ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 4348

10.5 wird toll, oder?

Das große Ganze schon entdeckt?

Autor: flo - Datum: 13.08.2006

Es ist doch immer wieder dasselbe, und sich wortreich diesem (scheinbaren) Automatismus entziehen zu wollen ist in vielen Fällen eher Alibi: bei Keynotes fasziniert oder enttäuscht, in jedem Falle fesselt vor allem die Hardware. Oder nicht vorgestellte Hardware. Selbst der Aktienkurs reagiert mittlerweile schon, wenn auf einer WWDC keine iPods vorgestellt werden. Und über was kann man nun nach der WWDC am meisten lesen? Über den Mac Pro, wieviel schneller er in jenem Test ist, wieviel langsamer in jenem, wie enttäuschend oder wie wahnsinnig der Rechner ist, den die meisten von uns in naher wie mittlerer Zukunft nicht besitzen werden. Und derweil dümpelt im Netz bei Apple eine Seite vor sich hin, die zehn Features des neuen Systems zeigt, welches in einem Jahr wahrscheinlich die überwiegende Zahl der Macbesitzer nutzen werden. Ein paar Vorbemerkungen: Natürlich ist es leichter, die Hardware zu diskutieren, diese lässt sich zum einen in Zahlen bewerten und ausdrücken, so dass man sie auch ohne davor zu sitzen (zu einem Grad) beurteilen und vergleichen kann, zum anderen ist sie im Gegensatz zur Software mehr oder minder tatsächlich verfügbar -- die Software ist lediglich grob umrissen und in einer frühen Phase der Entwicklung. Dieses Stadium ebenso wie die naturgemäß schwere Beurteilung von Software aus der theoretischen Ferne macht Lob oder Tadel zu OSX 10.5 zum jetzigen Zeitpunkt etwas schwierig. Und die, die vielleicht etwas mehr und fundierter loben, tadeln oder zumindest kommentieren könnten, die Entwickler, die dürfen nichts sagen.

Software, auch das OS, sind jedoch oft zu Dingen fähig, die 20 CPU-Kerne ansonsten kaum zu leisten imstande sind: sie macht uns leistungsfähiger. Sie kann uns zumindest leistungsfähiger machen, selbst wenn uns manches Stück Software seit Jahrzehnten das Gegenteil beweisen möchte. Auch das OS hat dieses Potential, auch wenn das OS selbst eigentlich keine Produktiv-Software ist. Bestes (subjekives) Beispiel hierfür ist Exposé, über das ich in einigen Jahrzehnten durch wahrscheinlich stark getrübte Augen in einem Geschichtsbuch lesen möchte, dass es einen Meilenstein im Benutzerinterface darstellte. Einen von vielen vielleicht, aber immerhin. Exposé machte (mir) das Leben mit einem Schlag auf derselben Hardware so unermesslich leichter, dass ich heute nach fünf Minuten an Rechnern eingehe, die kein Exposé bieten und mich mit der Maus verzweifelt in die Bildschirmecken klopfend vor dem Bildschirm zurücklassen.

So bin ich also kein Entwickler, habe von 10.5 nicht mehr gesehen, als Apples Website (und diverse andere Seiten im Netz) Preis geben und habe den wirren Anspruch, Apple möge mir mit jedem Release noch ein Feature vom Schlage Exposés in die Hand geben. Und trotzdem -- oder gerade deswegen -- frage ich: Ist da sonst gar nichts mehr? (Danke, Mr. Spock, für diesen Ausspruch)

Um es anders zu formulieren: Wo ist eigentlich das "große Ganze" hinter 10.5? OK, Steve Jobs meinte, das tollste könne er noch gar nicht zeigen, weil Redmond schließlich nicht zu schnell kopierwütig werden solle. Ein Schelm, wem postwendend der Gedanke käme, dieser "geheime Part" sei einfach noch nicht präsentationsreif, auch mit noch so vielen Backupsystemen. Aber sei's drum.

Das "große Ganze" zeichnet sich ohnehin dadurch aus, dass es mehr als die Summe seiner Bestandteile ist. Manchmal, auch das zeigte die (Apple-)Geschichte, ist das "große Ganze" leider auch durch die Summe aller Bestandteile nicht zu erreichen -- oder ist jemals etwas aus "Web-Services for the rest of us" geworden? Weder .Mac noch Dashboard können das sein, was Apple damals wirklich im Sinn hatte. Dass die Realität des Alltags und/oder die technische Entwicklung Ideen oder deren ersonnene Umsetzung obsolet machen können ist normal und nicht weiter wild. Dashboard ist möglicherweise mittlerweile die wesentlich sinnvollere Auslebung von Webservices als ein Softwarekonstrukt wie Sherlock.

Aber der Punkt ist: Wo ist heute, wo war in der 10.5-Preview, der Blick nach vorne? Wo war die Aussage, wohin Apple gehen will? Wo war die Idee hinter allem? Was ist das Ziel?

Ich kann mich an großartige Keynotes erinnern, an Apples "Internet Strategie" (die, nunja, nie recht was wurde ;), an die ursprüngliche OSX-Präsentation, an "Webservices for the rest of us", an die Verknüpfung der iApps, an das leidenschaftliche Plädoyer von Steve Jobs, welchen großartigen Nutzen Apple jedem seiner Rechner mitgäbe, auch an die 10.3-Vorstellung mit dem "user-centric" Finder, von dessen Ergebnis man weiterhin halten möchte, was man mag.

10.5 könnte eine der wichtigsten Versionen werden. Apple setzt derzeit vehement auf Marktanteil. Nicht, dass sie das nicht früher auch schon versucht hätten, aber die Zugewinne bei den Mac-Verkaufszahlen deuten ja nun tendentiell darauf hin, dass Apple derzeit möglicherweise diesem Ziel so nahe ist wie nie zuvor. Mit BootCamp geht man so aggressiv vor, wie Apple ohne völlig den Verstand zu verlieren nur gehen kann, um Switcher anzulocken.

Doch gerade die Switcher gilt es zu überzeugen, dass OS X das bessere System ist. Über die Hardware wird man nie (viele) Switcher generieren können, zum einen weil es eh diesselbe ist wie bei den Konkurrenten (mit der Andersartigkeit hat es auch nie funktioniert), zum anderen, weil die Hardware überwiegenden Teilen der Käuferschaft doch "so wurscht ist wie g'rad noch was".

Wenn das nicht einmal ein geradezu prädestinierter Augenblick für eine von Jobs' legendären Reden ist, eine Rede, in der er enthusiastisch den Mac feiert, das System feiert, die Möglichkeiten feiert, in der er erklärt, warum und wieso Apple eine Sache macht, und warum ausgerechnet so wie sie es tun. Richtig, die Macworld im nächsten Jahr bietet dazu noch Gelegenheit genug, doch sind es doch auch (oder gerade!) die Entwickler, die von einer Plattform überzeugt werden wollen oder sollten. Technische Einzelheiten gibt es in den Hands-on-Sessions zur Genüge, da braucht es keine Keynote dazu, so unterhaltsam und gut vorgebracht die Parts auch waren.

Was weiß man nach dieser Preview denn von 10.5? Nicht mehr als zuvor auch. Nicht einmal die Features lassen sich wirklich beurteilen, zu viele Fragen lassen sie offen, zu viele Dinge bleiben unausgesprochen. In der Werbung spricht Apple eine deutliche Sprache, stellt dem Mac dem PC direkt gegenüber, und das in verschiedensten Szenarien. Botschaft: Ein Mac kann dasselbe wie ein PC, nur besser, schneller, selbstverständlicher, und ohne den Ärger, den PCs so mit sich bringen. Eine solch deutliche Sprache fand Apple rund um 10.5 noch nicht.

Aber noch ist ja Zeit.

Kommentare

Das, was über 64-bit gesagt wurde halte ich schon

Von: KnoblauchTraubeNuss | Datum: 13.08.2006 | #1
für signifikant. Vor allem die Tatsache dass 32-Bit Software problemlos darauf laufen soll. Endlich 64-Bit GUI und damit ein NUTZBARES 64-Bit OS X.

Bezüglich der Features? Lassen wir uns überraschen.

10.5 Man sah es

Von: pm | Datum: 13.08.2006 | #2
Wenn man die Präsentation ganz genau anschaut wird offensichtlich, dass TimeMachine visuell gesehen ein dreidimensionales Objekt ist. Die Fileverwaltung dazu hat Apple patentiert (sieht wie ein Hypercard stack aus) TimeMAchine ist weit mehr als Backup - es kann mit Novell Synchronisation verglichen werden.
Was wir auch gesehen haben, dass alles nun ein Objekt ist mit vielen Eigenschaften.
Beispiel Mail Objectforms mit allen möglichen Methoden verknüpft wie z.B to-do lists.

Das File-System wird alles als Lists beliebig darstellbar generieren können und hier hilft Core Animation.

Es gibt keine Files mehr nur noch Objekte.

Schön geschriebener Artikel!

Von: Olli S. | Datum: 13.08.2006 | #3
Ein schöner, kurzweiliger Artikel! Muss man ja auch mal sagen....schreiben :)

Grüße, Olli

icongrid

Von: Andi | Datum: 13.08.2006 | #4
Es gibt endlich ein einstellbares Grid für die Icons auf dem Desktop. Finde ich sehr gut!

64Bit Support ist wichtig!

Von: tjp | Datum: 13.08.2006 | #5
Mittlerweile passen in Desktoprechner schon 16-32GB RAM rein und die will man auch nutzen können. Es ist nicht einzusehen, warum MacOS X Applikationen auf 2/3,5GB Speicher begrenzt sein sollen.

Was Apple sonst noch in 10.5 einbauen wird, wird man sehen. Schön wäre es, wenn sie eine Lizenz für ZFS erwerben würden und HFS+ in die Tonne treten würden.

Sanfte Revolution..

