzen, das sie eh noch haben da es ja auf intelmacs mit wine oder crossover oder parallels läuft. Würde M$ sicher Entwicklungskosten sparen.

Jedenfalls ist VBA ein vordefinierter Satz an Klassen und Methoden, und nur ein kleiner Teil ist Systemabhängig und deswegen inkompatibel. Die wenigsten Formular-Skripts sind betroffen.


Auf der anderen Seite ist Applescript/Automator wirklich die sinnvollere Variante, vielleicht wird man ja darum bald beneidet.
Und ein AS<->VBA Konverter würde alle Wogen glätten.

M$ Office

Von: iBrain | Datum: 09.08.2006 | #16
Ist doch schon was da:

[Link]

VOLL OFF-TOPIC!

Von: Takeo | Datum: 09.08.2006 | #17
Hallo!

Ich schreibe derzeit an meiner Hausarbeit und benötige daher ganz dringend Daten!
BITTE geht auf diese Website und macht die Umfrage. Dauert 30-40 SEKUNDEN! DANKE liebe MACIANER!!!

[Link]

Grüße,

Takeo

@Takeo

Von: V | Datum: 09.08.2006 | #18
HI Deine Fragen sind echt pro Viebrock...
bei edlichen Fragen fehlen weitere Auswahlmöglichkeiten, welche auch negative antworten zu einer Frage zulassen bzw. individuelle Antworten ermöglichen....
Wie gesagt du solltest deine Hausarbeit nicht nur in Richtung Pro Hausbau lenken sondern auch seine NEgativen Seiten beachten...
Aber das hier ist das Falsche Forum für solche Sachen...
MFG V

@V

Von: Takeo | Datum: 09.08.2006 | #19
Danke, dass Du dich trotzdem damit auseinandergesetzt hast! Ist eine große Hilfe!!

Also bisher ist Bootcamp...

Von: Stefab | Datum: 09.08.2006 | #20
...die einzige Lösung, die mich interessiert. Alle anderen bieten keine direkte Grafikkartenunterstützung.

Und mal ehrlich: Wofür soll Windows noch gut sein, ausser zum zocken?? ;-p

Es wäre natürlich bequemer, die Windows-Spiele gleich aus Mac OS X heraus starten zu können, aber bis dahin bleibt Bootcamp erste Wahl.
Die Neustarts die dafür notwendig sind, halte ich nicht für besonders störend, da einerseits möglichst alle verfügbaren Ressourcen fürs Spiel zur Verfügung stehen sollten, und da ists eben besser, mal nur Win und nicht OS X noch dazu im Speicher zu haben und andererseits, wenn man mal was zockt, dann tut man das meist eh länger und da fallen die 30 sek bis 1 min für den Neustart kaum ins Gewicht.

Ideal wäre für mich eine Lösung, welche OS X um DirectX Bibliotheken usw. erweitert (was man eben sonst noch so für Win-Spiele braucht) und dazu gar kein Windows in den Speicher laden muss.
Also sollte dann nur OS X mit den zusätzlichen Bibliotheken und das Win-Spiel im Speicher sein.
Allerdings wäre das vermutlich auch nicht das beste für den Mac-Spielemarkt selbst. Aber das wird dann auch den meisten egal sein, wenn man eh alle Windows-Games aus OS X heraus zocken kann, vorausgesetzt, die Performance-Einbußen sind nur minimal.

@ ghme

Von: Stefab | Datum: 09.08.2006 | #21
Also ich weiß nicht, mir wäre es deutlich lieber, Apple hätte mit IBM und co. den PowerPC soweit gepusht, dass Intel & co. nur mehr die Rücklichter sehen.

Auch wenn man dann keine Win-spiele und Win-Apps in nativer Geschwindigkeit verwenden könnte, denn so wichtig ist mir das nun wirklich nicht.
Da wäre es mir schon lieber, Mac-Software in nativer Geschwindigkeit verwenden zu können und Win-Software in etwas ähnlichem, wie Rosetta. Also umgekehrt, wie es heute ist.

Auch wenn die Hardware toll ist, im Profibereich fehlt einfach zu viel native Software, am schlimmsten ist es wohl im Audio-Bereich, wo man bei den Plug-Ins nach dem Wechsel zu OS X ein zweites mal bei 0 anfängt, das treibt viele zu Windows. Bei Grafik und Video ist es auch nicht gerade rosig, ausser man verwendet nur Apple Programme.

Die Hardware kann sich wirklich sehen lassen und in 1-2 Jahren werde ich wohl auch zuschlagen, aber vorher höchstens als Zweitmac, dafür habe ich aber z.Zt. zu wenig Geld, es ginge sich höchstens etwas wie das MacBook aus, aber das bringt es nicht, wegen Intel GMA 950 - Schrott. Denn wenn schon Intel-Mac, dann mit den Vorteilen, sprich: Windows-Spiele. ;-)

Ach ja, fast hätte ichs vergessen: Ich finde es sehr schade um die PPC-Plattform, welche nun vermutlich ganz aus dem Desktop-Bereich verschwindet, was wiederum weniger Konkurrenz und weniger Vielfalt bedeutet. Daneben bin ich mir ziemlich sicher, dass PPC-CPUs mit weitaus weniger finanziellem Aufwand auf gleichen Stand mit x86 gebracht werden können. Wie hätte man sonst immer so gut mithalten können?

Aber es war nicht der Fehler von Apple zu Intel zu wechseln, sondern es war der Fehler von Microsoft, dass sie anno 1995 nicht auf den PPC umgestiegen sind. (mit x86 Emulation für DOS-Software) Denn dann wären wir wohl heute schon ein paar CPU-Generationen weiter.