ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 4367

Apple Cube ][

Vor einer AppleExpo ist jedwedes Träumen erlaubt

Autor: flo - Datum: 08.09.2006

Manchen Macuser treibt nach der gestrigen Vorstellung des iMac 24" die Frage um: Kommt da noch ein "kleiner Mac Pro" oder war's das? Bedient Apple das Segment gediegener Leistung zu gemäßigten Preisen ausschließlich mit einem All-in-one-Rechner? Die Frage ist so alt wie iMac und PowerMac selbst, älter noch die Fehde zwischen den Konzepten "Tower" und "All-in-one". Und dann taucht auch noch dieses Patent vom Mai dieses Jahres auf, das definitiv einen Cube oder eine Weiterentwicklung davon beschreibt ... Die Diskussion der Rechnerkonzepte (aus Usersicht) wird auf ewig anhalten, Argumente und Emotionen wurden sicher schon zur Genüge augetauscht, so dass auf eine Aufpfriemelung hier verzichtet werden kann. Was man konstatieren kann: All-in-one spaltet die Massen, wobei der Teil, der sich damit arrangieren kann wahrscheinlich deutlich größer ist als jener, der es nicht kann. Aus Unternehmenssicht, leider zu oft eine ganz andere als die Unsersicht, wäre es dann interessant zu wissen, wie groß letztere Gruppe ist, ob diese mit einem weiteren Gerät bedient werden kann und ob man dieses wirtschaftlich im Markt platzieren kann. Zu deutsch: Wäre ein "kleiner Mac Pro" so herzustellen hinsichtlich Ausstattung und Preis, dass es einerseits diese Gruppe befriedigt, andererseits sich rechnet und nicht nur die vorhandenen Käufer umverteilt.

Der Cube sollte wohl seinerzeit ein solches Gerät sein, ein Rechner, der das Produktsortiment ergänzt, die Lücke zwischen iMac und PowerMac auffüllt und im besten Fall nicht nur Käufer entweder vom iMac oder PowerMac abzieht, sondern neue Käufer gewinnt, indem er Ansprüche erfüllt, die die beiden anderen Rechner nicht (vollständig) erfüllen konnten. Problem war nur: er war zu teuer, was man auch daran sah, dass er sich ganz respektabel verkaufte, als er -- allerdings schon auf dem Sterbebett liegend -- deutlich verbilligt wurde. Viele User hätten also dem Konzept wohl zugestimmt, aber nachdem der Cube sogar teurer war als ein PowerMac...

Nach nur einem Jahr hat Apple den Cube beerdigt, eine selten sentimentale Seite ließ aber die Hoffnung zu, Apple werde das Konzept wieder aufgreifen, wenn sich das Schicksal fügen möge (sinngemäß dramatisiert). Mit dem Mac mini schien sich die Wiedergeburt vollzogen zu haben, weiter unten angesiedelt, noch kleiner, und auch preislich entsprechend positioniert. Da seither die Verkaufszahlen nicht mehr modellweise veröffentlicht werden lässt sich der Erfolg des Mac mini nicht perfekt beziffern, aber dass es ein Erfolg ist, dürfte unbestritten sein.

Nur je nachdem, wie man den Cube definierte, ist der Mac mini kein Cube-Nachfolger. Der Cube war, wenn auch mit Einschränkungen, eher das, was seit Jahren als "headless iMac" gefordert wird: ein miniaturisierter Profirechner mit weitgehender Aufrüstbarkeit. Zwar bot auch der Cube keine PCI-Steckplätze, aber RAM, Festplatte und Grafikkarte, über Drittanbieter letztlich sogar die CPU waren austauschbar -- im Falle der Grafikkarte aber eine sehr eingeschränkte Freiheit, da nur wenige Karten in den knappen Raum unterzubringen waren. Der Mac mini dahingegen ist -- etwas überspitzt formuliert -- eine Schachtel, die man kauft und irgendwann wegwirft. Aufrüstbarkeit ist nur gegeben, wenn man den Rechner auseinandernimmt (auseinandernehmen lässt), und von der ersten Sekunde an merkt man, dass der Rechner hierfür nicht gebaut wurde. Auch lassen die verwendeten Notebookkomponenten zwar einen kleinen Rechner zu, aber Ersatz/Aufrüstung wird dadurch verteuert, die Leistung beschränkt.