Von: raller | Datum: 13.08.2006 | #6
10.5 wird nicht völlig anders aussehen oder zu bedienen sein wie 10.x zuvor. Es gibt mehr coole Effekte, mehr Power unter der Haube und mit etwas Glück auch einen neuen Finder, der dem Alten ähnlich sieht. Irgendwie sieht auch Windows oberflächlich so aus.
ABER:
Ich kann ohne das Dock nicht mehr flüssig arbeiten, ich versuche permanent auf allen Computern Dashboard zu nutzen, Expose bestimmt meine Art, zwischen Programmen zu wechseln. Die neue Leichtigkeit wird mit 10.5 fortgeführt und in einem Jahr selbstverständlich erscheinen und erst auffallen, wenn der benutzte Computer nicht unter 10.5 läuft.
Spaces ist als Idee nicht neu, kommt aber aus der Nische ins Rampenlicht, Timedingsbums macht Computerarbeit Arbeitsfehlertoleranter ( endlich ! ) und aus Mail und Ical wird ( Copycat ?? ) etwas wie Entourage. Naja, der Nutzwert des OS steigt und damit die Fähigkeiten des Rechners. Mein alter G4 kam mit OS 9.0, glaube ich, und hat jede Menge Tricks dazugelernt bis 10.4. In 9 Monaten kann er wieder mehr und nur Rückblickend kann man den wahren Fortschritt ermessen. Leopard wird wahrscheinlich ein neues Dateiverwaltungssystem haben, welches auch ein besseres Spotlight ergibt, mehr Netzwerkfähigkeiten auf Dateiebene, vielleicht auch Multitasking im Finder, mit Sicherheit auch größere Icons ( Frontrow-like ) und darüber auch eine verbesserte Vorschau, alles Dinge, von denen man eher sagt: Warum nicht gleich so? Und nicht: Wow!
Und diese Dinge fallen erst nach ein paar Monaten so richtig auf.
Am letzten Ibook war das beste Feature das Scrolling-Trackpad, simpel und trotzdem enorm effektiv. Jedesmal am PC-Laptop versuche ich wieder zu scrollen...
Ich erwarte keine Hammerfeatures, aber eine elegante Verbesserung an allen Ecken von OSX. Und darauf freue ich mich schon :-)
Raller

@tjp

Von: KnoblauchTraubeNuss | Datum: 13.08.2006 | #7
ZFS wäre super. Gab es da nicht mal eine Meldung, dass Apple mit Sun bez. Portierung im Gespräch sei? Könnte eines der neuen Features sein...

Öhm, der Aktienkurs ging nicht wegen der Keynote runter Flo

Von: miniMe | Datum: 13.08.2006 | #8
Flo, hast du wirklich das mit den Aktienoptionen nicht mitbekommen? Ohne Geschäftszahlen sind Anleger meistens zurückhaltend. Verständlich.

Leopard ist geil

Von: miniMe | Datum: 13.08.2006 | #9
Jeder Torrentbewanderte kann das jetzt nachvollziehen.

Mein Eindruck (Reihenfolge ohne Bewertung)

1. Time Machine
..sowas von cool umgesetzt, doch am wichtigsten: es ist sofort nützlich (nicht wie Dashboard)
2. Speed
wesentlich besser als der lahme Tiger
3. Spaces
JAAA! VirtueDesktops 2.0!
4. Finder
bin ich noch nicht durch (kann also nicht sagen ob so wenig neues bei ist, dass ein neuer Finder warscheinlich wäre), da kann ggf unter der haube einiges anders sein

Hintergrundtechnologien die wir heute noch nicht mal verstehen und nutzen können, da ist Bonjour Kinderkacke gegen.

Verzeiht meine harten Worte

gute ideen alleine....

Von: www.haasenton.at | Datum: 13.08.2006 | #10
ich kauf mir nicht oft ein handy, aber nach der isyncfunktion nach nem neuen zu suchen ist mühsam......

apple sollte sich auf nützliche features konzentrieren, die auch weiterentwickelt und uptodate gehalten werden.

was nutzt das neue wenn es nur halbe sachen sind, und die resourcen das althergebrachte zu erneuern fehlen..

@flo

Von: kaos | Datum: 14.08.2006 | #11
sehr guter artikel. nicht nur gut geschrieben, sondern auch wahr. danke.

"Aber noch ist ja Zeit. "

Von: ein stänkerer | Datum: 14.08.2006 | #12
" Ich kann mich an großartige Keynotes erinnern, an Apples "Internet Strategie" (die, nunja, nie recht was wurde ;), an die ursprüngliche OSX-Präsentation, an "Webservices for the rest of us", an die Verknüpfung der iApps, an das leidenschaftliche Plädoyer von Steve Jobs, welchen großartigen Nutzen Apple jedem seiner Rechner mitgäbe, auch an die 10.3-Vorstellung mit dem "user-centric" Finder, von dessen Ergebnis man weiterhin halten möchte, was man mag. "

ihr regt euch doch sonst ständig darüber auf, dass jobs viel zu viel marketing bla-bla absondert. tut er´s dann mal nicht, ist´s euch auch wieder nicht recht... ihr solltet euch mal entscheiden!

"10.5 könnte eine der wichtigsten Versionen werden. Apple setzt derzeit vehement auf Marktanteil."

offizielles ziel: apple von einem 10 mrd.$ zu einem 20 mrd.$ geschäft zu machen

" doch sind es doch auch (oder gerade!) die Entwickler, die von einer Plattform überzeugt werden wollen oder sollten. "

Entwickler überzeugt man imho nicht durch marketing bla-bla / ne tolle show. sondern durch:

" Technische Einzelheiten ... in den Hands-on-Sessions "

" da braucht es keine Keynote dazu, "

ebend! die keynote war doch nur ein kleiner teaser für die journallie und die mac-fangemeinde.

"Was weiß man nach dieser Preview denn von 10.5? Nicht mehr als zuvor auch."

aha?

" Nicht einmal die Features lassen sich wirklich beurteilen, zu viele Fragen lassen sie offen,"

aha?

"In der Werbung spricht Apple eine deutliche Sprache, ... Eine solch deutliche Sprache fand Apple rund um 10.5 noch nicht."

das kommt schon noch früh genug - da bin ich mir ganz sicher! hoffentlich machen sie dann aber auch mal ne werbekampagne, die die deutschen pc-dödel anspricht und von ihnen verstanden werden kann.

Leopard Server

Von: Patrick | Datum: 14.08.2006 | #13
mag für viele kein Thema sein. Aber wenn man sich mal die Spezifikationen anschaut und was das Teil alles kann, kann man unter Umständen auch noch etwas auf den Client reflektieren. Die wichtigsten Punkte beim Leo Server sind für mich: als Arebitsgruppen-Server ist das Ding mit ein paar Klicks konfiguriert und einsatzbereit. Alles wichtige wird wie in den Systemeinstellungen konfiguriert. Weiterhin kommt das Ding einem Exchange-Server ziemlich nahe, zumal auch Outlook-Clients eingebunden werden können. Umgekehrt kann ich jeden neuen Client extrem simpel in den Server einbinden, da dieser die Dienste, die der Server anbietet, automatisch erkennt und per Assistenten konfigurieren lässt. Das nenne ich extreme Vereinfachung von Alltagsaufgaben, was es sonst im Markt in dieser Form nirgends gibt.

Das ist natürlich für den Heimanwender uninteressant, aber jede kleine Agentur, die ein paar Rechner besitzt, könnte so ihren Workflow extrem simpel optimieren und auch selbst verwalten. Das nenne ich revolutionär.

"Kurzer" Kommentar von mir ;)

Von: wargum | Datum: 14.08.2006 | #14
Irgendwie passt meine Wahrnehmung so gar nicht zu deiner, lieber flo, hast du dir die Keynote wirklich einmal angesehen?

- Apple war voller Angriffslust (Serlet und Jobs machen sich (mal wieder) über Vista bzw. MS lustig, "Hasta la vista, Vista" und "Introducing Vista 2.0" auf Plakaten, Preisvergleiche mit Dell, Macs sind nicht teurer:"so let's bust that myth together")

- Mac Pro und Xserves kamen sehr gut an, kompletter Verzicht auf iPod & iTMS (Nach der kurzen Einleitung: "And now I'd like to get on to the subject of today, which – of course – is the Mac.")

- Apple bekräftigte Entwickler von der Richtigkeit der Entscheidung, für den Mac zu entwickeln ("You've come to the right platform"-Plakat, Jobs zeigt Mac-Wachstum im Vergleich zum PC, stärkstes Mac-Quartal ever, 50% der Mac-Käufer in Apple Stores sind Switcher, halbe Millarde Umsatz in Apple Stores mit Produkten von Drittherstellern ("your products")) und Jobs dankte den Entwickler für all die Universal Binaries.

Alles in allem fand ich die Keynote äußerst überzeugend. Die Entwickler wurden nicht mit iPods gelangweilt, sie war persönlich, straight-forward und unterhaltsam. Die Stimmung im Publikum (das ja zum überwiegenden Teil aus Entwicklern besteht) war, dem Stream nach zu urteilen, äußerst positiv.

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Weiterhin teile ich nicht deine Auffassung, das die Hardware egal ist. Macs fallen durch ihr gutes Design auf, immer und überall. Das macht die Produkte für viele verlockend bzw. es weckt überhaupt erstmal ein Interesse, habe ich immer wieder festgestellt. Zitat eines Heizungsinstallateurs zu meinem PowerBook (Alu): "Oh, das ist aber ein schönes Notebook". Und natürlich der Klassiker bzgl. des iMac (sowohl mit G3 als auch mit G5 erlebt): "Der Monitor sieht ja cool aus!". Ja, und wenn man denen dann zeigt, dass der ganze Computer da drinnen sitzt, bleibt den Leuten die Spucke weg :-D

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Ob wir noch einmal eine der "legendären Reden" von Steve Jobs sehen, weiß ich nicht. Der Mann wird auch langsam alt, hat sich bei der Keynote sehr zurückgehalten und testet vielleicht schon mal einen geeigneten "Nachfolgediktator" ;-)

Ich weiß auch nicht, ob Apple das momentan nötig hat. Die letzte große Rede von Jobs war auf der letztjährigen WWDC. Da hat der begnadete Rhetoriker Steve Jobs die Entwickler auf den Switch eingeschworen, das muss man, egal wie man dem Switch gegenüber steht, anerkennen. Diese Rede war ein Geniestreich.

Apple geht es gut wie nie, das Wachstum ist da, der Mac wird immer stärker. Apple versucht aktiv Windows-Kunden zu gewinnen (mit "Get a Mac" und "Boot Camp") und das klappt, zumindest in meinem Bekanntenkreis, hervorragend.

Und nun zu Leopard und dem "großen Ganzen":
IMHO versucht Apple seit einiger Zeit die alten negativen Vorurteile loszuwerden, wie Ein-Tasten-Maus, hohe Preise und Inkompatibilität zum Rest der Welt (Insellösung). Der Trend geht dahin, ein Rundum-Sorglos-Paket anbieten zu können und weitere Kritikpunkte auszuräumen. Apple springt mit Spaces über einen weiteren eigenen Schatten, gewohnt elegant allerdings. Besser kann man virtuelle Desktops wohl nicht implementieren.

