ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 4375

Fünf Jahre 9/11

»I love NY more than ever«

Autor: dk - Datum: 11.09.2006

Ich weiß noch genau, wo ich am 11. September 2001 war und was ich gemacht habe, als ich von den Terroranschlägen in New York erfuhr, so wie meine Eltern nie vergessen werden, wo sie waren und was sie machten, als sie vom Attentat auf John F. Kennedy erfuhren. Ich war damals in der Redaktion der Hannoverschen Allgemeinen und scannte Negative, als plötzlich die Bildredakteurin den Fernseher anmachte und sagte, daß in New York etwas passiert sei. Es war kurz vor 15 Uhr, und sie mußte die Nachricht, daß eine Passagiermaschine in den Nordturm des World Trade Centers gerast war, über die Ticker bekommen haben. Wir standen vor dem kleinen Fernseher in der Bildredaktion und starrten fassungslos auf die Mattscheibe. Wir konnten nicht, wollten nicht glauben, was wir da sahen. Um 15.03 Uhr sahen wir dann live, wie das zweite Flugzeug in den Südturm prallte. Die Bilder, die ich da das erste Mal sah und den in den kommenden Tagen hunderte Male sehen würde, würden mich nie wieder verlassen. Das wußte ich. Sie hatten sich in mein Gedächtnis gebrannt. 9/11 ist wie das Kennedy-Attentat zur Horror-Ikone einer Generation geworden.

Ich rief aus der Redaktion meine Freundin an und sagte ihr, daß zwei Flugzeuge ins World Trade Center in New York geflogen seien. Wir hatten uns auf unseren Urlaub gefreut, den wir im Sommer gebucht und Mitte Oktober antreten wollten. Wir hatten Flugtickets nach New York City. Doch nun hatte sich alles geändert. Tausende von Menschen waren ermordet worden, eine Stadt, ein ganzes Land befand sich im Kriegszustand – und wir sollten da jetzt hinfliegen?

Ich fuhr damals nach Hause und schaute bis tief in die Nacht Nachrichten. Auch an den folgenden Tagen konnte ich mich kaum vom Fernseher lösen. Per E-Mail versuchte ich, Freunde in Amerika zu kontaktieren, wollte wissen, wie es ihnen ginge, auch wenn viele von ihnen nicht in New York lebten. Bei den MacGuardians sorgten wir uns um einen Kollegen in New York. Wir waren bestürzt und beschlossen, die Seite ruhen zu lassen. Wir konnten und wollten nicht über Technikblödsinn schreiben, während Menschen und Angehörige bangten oder schon trauerten. Wir fühlten uns persönlich betroffen. Schließlich hatte es einen konzertierten Terrorakt diesen Ausmaßes vorher nie gegeben.

Meine Freundin und ich entschieden uns, im Oktober 2001 doch nach New York zu fliegen. Wir sahen Soldaten mit Hummer-Jeeps, Schäferhunden und Gewehren vor der Börse, vor U-Bahnhöfen, am Battery Park. Wir erlebten, wie plötzlich alle Straßen in Lower Manhattan gesperrt wurden, um einen Krankenwagen durchzulassen, der mit Blaulicht durch die Stadt schoß. Auf der Straße munkelte man, es handele sich um einen verletzten Feuerwehrmann. Wir sahen am West Side Highway Menschen stehen, die den an- und abfahrenden Aufräum- und Rettungsmannschaften zujubelten, ihnen Essen und Trinken durch die Autoscheiben reichten, ihnen Mut zusprachen und ihnen für ihre Arbeit dankten. Wir sahen Trucks voller Schutt von Ground Zero abfahren. Wir sahen nachts das gleißend helle Licht, das Ground Zero zu einem grellen weißen Fleck werden ließ. Wir sahen in den Straßen und U-Bahnen tausende von Suchzetteln, mit denen Angehörige nach vermutlichen Opfern suchten.

Wir standen vorm Rockefeller Center, lasen auf dem Laufband von NBC, daß eine Mitarbeiterin positiv auf Milzbrand getestet worden sei, und erlebten, wie plötzlich ein Mann kollabierte. Und natürlich dachten wir alle sofort an Milzbrand. Wir rochen verbranntes Gummi, geschmolzenen Stahl und Asbest. Diesen Geruch werde ich nie wieder aus der Nase bekommen. Wir gingen an Feuerwachen vorbei, vor denen hunderte von Kerzen standen und Blumen lagen. Wir sahen Flaggen an Häusern, in Schaufenstern, an Autos, auf Brücken. Wir schmeckten den Staub, der alle Straßen, Fassaden und Fenster immer noch und immer wieder weißgrau werden ließ, egal, wie oft die Stadtreinigung die Fußwege und Fahrbahn mit Wasser abspritzte.

Aber wir erlebten auch das New York, das sich nicht unterkriegen ließ, das weitermachte, kämpfte, und manchmal sogar lachte. An einem der Tage saßen meine Freundin und ich in einem Café und lasen die Times. Plötzlich erfüllte mich eine unbestimmte Gewißheit, dies sei der richtige Moment und der richtige Ort. Ich legte die Zeitung weg und frage sie, ob sie mich heiraten wolle. Sie schaute erstaunt, und zum ersten Mal erlebte ich sie sprachlos. Dann sagte sie – Ja. Zu mir und zu New York.



Kommentare

Selektive Wahrnehmnung ist gefährlich…

Von: Mzungu | Datum: 12.09.2006 | #1
… zumindest solange wir für ein Gemeinwesen eintreten, welche auf "Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit" basiert sollte uns jeder Mensch (Opfer) gleich wert sein.

11. September 1973: In Chile findet unter Augusto Pinochet ein Militärputsch gegen die Regierung Salvador Allendes statt. Der darauffolgenden Militärregierung fallen nach offiziellen Schätzungen ca. 3.000 Chilenen zum Opfer. Über 1 Million Menschen flüchten ins Exil.

Nach Peter F. Müller und Michael Mueller (Gegen Freund und Feind) unterrichtete die CIA den Bundesnachrichtendienst wenige Tage vor dem Umsturz.

11. September 1944: In der sog. „Brandnacht“ in Darmstadt sterben bei einem Großangriff der Royal Air Force mit anschließendem Feuersturm 11.500 Menschen.

Immer das Gleiche:
Explosionen, Terror, ein über Jahre traumatisiertes Volk, viele verlieren Angehörige spurlos…

der beste text zum thema

Von: camillo | Datum: 12.09.2006 | #2
und Dank an sdot für den besten Kommentar zum Thema - ansonsten scheint ja der Wahnsinn (USA-Bashing/Bush=Terrorist etc.) hier Einzug zu halten. Und ich dachte mal, dass vor einem Mac die Schlaueren sitzen.

Also los (auf Englisch)

Bye, bye Europe!
Den mit Abstand besten Text über 9/11 hat Bruce Bawer geschrieben, ein amerikanischer Autor, der in Norwegen lebt. Sein letztes Buch, das in diesem Jahr veröffentlich wurde, heißt: "While Europe Slept - How Radical Islam Is Destroying The West From Within". Der folgende Text wurde auf Einladung der linksliberalen holländischen Tageszeitung "De Volkskrant" geschrieben, wo er am 2.9. erschien.

Bruce Bawer:
9/11, Five Years Later: A View from Europe

Recently I watched Casablanca for perhaps the 20th time. Its characters include people from the U.S., Norway, Britain, Germany, France, the Netherlands, Czechoslovakia, and Bulgaria whose harrowing experiences in Nazi-occupied Europe have taught them a precious lesson: the value of freedom. Many seek passage to America, a beacon of liberty in a darkening world. In one stirring scene, Nazi officers at Rick’s café begin singing Die Wacht am Rhein, and the other customers respond with La Marseillaise.