Ein "wahrer" Cube-Nachfolger würde das Mac mini-Konzept so interpretieren, dass am Ende ein Rechner herauskommt, der sich zwischen iMac und PowerMac (MacPro, jajaja) einordnet. Klein, aber mit Desktopkomponenten, erweiterbar ausgelegt. Gibt es hierfür einen Markt? Ich denke schon. Ist es auch ein zusätzlicher Markt? Auch das, selbst wenn ein Cube ][ (alleine wegen der Möglichkeit einer solchen Namensgebung muss Apple ein solches Gerät bringen ;) natürlich einige potentielle MacPro-Käufer abfängt -- aber das tut ein iMac 24" sicherlich auch. Ein Cube würde aber auch manchen zwar von einem MacPro abbringen, aber -- aus Apples Sicht -- doch besser, er fiele nur auf einen Cube zurück als bin hinunter zu einem 20"-iMac (Annahme: Cube teurer als iMac 20" ;)

Dieser Markt bestünde aus jenen, denen ein MacPro viel zu gewaltig ist, die aber All-in-one ablehnen -- weniger wegen der PCI-Plätze -- die würde es wohl nach wie vor nicht geben -- sondern wegen dem Bundle aus Rechner und Monitor, aus welchen Gründen auch immer. Freilich könnte man sich auf den Standpunkt stellen, dass ohne einen solchen Cube die verbliebenen User ja dennoch irgendeinen Rechner kaufen würden -- wenn sie dann zum (teureren) MacPro greifen, kann das Apple ja nur recht sein.

Nun soll es ja aber auch User geben, die wählen nicht nur aus Apples Sortiment, sondern bedienen sich möglicherweise auch der dunklen Seite, weil sie just von dieser Seite kommen. Ob die sich statt einem Shuttle XPC nicht vielleicht gerne einen Cube ][ auf den Tisch stellen stellen würden? BYOKDM auf höherem Niveau?

Bliebe neben der Frage, ob genügend User das Gerät kaufen würden die Frage, ob es sich produzieren ließe. Das mit Sicherheit. Im iMac wird Merom verbaut, im Mac Pro der wesentlich teurere Xeon. Preislich dazwischen läge Conroe mit passendem Chipsatz, Speicher und Speichermedien sind schon lange kein großer Preisfaktor mehr und Grafikkarten gibt es wie Sand am Meer, wenn zwar auch nicht für den Endkunden, so doch sicherlich für Apple, was zahlen die wohl für einen in PC-Kreisen als "lower end" betrachteten nVidia 7300GT-Chip?

Vielleicht ist also die Hoffnung auf einen "Mac Pro mini" noch nicht ganz gestorben, und das aufgestöberte Cube-Patent -- ganz egal ob das Patent aufgewärmt ist oder nicht, ob es eine tatsächliche Entwicklung zeigt oder nicht oder doch nur der einstige Cube ist -- bringt die Spekulationen in eine feine Richtung. Am im Patent beschriebenen Gerät ließe sich so manches noch bemäkeln -- so spricht es weiter von einem vertikal verbauten optischen Laufwerk, das sich im Cube schon als suboptimal erwiesen hat. Auch an die Erreichbarkeit der Anschlüsse würde man heute wohl andere Ansprüche stellen. Aber der Gedanke eines wiederbelebten Cubes hat schon was für sich...

Kommentare

@flo: 'Gibt es hierfür einen Markt?'

Von: Laughing Buddah | Datum: 08.09.2006 | #1
Ob es einen Markt dafür gäbe und gibt weiss ich nicht, wahrscheinlich schon, das RDF ist mittlerweile so mächtig, dass Apple-Hardware einfach nicht mehr floppt...oder anders gesprochen, Apple hat in der Planung der Produktlinie und im Marketing vom Cube-Flopp offensichtlich viel gelernt.

Was ich aber sicher weiss ist dass ich ein Kunde wäre, heck, ich würde sogar einen der ersten A-Revisions ordern (und notfalls selber die Schrauben nachziehen und die Wärmeleitpaste nachpolieren ;). Das ist nämlich genau der Grund warum als Nachfolger meines Cube (der nun auf einem Nachbarschreibtisch beim redaktionell Arbeiten weiter brav seinen Dienst versieht) auf meinem Schreibtisch ein iMac steht. Am Tisch hab' ich keinen Platz für einen Pro, unterm Tisch mag ich keinen Computer, das ist unkommod. Und bei den Pros vermisse ich einfach den gebannten, begierigen Blick der armen nicht-Apple-PC user und das oft gahauchte (auch noch heute) 'Ach, ein Cube !!! Geil!'