Angesichts der ~ 3,5 Architekturen, die Apple mit Leopard unterstützt, rechnete ich schon mit einem Feature armen Release. Pustekuchen. Wenn sich zum Gezeigten noch mindestens ein weiteres "Killerfeature" gesellt, kann man doch sehr zufrieden sein. Vor allem rechne ich zu 99% mit einem besseren (neuen?) Finder, gerade nach dieser Keynote! Der Finder war ja in der gezeigten Version identisch zu Tiger und das wäre bisher ein Novum, dass sich am Finder im Vergleich zur Vorversion nix verändert. Leute, da ist was im Busch! :-)
Anscheinend ist Mac OS X extrem modular, sodass man mal eben den Finder austauschen kann.

Mein Fazit:
Apple versucht erwachsener zu werden und aus der (Geek)-Nische herauszukommen. Ich wünsche viel Erfolg, auf dass das MS-Quasi-Monopol endlich fällt!

wargum

Von: Thyl (MacGuardians) | Datum: 14.08.2006 | #15
Der Finder ist ein Programm wie jedes andere auch, natürlich lässt er sich austauschen. Ersatz bieten einige Programmierer an und auch Apple kann das machen.

Auch Du konntest übrigens trotz entsprechendem Einstieg in Deinen Kommentar eigentlich auf nichts spektakuläres in 10.5 verweisen und bestätigst damit flo.

Wie auch die andere Kommentare. Vielleicht ist 64 Bit wirklich eine solche Aufgabe, dass es für einen Versionssprung reicht.

@thyl

Von: KnoblauchTraubeNuss | Datum: 14.08.2006 | #16
64-Bit ist wichtig, aber die nächsten paar Jahre eher für die Marketingleute.

Ich vermute einen komplett neuen Finder und ZFS. Jedenfalls kommt noch etwas Großes, sonst hätte man nichts angedeutet.

Exposé

Von: Zippo | Datum: 14.08.2006 | #17
Ich kann die Lobpreisungen von Exposé im Artikel nicht so ganz nachvollziehen, würde dies aber gerne.
Kann vielleicht jemand ein praktisches Beispiel nennen, wie Exposé die Arbeit erleichtern kann?
Danke!
Viele Grüße von Zippo!

ich tippe noch auf einen neuen Finder...

Von: @lias | Datum: 14.08.2006 | #18
Hallo,

da seit längerem plausibel gemunkelt wird, dass an einem neuen Finder gearbeitet wird, vermute ich darin das "TOP SECRET" - das Killer Feature von Leopard...

denn auf der WWDC wurde ein kaum veränderter Finder gezeigt. Und ein späterer Austausch wäre für die Entwicklergemeinde unkritisch, solange die Funktuionalität besethen bliebe.

Schwer zu sagen wie er aussehen könnte, aber CoreAnimations könnte z.B. genutzt werden um diverse Aktionen zu begleiten oder gar ein 3D Interface genutzt werden um Windows Vista wirklich alt aussehen zu lassen.

Warten wir es ab...


Aber auch der gezeigt Rest ist für mich völlig ausreichend um auf 10.5 umzusteigen. Time Machine ist das Beste, was ich bisher an Recovery gesehen habe... Wow!

iChat - die Gimmicks waren ja ganz schön und haben die wirkliche Neuigkeit fast an den Rand gequetscht: Remote Desktop inbuild - wow! Das ist der eigentliche Hammer neben Time Machine bisher.

Spaces - ja, werde ich nutzen - super umgesetzt. Aber die Funktionalität boten auch schon Shareware Lösungen für den, der es brauchte. Ich liebe eher mehr Bildschirmfläche.

Mail Vorlagen finde ich nicht so toll - hat mich eher erschreckt. Im deutschen Business Umfeld wird soviel gefiltert und sind soviele grausame EMail-Systeme im Einsatz, dass von diesen HTML Mails nicht viel sinnvolles ankommt. Ausserdem will ich nicht bei jedem "Hallo, gehen wir ins Kino?" gleich tonnenweise Bilder und Mist zugeschickt bekommen - einfacher ASCII Text reicht! Aber was soll ich sagen, mein ExChef hat auch am liebsten alles Word-Dokumente verschickt... die Nutzer sind wohl eben so... Ansonsten die intergration von Notes und ToDos ist nicht nur von Microsoft abgekupfert. Ich finde es dort in einem EMail Programm nicht so berauschend plaziert...

iCal - naja ganz nett. Weiterentwicklung ist ok.

Spotlight - nett, ich nutze es auf meinen alten Rechnern kaum, da oft zu langsam - zu oft werde ich ausgebremst. Dennoch ist es unverzichtbar und wirklich gut gemacht. Die Weiterentwicklung ist ok und nötig.

Accessibility ist ganz nett - werden wir Normaluser aus Deutschland vorerst kaum was von haben. Schön dass Apple aber daran arbeitet.

64Bit Unterstützung ist immer nocht nicht 100%ig in Leopard zu erwarten, wie auf den Developer Seiten zu lesen ist. Das jetzt alle wesentlichen Teile schon 64Bit fähig sind ist zwar mehr als Marketing-Gerede, aber werden wir wohl noch ein paar mal hören bis alles umgesetzt ist.

CoreAnimation - ich hoffe das es sinnvoll eingesetzt wird - z.B. um den Benutzer zu zeigen wohin Inhalte verschwinden - wo er sie weiderfindet. Aber bitte nicht zum wilden Animieren in Applikationen und damit Ausbremsen der Benutzungsschnittstelle... Aber insgesamt dürfte es künfig animierter zugehen auf unseren Macs... ist ja auch manchmal ganz schön anzusehen...

Ich freu mich heute schon auf 10.5...
und Vista kann bisher nicht dagegen halten!

schön geschrieben...

Von: supercollider | Datum: 14.08.2006 | #19
...trifft aber auch meine wahrnehmung nicht.

ich halte 10.5 allein mit den jetzt gezeigten features für signifikant! das wichtigste für mich ist die GROUPWARE funktionalität in zusammenspiel mit OSX server. DAS wir einem Büro wie uns viel bringen. endlich mal wieder PRO features!

@supercollider

Von: core icke | Datum: 14.08.2006 | #20
genau das meinte ich - mich hat nur ein kollege vom rechtzeitigen absenden abgehalten ;-) und mir ist die bezeichnung groupware nicht eingefallen ...

Exposé

Von: Konrad | Datum: 14.08.2006 | #21
ich nutze Exposé gern und oft. Vor allem beim Datenaustausch zwischen offenen Programmen sinnvoll und auch beim Kopieren von Daten (im Finder) sehr bequem. Nicht unverzichtbar aber eben genau das: bequem.
Die groupware-Funktionen von 10.5 erwarte ich auch schon sehnsüchtig. Wenn das Ganze jetzt noch mit dem Adressbuch funktionieren würde...

Toller Artikel

Von: b.chic | Datum: 14.08.2006 | #22
stimme supercollider zu, gut geschrieben aber ich kann flo nicht zustimmen.
1. bei einem Betriebssystem brauche ich kein "großes Ganzes". Ein Betriebsystem muss universell sein. Es soll mich unterstützen, wenn ich im Web surfe, wenn ich Briefe schreibe, Präsentationen erstelle usw. Ich finde es bezeichnend das flo von den einstigen Ankündigungen/Versprechungen eines "großen Ganzen" ausnahmslos enttäuscht ist.
2. wichtiger als die ganz großen Neuerungen sind mir die zahlreichen Detailverbesserungen. Es sind meist Details die gute von noch besseren Produkten unterscheidet. Auch wenn die Verbesserungen an Spotlight viele Kommentatoren im Netz nicht begeistern können, sie tun einfach not.
3. Ich finde in Leopard einzelne wirklich große Neuerungen, die allein genommen, die Anschaffung des Leos für mich rechtfertigen würden: iChat Theater und Time Machine. Auch die zunehmende GROUPWARE-Funktionalität sieht viel versprechend aus.
4. Von den "top secret"-Sachen würde ich mir nicht zu viel versprechen. Steve hat in der Keynote nichts von ganz großen revolutionären Dingen gesprochen. Es könnten auch eher Kleinigkeiten sein, die sie jetzt noch nicht zeigen möchten, insbesondere da es gerade die Details sind, an denen es meiner Meinung nach an Windows fehlt. An großartigen Technologien mit aufgeblasenen Bezeichnungen fehlt es Redmond sicherlich nicht. Denkbar wäre aber auch, dass diese Neuerungen mit zukünftigen Hardwareprodukten zusammenhängen, z.B. die patentierte Touchscreen-GUI.
5. Schön das man kontrovers diskutieren kann ohne die schlimmen P- und I-Worte zu gebrauchen ;-)

Exposé

Von: b.chic | Datum: 14.08.2006 | #23
kann mich schon gar nicht mehr erinnern wie drag and drop ohne Exposé funktioniert haben sollte. Gab's das damals schon? ;-)

Finder

Von: goldaccess | Datum: 14.08.2006 | #24
M.E. ist ein neuer Finder pflicht. Und der ist schlicht noch nicht fertig und deswegen wurde er nicht gezeigt. Unter dem Deckmantel "top secret" kann man ja einiges verstecken, was einfach noch nicht zeigbar ist.

MacGuardians: Kommentarfunktion

Von: goldaccess | Datum: 14.08.2006 | #25
BTW - bei mir sind seit einiger Zeit IMMER ALLE Kommentare als "Neu:" markiert...

EinMacUser

Von: @@lias - ToDos in Mail | Datum: 14.08.2006 | #26
"Ansonsten die intergration von Notes und ToDos ist nicht nur von Microsoft abgekupfert. Ich finde es dort in einem EMail Programm nicht so berauschend plaziert..."

Ich glaube, dass die ToDo Implementation in Leopard darüber hinausgeht. Es geht nicht darum, dass die ToDo Verwaltung in Mail implementiert wird, sondern systemweit Schnittstellten für die ToDos bereitgestellt werden. Es soll wohl möglich sein, aus beliebigen Programmen, so sie es denn vorsehen, Aufgaben zu erstellen.

In Mail kann man Text selektieren und daraus eine Aufgabe machen oder gar eine ganze Mail zur Aufgabe machen. Die sieht man dann auch in iCal, weil iCal die Zentrale für ToDos darstellen soll.

Ich finde dies genial, da hier der eigene Workflow erheblich verbessert wird und imho ein praktischer Mehrwert vorhanden ist. Für mich werden viele Mails zu Aufgaben und es ist dann so, dass ich in Mail und in iCal nachschauen muss, um einen Überblick über meine Aufgaben zu erhalten. Selbst mit Entourage und Outlook muss ich in zwei verschiedene "Töpfe" schauen, um den Gesamtüberblick zu erhalten.

