ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 4374

Heuschrecken bei Freescale?

Megadeal bahnt sich an

Autor: flo - Datum: 11.09.2006

Laut einer Reuters-Meldung bahnt sich der größte Deal in der Halbleiterbranche an: Angeblich bietet ein Konsortium aus Investmentfirmen (hierzulande gerne als Heuschrecken bezeichnet) 16 Milliarden Dollar für den ehemaligen Apple-Lieferanten Freescale. Die Meldung läuft derzeit aber noch unter "könnte sein", offizielle Stellungnahmen dazu gibt es noch nicht. Ebenso kolportiert wird aber, dass auch KKR & Co. ein Angebot abgegeben hätte oder noch abgeben könnte. KKR ist ebenfalls eine sog. "equity group", die nicht unbedingt den besten Ruf genießt. Einigen ist KKR vielleicht noch im Zusammenhang mit dem Verkauf von Alias ein Begriff -- Alias immerhin hat das überlebt (und mittlerweile den Besitzer schon wieder gewechselt).

Berührt ein solcher möglicher Deal den Apple-User direkt? Kaum, immerhin ist der G4 schon lange Geschichte, zwar hat Freescale noch die ominöse Verpflichtung, Apple bis 2008 noch mit G4s zu versorgen, aber ob Apple von dieser Option je Gebrauch machen möchte sei dahingestellt. Aber eine Übernahme Freescales durch ein Investmentkonsortium ist schon ein Big Bang in der IT-Landschaft, immerhin ist Freescale keine kleine Klitsche aus Hintertupfingen, sondern unter den 10 größten Halbleiterherstellern der Welt, im embedded-Bereich ist Freescale mit 30% Marktanteil (je nach Lesart, da Freescale ARM-Lizenznehmer ist, verschwimmt die Statistik etwas) Marktführer, im Automobilsektor ist man definitiv wichtigster Hersteller -- und: Freescale macht rund 1,5 Mrd Dollar Umsatz im Quartal, schreibt dabei gesunde Gewinne und Wachstumsraten. Da darf man gespannt sein, ob an der Geschichte was dran ist und wenn ja, was sich hieraus entwickelt.

Kommentare

Rainer

Von: Strangers Night | Datum: 11.09.2006 | #1
der G4 hatte eine modernere Altivec, die etwas leistungsfähiger war. Hatte wohl Lizenzrechtliche Gründe.

Die komplette Busstruktur des G4 war auf Niveau von 199x. Der Wechsel von SD-RAM zu DDR-RAM brachte ein paar Lullerprozente Steigerung. Der G5 war mit seiner Speicheranbindung und der internen Struktur ein sehr modern Prozessor- allerdings 2003.

IBM hat Apple 2003 den G5 als Tech.-Demo auf dem Silbertablett geliefert, für 150$ sehr preiswert, um Apple als Kunden für die Zukunft zu gewinnen. Apple hat den G5 aber nur als Übergangslösung zum Switch verwendet um mal wieder mit Spitzenleistung glänzen zu können.
So konnte Apple die vermurkste x86 Netburst Architektur (Pentium4) auslassen und direkt zum Core Switchen- gut gelaufen für Apple.

Strangers Night meint...

Von: ghme | Datum: 11.09.2006 | #2
...die Meldung ist uninteressant! Also bitte.

;-)

G5 > G3 - G4 - Zukunft.

Von: Rainer Pelitz | Datum: 11.09.2006 | #3
Der G5 war aber nur ein Abklatsch vom G3. Der G4 gehört zu einer moderneren Linie.

Bei mir funktioniert er wunderbar!

wie hieß nochmal Bertie Vogts?

Von: Strangers Night | Datum: 11.09.2006 | #4
Terrier, der Wadenbeißer? oder einfach nur Köter?

nochmal, was ich meine:

Von: Strangers Night | Datum: 11.09.2006 | #5
"weißt Du wieviele Heuschrecken-Ventures an Apple beteiligt sind? An Intel ? An AMD ?
-eben.
Ich denke, dass keiner Freescale eine Träne nachweint, zumindest nicht im Apple-Lager.
Das war hier auch nie Thema.
Am G4 hängt keiner- höchstens als Übergangslösung zum Mobile G5, wenn Apple dann den Auftrag an IBM gegeben hätte diesen zu entwickeln (so in 2003, mit Ziel der Marktreife 2005/2006).
Aber das wurde auch schon x-Mal durchgekaut.......
der eine versteht es eben, der andere nicht!"

G4 Ersatzteile

Von: Pepi | Datum: 11.09.2006 | #6
Wenn Apple Ersatzteile für seine Computer braucht, ist es durchaus interessant bis 2008 noch Nachschub zu bekommen. Die G4s werden wohl noch bis 2012 für Reparaturen qualifizieren. (Immerhin wurden iBook G4 Modelle heuer noch verkauft.)
Gruß Pepi

Strangers Night meint...

Von: ghme | Datum: 11.09.2006 | #7
...die Meldung ist uninteressant! Also bitte.