ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 440

Macs, Firmen & Geld sparen

Selbe Problematik wie bei den Schulen - Kurzsichtigkeit

Autor: kai - Datum: 13.03.2002

Die Businessweek (besser: Der bekannte Mac-Publizist Charles Haddad) hat einen interessanten Artikel zum Thema Macs in Firmen. Darin wird die relativ wahrscheinliche Möglichkeit diskutiert, die jedem Mac-Fan schon mindestens einmal durch den Kopf geschossen ist, dass die IT-Leute in Firmen sich primär für den PC entscheiden zum Zwecke der Arbeitsplatzsicherung! Die Rechnungen sind einfach und psychologisch durchaus nachvollziehbar: Kaum Adminstrationsaufwand = schlechter Stand! Viel Adminstrationsaufwand = Abhängigkeit, Macht!
Besonders interessant finde ich den Teil in dem Artikel, in dem der Autor von einigen anonymen Emails berichtet, die er auf einen früheren Artikel von diversen IT'lern bekommen hat: Darin beklagen sich diese, dass gegen ihren Willen PCs gekauft wurden, obwohl sie mit Macs Millionen gespart hätten. Einer hat sogar gegen den Willen der CIOs seine R&D-Abteilung auf Macs umgestellt und die Supportkosten sind seitdem massiv gefallen, der einzige Grund, warum dieser rebellische Akt von seinen Supervisors geduldet wird! Ein anderer führt genau Buch über die Supportkosten seiner "Rebellenzelle" im Vergleich zum PC-Department und ist vom Mac begeistert.
OS X ist ein weiterer Faktor, unser feines Unix-System übt auf viele Techniker in den Firmen einen starken Reiz aus, was dem Mac zusätzliche Bonuspunkte verschafft!
..und da geht es hin, das komischerweise immer nur über zehn Ecken (Yeti-Faktor!) vernommene Gerücht vom "problemlosen" PC-Netzwerk! Ich persönlich habe es nie geglaubt denn die Erfahrungen in PC-Netzen im persönlichen Umfeld lassen solche Behauptungen geradezu pervers lächerlich erscheinen, die Studien sprechen auch eine andere Sprache, und je mehr solcher Artikel und Erfahrungsberichte ich lese umso mehr glaube ich, dass dieses Gerücht vom "problemlosen" PC-Netz hauptsächlich von jenen kolportiert wird, die selbst dafür verantwortlich sind, schliesslich ist es menschlich ganz normal nach dem "weil nicht sein kann was nicht sein darf"-Prinzip zu handeln, da werden Probleme einfach mal als "normaler Betrieb" abgetan oder (wie Microsoft und ihre Dienstleister das so gerne tun!) ein Bluescreen wird als "Debug-Modus" gewertet, um noch auf einigermassen brauchbare Werte bei High-Availability zu kommen!
Es stellt sich die Frage, wie man das Problem bekämpfen könnte, aber Apples Anstrengungen in Indien bezüglich Business-Software sind schonmal ein Anfang!

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