ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 435

Systemadministratoren: Selbsterhalt als Priorität?

Blockiert ein Klüngel oftmals wirtschaftlichere Lösungen?

Autor: bh - Datum: 14.03.2002

In der BusinessWeek kommt endlich etwas hoch, was wir schon immer wußten: für den Sys.admin ist die Kaufempfehlung eines Windows-PC blosser Machterhalt. Würden Macs gekauft, sinken die Support-Anforderungen und ihre Abteilung verliert an Bedeutung, Stellen werden gekürzt und irgendwann sind sie selbst arbeitslos. Charles Haddad nimmt sich netterweise dieses Gerüchtes an - das wohl nicht ganz an den Haaren herbeigezogen ist. Wer wird sich denn schon freiwillig den eigenen Arbeitsplatz wegrationalisieren? Gute Berater werden wohl wissen, was "total cost of ownership" ist, aber sich gegen die hausinternen DOS-Fraggles durchzusetzen ist oftmals schwierig. Trotzdem wird es nicht ewig so weitergehen - in vielen Unternehmen lassen sich die Chefs nicht länger von "Systemerhaltern" und Lobbyisten auf der Nase herumtanzen. Gerade mit MacOS X hat Apple ein anpassungsähiges UNIX-System mit GUI zu bieten, das Windows jederzeit das Wasser reichen kann. AOL, Bundestag und einige Fernsehsender in den USA: die Windows-Front beginnt zu bröckeln. Ein herzliches Dankeschön an die CeBIT-Veranstalter - den Microsoft-Chef zu einem Vortrag einzuladen und ihm gleichzeitig PowerPoint zu verbieten: das ist Balsam für unsere Seele. Beraubt man ihn der technischen Hilfsmittel, behilft sich CEO Monkey ja oft mit einem Tänzchen, aber angesichts der neuen Klage von Sun und Konsorten war ihm wohl nicht danach.

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