Mit Leopard ist es praktisch fast nur ein Klick und die Aufgabe ist erstellt. Und ich kann die Aufgabe in welchem Programm (auch im PDA) auch beenden, der Status ist überall sichtbar (beim PDA natürlich nach dem Sync). D.h. keine mehrfachen Eingaben und Abgleich sind mehr notwendig. Und einen Überblick der Aufgaben erhalte ich mit einem Blick incl. der zugrundeliegenden Fälligkeitstermine.

Ich denke, dass sich dies in der täglichen Arbeit als große Erleichterung darstellen wird.

kommt mit groupwarefunktionalitaet

Von: core icke | Datum: 14.08.2006 | #27
ein iphone? oder mehr pda funktionalitaet in den ipod?

Zippo

Von: lowsurfer | Datum: 14.08.2006 | #28
"Kann vielleicht jemand ein praktisches Beispiel nennen, wie Exposé die Arbeit erleichtern kann?"

Eigentlich sieht man das auf der Expose Demo Seite recht gut: Schnelles Wechseln der Fenster, 10 Bilder in Photoshop auf, ein Klick und man sieht alle vor sich. Mal eben was vom Schreibtisch holen und ins Programm ziehen, ohne das Programm verlassen zu müssen. Das sind Dinge, die echten Komfort bringen.

@raller

Von: wonko_the_hopefully_sane | Datum: 14.08.2006 | #29
Stimme Dir voll und ganz zu. Geht mir 100% genauso.

@wonko_the_hopefully_sane

Von: KnoblauchTraubeNuss | Datum: 14.08.2006 | #30
Dito. Auch 100%.

Evolution

Von: wonko_the_hopefully_sane | Datum: 14.08.2006 | #31
Wenn ich so zurück blicke, habe ich das Gefühl, so _langsam_ entwickelt sich das OS um die Bedarfe und Anfordeugnen des Benutzers herum, und man wird nicht mehr so stark geknebelt wie vorher.
Ich such was? "boom!" wie His Steveness immer sagt, finde ich es. Einfach, effektiv und endlich ein wenig dem Workflow eines Benutzers angepasst. Sicher noch weit weg vom Idealzustand, d.h. ohne tiefer gehendes Wissen, einen REchner effizient bedienen zu können, aber um längen besser als das, was noch vor ein paar Jahren state of the art war.

Lustich

Von: klapauzius | Datum: 14.08.2006 | #32
Die Threads bei den MacWächtern.

Ich fände es schön, wenn Apple im eigenen UNIX-Betriebssystem mal die Berechtigungen in den Griff kriegen würde. Ich sage nur "Rechte reparieren". Ein UNIX-System, bei dem ab und an mal Berechtigungen einfach so durcheinanderkommen und das mittlerweile in Version fünnef, tolle Sache.

Dass das hier aber keinem mehr auffällt zeigt nur, man kann den Leuten heutzutage alles verkaufen. Zumindestens einigen Leuten.

Rechte reparieren?

Von: Konrad | Datum: 14.08.2006 | #33
dass das mit dem "Rechte reparieren" großer Quark ist, weißt du aber schon, ja?

Lieber Konrad

Von: klapauzius | Datum: 14.08.2006 | #34
warum denn ?

@Klapauzius

Von: goldaccess | Datum: 14.08.2006 | #35
"Ich fände es schön, wenn Apple im eigenen UNIX-Betriebssystem mal die Berechtigungen in den Griff kriegen würde."

Das ist allerdings wahr. Ich habe bei mir zwei User. Der eine für's G'schäft, der andere Privat.

Es ist immer wieder erschreckend, dass der eine User Sicht und Zugriff auf - einige - Ordner und Dateien des anderen Besitzt.

goldaccess

Von: miniMe | Datum: 14.08.2006 | #36
Da kann aber Apple nix für. Standardmäßig kann ein User nur in den Public/ eines anderen Users, außer Administratoren nach Passworteingabe.

Wenn bei dir mehr möglich ist, hast du (oder ein Programm in deinem Kontext) die Rechte im Benutzerordner verändert.

Apple Disk Utility repariert die Rechte aller Dateien aus Apple-Pkgs im Receipts-Ordner, was eigentlich nur Systemdateien und Apple-Software wäre. Deine User-Ordner musst _du_ prüfen. Wenn du das nicht kannst hilft nur Daten sichern und Benutzer löschen/neu erstellen.

Du kannst deinen Mac vor Veränderung immer mit Deep Freeze X f. Mac von Faronics (?) schützen, aber das kostet halt - dafür ist nach nem Neustart im alles so wie eingestellt.


Die Rechtereparatur ist jedenfalls eine Funktion die Apple so manch anderem System vorraus hat, und ich würde mich nicht über zusätzliche Wartungsmöglichkeiten beschweren.

@klapauzius

Von: Konrad | Datum: 14.08.2006 | #37
Soweit ich das verstanden habe, ist das mit dem Rechte reparieren ein Mythos. Beschwörung. Homöopathie. :)
Denn es ist wohl _nicht_ so, dass man die Rechte alle Naselang reparieren muss. Die Rechte KÖNNEN natürlich durcheinandergeraten - aber (ich bin kein Experte sondern gebe gelesenes wider) das passiert wohl äußerst selten

@klappa

Von: wargum | Datum: 14.08.2006 | #38
Du tust gerade so, als gäbe es bei anderen Betriebssystemen keine Probleme mit den Zugriffsrechten. Immerhin bietet Apple eine einfache Möglichkeit an, mögliche Fehler zu beheben. Also im Rechtemanagement von OS X ein ernsthaftes Problem zu sehen, halte ich für extrem gewagt ;-)

Btw: Mal sehen, wie MS die UAC noch für Vista hinbiegt.

Ach ja

Von: wargum | Datum: 14.08.2006 | #39
Wem Sicherheit sehr wichtig ist, kann ja auch sein Heimverzeichnis mit FileVault verschlüsseln!

filefault

Von: nico | Datum: 14.08.2006 | #40
und wem seine daten wichtiger sind, laesst es lieber bleiben...

@nico

Von: wargum | Datum: 14.08.2006 | #41
Wie meinen?

Ihr seid ja Experten

Von: klapauzius | Datum: 14.08.2006 | #42
"Die Rechtereparatur ist jedenfalls eine Funktion die Apple so manch anderem System vorraus hat"

Ach du meine Güte, soll man da lachen oder weinen ?

In keinem anderen UNIXoiden System gehen einfach mal so Berechtigungen hops, nochmal zum Mitlesen: In keinem anderen UNIXoiden System ausser OS X gehen einfach mal so Berechtigungen hops. Kapiert ? Da würden sich die Admins dieser Welt auch bedanken. Das ist schlicht und einfach ein FETTER BUG in OS X, den Apple nicht in den Griff kriegt. Wenn ich mir auf meinem mini so angucke was da so an Rechten durcheinandergeht (ich repariere regelmässig, und es gibt da auch immer was zu reparieren, insofern hört mir auf mit "äusserst selten"), dann kann ich nur sagen: Auf einen Server würde ich das System nie im Leben lassen.

Aber Hauptsache Dashboard kann jetzt auch Web.

Rechte reparieren

Von: M@rkus | Datum: 14.08.2006 | #43
Dieses Problem(chen) gab es tatsächlich, allerdings ist es bei mir seit Version 10.4.x (weiss nicht genau) verschwunden.

Ich war bisher davon ausgegangen, dass der oder die Fehler gefixt wurden ...?! Ich erinnere mich vor allem an Meldungen des Typs: We are using special permissions for ... im Zusammenhang mit dem Reparieren der Berechtigungen.

Auf jeden Fall gibt es bei mir in letzter Zeit nichts mehr zu reparieren an den Rechten.

Mit was für OS X Versionen taucht denn das Problem bei euch auf?

PS: Rechte reparieren

Von: M@rkus | Datum: 14.08.2006 | #44
Also derart krass wie Klapauzius habe ich das Problem ohnehin noch nie wahrgenommen ...

Hat jemand anderer ebenfalls so krasse Probleme ... oder handelt es sich hier um eine selbsterfüllende Prophezeiung von Klapauzius (OS X ist scheisse, Apple kriegt es nicht hin usw.) ... ;-)

Scherz beiseite ... es würde mich wirklich interessieren, wer die Erfahrungen von Klapauzius teilen kann und wer nicht.

Klappe, Klapauzius

Von: iBrain | Datum: 14.08.2006 | #45
Bevor man selbige weit aufreisst sollte man sich man vergegenwärtigen, wie die Programme installiert werden.

Falls du das begriffen hast, wird dir eventl. klar, warum die Rechte so sind, wie sie nicht sein sollten.

Falls dir es nicht klar sein sollte, dann halte bitte den Mund und schau dir erstmal an, wie die div. Application von div. Herstellern installiert werden und mit welchem User die Programm i.d.R. installiert werden und was sich nach einer Installation sich so alles verändert...

PS: Wenn du MacOS X bashen willst, solltest du bedeutend mehr Ahnung davon haben, es geht - aber es ist alles andere als leicht und mit ein bißchen Linuxgeklicker kommst du bei MacOS X nicht besonders weit...

Danke pm

Von: Gast | Datum: 14.08.2006 | #46
pm, Dein Kommentar war aus meiner Sicht der einzige, der ich mit dem angesprochenen KONZEPT eines Betriebsystems auseinandersetzte (der Rest erinnert mich an das für Ingenieure so typische "lösen wir erst mal die Teilprobleme", sorry Jungs…).

TimeMachine - über Geschmack läst sich streiten, aber die 40 Jahre 2D-Metapher eines Schreibtisch' (der in Büros grad mal groß wie ein Caféhaustischchen ist, 17") wird hier "erstmals" und sinnhaft durchbrochen; die brutale Rechenpower, coreanimation und wie das Graffl heißt, ermöglichen eine "neue" Sinnhaftigkeit, … mein Schreibtisch ist auch 3D "organisiert", das sog. "Kraterprinzip" wurde schon vor mehr als 15 Jahren am MIT propagiert… ging nur damals nicht aufm Rechner..... ein timeline-basierer Finder ist doch wirklichkeitsnäher als 10fach geschachtelte Unterordner ("der Einkaufszettel lag gestern aber noch DA!", nicht "der Einkaufszettel liegt im Fach "Notizen", im Karton "Privat", im Umschlag "wichtig"…)

Beim iPod gab's ja angeblich die Vorgabe "nie mehr als 3 clicks"… mit einer Zeit"leiste" spart man ne Menge clicks…

Schade, dass auf der byteburg offenbar mehr mit Chemikalien experimentiert wird als mit GreyMatter v.04… komm' Kai, lande mal wieder… ;-)

ibrain

Von: nico | Datum: 14.08.2006 | #47
etwas weniger impulsiv. hat nix mit bashen zu tun. kenne das auch nur zu genuege.
haben dual 2ghz g5 und quad. apples final cut studio. bei jedem(!) nachkommaupdate von osx, quicktime, fcs, treiber fuer capturehardware etc:
nach installation rechte reparieren. ist mittlerweile zum fast selbststaendigen "ritual" geworden. komischerweise werden auch immer verbogene rechte gefunden und repariert. und es sind standardinstallationen, nix weiter. und schau dir foren zum thema finalcutpro und andere pro-soft an. erster tipp wenn etwas nicht laeuft: rechte reparieren. meisstens lag es tatsaechlich dann auch daran. also tu nicht so, als wuerde dieses problem nicht existieren!