Ehrlich, ich find den iMac ja auch einigermassen geil, aber so neidische Blicke und liebevolle Worte hat der noch nie bekommen - und der Mini ist nach meiner Ästhetik scheußlich, der ProPC mittelmässig. Ja, ein geiles Gerätedesign würde mich sogar mit dem Intelswitch versöhnen…;-)

gast2

Von: nico | Datum: 09.09.2006 | #2
"Haha, dass ich nicht lache. Was für eine Grafikkarte soll dann da rein? So eine schöne ATI X1950 XTX die mal nette 350 W an Energie braucht + 2 Slots? Selbst eine NVidia 7900 GTX 512 passt dort nicht rein, weil diese auch 2 Slots braucht. (...) Von den Dual-Slot Grakas und dem Intel mal abgesehen."

diese karten belegen lediglich zwei slotblenden, bei unguenstig designtem board verdecken sie auch einen benachbarten slot.
brauchen tun sie indes keine(!) zwei slots, stecken in einem pci-e slot. bei vielen boards, auch bei apples macpro so, ind die pci-e slots fuer grafikkarten entsprechend abgerueckt.

@svenc

Von: Gast2 | Datum: 09.09.2006 | #3
Naja, Q4 und CoD2 sind nicht wirklich Meilensteine was die Grafik angeht. Die FPS sind schon garnicht so hoch wie bei Win-Kisten. Dennoch sollte man hier nicht drüber streiten. Fakt ist, dass ein Cube 2 definitiv kein Gamer-PC werden wird bzw. werden kann.

Was die passive Kühlung der CPU angeht denke ich, dass es sehr wohl möglich ist, wenn auch nur mit speziellen Kühlern. Schließlich gibt es im DOSen Bereich auch lüfterlose CPU-Kühlungskonzepte die auch funktionieren. Wenn Apple dann das ganze optimiert, dann sollte da schon was anständiges, lüfterloses bei rauskommen. Vermutlich wird dann aber der Cube zu 90% aus Kupferheatpipes bestehen ;).

@Gast2

Von: svenc | Datum: 08.09.2006 | #4
"Wo sind Quake4, Serious Sam 2, Battlefield 2, Call of Duty 2, F.E.A.R., Oblivion usw auf dem Mac? Leider alle nicht vorhanden."

Ach... wirklich?

Call of Duty 2 für Mac -> vorhanden
Quake 4 für Mac -> vorhanden

[Link]

Du hast zwar grundsätzlich recht, dass viele Spiele für den Mac gar nicht, oder sehr spät kommen, ganz so schlimm ist es aber auch nicht.

Da Apple derzeit steigende Marktanteile hat, ist auch abzusehen, dass sich die "Spiele-Situation" etwas bessert.

Ob der Cube ][ dann ein "Gamer-Mac" wird (oder besser "werden würde", wage ich aber auch stark zu bezweifeln.

Wer "zocken" will, nimmt nen fetten Mac Pro und gut ist.

Der Cube war auch kein "Zocker"-Rechner, sondern ein Gerät für echte Mac-User.
Meistens die Leute in leitender Funktion (also auch nicht die Photoshop-HardCorer) haben den genutzt.
Ich habe noch diverse Cubes bei Kunden stehen, zum größten Teil wurde alle lüfterlos aufgerüstet. Benutzt werden die fast ausschließlich von den Chefs der Firmen/Agenturen. Auch als kleines "Statussymbol". Kein anderer Rechner in den Läden wird so häufig abgestaubt :-)

Ich sehe den Cube ][ (so es ihn je geben wird) auch im Preissegment um die 1.200-1.300,- Euro.
Single CPU (ob Conroe oder Woodcrest lasse ich mal offen; vielleicht auch ein Merom, Hauptsache Core2Duo-Familie)
1 PCIe-Steckplatz mit 7300er als Standard, 7600 als Option
2 x RAM (max. 3GB, wie im iMac Core2Duo)
1 x 3.5"
1 x 5,25" (ggfls. aber auch als SlimLine, SlotIn)
1 x GigaBit
2 x FireWire 400 (FW800???)
3 x USB 2.0
BT und AP integriert

Der Rechner würde von Apple so gebaut werden müssen, dass er keine Konkurrenz für den Mac Pro ist.
Also keine zwei CPUs (Quads), RAM bis 3GB.
Er muss schneller sein, als ein Mac mini und soll die Leute befriedigen, denen die Rechenleistung eines iMacs genügt, aber die keinen All-in-One haben wollen und bereit sind, ein paar Euro mehr fürs Design oder ein lüfterloses Gehäuse zu zahlen (obwohl ich bezweifle, dass man einen Core2Duo ohne Lüfter betreiben kann).
Apple wird das vielleicht sogar versuchen mit den eigenen Displays zu bundeln..... Vielleicht gibt es demnächst ein neues 24" Display (das Panel ist ja im neuen iMac schon in Verwendung).