Something like that sense of international unity in the cause of freedom is rather what I expected of the West after 9/11. But it didn’t happen. Why? Largely because of a failure to comprehend the nature of the enemy: Islamist terrorism continues to be characterized by many as a desperate response to poverty, oppression, and/or Western foreign policies, rather than what it is: a jihad by people who seek to conquer the West as Muhammed did North Africa, subduing infidels and imposing sharia. Only recently did George W. Bush finally confess that we were fighting “Islamic fascists” – only to revert, in the face of criticism, to the empty term “war on terror.”

Some understand the enemy, yet underestimate its capabilities. One’s comfort can be one’s downfall: just as it seemed inconceivable that the Twin Towers could be brought down so easily, so our Western civilization can feel indestructible, and the idea of having to defend it can feel like – well, something out of an old movie. There are few more telling symbols of many young Europeans’ sense of absolute security, their utter unconsciousness of any clear and present threat to their freedom, and the alienness to them of any concept of moral responsibility than the Che t-shirts and Palestinian scarves by which they play at identifying with the perceived glamour of violent revolution against their own civilization.

On 9/11 (as now), I was a New Yorker living in Oslo. Yet that day I realized I’d never left home – for this was, I knew, an attack not only on my hometown but on the free world. Clearly, we were at war – not only with terrorists, but with their philosophical allies in the West. I already knew a bit about the latter: in 1999, living in Amsterdam’s Oud West, I looked around me and realized I’d failed to notice a key piece of the European puzzle – namely, the rise of Muslim communities that weren’t transitional phenomena (like the now-vanished Polish neighborhood in Manhattan where my father grew up) but the beginnings of a fast-growing, self-segregating European Islamic society that was becoming ever more confident and assertive in its rejection of Western values. The celebrations in the streets of Ede and elsewhere on 9/11 affirmed my sense of the grim possibilities these enclaves represented.

In the wake of 9/11, European leaders felt obliged to join America in invading Afghanistan. But the initial show of solidarity by politicians and intellectuals (“we are all Americans”) quickly gave way to declarations that the U.S. – by supporting Israel, buttressing Arab dictators, fostering globalism, etc. – had asked for 9/11. But not Europe. Europe was the Muslims’ friend. Muslims knew this. Hence Europe was safe. This soon became Western European orthodoxy. Only days after 9/11, Norwegian author Gert Nygårdshaug sneered at the idea that there might soon be an attack on “Oslo or Rome or Copenhagen.” He was far from alone in his mockery.

Then came Madrid, London, Bali, Beslan, Mumbai. Van Gogh was butchered; Muslims rioted in France; their coreligionists in Denmark rampaged over newspaper cartoons of Muhammed. The Western European elite played down, even denied, any connection among these events. Yet year by year the truth has become increasingly clear: though the U.S. was the target on 9/11, the front line of the war with Islamism is Europe.

It is a war, moreover, in which the enemy’s most powerful weapon is not bombs but demography. Muslim immigration levels remain high; so do reproduction rates. Yes, only a tiny percentage of European Muslims are terrorists; but many more – who get their “news” from satellite channels such as Al-Jazeera and who feed one another’s animosity toward the West in mosques, in community centers, and on Internet message boards – find European culture intolerably decadent and share the jihadist goal of a European caliphate governed according to Koranic precepts. Recent polls show that at least 40% of Muslims in the U.K. would like to see Britain under sharia law, and that at least one in four approved of the 7/7 attacks. European-establishment rhetoric to the contrary, poverty and ignorance aren’t the explanation: the most intense anti-Western sympathies are nursed not by illiterate immigrants from rural Arab villages but by their well-educated, European-born children who live well and drive BMWs.

In all of Europe, only the Danes have taken remotely serious actions to halt the advance of what the scholar Bat Ye’or has called “Eurabia.” The results: immigration to Denmark is down, integration improved. Yet even in Denmark, death threats against cartoonists have made the free word less free. Elsewhere, too, sharia is on the march. Belgian law now forbids “Islamophobia”; similar legislation was passed by Britain’s House of Commons last year, but nixed by the Lords. In Norway, you can now be imprisoned for “insulting” someone’s religion (and the burden of proof is on the accused). A grim foretaste of Europe’s future was provided last February in Oslo, where, at a state-sponsored press conference, editor Velbjørn Selbekk – who, after reprinting the Muhammed cartoons, had defied death threats for weeks – did a sudden about-face, apologizing abjectly to the largest assemblage of imams in Norway’s history. The Norwegian government hailed this capitulation, calling it a “reconciliation”; later an official delegation visited Qatar to beg Muslim leader Yusuf al-Qaradawi’s forgiveness, too.

What of America? No question, Bush’s arrogance, incompetence, inarticulateness, deafness to criticism, and tolerance of torture have (in Andrew Sullivan’s words) “managed to muddy the moral high ground against the evil of Islamism” – thereby polarizing Americans and helping alienate Europeans at a time when unity is crucial. (The U.S. military’s dismissal of desperately needed Arabic-language experts for being gay testifies to the endurance of an absurd bias that I thought, on 9/11, would fade in the face of a real and deadly foe.) In the U.S., as in Europe, politicians and journalists who should know better continue to repeat the ludicrous mantra that Islam means “peace,” jihad means “inner struggle,” and extremists are “hijacking Islam.”

Yet for all America’s missteps, the European elite’s charge that the U.S. is the world’s #1 menace has been obscene and self-destructive – as has that same elite’s tireless whitewashing of the real menace. On 9/11, I would never have imagined that five years later, a man who refuses to condemn the stoning of female adulterers would be respected as the leading voice of “moderate” European Islam; that European governments would still be funding within their borders mosques and Muslim schools that teach contempt for democracy, Jews, gays, and sexual equality; that Amsterdam mayor Job Cohen would argue for accepting the oppression of Muslim women in the West; and that Britain would still be sheltering radical clerics, Queen Elizabeth knighting the likes of Iqbal Sacranie (who calls homosexuality “unacceptable”), and London mayor Ken Livingstone praising as “progressive” the above-mentioned al-Qaradawi (who has defended suicide bombers and the execution of gays). The delusion endures: in August, the AP reported that Germans were “stunned” by news of a planned train bombing in their country because they thought their “opposition to the Iraq war would insulate” them from terrorism; and Britain’s “Communities Secretary,” following the arrest of “English lads” who’d planned to blow up London-to-U.S. flights, promised to consider a proposal by Muslim leaders to pacify would-be domestic bombers by introducing sharia law in immigrant areas.

I would never have believed on 9/11 that in 2006, most Europeans would still be unaware – to pluck two examples at random – that over seven in ten immigrant women in Sweden (according to an EU study) are affected by “honor-related violence” and that Jewish children (according to a French government report) “can no longer get an education” in France because of abuse by Muslim classmates. Some law-enforcement authorities have already thrown in the towel: in 2004, Swedish police admitted they “have no control over the situation in Malmö,” a city plagued by Muslim rapes and robberies; this August, after a Muslim gang shootout in Oslo, police said they were “reluctant to crack down on the gangs out of fear for their own safety.”

On 9/11, the free world was powerfully reminded of its freedom. In Europe, alas, that day’s spirit has been steamrollered by an establishment that – apparently having already accepted the inevitability of Europe’s Islamization – routinely turn the truth on its head, representing aggressors as victims and self-defense as inflammatory. That upside-down picture needs to be set aright, and the spirit of 9/11 resurrected. For the bottom line is simple: if we don’t cherish our liberties with the fervor that the jihadists treasure their faith, we’ll lose.

DE VOLKSKRANT, 2 SEPTEMBER 2006

@camillo

Von: Dirk (MacGuardians) | Datum: 12.09.2006 | #3
Du weißt aber schon, daß der Autor erst als »liberaler Demokrat« auftrat, der nach 9/11 plötzlich zum »konservativen Republikaner« wurde… Was im Text auch deutlich wird…

@ dirk

Von: camillo | Datum: 12.09.2006 | #4
das ändert ja nichts daran, dass er recht hat, oder? Manchmal sagen auch CDU Politiker hier das Richtige und eine linke Ikone wie Lafontaine ist so schlimm, dass einem die Spucke wegbleibt. Dieses Lagerdenken hat sich im Moment ziemlich überholt.