Rechte reparieren

Von: Andi | Datum: 14.08.2006 | #48
Also ich sehe das so, "Rechte reparieren" ist das was früher "Schreibtischdatei neu erzeugen" war.
Machen Mac-User immer sehr gerne, wenn was nicht will...
(Natürlich ist es technisch überhaupt nicht vergleichbar, mir geht es mehr ums philosophische :-) )

rechte

Von: wonko_the_today_especially_sane | Datum: 14.08.2006 | #49
Also ich habe noch nie probleme mit den rechten gehabt, auch wenn sie "durcheinander" waren. Die meiste zeit vergesse ich es, vor einem update die rechte zu reparieren. Da wird dann wenn ich es tue auch immer mal etwas gefunden, aber wie gesagt - war für mich bisher mehr optional. wenn es allerdings so wichtig ist, versthe ich nicht, weshalb installer das nicht selbständig durchführen vor der eigentlichen installation.

@Gast: Wegen Kai...

Von: uniMac | Datum: 14.08.2006 | #50
...gibts da nähere Infos was da so auf der Burg läuft? Ich warte da ja auch schon 'ne Weile. Kann mich noch lebhaft an seinen Auftritt bei der Computernacht im WDR im Heinz-Nixdorf-Museum in Paderborn(?) erinnern. Absolut mitreissend. Wenn man Reality-Distortion-Fields messen wollte, sollte man zuvor jedes Gerät mit Kai kalibrieren... ;-)

Also für News ausser Burg wäre ich ja empfänglich... Mein Link in meinem blog auf die Burg(en) bleibt jedenfalls wo er ist.

Seriously,

Von: Michael | Datum: 14.08.2006 | #51
‘Repair Permissions’ Is Voodoo

Sagt der Gruber. Scheint auch so sein, passt zumindest alles auf eure Beschreibungen.

Achja und wonko_the_today_especially_sane, ‘Repair Permissions’ Is Not a Recommended Step When Applying System Updates.

Sagt der Gruber auch.

@Michael

Von: wonko_the_today_especially_sane | Datum: 14.08.2006 | #52
interesting. Danke für die Info.

Apple hat viel zu tun!

Von: Chrissie | Datum: 15.08.2006 | #53
vor einem Jahr, also im Mai 2005, mache ich mit einem Kumpel einen Mac OS X-Test.

Hier stelle ich den euch mal zur Ansicht zur Verfügung:

[Link]

Viele der Probleme existieren heute noch. Apple sollte mal konsequent die Scheisse ausbessern, bevor sie neue disfunktionale features einführen.

Chrissie, Mac-Mini-PPC-Besitzer.

@uniMac

Von: Gast | Datum: 15.08.2006 | #54
nee, leider nix gehört - der muss mit dem Verkauf seines Ladens so grauenvoll viel Geld verdient haben, dass er's einfach nicht los wird. Habe anfänglich brav sein blog gelesen…- das verlor sich dann aber doch in so … "Trendforschergebrabble" (hieß der Horx?).

Gab vor ewigen Zeiten 'n Interview, da warf er die Frage auf, warum man in layouts Textmengen nicht per slider definiert - bei beibehaltung des inhaltes! … jo, der war schon drauf.. erinnert mich immer an Colani, der Krause.... ;-)

Und die urbane legende behauptet ja hartnäckig, er wäre bei MacOsX als ext. Berater beteiligt gewesen…- kann mir aber Steve und Kai nicht in einem Raum vorstellen, ich Kleingeist.-

@ Chrissie

Von: ein stänkerer | Datum: 15.08.2006 | #55
was kann apple dafür, wenn das problem vorm rechner sitzt?

@Chrissie

Von: miniMe | Datum: 15.08.2006 | #56
hab mir den verlinkten Test durchgelesen..

Das verdient eine Merkbefreiung über 6 Monate.

Ehrlich, respekt! So viel Mut, so ein Text, und was für eine eindrucksvolle Austrahlung auf den Bildern. Wirklich, hut ab, die Merkbefreiung hast du verdient.

Chrissie...

Von: Maxipeg | Datum: 15.08.2006 | #57
Trollali, Trollala...

@nico

Von: iBrain | Datum: 15.08.2006 | #58
Diese Probleme werden nur durch 3rd Party Programme ins System gebracht (ich reduziere diese Aussage auf *MEINE* Macs - ich eine pauschal aussage würde nur wieder die Standardbedenkenträger auf den Plan rufen). Ein Apple Installpaket kann per definitionem überhaupt keine Probleme bringen.

"Repair Permissions" repariert ja nur Apple Software und dies nur dann wenn zwischen installation und dem Aufruf des "Repair Programms" sich die Rechte der installierten Programme geändert haben.

Seit 10.4.6 funktioniert das etwas besser, da es inzwischen möglich ist, das Apple SELBER die Rechte verändern kann ohne die orginal receipts patchen zu müssen (dies reduziert die Meldungen deutlich).

Also, bevor du rum jammerst und immer "automatisch" Rechte Reparieren anwirfst, wäre es evtl. günstig sich zu informieren, WAS diese Funktion genau macht und wie sie funktioniert. Nur so als Hinweis - persönlich würde ich mir *NICHT* angewöhnen dieses Programm automatisch (ohne Grund) einfach mal so anzuwerfen - nur weil man glaubt das das mal gerade wieder günstig ist. Dieses Tool ist kein Maintenancetool - im Zweifelsfalle kann es Rechte so verändern, daß installierte Programme nicht mehr laufen, weil die sich einfach ein "eigenes" Environment geschaffen haben, welches leider mit dem Standardeinstellung von Apple kollidiert...

Chrissie

Von: Terrania | Datum: 15.08.2006 | #59
Klasse Artikel. Selten so einen fundierten Artikel eines WINusers gelesen. Er hat eindrucksvoll bewiesen wie dämlich ein User sein kann. Bestes Beispiel der USB WLAN-Stick und die Kernelpanic: Wer mit diesem WLAN Stick KEINE Kernelpanic bekommt, hat meinen Respekt. Die Treiber sind absolut unterirdisch. Aber wer 5 Euo 50 für den Original WLAN spart, hats nicht anders verdient. Dann die 256 MB RAM. Klasse. Selten so gelacht. Auch die anderen Windowsimmanenten Schwierigkeiten: Unbezahlbar. Wer Jahre des WIN-Brainwashing (und excessiven Billigbierverbrauch) hinter sich hat, der ist an sich sowieso schon eine jämmerliche Figur. Fazit: Fast alle Vorurteile eines WIN-Benutzers der WIN als Selbstzweck benutzt bestätigt. Köstlich die Stelle mit Garageband ... Kreativität ist Modding, nicht? Selber Musikmachen? OOOPS. Und der absolute Brüller: iPod. Dass ihr Jungs Euch im normalen Leben bislang nicht lebensgefährlich verletzt habt ist das einzige, was mich wirklich wundert. Ehrlich.

@iBrain

Von: klapauzius | Datum: 15.08.2006 | #60
Auf Deine Beleidigungen gehe ich jetzt mal nicht ein. Ich frage mich zwar, was das soll, aber manche Leute sind halt mit einem Wortschatz aus Blöd-Zeitung und Gute Zeiten Schlechte zeiten unterwegs.

Zu Deiner These, die Rechte würden durch "3rd party software" in's System gebracht: Wieso um alles in der Welt soll eine 3rd party software Rechte von Dateien verbiegen, die gar nix mit ihr zu tun haben ? Und bei mir haben die verbogenen Rechte nix aber auch gar nix mit irgendeiner installierten SW zu tun. Wie nico bereits schrieb, bei intensiver Nutzung gehen die Rechte halt hops. Was Herr Gruber dazu meint ist mir egal, ich weiss nur, dass verbogene Zugriffsrechte in einem UNIX-System sehr unschöne Auswirkungen haben können. Dass Apple das in Version fünf immer noch nicht im Griff hat zeigt, dass da in ihrem eigenen System Sachen passieren die ihnen wohl auch nicht ganz klar sind.

P.S.:

Von: klapauzius | Datum: 15.08.2006 | #61
"wäre es evtl. günstig sich zu informieren, WAS diese Funktion genau macht und wie sie funktioniert"

Ja, das habe ich auch schon mal probiert. Leider gibt es da von Apple exakt null Info ausser alles ist gut, keine Sorgen machen. Und wie nico schon schrieb: In der blutigen Praxis ist es ganau entgegengesetzt zu Deiner These: Wenn was nicht läuft sind's i.d.R. verbogene Rechte, nicht wie Du sagst Rechte nicht reparieren, sonst läuft nix mehr.

@Klapauzius

Von: M@rkus | Datum: 15.08.2006 | #62
Also bei mir findet er seit einiger Zeit keine Dateiberechtigungen mehr, die repariert werden müssten. Mac OS X 10.4.7. Und ich schau aus Gewohnheit (wegen früherer Probleme) immer wieder mal, ob es etwas zu reparieren gibt ...

Vielleicht hast du irgendeine Software installiert, die dir die Dateiberechtigungen durcheinander bringt? Ist ja nicht auszuschliessen, oder?

Ich weiss nicht, wie ich mir sonst erklären soll, wie du das Problem haben kannst und ich nicht ...?! Und schlechte Software, die zu Problemen führen kann, gibt es auch auf dem Mac ... vielleicht selten, aber es gibt sie.

Oder du verwendest noch eine ältere OS X Version ... Ich glaube jetzt nicht wirklich, dass Apple von "kein Problem" und "keine Sorgen machen" redet, wenn da ein "echtes Sicherheitsproblem" bestehen würde ... vor allem wäre das Thema dann längst von Sicherheitsexperten aufgegriffen worden (und glaub mir, die würden nicht so schnell locker lassen, wenn es denn tatsächlich problematisch wäre).