Somit würde die Ausstattung des Cube ][ etwa der eines iMacs entsprechen, vielleicht ein bißchen schneller (2.33Ghz Merom als Standard).
Zu wenig für echte Profis im 3D oder Video-Bereich oder die Photoshop-HardCorer mit Ihren 400-500 Ebenen und 1-1.5GB Dateigrößen, aber genug für etwas ambitioniertere User, die auch mal das ein oder andere Spielchen machen wollen (ohne FPS-süchtig zu sein).
Ich würde so ein Gerät gerne auf meinem Schreibtisch sehen. Wenn nicht, wird der G5 Dual 1.8 demnächst gegen einen 24" iMac eingetauscht.

Gruss

svenc

an flo:
Sehr schöner Artikel, ich komme mir vor, als wäre ich aus einem bösen Traum (MG wurde von bösen Trollen heimgesucht und einer der Redakteure wurde über Nacht zum Troll) erwacht und alles ist wieder gut.
WEITER SO!!!! BITTE!

@fastwalker, ktn: recht aussen vor

Von: Laughing Buddah | Datum: 08.09.2006 | #5
Freunde, einen Computer über die mutmassliche sexuelle Orientierung seiner Benutzer zu definieren ist nochmals eine Etage tiefer, als die schlimmsten Kai&retro-bashing Tiraden der dunklen Seite neu. Ordnungsruf und jeder 10 Stunden Sozialdienst bei der AIDS-Hilfe um sich wieder einzukriegen und 'abzukühlen'

@Roman, MichaelK: To hear or not to hear

Von: Laughing Buddah | Datum: 08.09.2006 | #6
Ist natürlich überaus subjektiv, aber der Umstieg vom Cube auf die iMacs hat akustisch wenig Unterschied gebracht. Beim Cube hörte man immer nur die Festplatte (bis ich die gegen eine modernere Hitachi Deathstar tauschte), beim iMac ist in der Regel nur das CD/DVD-Laufwerk zu hören, wenn gerade am Laufen.

Übrigens nach eigener Erfahrung hier im Büro: akustisch im Normalbetrieb kein Unterschied zwischen iMac G5 (letzte Serie) und iMac Intel (erste Serie) - auch etwa beim Filmrendern in iMovie kein Lüfter zu hören. Merklicher Unterschied allerdings bei Poser 5 - da kommt der Intel dank Rosette - anscheinend so richtig ins Schwitzen, ist aber auch vergleichsweise leise.

Noch stummer ist nur das alte iBook G3...hatte das überhaupt einen Lüfter?

@ Roman

Von: MichaelK | Datum: 08.09.2006 | #7
Natürlich weiß ich, daß auch der Mini sehr leise ist, doch ich meinte leise und schnell! Und das meine ich jetzt nicht polemisch, sondern, der Cube war zu seiner Zeit halt einer der schnellsten Macs. Im Verhältnis müßte er also mindestens einen 2,6er Xeon Dualcore haben – den jedoch mit dezidierter Grafik und alles mit passiver Kühlung! Wäre doch mal eine Herausforderung an die Techniker.

und an KnoblauchTraubeNuss:
Du brauchts Deine Sexualität nicht auf einen geilen Rechner übertragen, zumal der Cube kein Hinterlader sondern ein Top-Lader war und ist.

@KnoblauchTraubeNuss

Von: Gast2 | Datum: 08.09.2006 | #8
KnoblauchTraubeNuss


"Es gibt viele potentielle Switcher (vor allem Gamer), die im aktuellen Angebot keinen passenden Rechner finden, bzw. All-in-One wegen vorhandener Hardware oder aus Skepsis vor dem Konzept ablehnen."

Haha, dass ich nicht lache. Was für eine Grafikkarte soll dann da rein? So eine schöne ATI X1950 XTX die mal nette 350 W an Energie braucht + 2 Slots? Selbst eine NVidia 7900 GTX 512 passt dort nicht rein, weil diese auch 2 Slots braucht. Also du kannst mir viel erzählen aber für Gamer wird es keine entsprechende GraKa in einem Cube geben, außer Apples "Cube" wird in der Größe 30 x 30 cm oder noch größer, was dann für mich aber kein Cube mehr ist sondern eher ein quadratisches Computergehäuse. Also für Gamer wird ein Cube definitiv nichts.
Der Grund warum ein Gamer sich keinen Mac Pro kauft ist der, dass die meißten Spiele die es für den Mac gibt schon nahezu antik sind, die Grafikkarten sind 1. schlecht und 2. sehr teuer wenn man es mit den DOSen vergleicht und es fehlt die Möglichkeit zu CF bzw. SLI. Davon abgesehen gibt es vor allem im deutschen Raum viele AMD-Liebhaber, die sich definitiv keinen Intel ins Haus stellen, egal wie die Benchmarks ausfallen.