Opium oder Crack fürs Volk?

Von: Rainer Pelitz | Datum: 12.09.2006 | #5
Konservative Amerikaner und fundamentale Christen sind doch auch gegen Homos!

Meiner Meinung nach sind das alles Fanatiker.

Leider ist Religion eben nicht Opium für das Volk sondern für einige ist es Crack!

Religion macht viele zu Arschlöchern und Verbrecher.

Opium für die Pfeifen

Von: camillo | Datum: 12.09.2006 | #6
Warum wird immer, um zu verharmlosen und klarzustellen, dass die bösen USA das Übel sind, so unsinnig verglichen? Sicher sind die Katholen und die Papisten und die Born-again-Christen oft unangenehme Gestalten - doch ich kann mich nicht erinnern, wann zum letzten Mal ein Benediktiner-Mönch sich mit einem Vorortzug und 200 Pendlern in die Luft gejagt hat, weil in irgendeiner Zeitung jemand einen Witz über Jesus gemacht hat. Auch finde ich den Beleg im Moment nicht, der zeigt, dass Papa Ratzi sämtliche Angehörigen einer anderen Religionsgemeinschaft mit dem Tod bedroht hat. Wenn ich suche, finde ich vielleicht noch die Bilder von den vielen Demos in den USA und in Europa, auf denen Puppen von Adolfdineschad und iranische Fahnen verbrannt wurden.

Es gibt viele Dinge, die aus Menschen Arschlöcher werden lassen (manchmal reicht der falsche Computer…), aber im Moment geht es nicht darum, sondern um unsere Rechte und Freiheiten. Und die werden am meisten von Menschen bedroht, die kritische Filmemacher abschlachten, Karikaturen durch Gewalt verhindern wollen oder einen Schriftsteller wie Rushdie zwingen, sich jahrelang zu verstecken.

Und ich wüsste nicht, wann ein US-Präsident das letzte Mal eine Fatwa ausgesprochen hätte.

Bawer

Von: Jawohl ich | Datum: 12.09.2006 | #7
Bruce Bawer übersieht aber dass die Solidarität auch deshalb verloren ging weil Bush plötzlich einen Alleingang nach dem anderen gemacht hat und die Europäer vor den Kopf stieß.

Es ist also nicht nur die verstehende Blauäugigkeit der Europäer gegenüber dem Islamismus, die diese Solidarität erodieren lies.

Außerdem stört mich sein martialisches Vokabular.

Natürlich gibt es ihn, den friedlichen Islam. Und es ist sehr wichtig, diesen zu fördern und in seiner Bedeutung zu stärken.

Das geht aber nicht mit Kriegsgeheul gegen den gesamten Islam wie es Leute wie Bawer anstimmen. Das ist dieses amerikanische Schwarz-Weiß - Denken gepart mit Unkenntnis und der Unfähigkeit (oder dem Unwillen), Dinge differenziert zu betrachten und ganz genau hinzusehen.

Das ist eine schlimme amerikanische Krankheit.

Nein ich bin kein Antiamerikaner. Die US-Amerikaner sind mir großenteils sehr sympatisch, aber sie machen auch Fehler.

Und das sage ich nur nebenbei. Es hat nichts mit dem 11. September zu tun.

Hier sollte den Opfern des 11. September gedacht werden, die uns in vieler Hinsicht näher stehen als die Opfer des zweiten Weltkrieges und die Opfer in Schwarzafrika (Stichwort hier übrigens Dafur wo ein Völkermord durch islamische Milizen im Gange ist/hoffentlich war).

Ich finde es einfach Gefühllos hier nun mit Vergleichen und Aufrechnungen zu kommen.

Wo wir schon bei Vergleichen sind: stänkerer und co:

Wenn ihr den Todestag eines nahe stehenden Menschen gedenkt, fändet ihr es toll wenn jemand sagt: Pipapo! täglich sterben Millionen von Menschen?

Er hätte recht, würde aber zu Recht ein Arschloch genannt werden.

Ansonsten gebe ich Bawer recht: Der Islamismus aber auch der christlche Fundamentalismus ist eine Gefahr für die Werte des Humanismus und die liebrale Demokratie. Und wir sollten uns an Dänemarks Einwanderungspolitik ein Beispiel nehmen.

Ach ja: Und etwas mehr für junge Menschen tun, die eigentlich gerne ein oder mehr Kinder hätten.

camillo, du armes propagandaopfer

Von: neu | Datum: 12.09.2006 | #8
"Und ich wüsste nicht, wann ein US-Präsident das letzte Mal eine Fatwa ausgesprochen hätte."

du weißt offensichtlich so einiges nicht.
die hunderttausenden von toten (in vietnam, korea, sudan, afghanistan, jugoslawien, irak, irak-iran-krieg, guatemala, südamerika (chile, argentinien....) durch us-politik (und damit us-präsidenten-befehlen) sind für dich medienopfer offensichtlich nicht der rede wert.

Camillo

Von: Jawohl ich | Datum: 12.09.2006 | #9
Zunächst einmal grundsätzlich:

Unsere Freiheit und Rechte werden umittelbar zunächst einmal von dem bedroht, der sie uns nimmt oder gegen sie verstößt.

Terrorismus ist nur eine der kriminellen Spielarten dies zu tun. Jede kriminelle Tat -aus welchem Grund auch immer ausgeführt, gehört dazu.

Eine Gefahr ist aber auch die Reaktion des Staates auf die Bedrohung durch solche religiös motivierten Taten: Wie weit soll der Westen Rechte und Freiheiten einschränken um diese Bedrohung zu neutralisieren?

Dann gibt es noch die Gefährdung aus der Bevölkerung heraus: Ein schleichender Werteverfall durch zunehmende Desorientierung. hier können Fundamentalisten schnell Fuß fassen.

Dazu zähle ich Neonazis (im Osten Deutschlands regional sehr bedeutend) Islamismus (in bestimmten Kreisen bzw. Regionen sehr bedeutend) und auch Christen wie Stoiber, der das fordert was Bawer in Norwegen kritisiert: Ein Verbot Religionen zu "beleidigen".

Aber auch Kreationisten, die Einfluss auf Schulen nehmen.

Ich fürchte diese Antiaufklärerischen Tendenzen nehmen zu, auch in Reaktion auf den Islamismus einerseits und die Wertemäßige Desorientierung andererseits.

Was ist also die wirkliche Gefahr? Ich glaube es ist die Wertevergessenheit und Relativismus bezüglich der grundlegenden Werte des Humanismus und der Aufklärung und der mangelnde Wille sie vehement zu verteidigen. Auch gegen islamistische Schreihälse.

Natürlich ist Terrorismus schrecklich. Aber er ist nicht die unmittelbare Gefahr unserer allgemeinen Freiheit und Rechte. (Außer bei den Betroffenen natürlich)

Die Gefährdung unserer Werte ist gesellschaftlich betrachtet eher indirekt und hängt von unserer Reaktion drauf ab. Und die Gefahr kommt wie gesagt noch aus anderen Richtungen.

wenn wir schon beim Thema sind

Von: camillo | Datum: 12.09.2006 | #10
Sicher waren die Alleingänge der USA nicht gerade förderlich, wenn's um Solidarität geht, aber das ist ein weites Feld, das man hier nicht auch noch beackern kann.