Ich werde einfach den Eindruck nicht los, dass du ein "Haar in der Suppe" suchst, irgend etwas, das du Apple anlasten kannst. Nimm's doch ein wenig gelassener. Dann musst du dich auch nicht immer so weit aus dem Fenster lehnen, dass es am Ende peinlich wird ... ;-)

Leute!

Von: Chrissie | Datum: 15.08.2006 | #63
Der WLAN-Stick funktioniert under Windows bestens.

Und überhaupt gibt es so viele Kleinigkeiten am OS X, die echt stören. Nur, ihr habt euch halt schon über die Jahre dran gewöhnt, oder man bekommt zur Antwort "Das war schon immer so, ist ist beim Mac so". Über Logik und Unlogik denkt ihr doch schon lange nicht mehr nach, und der angebliche bessere Workflow unter OS X ist doch auch nur ein Hirngespinste.

recht haben oder rechte behalten

Von: iBrain | Datum: 15.08.2006 | #64
"Wieso um alles in der Welt soll eine 3rd party software Rechte von Dateien verbiegen, die gar nix mit ihr zu tun haben ?"

Wenn du diese Frage *WIRKLICH* ernst meinst, dann wird mir auch klar, warum du Probleme mit den Rechten hast.

Die Historie von Programmen, die Rechten anden Dateien/Verzeichnissen nach der Installation geändert haben, die nichts mit dem Produkt zu tun haben, ist nicht so kurz wie manche vielleicht glauben. Dummerweise wird die Frechheit/Nichtwissenheit/Faulheit der Anwendungsprogrammierer gefördert, weil die Anwendung (fast) immer mit dem Adminuser installiert werden (egal ob man das wirklich braucht oder nicht - welcher Anwender kann schon überschauen, ob für die Installation Adminrechte notwendig sind?), der schon einige Rechte mehr als der normale User hat und mit dem man bekanntlich das Unixfilesystem genauso leicht zerfetzen kann wie dies schon mit der Classic Box und MacOS 9 möglich war ( im originalen MacOS 9 auch, aber dort war es aber nicht so schlimm, denn es gab EINEN System Ordner, welcher nicht von zich anderen abhänig war und der gleich rumzickte wenn da irgendwo Datei xyz nicht Rechte 0815 hatte und wehe wenn - Gott Bewahre! - Pfad /abc/xyz/uvm nicht existiert statt dessen aber /Users/SuperDuperPowerUser/Documents/abc/xyz/uvm... Im Vergleich zur Handhabung ist die Basis von MacOS X die ich brauche um starten zu können in ziemlich krasser Rückschritt zum MacOS 9 wo man ein System klonen konnte, indem man eben schnell den geblessten Systemordner kopierte)

Und wer jetzt glaubt, die "Großen" wie Quark oder Adobe sind da die Musterknaben, sollte lieber argwöhnischer sein...

@ Chrissie

Von: ghme | Datum: 15.08.2006 | #65
"Und überhaupt gibt es so viele Kleinigkeiten am OS X, die echt stören."

Yup, da nehmen wir dann lieber Windows oder Linux, denn da gibt es keine Kleinigkeiten die stören...

Da stört das große Ganze...

Quatsch

Von: klapauzius | Datum: 15.08.2006 | #66
Weil die Anwendungsprogrammierer so faul sind nehmen sie also die Arbeit in Kauf irgendwelche Berechtigungen zu ändern, mit denen sie überhaupt nix am Hut haben.

Ah ja.

P.S.:

Von: klapauzius | Datum: 15.08.2006 | #67
So sieht's übrigens in der wirklichen Welt aus:

[Link]

P.P.S.:

Von: klapauzius | Datum: 15.08.2006 | #68
In obigem Link erklärt übrigens einer der wirklich AHnung hat wo die hops gegangenen permissions herkommen:

"The Finder, and indeed the whole UI, does very strange things to the UNIX underpinnings that true UNIX gurus probably aren't used to, or wouldn't expect. It doesn't necessarily handle permissions the same way, and there are all sorts of crazy things that can go wrong if the Finder doesn't get the exact permissions it needs"

M.a.W.: Der Finder ist der Übeltäter.

Wir hoffen auf 10.5

MaxFixIt ... weiterlesen!

Von: M@rkus | Datum: 15.08.2006 | #69
URL: [Link]

[Zitat]Finally, you may ask: beyond the examples cited above, how could a file that started with correct permissions later wind up with incorrect ones? That is, why should the Repair Disk Permissions command be needed at all?

For starters, problems can occur when an Installer utility incorrectly modifies permissions for folders or files that are not part of what it installs. This can happen because, once you give your admin password to an Installer utility, it has the power to modify the permissions of virtually any file and folder on your drive. A poorly written script, used as part of the installation, can wind up unintentionally and incorrectly changing permissions. This is a rare occurrence these days, but it can happen.

Additionally, performing any of an assortment of popular hints and tips can result in the modification of permissions. For example, as I will cover in upcoming installments of my tutorial series on .plist files, there are times when you might want to modify the content of .plist files in the /Library and /System/Library folders, or even in Unix directories. Depending upon how you do this, the ownership and permissions of these files may be changed (e.g., the ownership is typically changed from System to you). Running Repair Disk Permissions will restore these permissions back to their intended settings. For example, when I recently ran Repair Disk Permissions, it corrected permissions for: ./Library/Preferences/SystemConfiguration/preferences.plist, ./System/Library/CoreServices/Finder.app/Contents/Resources/default_smart.plist, and ./private/etc/authorization (which is a .plist file despite the absence of the .plist extension in its name). These were all files that I had modified.[/Zitat]

Ist es wirklich ein Problem von Mac OS X oder Apple? ... Na ja ... ;-)

P.S.

Von: M@rkus | Datum: 15.08.2006 | #70
"... if the Finder doesn't get the exact permissions ..."
GET nicht SET ... der Finder kann durcheinander kommen, wenn die Berechtigungen falsch sind ... und nicht: der Finder setzt die Dateiberechtigungen falsch.

Bitte nochmals sorgfältig durchlesen ... der Finder ist eben (mit 99,9%iger Wahrscheinlichkeit) NICHT der Übeltäter!

Rechte

Von: goldaccess | Datum: 15.08.2006 | #71
Also, zwei User auf der Platte: "gold" und "goldprivat".

Der zweite ist für die wirklich privaten Sachen und alle Files und Folder sollen für "gold" (und alle anderen weder sichtbar noch gar zugreifbar sein).

So, nun mit dem tollen Fast User Switch von "gold" auf "goldprivat" wechseln und von einer externen Platte Folder mit Inhalt (die ehemals von "goldprivat" stammten) in "goldprivat" Home kopieren.

Zurück zu "gold".

Ergebnis: einige Folder und Dateien sind von "gold" aus sichtbar und sogar zugreifbar.

Wer jetzt Schuld - Finder oder sonstwas - ist mir vollkommen egal. Eklatant ist, dass das passiert und private Sachen nicht wirklich privat sind.

goldaccess

Von: wargum | Datum: 15.08.2006 | #72
Was für ein Filesystem war denn auf der externen HDD? Vielleicht liegts ja auch da dran?

Außerdem sage ich es gerne noch einmal: Wer wirklich sensible Daten hat, die er um jeden Preis schützen will, kann entweder per FileVault sein komplettes Home-Verzeichnis verschlüsseln, oder auch einzelne Teile, indem man z.B. den Ordner Documents durch ein verschlüsseltes Disk-Image ersetzt.

@wargum

Von: goldaccess | Datum: 15.08.2006 | #73
"Was für ein Filesystem war denn auf der externen HDD? Vielleicht liegts ja auch da dran?"

HFS+, Journaled


"Außerdem sage ich es gerne noch einmal: Wer wirklich sensible Daten hat, die er um jeden Preis schützen will, kann entweder per FileVault sein komplettes Home-Verzeichnis verschlüsseln, oder auch einzelne Teile, indem man z.B. den Ordner Documents durch ein verschlüsseltes Disk-Image ersetzt."

Ja und nein. Ich erwarte, dass das, was ich beschrieben habe funktioniert. Mehr nicht. Es funktioniert aber nicht. So simpel ist das.

Klappi

Von: iBrain | Datum: 15.08.2006 | #74
"The Finder, and indeed the whole UI, does very strange things to the UNIX underpinnings that true UNIX gurus probably aren't used to, or wouldn't expect"

Ja sorry, DAS erklärt natürlich wirklich alles.

Vor solchem geballten Known How kann ich nur und muß ich natürlich meinen Hut ziehen. Die einzige Kritik die man evtl. anbringen könnte ist natürlich, daß die Aussage zu stark mit Fakten und Beispielen untermauert ist - aber hey - IRGENDWAS ist ja immer.

Notfalls findet Google ja auch ein Beispiel, was nicht so schwierig zu verstehen ist. Go for it.

goldaccess

Von: iBrain | Datum: 15.08.2006 | #75
"Eklatant ist, dass das passiert und private Sachen nicht wirklich privat sind."

man vsdbutil ^^

Hmm, hat du dir schon mal auch nur *ansatzweise* Gedanken gemacht, wie man ohne Verschlüsselung sicherstellen soll, daß Datei A auch von User B kommt, wenn man eine Platte an verschiedene Rechner mounten kann?

Wenn du eine Lösung für dieses Problem gefunden hast, sag sie.

Falls nicht, dann weißt du, was dir passiert ist und warum es so ist, wie es jetzt ist...

@ibrain

Von: goldaccess | Datum: 15.08.2006 | #76
"Hmm, hat du dir schon mal auch nur *ansatzweise* Gedanken gemacht, wie man ohne Verschlüsselung sicherstellen soll, daß Datei A auch von User B kommt, wenn man eine Platte an verschiedene Rechner mounten kann?"

Bin nicht sicher, ob ich Dich verstanden habe. Wenn ich etwas von einer Platte kopiere, dann erwarte ich, dass erstmal nur der User diese Datei sehen kann.

Lass mal die Idee der externen Platte weg. Ich hatte auch schon Dateien für "gold" zugreifbar, die ich in und unter "goldprivate" angelegt hatte.

das ist keine Platte...

Von: iBrain | Datum: 16.08.2006 | #77
...sondern ein externes Filesystem.

Externen Filesystemen traut MacOS X nicht (wie jedes gute Betriebssystem).

Die Rechte von solchen Dateien werden zu 777, eben den Level dem man dem externen Filesystem traut (also: gar nicht), da jeder sowieso das externe Filesystem mounten kann: an welcher Stelle genau verlierst du nun "Sicherheit" ?