Zu den Preisen:
Eine 7300 GT kostet bei den DOSen Leuten 85 Euro. Für 150 Euro dazu verkauft dann Apple diese. Eine X1900 XT kostet bei den DOSen Leuten 300 Euro, Apple verkauft diese zwar für 250 Extra, nur muss man noch die Euros draufrechnen die die 7300 GT kostet, also sind wir wieder bei 330 Euro, wenn man die DOSen Preise rechnet und keine 150 von Apple.


Zu den Spielen:
Auf dem Mac kann es überhaupt nicht die Spiele geben, die es bei den DOSen gibt, wenn es keine Möglichkeit gibt DX auch auf OSX zu installieren. Heutzutage sind die Spiele quasi untrennbar mit DX verbunden, da kann es noch irgendeine tolle andere Möglichkeit geben aber DX ist definitiv führend. Jede große Spieleschmiede optimiert für DX, was sich schon alleine aus den Teilen die zusammengekauft werden ergibt. Deswegen kann man ohne Probleme sagen: Wo sind Quake4, Serious Sam 2, Battlefield 2, Call of Duty 2, F.E.A.R., Oblivion usw auf dem Mac? Leider alle nicht vorhanden.

Davon abgesehen will der "Gamer" für sein Geld möglichst viele FPS bekommen und nicht ein tolles Gehäusekonzept für viel Geld. Wenn jemand in der Gamer-Branche 3000 Euro für einen PC ausgibt, dann will diese so viele FPS haben wie geht und gibt sich nicht damit zufrieden, dass hier und da ein paar FPS fehlen, nur weil man einen Mac gekauft hat. Nur Mac-Käufer sind so "blöde" und bezahlen 50% Apple-Preisaufschlag für die Hardware. DOSen-Leute nicht und Gamer schon garnicht.

Wenn Spielen auf dem Mac dann definitiv nicht OSX-nativ sondern nur mit XP oder Vista mit Hilfe von Boot Camp, wenn man DX auf den Windowsplatformen installieren kann. Dennoch fällt dann trotzdem der Cube unten raus, da man dort leider keine 350 W schluckende Graka einbauen kann, die auch noch passiv gekühlt wird... Von den Dual-Slot Grakas und dem Intel mal abgesehen.

Von: macbike | Datum: 08.09.2006 | #9
Ach ja, auch ich finde den Artikel sehr gut, eine Freude :-)

r.i.p.

Von: supercollider | Datum: 08.09.2006 | #10
mein cube ist vor vier wochen verreckt...
von daher käme ein nachfolger recht!

flo

Von: Strangers Night | Datum: 08.09.2006 | #11
ich tue mir immer etwas schwer, wenn von einem mini pro oder headless imac gesprochen wird. Ein ganz klarer Vorteil des Cube war, dass er gut erweiterbar war: Festplatte, RAM UND Grafikkarte, dies hat ihn bei vielen sogar ins Quarz Zeitalter hinüberretten können.
Für mich ist ein solcher eher ein MacPro light oder ein mini mac pro. Dies würde meines erachtens den Sachverhalt eher wiedergeben.
Ob noch Platz im Portfolio ist muss Apple selbst entscheiden, denn es hängt einzig und allein am Preis. Wenn ein solcher CubeII für 1500 EUR mit Conroe angeboten würde, käme er dem MP stark in die Quere, andererseits wenn man die Headless GEräte betrachtet sind zwischen 800 EUR und 2000 EUR noch eine Menge Platz.
Ich denke, wenn er kommt, dann kurz vor Weihnachten oder im Januar (one more thing). Denn jetzt wo die Desktops alle geupdated sind, will man verständlicherwiese erstmal Geld verdienen.

Größter Vorteil

Von: ohNe22 | Datum: 08.09.2006 | #12
Für mich wäre der größte Vorteil eines Cube-Nachfolgers, wenn man 2 Monitore anschließen könnte (also nicht wie beim mini über Krücken wie Matrox-Dualhead o.ä.). Die Möglichkeit beim iMac noch nen zweiten Bildschirm anzuschließen ist zwar nett, aber man hat dann nicht 2 mal das selbe Display.

Letztlich sollte es möglich sein einen mini mit dreifacher Bauhöhe (also dann wirklich "kubisch") so geräumig zu gestalten, dass man 3,5" Platten und 1-2 PCIe-Steckplätze reinbekommt. Apple kann dann sogar noch an Grafikkarten mit speziellem Formfaktor verdienen ;-)

Da ich den Cube schon immer genial fand (ja auch das vertikale Slot-in), würde ich einen Nachfolger auch mit dem einen oder anderen Abstrich sofort kaufen.