Das Aufrechnen der Toten fangen meistens die an, die dadurch ihren eigenen dreckigen Stecken etwas sauberer machen wollen: Was hat, wie oben jemand schrieb, der Bombenangriff auf Darmstadt am 11.9.44 mit 9/11 zu tun????? Damals wurde eine massenmörderische faschistische deutsche Diktatur zum Segen der Menschheit beseitigt. Deutsche als Opfer beim Aufrechnen der Toten - und dann mit dem 2. Weltkrieg kommen, dass halte ich für sehr bedenklich.

Was den Islam angeht, so gibt es glaube ich keine Verständnisprobleme mit gemäßigten oder säkularisierten Muslimen. Das Problem ist aber einfach: Nicht alle Muslime sind Terroristen, aber (fast) alle Terroristen sind Muslime, die ihre Taten aus ihrer Religion herleiten und begründen. Das Problem haben also nicht wir, die wir angeblich so schlecht mit den Muslimen umgehen (was ich für Quatsch halte), sondern die Religionsgemeinschaft mit dem namen Islam, die da einiges zu klären und klarzustellen hätte. Und darauf warten wir glaube ich alle schon lange.

Aber es gibt leider kein islamisches Land, das eine Demokratie ist, sondern nur einen Ring von faschistischen, korrupten Regimen, die der einzigen Demokratie in ihrer Nachbarschaft, nämlich Israel, den Garaus machen wollen - eben den, wie sie meinen, echten Holocaust androhen. Ich bin mir nicht sicher, ob das gebetsmühlenartige Mantra von der ach so unterdrückten und unverstandenen Kultur diese Regime so beeindruckt, dass sie Demokratie, menschenrechte, Gleichberechtigung, Meinungsfreiheit, Trennung von Justiz, Staat und Kirche etc. einführen wollen.

Integrationsprobleme in unsere Gesellschaften bestehen allzu häufig in muslimischen Communities. Die hundertausende ausländischen Arbeitnehmer aus dem Mittelmeerraum, die sich seit 40 Jahren bei uns angesiedelt haben und die am Anfang sicher auch Anpassungsprobleme in einer latent rassistischen und spießigen deutschen Gesellschaft hatten, haben sich schließlich auch nicht mit Sprengstoffgürteln in die Innenstädte gestellt und uns den Untergang angedroht, wenn wir nicht auf der Stelle alle Italiener, Jugoslawen oder griechisch-orthodoxe Christen würden.

Wir müssen uns leider damit abfinden, dass es sich um ein größeres Problem handelt, mit dem wir im Augenblick konfrontiert werden, das weit über Kameras in U-Bahnhöfen hinausgeht. Und da erinnert einen der 11.9. nur allzu schmerzhaft daran.

@jawohl ich

Von: camillo | Datum: 12.09.2006 | #11
Natürlich ist Terrorismus schrecklich. Aber er ist nicht die unmittelbare Gefahr unserer allgemeinen Freiheit und Rechte. (Außer bei den Betroffenen natürlich)

Diesen Satz muss man sich echt auf der Zunge zergehen lassen. Ganz großes Tennis! Stand sowas nicht auf dem Zettel, den der Mörder in Theo van Goghs Körper gerammt hat, als er mit dem Messer zustach - und bevor er es in der Wunde umdrehte, damit das Opfer leidet und wirklich keine Chance hatte?

Integration

Von: Jawohl ich | Datum: 12.09.2006 | #12
Sicher, ein krimineller Akt liegt immer in der Verantwortung dessen, der ihn Ausführt oder dazu anstiftet.

Die Terroristen in GB waren eigentlich "gut integriert".

Trotzdem sind verstärkte Integrationsbemühungen in Form von Deutsch und Kulturuntericht (als Pflicht) unumgänglich. Das zusammen mit einer Einwanderungsbegrenzung und schärferem Bleiberecht könnte der Bildung einer gegenkultur in Deutschland entgegenwirken.

Auch junge Araber an Berliner Schulen, die Mädchen schikanieren, weil sie öffentlich Händchen halten sind eine Bedrohung der Freiheit.

Übrigens weiß ich, dass in Kölln die Türken weniger probleme machen als die Russlanddeutschen. Integration ist nicht unbedingt die Frage von Religion.
ich kenne viele Beispiele von russlanddeutscher Gegenkultur -gewalttätig und kriminell.

Camillo

Von: Jawohl ich | Datum: 12.09.2006 | #13
"Diesen Satz muss man sich echt auf der Zunge zergehen lassen. Ganz großes Tennis! Stand sowas nicht auf dem Zettel, den der Mörder in Theo van Goghs Körper gerammt hat, als er mit dem Messer zustach - und bevor er es in der Wunde umdrehte, damit das Opfer leidet und wirklich keine Chance hatte?"

Was willst Du mir damit sagen? Das ist doch nur Polemik. Mir ist egal was durchgeknallte Mörder auf Zettel schreiben.

Das ändert doch nichts an der von mir beschriebenen tatsächlichen Bedrohungslage. Lass uns sachlich bleiben.

Kühl geurteilt habe ich recht. Oder hast Du mich falsch verstanden?

Dann stell wenigstens Fragen.

@jawohl ich

Von: camillo | Datum: 12.09.2006 | #14
So, nachdem ich mich beruhigt habe, eine ruhigere Antwort.

Es geht nicht gegen "islamistische Schreihälse". Wenns nur darum ginge, wäre alles okay, dafür gibt es jede Menge Trash-Talkshows, wo sie sich austoben könnten.

Es geht um eine Kultur der Unterdrückung von Rechten, die uns anscheinend so selbstverständlich sind, dass wir anderen zumuten, ohne sie leben zu können. Es gibt Millionen gemäßigte Muslime, die unter dem Fehlen dieser Rechte leiden und sich nichts sehnlicher wünschen würden, als so freigeistig und staatskritisch in ihrem Lande diskutieren zu können. Es gibt viele Millionen Frauen, die in islamischen Ländern unter der Unterdrückung leiden und die das Recht haben, frei zu sein. Den Satz kann man ewig wiederholen und muss nur das Wort Frauen durch Entsprechungen ersetzen.

Warum tun sich immer mehr Deutsche damit schwer, eindeutig gegen diese faschistischen Strukturen zu sein? Was unterscheidet Islamisten von Nazis?? (Verstehen tun sie sich übrigens sehr gut, weil sie die gleichen Gegner haben) Können sie einfach nicht hinnehmen, dass die USA uns (unter Opfern) von ebensolchen Verbrechern befreit haben und uns aus dem Mittelalter zurückgeholt haben? Erinnert uns Israel zu stark an die Vergangenheit, so dass immer mehr Deutsche es wichtiger finden, jedes kleinste Detail der israelischen Politik auseinander zu nehmen anstatt einmal laut und deutlich zu sagen, dass Hamas und Hezbollah faschistische Terrororganisationen sind?

Es geht um Selbstmordbomber, denen es völlig egal ist, wer in dem Scheißbus sitzt, im verfluchten Hochhaus arbeitet oder in welcher Stranddsiko feiert, Hauptsache, es sterben möglichst viele.

Es geht um das Recht, bescheuerte Karikaturen gegen Mohammed abzudrucken, so wie wir auch Popetown bei MTV gucken oder Life of Brian. Jede europäische Zeitung hätte diese Zeichnungen nachdrucken sollen, am gleichen Tag.

Natürlich spüren die Papisten Aufwind, und die letzte Rede von paparatzi war ein Skandal, in der er dem Westen prophezeit, an seiner Liberalität kaputtzugehen gegen einen spirituellen Gegner.

Das ändert aber nichts an der grundsätzlichen Bedrohung unserer Freiheiten, die viele anscheiend nicht mehr würdigen können.

@neu

Von: camillo | Datum: 12.09.2006 | #15
Oh doch, kann mich an viele der Auseinandersetzungen erinnern. Als Deutscher schweige ich da allerdings lieber. Sonst wird man zu schnell an die 55 Millionen Toten erinnert, die wir in unseren Kriegen gegen Polen, Dänemark, Norwegen, Holland, Belgien, Frankreich, England, Jugoslawien, Griechenland, Rumänien, Bulgarien, UdSSR, Italien, Tschechien, Slowakei undundund angerichtet haben. (Ich habe einige Länder sicher vergessen, aber ich finde es reicht schon).