Wenn man von diesem Pfad abweicht (auch mit vsdbutil) lassen sich einige Schweinereien mit "speziell" manipulierten Dateien machen (jeder kann Dateien in deinem Namen auf einem externen Filesystem ablegen). Deswegen ignoriert das OS ja deine umask und macht 777 draus - alle vorherigen Rechte gegen verloren. Ich finde das nicht schlecht, denn es erinnert einen ständig daran, daß diese Dateien aus einer ziemlich unsicheren Quelle stammen...

-> Works as designed

Und alles andere (Klapauzius sagt "strange things the gui does might disturb the universe" ) glaube ich erst, wenn du tatsächlich einen Weg gefunden hast, das zu reproduzieren ;-)

PS: Wenn du die Rechte behalten möchtest, nutze einfach ein beliebiges BackupTool, dieses sorgt dafür, daß die Dateien wieder so erstellt werden, wie du sie kopiert hast. Oder kopiere die Dateien zunächst in ein Archiv und dann auf das ext. Filesystem.

@ibrain

Von: goldaccess | Datum: 16.08.2006 | #78
"...sondern ein externes Filesystem."

Ist mir (als Anwender, nicht als Entwickler) wurst.


Ich schrieb aber noch: vergiss das mit dem externen Filesystem einfach mal. MacOS X schafft es auch so, es falsch zu machen.


Zum Thema externes Filesystem: ein "vernünftiger" Finder würde dann vor oder nach dem kopieren nachfragen, wie die Files denn berechtet sein sollen. IMHO, natürlich.

Shit Happens

Von: iBrain | Datum: 16.08.2006 | #79
"Ist mir (als Anwender, nicht als Entwickler) wurst."

Dann hast du eben Pech gehabt. Wenn man nur aus Bequemlichkeit jeden Scheiß machen würde, hätte man bald ein System, welches unsicherer als Windows wäre. Ich bin mit der Lösung sehr zufrieden - viel besser geht es nicht, ohne Tür und Tor für irgendwelche Schweinerein zu öffnen (apple hat bereits mehr gemacht als sie müssen, siehe volume datenbank).

Hast du nun ein Beispiel, wo die Rechte wie du beschreibst NACHVOLLZIEHBAR verändert werden, oder glaubst du nur, daß du so ein Problem hast? Würde mich mal interessieren - mir gehen diese pauschalen "some strange things happen in the gui" von irgendwelchen Berufenen tierisch auf den Zeiger wenn nach Nachfrage nur heiße Luft übrig bleibt...

@ibrain

Von: goldaccess | Datum: 16.08.2006 | #80
"Hast du nun ein Beispiel, wo die Rechte wie du beschreibst NACHVOLLZIEHBAR verändert werden, oder glaubst du nur, daß du so ein Problem hast? Würde mich mal interessieren - mir gehen diese pauschalen "some strange things happen in the gui" von irgendwelchen Berufenen tierisch auf den Zeiger wenn nach Nachfrage nur heiße Luft übrig bleibt..."

Mhm. Ich weiss nicht, warum Du Dich so aufregst. Ich habe - anscheinend vergeblich - versucht, Dir ein konkretes Problem zu beschreiben. Ich trolle hier nicht rum. Das OS ist an sich sehr schön.

Nochmal langsam?

Zwei User: "gold" und "privat". Wenn ich die anlege, dann ist alles ganz in Ordnung. Ich bin in "gold" und gehe die Folder nach oben und versuche, in "privat" hineinzukommen. Die Folder auf der obersten Ebene kann man sehen, der Inhalt ist jedoch gesperrt. Klasse. So soll es sein.

Nun zu "privat" wechseln. Dort arbeiten. Folder anlegen. Dateien hinein und so weiter.

Zurück zu "gold". Nun ist es so, dass der Inhalt einiger der neuen Folder sichtbar sind. Die Dateien kann man auch öffnen und verändern (von "gold") aus. Das dürfte nicht passieren.


BTW: den ersten Absatz Deiner Antwort habe ich im Zusammenhang leider überhaupt nicht verstanden.

@goldaccess

Von: core icke | Datum: 16.08.2006 | #81
der erste absatz drehte sich um das rechteverhalten von externen medien, welches definitiv nicht kaputt ist.

das was du beschreibst ist auch unter linux so. ich weiss nicht ob man das aendern kann - ist mir aber auch egal.
also wenn ich unter linux einen neuen ordner anlege koennen den auch alle lesen und ausfuehren (also reingucken).
das hat aber auch gar nichts mit rechte reparieren zu tun!

@core icke

Von: goldaccess | Datum: 16.08.2006 | #82
"das hat aber auch gar nichts mit rechte reparieren zu tun!"

Was ich auch nie behauptet habe.

Es ging auch darum, ob es einen neuen Finder gibt und was der besser machen könnte/müsste.

Problem?

Von: iBrain | Datum: 16.08.2006 | #83
Ähem, WAS hindert dich daran, deinen SELBSTERSTELLTEN Toplevel entsprechend zu konfigurieren? (einfach die Rechte für die anderen wegnehmen und der Käs ist gegessen).

Ist das etwa das Problem?

Sorry ich bin ja immer noch auf der Suche weil ich bisher kein Problem sehe...

Man kann auch die umask vom Finder ändern, dann werden alle neuerstellen Dateien nicht für andere freigegeben - dies erzeugt in der Regel aber einen erhöten Arbeitsaufwand.

@ibrain

Von: goldaccess | Datum: 16.08.2006 | #84
"Ist das etwa das Problem?"

Das Problem ist, dass der User etwas tun soll, was er nicht weiss und was nicht seine Aufgabe ist. Der Finder macht's IMHO nicht richtig, das ist das Problem.

Du weisst, wie es geht, ich weiss es, einige anderew sicher auch. Aber 99% der Mac User wissen es sicher nicht.

Das Problem ist, daß der Finder den User schützen muß

Von: iBrain | Datum: 16.08.2006 | #85
"Du weisst, wie es geht, ich weiss es, einige anderew sicher auch. Aber 99% der Mac User wissen es sicher nicht."

Also ich hab jetzt ehrlich erwartet das man wenigstens das Kontextmenü der Ordner kennt, hier ist alles drin was man braucht.

Das der Finder so arbeitet, wie er arbeitet macht er nur, um den max. Komfort bei ausreichender Sicherheit zu gewährleisten. Externe Filesysteme kann er nicht anderes verarbeiten - das wäre einfach zu unsicher.

Und wenn er nicht die Rechte für alle freigeben würde, wäre gemeinsames Arbeiten erheblich schwieriger weil alle automatisierten Prozesse erstmal die jeweilige Datei für alle freigeben muß, um Teamarbeit wirklich zu ermöglichen.

Das was du willst geht nur durch EIGENE Konfiguration (ein Ordner reicht doch schon ab da kann ja alles wie beim alten bleiben).

Ok,ok das ist kein Post eines Klaupautermanns, der gleich esoterische Weisheiten mit Google finden muß, um seine Wahnvorstellungen zu befriedigen. Ist schwierig geworden und ich gebe zu, manchmal steckt man Leute einfach zu oft in den Sack mit den Klaupautermännern - war keine böse Absicht aber dieses dauernde Rumgemecker läßt die Hemmschwelle deutlich sinken, aber mal stringenter nachzufragen.

Wenn du die Standardeinstellungen ändern willst (allle neue Dateien bieten kein Zugriff für andere) hol dir TinkerTool, damit kann man das bequem pro User einstellen. Ich bin mir aber nach wie vor sicher das du das nicht wirklich willst :D (der Finder kann das, aber diese Einstellung macht nicht wirklich Sinn - aber vielleicht findest du das schon bald selber raus :) )

@Klappi

Von: Patrick | Datum: 17.08.2006 | #86
Der größte Bug, den MacOS X in Bezug auf verdrehte Rechte hat, ist, daß der Standarduser Admin ist. Arbeite mit einem User ohne Adminrechte und ohne Installation irgendwelcher Software, die die Eingabe des Admin-Passworts verlangt, und Du wirst sehen, daß es keine Rechte zu reparieren gibt.

Was auch schon angesprochen wurde: Rechte reparieren bedeutet lediglich, daß anhand der Installationsquittierungen in /Library/Receipts/ die Rechte auf den dort festgelegten Wert zurückgesetzt werden, wobei das nur für Systembestandteile gilt. Alle anderen werden dabei nicht berücksichtigt.

Leider gibt es genug 3rd-Party Software, die in Systemverzeichnissen Dateien installieren (was ja prinzipiell nicht falsch ist, wenn diese an den dafür vorgesehenen Orten abgelegt werden) und dabei die Rechte der übergeordneten Ordner verbiegen, da sie dort eigentlich nix verloren haben. Dann gibt es noch spezielle Verzeichnisse, die besondere Einstellungen erfordern, die aber regelmäßig vom Rechte reparieren angemäkelt wurden. Dabei handelt es sich einfach um gewisse Inkonsistenzen (die Ordner erhalten nach der Installation andere Rechte, die dann richtig sind, aber im Receipt anders hinterlegt sind), die bis 10.4.7 nicht berücksichtigt wurden. Seither werden diese "Fehlermeldungen" richtigerweise ignoriert und oh wunder, es gibt keine Rückmeldungen mehr bei Rechte reparieren.

Allerdings stimmt es schon, daß der Finder eine relativ eigenwillige Methode hat, die Rechte des Unix-Unterbaus zu interpretieren, da diese teilweise komplexer sind als das, was der Finder darstellt. Das kann unter Umständen zu relativ seltsamen Resultaten führen. Unix kennt zB verschiedene Stufen von "Geschützt", die der Finder aber gar nicht darstellen kann und vermutlich auch gar nicht soll.

Macs ship with Windows in 2007

Von: u t | Datum: 17.08.2006 | #87
[Link]

Kein Kommentar!

@u t

Von: ein stänkerer | Datum: 17.08.2006 | #88
wahnsinnig glaubwürdig deine quelle...

Genau, die Banner auf der WWDC zum Thema Leo und Vista

Von: KnoblauchTraubeNuss | Datum: 17.08.2006 | #89
deuten eindeutig auf eine sehr enge Beziehung zwischen Apple und MS.

*kopfschüttel*

patrick

Von: nico | Datum: 17.08.2006 | #90
"Arbeite mit einem User ohne Adminrechte und ohne Installation irgendwelcher Software, die die Eingabe des Admin-Passworts verlangt, und Du wirst sehen, daß es keine Rechte zu reparieren gibt."

toller tipp. kann ich meinen mac gleich wegwerfen. welche produktive software sollte das sein?

@ut: wird von vielen fachhaendlern schon jetzt als bundle angeboten.