Ein unbedingtes Muss ist dann aber auch wieder die Lüftungsschlitze so zu machen, dass das Teil wie ein Toaster wirkt :-D

Teurer ald ser iMac 20"…

Von: macbike | Datum: 08.09.2006 | #13
…war doch sicherlich ohne Monitor gemeint (bzw. bei beiden mit)?

Wenn Apple in den neuen Cume wieder die integrierte Grafik einbauen würde (egal wie gut), dann würde da schonmal kein Spieler mehr drauf achten und ihn links liegen lassen. Integrierte Grafik mit Option auf echte Grafikkarte gibts im Billig-Segment. Option von Lüfterloser Normal-Karte und lauter Zocker-Karte müsste es geben

Aber warum sollte Apple nicht den Desktop Core 2 Duo verbauen, den Chipsatz dazu liefert doch Intel, da können die doch noch gleich das ganze Board liefern (mir wurde zumindest erzählt, dass dies ein Vorteil des Switches gewesen sein soll) und Apple hätte damit kaum Arbeit.

guter Artikel

Von: wlanboy | Datum: 08.09.2006 | #14
viele Kommentare und keine Trolls. Es geht ja doch noch!

Preislich kann ich mir den Cube ][ (wirklich chick) zwischen ausgebautem MacMini und dem 20er iMac vorstellen. Zumindest hoffe ich ihn dahin, alls andere wäre dann zu teuer, oder wäre gleich ein MacPro.

Vielleicht gibt es doch noch das "one more thing" oder "one more cube" :-)

@fastwalker

Von: KnoblauchTraubeNuss | Datum: 08.09.2006 | #15
LOL, ausgerechnet der Cube, der Schwestern-Rechner, Hinterlader-Mac, der Modder-Mac-Cube.

Nie war ein Rechner schwuler als der Cube.

Ich fänd' einen "Cube II"…

Von: Marcel | Datum: 07.09.2006 | #16
…SPITZE!!! :-)

@flo:

Von: Marcel | Datum: 07.09.2006 | #17
Übrigens hervorragend geschriebener Artikel – Gratulation! Kann man (IMHO) 1:1 so stehen lassen was Du geschrieben hast.

Am besten in ein gutes amerikanisches englisch übersetzen und ab damit zu Steve, damit er zur Messe im Januar '07 was tolles aus dem Hut zaubern kann… ;-)

Halte ich auch für eine gute Idee

Von: KnoblauchTraubeNuss | Datum: 07.09.2006 | #18
Er würde zwar die Verkäufe des Mac Pro und der große iMacs deutlich drücken, aber insgesamt würde Apple IMHO damit gewinnen.

Es gibt viele potentielle Switcher (vor allem Gamer), die im aktuellen Angebot keinen passenden Rechner finden, bzw. All-in-One wegen vorhandener Hardware oder aus Skepsis vor dem Konzept ablehnen.

Ich glaube mit so einem Gerät, zu erträglichem Preis, könnte Apple bei den Desktops ein ähnlich starkes Wachstum wie bei den mobilen Rechnern erreichen.

GEIL!!!

Von: Matthias Witte | Datum: 07.09.2006 | #19
Der original Cube ist für mich einfach eine Design Ikone, konnte ihn mir damals nicht leisten. Aber vielleicht bald...

Cube ][

Von: omega01 | Datum: 07.09.2006 | #20
Wäre für mich persönlich sicherlich das interessantes Mac-Angebot. Bei "preislich oberhalb des iMac 20" " muss ich allerdings schon wieder widersprechen. Das hieße oberhalb von 1.500 Euro - damit würde der Cube ][ das selbe Schicksal erleiden, wie der original Cube seinerzeit. So ein Rechner muss preislich da anfangen, wo der Mac mini aufhört - also etwa 900 Euro aufwärts. Damit wäre der Cube ][ ein echtes Gegenstück zum 900,- Euro-Brot-und-Butter-PC. Leistungsmäßig müsste er auf dem Niveau der iMacs sein, preislich aufgrund des fehlenden Monitors etwas darunter. So würde ein solches Gerät (für mich) Sinn machen...

Shared Memory Grafik für Cube ][

Von: Voname | Datum: 07.09.2006 | #21
In einem solchem Cube ][ könnte Apple die bald stark verbesserte Shared Memory (Unified Shader) verbauen und somit den Preis akzeptabel halten. Natürlich dann aber mind. 1 PCIe Slot, in dem dann der User bei Bedarf eine echte Grafikkarte nachrüsten kann.