Opfer sind wir beide, nur von unterschiedlichen Medien.

camillo

Von: neu | Datum: 12.09.2006 | #16
du bist ja echt zu bedauern.
du liest dich wie eine zusammenfassung sämtlicher dummfugschlagzeilen von bildspiegelfocussternabendblatt.

ehrlich, du bist wirklich eine traurige figur.

die rechten treten bundesweit auf, haben immer dann verstärkt zulauf, wenn die wirtschaft aufgrund von korruption, krise, vetternwirtschaft..... nicht läuft und es den menschen schlecht geht, dann haben solche (ausgeschrieben!) arschlöcher leichtes spiel.

nur mal als kleiner hinweis: sämtliche hintermänner dieser rechten vereine sitzen im westen (wie z.b. der herr frey in münchen und auch das npd-chefgesocks) .....

aber das hat dir deine blöd auch am sonntag ja nicht bebildert.

weiterhin sind ja düsseldorf, frankfurt a. m. kaum als ostdeutsche städte zu bezeichnen und die gegend um kiel ist auch unverdächtig, zu mv zu gehören.

in bayern sind seit jahrzehnten ausländerfeinde an der macht, in bayern wissen die gar nicht, was eine demokratische wahl ist.

und ob ich faulfleichverkaufende, tiermehlverfütternde amigos und scheindemokraten so gut finden soll bzw. verstorbene straußeneier in diversen rüstungsfirmen so toll sind.... naja.


aber BILD dich nur weiter, du opfer.

oh gott auch noch falsche zahlen

Von: neu | Datum: 12.09.2006 | #17
ca. 50-55 mio tote ist die gesamtzahl der im zweiten weltkrieg getöteten.
die nazis ermordeten die mit abstand meisten menschen davon.

du bist mal wieder auf die bild-aufrundungsmethode reingefallen.


du mitläufer.

@neu ist leider ziemlich alt

Von: camillo | Datum: 12.09.2006 | #18
Der Mainstream, auf den ich angeblich hereinfalle, schreibt so etwas leider gar nicht - die sind eher auf deiner Linie. Da solltest du mal nachrecherchieren.

Und wie kommst du darauf, dass ich irgendetwas von Ostdeutschland/Nazis etc. geschrieben hätte. Wie kommst du auf Frankfurt, Düsseldorf etc. Habe ich die irgendwo erwähnt????

Die 55 Millionen sind die Gesamttoten des von Deutschland begonnenen 2. Weltkrieges. Wenn Du die Toten des Iran/Irak-Konfliktes den USA anlastest, dann machen wir's es halt bei allen Kriegen so.

Ansonsten wünsche ich Dir weiterhin viel Spaß.

@neu

Von: Aufmerker | Datum: 12.09.2006 | #19
Wie kannst du es nur wagen, als Deutscher so unverblümt die Wahrheit zu sagen?
Ich hoffe, du bist kein Fallschirmspringer!

Camillo

Von: Jawohl ich | Datum: 12.09.2006 | #20
Dann liegen wir aber doch überhaupt nicht auseinander, wenn ich Dich richtig verstanden habe.
Du kritiserst den Werterelativismus den ich auch meinte.
Einen Nazivergleich von Hamas oder Hisbollah halte ich aber so konkret für gewagt. Faschistoid sind sie aber ganz sicher.
Aber damit schweifen wir auch wieder ab.

Was ich meinte:

Islamistischer Terror ist sicher eine Bedrohung, aber in meinen Augen aber ein Symptom für eine viel größere allgemeinere Bedrohung der freien humanen Gesellschaft, die eben auch aus anderen Richtungen kommt.

U.a. auch vom fundamentalistischen Muslimen, die Terror ablehnen, aber großen Einfluss haben, von Fundamentalisten jeglicher Coleur, die nun auf dieser Bedrohungswelle reiten, vom Staat, wenn er aktionistisch Rechte und Freiheiten einschränkt, von Leuten, die meinen Freiheit und Rechte sind beliebig und nur für den Westen gültig, oder von Leuten, die diese Werte für zu selbstverständlich nehmen und so fahrlässig blauäugig gegenüber ihrer Bedrohung sind e.t.c...)

Das wollte ich oben deutlich machen. Ich hoffe das ist jetzt klarer rausgekommen.

schon alzheimer camillo?

Von: neu | Datum: 12.09.2006 | #21
"Dazu zähle ich Neonazis (im Osten Deutschlands regional sehr bedeutend) Islamismus (in bestimmten Kreisen bzw. Regionen sehr bedeutend) und auch Christen wie Stoiber, der das fordert was Bawer in Norwegen kritisiert: Ein Verbot Religionen zu "beleidigen"."

tja, man kann zu deinem leidwesen deinen geschriebenen unsinn ja nachlesen, du "intelligenzbestie".

ergo, du bist nur ein provozierender troll oder einer der üblichen bnd-mitdiskutierer (ähnlich der npd, die ja zu einem großteil aus bnd-informanten bestand/besteht) mit der hoffnung auf erfolgsprämie ;-)

neu

Von: Jawohl ich | Datum: 12.09.2006 | #22
Rechtsradikalismus ist im Osten aber ein Phänomen, dass meiner Meinung nach auch in der Mentalität verankert ist: Alles und jeder der anders ist, ist dort erstmal eine potentielle Gefahr. (nicht bei allen, nicht unbedingt bei der Mehrheit, aber dieses Denken ist weit verbreitet)

Symptomatisch auch die Meinung einer dresdner Soziologiestudentin im höheren Semester zum Liberalismus: "ich weiß nicht, das ist doch so beliebig, da darf dann ja jeder machen , was er will..."

Auf solch einer mentalen Grundlage haben es braune Menschenfischer einfach einfacher....

Alles nur mit der sozialen Lage zu erklären ist viel zu einfach. Oft sind die Leute eben einfach verblendet oder ein altmodischer Begriff: unaufgeklärt.

Und nicht, weil der Westen oder der Kapitalismus so böse ist, sondern weil Menschen eben manchmal aus unterschiedlichsten Gründen austicken.

@neu ist leider ziemlich alt teil 2

Von: camillo | Datum: 12.09.2006 | #23
und braucht eine Brille: Diese Zeilen hat Kollege Jawohl Ich geschrieben. Zu lange vorm Mac gesessen?

noch so ein jawohler

Von: neu | Datum: 12.09.2006 | #24
"Rechtsradikalismus ist im Osten aber ein Phänomen, dass meiner Meinung nach auch in der Mentalität verankert ist: Alles und jeder der anders ist, ist dort erstmal eine potentielle Gefahr. (nicht bei allen, nicht unbedingt bei der Mehrheit, aber dieses Denken ist weit verbreitet)"

du ärmster, wer hat dir denn diesen schweren schaden zugefügt? war es der einbürgerungsfragebogen vom brutalstmöglichen lügner koch?
oder der kinderstattinderslogan von rüttgers oder der kleine huberschön oder der unter ausländerverfolgungswahn leidende beckmann oder sudelsöder
oder jemand anderes aus der csu?
eben diese csu, die so weit rechts ist, dass rechts von ihr nur noch die wand ist.

"...dass meiner Meinung nach auch in der Mentalität verankert ist:"

ja ja die mentalität. kommt einem irgendwie bekannt vor. das mit der gewissen mentalität sagten ja die nazis ja auch über sich, die gute arische mentalität und die böse jüdische, polacken-, iwan-bären-, kanacken-mentalität.... weshalb deutschland ja in die welt mußte für sein volk ohne raum.... alles klar

du bist auf dem "richtigen" weg



in ostdeutschland leben noch ca. 12 mio menschen. wenn jemand so wie du so dümmlich pauschalisiert, ist er nur ein dummer mensch und medienopfer.
ebenso könnten die ostdeutschen dem medieneindruck nach annehmen, die wessis sind alle regelmäßig nach asien fliegenden kinder- und knabenlieber und vergewaltiger......
dem ist aber natürlich auch nicht so!

wir sind ein land mit etwa 80 mio einwohnern und leider vielen dummen wie du.


sehr traurig.

camillo

Von: Cassius | Datum: 13.09.2006 | #25
Ohne den Text Deines Neoliberalen Ami-Gurus komplett gelesen zu haben, nur zwei Fragen an Dich:

1. Wenn der islamistische Terrorismus so eine schreckliche Bedrohung ist, und wenn Bush und Co das im Gegensatz zu Europa erkannt haben, warum unterstützen die USA dann in gewissen Ländern (oppositionelle) Islamisten?
Beispiel Syrien: Das wohl säkularste Land, das ich bisher gesehen habe, wo total verschleierte Frauen im Café neben bauchfrei-Mädels sitzen. Wo überhaupt die Religion strikt ins Privatleben verbannt und aus der Politik ferngehalten wird. Der größte Feind des dortigen Regimes, das immerhin seit einigen Jahrzehnten inneren Frieden und wirtschaftlichen Aufschwung in einem Land zahlreicher Ethnien, Religionen, Minderheiten bei hohem Bevölkerungswachstum gebracht hat, sind radikale Islamisten. Und die werden von den USA unterstützt, frei nach dem Motto "Der Feind meines Feindes ist mein Freund". Im Prinzip eine ähnliche Geschichte wie damals in Afghanisten, nur ohne Sowjets. Und wenn die Amis damit irgendwann Erfolg haben sollten, dann besteht eine gute Chance daß sich am Ende des sicheren Bürgerkrieges irgendwelche Taliban durchsetzen werden.

2. Wieso wird das gegenteilige Regime in Saudi-Arabien mit seinem relativ radikalen Staatsislamismus und der Unterdrückung der Frauen und jeder unerwünschten politischen Regung immer wieder von den USA unterstützt, obwohl spätestens seit 2001 auch klar ist, daß Gruppen wie die Taliban ohne die Hilfe der Saudis niemals so weit gekommen wären?



Meine Antwort: Die US-Regierung macht teilweise weiter wie vorher, weil sie entweder selbst nicht erkannt hat, wie groß die Bedrohung ist, oder -- und das vermute ich -- weil sie erkannt hat, daß die Bedrohung zwar so groß ist, daß man sehr gut Kapital daraus schlagen kann, die Gefährdung durch den Terror aber klein genug ist, um zugunsten dieser Vorteile in Kauf genommen zu werden.

Danke, Dirk

Von: Oliver | Datum: 12.09.2006 | #26
Dir, ich möchte Dir meinen Dank aussprechen.

Der 11. September ist ein kontroverses Politikum geworden, wie man auch an den Kommentaren sehen kann. Aber mindestens einmal im Jahr, eben an jenem 11. September, sollten wir Politik und Kontroverse ruhen lassen und einfach der Opfer gedenken. Wir sollten den Menschen an diesem Tag einfach als das nehmen, was er ist: ein Mensch.

Und wenn wir uns diesen einen Tag Zeit nehmen für die Besinnung auf den Menschen, dann zentriert dies vielleicht wieder unseren inneren Kompass für das, was wichtig ist.

Dieser Kompass muss ab und zu justiert werden, egal auf welcher Seite man steht. Ein Blick auf die Opfer ist ein Blick auf die einzige Wahrheit, die zählt.

mal ne frage

Von: ein stänkerer | Datum: 12.09.2006 | #27
denk ihr auch an die ca. 50.000 afrikaner, die jeden tag sterben?

Genau

Von: Christian | Datum: 11.09.2006 | #28
@sdot
"4. Warum lassen wir es nicht wenigstens für heute beim Gedenken?"

- Genau...

Ein Augenzeugenbericht

Von: Dirk (MacGuardians) | Datum: 11.09.2006 | #29
Sehr zu empfehlen – ein Augenzeugenbericht

@tim

Von: sdot | Datum: 11.09.2006 | #30
1. Kenne ich.
2. Kann man sich drüber streiten.
3. Ändert wirklich nichts an dem, was ich geschrieben habe. Kannst Du Dir so einen Film entsprechend in Saudi-Arabien, im Iran, in Ägypten… vorstellen? Ich nicht. Obwohl es genug Leute gäbe, die dort deutlich was zu sagen hätten. Und
4. Warum lassen wir es nicht wenigstens für heute beim Gedenken?

@sdot

Von: tim | Datum: 11.09.2006 | #31
Solltest du dir ansehen!
ORF1 21:55 FAHRENHEIT 9/11

Irrsinn?!

Von: sdot | Datum: 11.09.2006 | #32
Warum wird das eigentlich in Deutschland von Jahr zu Jahr schlimmer? Man kann kaum noch sagen, daß N.Y. toll ist, ohne ungefragt eine platte Meinung über George Bush II gesagt zu bekommen, man kann nicht mehr sein Mitleid mit den Opfern im WTC und in den Flugzeugen ausdrücken, ohne auf die Befindlichkeiten von irgendwelchen fanatischen Bilderstürmern hingewiesen zu werden, man sieht im deutschen Fernsehen nur noch Bilder von Israelis in Uniform oder von orthodoxen Siedlern, aber nicht von Hisbollah-Kämpfern, ich höre nur noch Verschwörungstheorien zu 9/11… Kann man denn nicht mehr einfach gegen durchgeknallte, gutsituierte und studierte Terroristen sein, die im Namen von armen, unterdrückten und bevormundeten Menschen unsere Freiheiten (so unzureichend und bedroht die auch sein mögen) unter Berufung auf eigene frühmittelalterliche Vorstellungswelten angreifen? Muß ich mich immer darauf verweisen lassen, daß man doch noch mehr Verständnis zeigen soll, dann wird alles besser? Und den Verrückten nicht sagen soll, daß sie verrückt sind?

Für meinen Teil: Kritik an den Vereinigten Staaten und Israel soll sein, aber ich weiß, wem im Grundsatz meine Solidarität unabhängig von Fehlern oder Meinungsverschiedenheiten gehört.

Und überhaupt: warum denken alle, nur die Amis drehen in Fragen der nationalen Sicherheit durch? Schon mal überlegt, wieviele Verschärfungen in Deutschland OHNE konkrete Bedrohungslage einfach so abgenickt wurden? Die Reaktionen in den USA und in Großbritannien sind sicherlich teilweise extrem, aber die haben eine lange Tradition, das Pendel auch wieder in Richtung Bürgerrechte schwingen zu lassen. In Deutschland bin ich mir da nicht so sicher. Apropos Magnus Gaefgen / Daschner / Folter: der israelische Supreme Court hatte vor einiger Zeit über den echten Fall einer tickenden Zeitbombe (gefaßter Terrorist unmittelbar vor geplantem Anschlag) zu entscheiden: medizinisch überwachte Folter wurde untersagt, der Anschlag fand statt. Solche Courage im Namen der eigenen Freiheiten kann ich mir hier immer weniger vorstellen.

Warum die Anfeindungen?

Von: Christian | Datum: 11.09.2006 | #33
Hier will jemand den Opfern und seiner privaten Situation in dem Moment des Anschlages gedenken und dann preschen andere sofort vor, die es besser wissen(Bush wäre der Terrorist) - zeigt mal ein bisschen Respekt!
Rumschimpfen könnt ihr bei Heise.

Wenn ihr Bush-Bashing machen wollte, eröffnet einen eigenen Blog...

hmm

Von: neu | Datum: 11.09.2006 | #34
" Ich habe geschrieben, daß ich gerade Bilder scannte. Mhm, was war dann wohl? Und daß es freie Mitarbeiter bei Publikationen gibt, hast Du auch noch nie gehört, oder? Wie auch – Du bist wahrscheinlich bisher joblos bei diesem sonnigen Gemüt und der ausgewogenen »Meinung«…


mach nur weiter mit deinen unterstellungen, du disqualifizierst dich nur weiter!
du widersprichst dir selbst, denn sonst hättest du die dir nicht passenden meinungen diverser poster (mich eingeschlossen) ja nicht gelöscht.
logik ist also schon einmal nicht deine stärke (von wegen keine meinung haben).
:-)


" Ich habe geschrieben, daß ich gerade Bilder scannte. Mhm, was war dann wohl? Und daß es freie Mitarbeiter bei Publikationen gibt, hast Du auch noch nie gehört, oder? ..."

bei uns in der fa. scannen u.a. sekretär(e)innen bilder ein. das sind meines erachtens i.d.r. keine freien mitarbeiter (oder vielleicht wissen die ja gar nichts von ihrer automatischen "qualifikation").

wie man vom scannen von fotos auf den "freien mitarbeiter" kommen soll, wissen wahrscheinlich nur ganz besonders "gebildete fachleute"....... mit aus geprägtem dünkelkoeffizienten.


naja, was will man schon verlangen.

aber nur weiter so, offensichtlich hast du ja eine besondere qualifikation in negativen unterstellungen.

also was hatten wir bisher: ich bin also ein arbeitsloser nichtmeinunghaber, cool
daß das so ein "fachmann" und sicher "feiner" mensch so aus der entfernung erkannt hat ;-)


du bist ein "feiner" mensch und ein wahrer meister im opportunismus

[Link]

@michael:

Von: apprendi | Datum: 11.09.2006 | #35
Danke!

@neu

Von: Dirk (MacGuardians) | Datum: 11.09.2006 | #36
Jetzt bin ich mir sicher, daß Du nicht einmal richtig lesen kannst. Sonst hättest Du mich nicht zu einem Schreiber bei der HAZ gemacht. Ich habe geschrieben, daß ich gerade Bilder scannte. Mhm, was war ich dann wohl? Und daß es freie Mitarbeiter bei Publikationen gibt, hast Du auch noch nie gehört, oder? Wie auch – Du bist wahrscheinlich bisher joblos bei diesem sonnigen Gemüt und der ausgewogenen »Meinung«…

An die Kritiker

Von: Rainer Pelitz | Datum: 11.09.2006 | #37
Es gibt immer Opfer. Jedes Opfer ist persönlich. Ob Du nun Opfer von Muslimen bist oder Opfer von Amerikanern. Dem opfer selbst ist es letztlich egal.

Dirk gedenkt hier den Opfern des Terroranschlages auf das WTC.

Das ist am 11. September nur angemessen.

Meiner Meinung seid ihr ein bisschen abgedreht. Wahscheinlich Ex-Kommunisten oder Neu-Islamisten. Radikal bleibt radikal. Meine Meinung.

Und: Radikale sehen immer nur Politik, nie Opfer. Deshalb sind sie ja auch so unmenschlich!!!

Welche Opfer ...

Von: michael | Datum: 11.09.2006 | #38
... wollt ihr denn nun immer aufgezählt haben? Am 11. September ändert das doch nichts. Unrecht ist nicht Mathe, wo man Opferzahlen addieren und subtrahieren kann. Al Kaida "Krieger" sind keine besseren Menschen, weil Bush den Irak mit durchsichtigen Scheinargumenten angegriffen hat.

Wenn es um Politik geht, um Auswirkungen, ja dann kann man durchaus anzweifeln inwiefern der 11. September eine sinnvolle Begründung für das Vorgehen von Politikern in USA und Europa nach dem 11. September sein kann.

Doch mit Politik hat dieser Artikel wenig zu tun. Er diskutiert weder Auswirkungen noch Ursachen, und wenn man irgendwo den Nebensatz "aber Bush ist auch ein Idiot" reinklatscht, dann wird der Artikel nicht besser, sondern viel schlechter.

Wieso fällt es vielen nur so schwer, zu verstehen, dass es wohl immer mehr als einen Übeltäter gibt, mehr als nur ein Gut und nur ein Böse, mehr als nur Schwarz und Weiß? Man mag zum Beispiel Bush für einen Terroristen halten (ich nicht, nopeecee anscheinend schon), das heißt aber dann nicht, dass "eigentlich" die Attentäter vom 11. September kein Terroristen sind.

@Dirk

Von: boMi | Datum: 11.09.2006 | #39
"Du willst uns als Seite wie einer der »Kommentatoren« auch unterstellen, wir würden nur »israelische und amerikanische« Opfer beklagen?!"

Wie soll man es denn sonst werten, wenn ein Gedenken an Opfer, das im direkten Zusammenhang mit 9/11 steht als Trollerei abgetan wird.
Du gehörst zu der Art von Redakteuren, die in Amerika besonders gefragt sind. Schön im Mainstream mitschwimmen, nichts kritisch hinterfragen und alles glauben, was die Bushkrieger sich da zusammenlügen.
Merkst du nicht, dass 9/11 schon wieder missbraucht wird, um Emotionen zu schüren für einen bevorstehenden Iran-Krieg.

genau dirk

Von: neu | Datum: 11.09.2006 | #40
»Die Freiheit der Meinung setzt voraus, daß man überhaupt eine hat.«


genau, dirk, ganz genau!!!!

hahaha, da hast du dir aber schön ins eigene knie geschossen.

bei der hannov.... gearbeitet haben und dann behaupten, eine eigene meinung zu haben..... als schreiberling eines sytemkonformen blättchens ..... lol

@neu

Von: Dirk (MacGuardians) | Datum: 11.09.2006 | #41
och nee, neu, Du willst jetzt nicht diese schwachsinnigen Kommentare als verteidigungswürdige Meinungsfreiheit verkaufen, oder?! Du willst uns als Seite wie einer der »Kommentatoren« auch unterstellen, wir würden nur »israelische und amerikanische« Opfer beklagen?!

Vielleicht solltest Du Dir folgenden Ausspruch ausdrucken und an den Spiegel kleben:
»Die Freiheit der Meinung setzt voraus, daß man überhaupt eine hat.« Heinrich Heine

kleiner tip an den "redakteur"

Von: neu | Datum: 11.09.2006 | #42
"Freiheit ist immer Freiheit des Andersdenkenden."


[Link]


naja, was will man auch schon erwarten, von presseerfahrenen "persönlichkeiten"

@Dirk

Von: njyo | Datum: 11.09.2006 | #43
Ich stimme Dir bei deiner Erklärung zu und denke - wie gesagt - dass der Artikel gut war. Eben auch deswegen, weil er schuldfrei aber emotional war.
Doch boMis Posting zu ungerecht als Trollerei gestempelt (und gelöscht) wurde. Jedoch hat er nun seine Aussage ja etwas überarbeitet nochmals gepostet und ich hoffe, dass diese Variante stehen bleiben darf. ;)

Denn in einem hat er Recht: 9/11 ist eine Schande, doch wie daraus dann noch Nutzen geschlagen wird ist noch die größere Schande.

Peace!

@Guschti

Von: Dirk (MacGuardians) | Datum: 11.09.2006 | #44
Ich beleidige Opfer? Du hast anscheinend nicht verstanden, daß es direkt um den 11. September 2001 und die Anschläge in New York geht. Es geht um die Menschen, die an diesem Tag in New York, im Pentagon und auf Flug 93 ihr Leben verloren. Es geht nicht um den Irak, Palästina, etc.

Wenn Du das verstanden hättest, würdest Du mir nicht vorwerfen, ich würde Opfer beleidigen, und hättest selbst nicht das Vergleichsfaß aufgemacht…

@Dirk

Von: Guschti | Datum: 11.09.2006 | #45
Der einzige, der hier irgendwelche Opfer beleidigt, bist Du.

Was bitte daran ist Trollerei...

Von: boMi | Datum: 11.09.2006 | #46
...wenn man sagt, dass man bei dieser Gelegenheit auch der Tausenden von Opfern gedenken sollte, die die Amerikaner unter Missachtung des Völkerrechts und unter fadenscheinigem Vorwand (Nukleare Bedrohung durch Irak und Verbindungen zu Al Quaida) ermordert haben.
9/11 wurde missbraucht für die Rechtfertigung eines schon lange geplanten Krieges.

Erklärung

Von: Dirk (MacGuardians) | Datum: 11.09.2006 | #47
Ich erkläre mal, wie das hier läuft:

Wir respektieren Kritik, wenn sie als ernstzunehmende Kritik vorgetragen wird. Aber wir werden keine Kommentare hier stehenlassen, die in polemischer Art und Weise die Opfer beleidigt. Wie Ihr gemerkt haben solltet, ist der Artikel komplett frei von Politik und Beschuldigungen. Es geht um Menschen, die ihr Leben verloren haben, und um Menschen, die um sie trauern.

Wer auch immer meint, hier merkwürdige Vergleiche anstrengen zu können, welches Unrecht »schlimmer« ist, wird erfahren, daß das hier unser Wohnzimmer ist, daß wir hier die Regeln bestimmen, und daß wir alles löschen werden, was beleidigend und herabsetzend ist. Kritik ist willkommen, Beleidigungen nicht. Und gerade deswegen gab es erst Trollstempel, bevor die Beträge gelöscht wurden, weil es anscheinend manche einfach nicht kapieren wollen. Ich bin mir sicher, Ihr habt niemanden bei den Anschlägen verloren, oder? Ganz schön sicher hinter einer Tastatur…

oh der redakteur löscht nicht genehme beiträge

Von: neu | Datum: 11.09.2006 | #48
sehr schön ;-).

na dann sülz mal schön weiter ;-)

Irrsinn..

Von: tim | Datum: 11.09.2006 | #49
Es ist wirklich mehr als traurig das so eine Tragödie wie am 11Sep. dann noch herhalten mußte und noch immer muß für weiteres morden im Irak.

Dank gezielter amerikanischer Propaganda denkt die Mehrheit der Amerikaner das der Anschlag am 11Sep. im direkten Zusammenhang mit dem Irak steht und befürworten deshalb den Irakkrieg.

PS

Von: njyo | Datum: 11.09.2006 | #50
Es sollte eigentlich "Trollen" heissen, da ich deren Beiträge (die inzwischen nicht mehr gezeigt werden) nicht einfach nur als Trollerei abtun möchte.

Geteilte Ansichten

Von: njyo | Datum: 11.09.2006 | #51
Danke Dirk für einen guten Artikel.

Auch wenn ich dem Untertitel überhaupt nicht zustimmen kann, weil für mich die Welt (und allen voran die USA) seit dem Kampf gegen Terrorismus immer wieder nur erschüttert. Dabei muss ich den beiden Trollen soweit Recht geben, dass es für mich nicht der Terrorismus ist, der mich erschüttert (denn dieser ist oft nur eine Ansichtsfrage) sondern wie Weit unsere Politiker gehen und unsere Grundrechte der Freiheit berauben. Und dabei netterweise von unserer sensationshungrigen Medienlandschaft unterstützt werden.

Es heisst ja so schön: "Terroristen können unsere Freiheit angreifen, doch nur Politiker können sie abschaffen." Und der Gedanke, dass meine Kinder in einer Orwell'schen Welt aufwachsen könnten, die von Überwachung zur Sicherung der Freiheit durchzogen ist, macht mir viel mehr Angst als der Gedanke dass in meinem nächsten Flug jemand sitzen könnte, der unseren Flug in die Luft sprengt.

Doch ich bin mir bewusst, dass ich leider einer kleinen Minderheit angehöre und dank Demokratie viele Strömungen einfach unaufhaltsam sind.

Ausserdem will ich nur noch zum Denken geben, wann es das letzte Mal der Fall war, dass Überwachung und Kriminalisierung von Volksgruppen an der Tagesordnung standen.

@boMi

Von: Guschti | Datum: 11.09.2006 | #52
Alles gilt als Trollerei, was der MacGuardians-Sekte nicht genehm ist...

Kann mir mal jemand erklären...

Von: boMi | Datum: 11.09.2006 | #53
warum mein Post den Trollstempel bekommen hat. Was bitte ist daran ist Trollerei, bitte um eine kurze Erklärung!

Schon 5 Jahre her...

Von: wurzi | Datum: 11.09.2006 | #54
Ich war 1995 und 1996 bei meinen Verwandten in New Jersey (vor der New Yorker Haustür...) und habe dort auch einige von deren Freunde kennengelernt. Zwei von ihren Freunden kamen nicht mehr aus dem WTC heraus....

Ich war damals..

Von: ctopfel | Datum: 11.09.2006 | #55
Ich war damals in der Rekrutenschule (Militär), wir waren gerade in einer Luftschutzanlage, als die Meldung reinkam.. war auch nicht gerade berauschend, das Gefühl...

Der Kommandant sagte daraufhin: seit froh, dass Ihr ins Militär gehen durft, dann können solche Sachen hier nicht passieren.

Dazu lass ich euch die Meinung schreiben..

Böse Menschen ....

Von: iMarco | Datum: 11.09.2006 | #56
Ein sehr einfühlsamer Artikel ...

Wir sind gerade eine Woche vor dem Anschlag von der Dominikanischen Republik über Manhattan geflogen .... Der Pilot hat extra das Flugzeug auf die Seite geneigt um die Skyline zu sehen.

Peace
Marco

Guter Artikel

Von: Graphit | Datum: 11.09.2006 | #57
k.T.

@dk

Von: imaginetics | Datum: 11.09.2006 | #58
danke für diesen artikel! zeigt einmal mehr, wieso ich diese seite immer noch so liebe!

@nopeecee: wo du allerdings recht hast, da hast du recht!

ja schon schlimm

Von: nopeecee | Datum: 11.09.2006 | #59
ändert aber nichts an der Tatsache, das der eigentlich Terrorist George Bush heisst!

neu

Von: Jawohl ich | Datum: 12.09.2006 | #60
Du willst nur Deine Meinung pressen und bist nicht an einem Austausch interessiert.
Ich bin wiederum nicht an rein rhetorischen Schlagabtauschen interessiert. Und schon gar nicht an einem Austausch von Beleidigungen.

Nur noch einmal zur Klärung: Faschistoides Denken ist meinem Eindruck nach im Osten einfach weiter verbreitet als im Westen. (sei es rechts, sei es links, sei es unpolitisch)

Der Grund ist möglicherweise, dass die DDR nicht diese gesellschaftlichen Veränderungen der späten 50er und 60er jahre mitgemacht bzw anders durchgemacht haben und dass die DDR ebenfalls ein faschistoider Staat war.

Ich wollte auf keinen Fall pauschalisieren.

p.s.: Es ist auch durchaus möglich dass es im Westen mehr Pädophile gibt als im Osten. keine Ahnung ob das so ist. ich würde mich jedenfalls nicht persönlich angegriffen fühlen, wenn Du das behaupteh würdest. Tja, nicht jeder kann mit Meinungsfreiheit und abweichenden Meinungen umgehen. Du jedenfalls nicht besonders gut , neu.

oh wegen ostdeutsch camillo

Von: neu | Datum: 12.09.2006 | #61
sorry in diesem fall zu schnell gescrollt.

aber meine satz mit den 55 mio toten im zweiten weltkrieg brauchtest du auch nicht abschreiben/überlesen.