Mein Tipp in Sachen Finder (wg. Rechte und so)

Von: uniMac | Datum: 17.08.2006 | #91
Ich hab gestern "PathFinder" ausprobiert. Der Hammer, das meiste was mich am Finder genervt hat ist da behoben, z.B.:

- Schnelles File-Browsing (ohne 3 Sekunden warten bis der Finder den Dateibaum gelesen und verarbeitet hat)
- Kein "Beachball" bei normalsten Operationen
- Ein "DropStack" der das Handling von Files wesentlich vereinfacht
- Funktion für "sicheres Löschen"! (Ja, ja, ich weiss die TimeMachine-Fraktion wird jetzt gleich wieder bashen wollen, nur zu!)
- Und ganz wichtig: Die Option den normalen Finder in den Orkus zu befördern!
- Ein Terminalfenster in einem ausfahbaren Window-Drawer, das sofort mit "cd"-befehl in den aktuell gewählten Ordner wechselt, GEIL!
- Optisch voll konfigurierbar!!!

Ich sag nur KAUFEN!

@ut

Von: core icke | Datum: 17.08.2006 | #92
du haettest es bei 'kein kommentar' lassen sollen. die blaehpupse der switcherbsenzaehler werden ja immer daemlicher...

@Patrick

Von: klapauzius | Datum: 17.08.2006 | #93
Dann kannst Du mir ja sicher eine einfache Frage beantworten:

Ich habe parallel zu OS X Ubuntu Linux installiert. In Ubuntu bin ich genauso admin-mässig unterwegs wie in OS X, ich installiere genauso Software, ich habe genauso einen File-Browser wie in OS X, ich habe genauso ein UNIX-Filesystem mit UNIX-Berechtigungen wie in OS X, ich musste dorten jedoch noch nie im Leben irgendwelche "Rechte reparieren". Beruflich habe ich mit jeder Menge anderer UNIXe zu tun. Einen solchen Knopf bzw. eine solche Funktion gibt es dort (in allen anderen UNIXen dieser Welt) nicht.

Wie kommt das ? Ist Apple alleine so schlau eine solche Funktion zu erfinden ? Oder ist das am Ende doch nur ein ganz simpler, fetter Bug ?

rechte etc

Von: nico | Datum: 17.08.2006 | #94
finalcutpro update - rechte reparieren. wenn dv-geraete auf einmal nicht wollen, bitte quicktime noch mal drueberbuegeln (wohlgemerkt selbe version). es gibt eine ganze reihe solcher tipps zu apples verschiedensten pro-applikationen.
bevor hier jemand wieder von voodoo und esoterik schreit - zum einen funktionieren solche tipps, zum anderen (werden zwar auf diversen foren zusammengetragen) stammen sie von apple selbst, zu finden in den knowledge bases. auf jedenfall hoert sich vieles merkwuerdig an, funktioniert dann doch und laesst etwas von dem flickwerk erahnen, womit wir arbeiten.

@nico

Von: klapauzius | Datum: 17.08.2006 | #95
Mensch, nico.

Haste wieder watt installiert.

Sollste doch nich ! Selba schuld.

:-)

@nico

Von: iBrain | Datum: 17.08.2006 | #96
"bevor hier jemand wieder von voodoo und esoterik schreit - zum einen funktionieren solche tipps, zum anderen"

Hab ich da einen Nerf getroffen? Tut mir ja wirklich leid, daß ich zu der immer kleinen werden Minderheit gehören die nicht ständig irgendwas zu rumflennen haben oder die die Haare in der Suppe mit dem Elektronenmikroskop suchen (aka "Ich hab es gewußt!").

Viel Spass noch / nich / whatever

senf

Von: core icke | Datum: 17.08.2006 | #97
nicht opensource laeuft ja auf linux ppc nicht, da es sowas nich gibt.
fuer x86er gibts closed source anwendungen , grosse , mit vielen bibliotheken und dateien - und wenn ich mich richtig erinner gibts auch dort mal rechteproblematiken... da waere man froh wenn man son knopf hat.
wie war das denn bei mac os 9? gabs da rechte? vielleicht wurde ja fuer die carbonisierer das rechtesystem aufgeweicht um den umstieg zu erleichtern?

Die Ursache des Übels

Von: klapauzius | Datum: 18.08.2006 | #98
liegt IMHO tiefer und ist hier

[Link]

relativ ausführlich beschrieben.

HFS+ ist halt kein UNIX-Dateisystem und kennt halt per se auch keine UNIX-Berechtigungen (nur owner und mode bits, keine Gruppe und Rest of World). Da musste wohl einiges rangeflickt und verbogen werden, damit's überhaupt irgendwie läuft. Zum Beispiel wurden neue Filesystem-Befehle in den kernel aufgenommen, die es in BSD normalerweise gar nicht gibt. Da läuft so einiges an Code, der dem Kernel vorgaukelt er hätte es mit einem UNIX-mässigen Filesystem zu tun und dem Filesystem vorgaukelt es liefe immer noch mit MacOS Classic, und da geht halt offensichtlich auch mal was daneben.

Das ist aber nur meine unmassgebliche Meinung.

hhmmmm

Von: core icke | Datum: 18.08.2006 | #99
wuerde sich ja mit dem decken was ich vermutete ... ist das denn bei ufs anders? hat da jemand erfahrungen?

Na Hiob, wieder nicht geklappit?

Von: iBrain | Datum: 18.08.2006 | #100
>Das ist aber nur meine unmassgebliche Meinung.

korrekt.

Haste den Text auch mal gelesen?

Nur ein Beispiel:

"The HFS+ volume format, unlike the HFS volume format, fortunately provides storage for Unix-style meta-data (eg. owner and mode bits). This made it a lot easier to enable the use of HFS+ in the Darwin environment."

Deine Interpretion weicht signifikant vom Inhalt des Textes ab. Man könnte sogar behaupten, daß dein Statement ein großer Teil subjektiver Fiktion eingeflossen ist, die sich durch Fakten nicht untermauern läßt.

Solider Finder statt Fenster jonglieren

Von: Engywuck | Datum: 20.08.2006 | #101
"Wo ist eigentlich das "große Ganze" hinter 10.5?"
Ich glaube nicht, dass es die Aufgabe eines Systems ist, einer Vision hinterherzurennen, sondern vielmehr eine solide Grundlage für Entwickler und eine einheitliche und intuitive GUI für den Anwender bereitzustellen.
Ich bin kein Entwickler, denke aber, dass Apple da mit den Core ...-Sachen einen guten Ansatz wählt und uns als Benutzer mit Dock, Spaces und natürlich Dashboard ganz gut ausstattet.

Statt dem Gewäsch über den "User Centric Finder" um Verknüpfungen in einer Seitenleiste als Revolution hinzustellen, würde ich mir mal einen schnellen Finder wünschen, der Vorschauen für alle gängigen Dokument-Formate beherrscht und mich auf einen FTP-Server lesen und schreiben lässt! Das ist seit einem Jahrzehnt überfällig!

"...wird offensichtlich, dass TimeMachine visuell gesehen ein dreidimensionales Objekt ist. Die Fileverwaltung dazu hat Apple patentiert (sieht wie ein Hypercard stack aus) TimeMachine ist weit mehr als Backup - es kann mit Novell Synchronisation verglichen werden."

Also ich hab zwar nur die Hälfte verstanden, aber das hört sich für mich nach noch mehr Möglichkeiten an mit unseren Fenstern und Ebenen zu jonglieren.
Wie sollen denn diese 3D-Objekte meinen Alltag erleichtern? Doch wohl nicht so was wie Fenster seitwärts drehen (siehe Vista). Da lob ich mir das wesentlich übersichtlichere Expose!
Was genau hat Apple hier patentieren lassen?

"Was wir auch gesehen haben, dass alles nun ein Objekt ist mit vielen Eigenschaften. Beispiel Mail Objectforms mit allen möglichen Methoden verknüpft wie z.B to-do lists. Das File-System wird alles als Lists beliebig darstellbar generieren können und hier hilft Core Animation. Es gibt keine Files mehr nur noch Objekte."

Kann mir jemand diesen Absatz erklären?? Was wird damit möglich?

Statt Dashboard meinte ich Expose

Von: Engywuck | Datum: 20.08.2006 | #102
Gut geschrieben übrigens, flo!

@EierGehirn

Von: klapauzius | Datum: 21.08.2006 | #103
Link:

The HFS+ volume format, unlike the HFS volume format, fortunately provides storage for Unix-style meta-data (eg. owner and mode bits).

Icke (nein, nicht core, sondern icke):

HFS+ ist halt kein UNIX-Dateisystem und kennt halt per se auch keine UNIX-Berechtigungen (nur owner und mode bits, keine Gruppe und Rest of World)

@KlAU!pAU!termann

Von: iBrain | Datum: 21.08.2006 | #104
Der logische Unterschied zwischen UND / ODER ist dir bekannt?

Besonders welche Auswirkungen dieser im BerEIch (der zugegeben stark unterschätzten) Mengenlehre hat?

Schnittmenge vs. VerEInigungsmenge?

ViellEIcht gibt dir auch die Bedeutung von "eg." den letzten Kick um von dEInen fatalistischen Pfad abzukommen? (falls die Mengenlehre doch zu Gaga ist...)

Ansonsten:

EIgentlich ist es mir egal, dEIne MEInung ist so festgefressen, da kann selbst der kleine, gelbe Windowshasser nix mehr machen.

PS: EggHead ist IMHO eher ein Kompliment... ^^

Nee, iss klar

Von: klapauzius | Datum: 22.08.2006 | #105
Als HFS+ mit MacOS 8.1 eingeführt wurde zog Steve natürlich im Hintergrund schon die Fäden und sorgte dafür, dass da auch UNIX-Berechtigungen berücksichtigt wurden....

Armer KlAU!pAU!termann...

Von: iBrain | Datum: 22.08.2006 | #106
"Als HFS+ mit MacOS 8.1 eingeführt wurde zog Steve natürlich im Hintergrund schon die Fäden und sorgte dafür, dass da auch UNIX-Berechtigungen berücksichtigt wurden...."

Tja, wie schade daß du es nicht besser weißt aber gegen der landläufigen Meinung arbeiten bei Apple nicht nur Vollidioten - unabhängig von Steve Jobs...

Um deine Frage zu beantworten:

JA! MAN DACHTE SELBSTVERSTÄNDLICH DARAN!

Ist das nun endlich geklärt, verdammte Axt ?! :D

Wie lange willst du dich noch wehren - gib endlich zu, das MacOS X gut ist, und du hast deinen Seelenfrieden...