Normal verbautes optisches Laufwerk + 1 oder 2 weitere PCIe Slots (neben der für Grafik) würde ich mir auch wünschen.

Das Design (ob Cobe oder nicht) wäre mir mehr oder weniger egal.

es gibt eine CPU die Apple bisher nicht verbaut

Von: Strangers Night | Datum: 07.09.2006 | #22
den Conroe!
Da würde sich doch etwas machen lassen...

Dann aber richtig

Von: Eye-in-the-Skye | Datum: 07.09.2006 | #23
Ein vernünftiges Gehäuse, aus Metall natürlich, mit schicken Kühlrippen a la High-End-Hifi. Sieht gut aus und verbessert die Wärmeableitung. Und Sprünge wie beim alten Müllgehäuse können erst gar nicht entstehen.

und was soll so ein mac kosten?

Von: rob | Datum: 07.09.2006 | #24
Also mal ehrlich, ich zahl doch nicht für so einen mac der nicht wesentlich mehr leistet als ein imac 20"/24" mehr als ein imac 20" nur damit anstatt dem dem Monitor ein Steckplatz für die Grafikkarte drin ist.

Somit scheidet die Preisklasse über 1500€ aus (vor allem wenn man den PC Vergleich mit dazu nimmt!). Damit ein derartiger Rechner für mich interessant wäre müßte er max 1300€ kosten bei einer Grundausstattung die dem iMac 20" entspricht.

Was würde das aber für Apples Produktpalette bedeuten? Würde ein derartiger Mac den Mac Pro nicht deutlich das Wasser abgraben? Ich halte das nicht für unwahrscheinlich.

Ich kann schon sehr gut verstehen das Apple sich mit einem derartigen Rechner sehr schwer tut.

rob

genau so

Von: Eye-in-the-Skye | Datum: 07.09.2006 | #25
Früher maren die Macs - zumindest für Consumer - ein Statussymbol für das man mehr zu zahlen bereit war. Seit Intel reden alle nur noch über Preise. Und die schrottige Verarbeitung der Consumer-Macs tut ein Übriges zum Abgesang.

Conroe?

Von: don.redhorse | Datum: 07.09.2006 | #26
glaube eher weniger das Apple den Conroe überhaupt verbauen wird.

Apple hat ein BoardDesign für Mac mini, iMac, MacBook und MacBook Pro. Dazu eines für MacPro und XServe.

Wenn es also einen "Mac" geben wird (dann könnte es ja auch noch ein MacBook mini geben *g), dann glaube ich eher an eine single Xeon Maschine mit nur einer RAM RiserCard und noch sonstwie beschnitten. Ob das dann aber für um die 1000€ zu machen ist?

Ein Conroe würde einen anderen Chipsatz verlangen, also hätte Apple dann drei Chipsätze, einen Chipsatz für nur ein Model. Nein, denke nicht das das passieren wird.

GamerPC. Ein Xeon macht sicher sicher ganz gut zum zocken, dann müsste Apple aber gleiche ne passende Graka für brauchbares Geld anbieten und das Board SLI, bzw. CrossFire fähig machen. Auch hier tippe ich mal darauf das Apple das nicht machen wird.

Wenn was kommt, dann nächstes Jahr. Intel QuadCore CPUs. Ein Model wird dann nur 4 CPU Kerne bekommen, das andere Model dann eben 8 Kerne, Rest BTO frei wählbar.

Aber Conroe? Warum sollte sich Apple noch nen Chipsatz ans Bein binden?

Dachte auch schon an einen Mac Pro mini

Von: *nix | Datum: 07.09.2006 | #27
Ein mac mini mit Core 2 Duo, Dualhead-ATI-Grafikkarte, 2 schnelleren 2,5er Wechsel-Festplatten, 1GB Ram und Superdrive .. 1299 Euro

Was soll das denn?

Von: KnoblauchTraubeNuss | Datum: 07.09.2006 | #28
Sollte das mal ein Thema sein, bei dem in diesem Forum eine Art Konsens erreicht wird.

Dann muss Apple das Teil bauen, sie werden die Nachfrage kaum befriedigen können...

;-)

machbar?

Von: Eye-on-the-Skye | Datum: 07.09.2006 | #29
Ein Problem könnte sein, dass Apple keine Komponenten mehr selbst baut und darauf angewiesen ist, dass seine Rechner als Standardteilen in China oder bei sonstigen Billigheimern zusammengeschustert werden. Da könnte die Kreativität doch deutlich hemmen. Ein Cube in schickem Metallkleid hätte aber was ...
Bitte aber kein überhyptes Design.

Diesen Mac würde ich sofort kaufen:

Von: Roman | Datum: 07.09.2006 | #30
Zuerst; Hervorragend geschriebener Artikel! Bravo!

Auf meiner Wunschliste wäre weniger ein neuer Cube II, denn ich hab schon einen Mac Mini Core Duo, sondern eher ein klassischer Conroe-Midi-Tower mit folgenden Eigenschaften:
- günstig (Conroe-Chipsatz), also ca. 1100-1300 Euro
- günstigeres RAM verwendbar, da der Chipsatz für den Conroe nicht das teurere RAM des Chipsatzes für den Woodcrest braucht (das aber trotzdem gleichschnell ist)
- günstigere und vor allem grössere 3.5-Zoll-HardDisks verwendbar (als 2.5 Zoll)
- PCI-Express-Schnittstellen, für z.B. zukünftige Grafikkarten, zwei davon würden mir schon genügen.

Falls ein möglicher Cube II diese Eigenschaften einigermassen erfüllen könnte, wäre das allerdings einen Gedanken wert ;)

Strategie?

Von: NaturalBornNörgler | Datum: 07.09.2006 | #31
Marktanteil hin, Marktanteil her. Für einen Produzenten ist nur eine Zahl wichtig: Die Zahl der verkauften Rechner. Über die Stückzahl müssen Entwicklungskosten, Werkzeuge, Marketing wieder eingespielt werden. Wenn die Zahl der verkauften Rechner steigt, kann der Hersteller auf zwei Arten reagieren: Mit kürzeren Produktzyklen (nach x verkauften Rechner sind die Entwicklungskosten wieder drin und man kann ein neues Modell angehen) oder mit einer breiteren Palette (die Verkäufe verteilen sich auf mehrere Modelle).

Die letzte Entwicklung kann man bei Apple seit längerer Zeit beobachten. Zwar sind Modelle, wie das das 12" PowerBook oder das 14" iBook ersatzlos weggefallen, es sind aber auch neue Modelle hinzugekommen. Der gestern erschiene iMac 24" gehört dazu, wie der Mini oder das 17" PowerBook/MacBook. Früher gab es zwar mehrere iMac-Modelle, aber alle mit demselben Formfaktor, heute gibt es drei Größen.

Mit der steigenden Zahl der verkauften Rechner steigt die Wahrscheinlichkeit neuer Modelle. Dass MacBook Pro und Mac Pro kein neues Gehäuse erhalten haben, spricht ebenfalls dafür (irgendwas muss Jonathan Ive den ganzen Tag lang arbeiten :-)

Es dürfte also ausreichend Luft sein, irgendwann wieder ein 12" MacBook Pro, einen höheren Mini oder ein echtes Subnotebook (MacBook Mini) zu sehen. Die Strategie scheint mir klar: Man versucht bestehende Designs/Produktionsanlagen/Werkzeuge weiter zu benutzen, wo dies problemlos möglich ist (MacBook Pro, Mac Pro, Mini, xServe), entwickelt neue Modelle, wo dies notwendig ist (iMac 24", MacBook), strafft die Produktionslinie (eMac, 14" iBook, 12" PowerBook) um den Intel-Switch mit einer übersichtlichen Zahl von Motherboards möglichst schnell hinter sich zu bringen. Das ist geschafft.

Jetzt kommt der nächste Schritt. Die Breite der Produkte möglichst effektiv zu erweitern. Mögliche Kandidaten: Neuer Mac Mini in zwei Formfaktoren, flach und hoch, neue MacBooks in drei Größen, neuer MacPro in zwei Größen.

Das tolle am Cube ist

Von: MichaelK | Datum: 07.09.2006 | #32
das man ihn nicht hört, und das war auch schon so, bevor er nur noch im Schrank stand. Er war zu seiner Zeit schnell und ohne aktive Kühlung. Das würde ich mir auch von einem aktuellen Cube wünschen.

Du weisst wohl nicht dass der Mac Mini Core Duo auch kaum zu hören ist?

Von: Roman | Datum: 07.09.2006 | #33
Meiner steht hinter dem Apple-TFT, und hören tu ich ihn nie.

Wäre ein notwendiger Schritt

Von: fastwalker | Datum: 08.09.2006 | #34
Sich nur über das Betriebsystem von den Windoofern zu differenzieren, das ist effektiv zu wenig. Der MacPro ist schon einmal ein Schritt in die richtige Richtung. imac und macmini sind Spielzeuge für Geeks und Schwule. Ein richtiger Mac muss her. Ein Cube, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat.