ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 4404

Anna Politkovskaja – ein Nachruf

Russische Journalistin ermordet aufgefunden

Autor: dk - Datum: 08.10.2006

Am Nachmittag des 7. Oktober wurde Anna Politkovskaja, die wahrscheinlich wichtigste Journalistin und Menschenrechtlerin Russlands, mit vier Schüssen in den Kopf in ihrem Moskauer Wohnhaus förmlich hingerichtet. Daß eine Pistole des Typs Makarov neben ihrer Leiche gefunden wurde, ist für den stellvertretenden Chefredakteur Vitaly Yaroshevsky der regierungskritischen Zeitung Nowaja Gaseta, für die Politkovskaja arbeitete, ein klarer Hinweis auf einen Auftragsmord: »Wir sind sicher, daß dies das schreckliche Ergebnis ihrer journalistischen Arbeit ist.«

Vertreter der USA und des Europarats forderten eine lückenlose Aufklärung des Mordes, den der ehemalige Präsident der UdSSR, Michail Gorbatschow, der an der Nowaja Gaseta beteiligt ist, als »grausames Verbrechen« bezeichnete. Der Mord sei ein Schlag gegen die gesamte demokratische und unabhängige Presse, so Gorbatschow, »es ist ein ernstzunehmendes Verbrechen gegen das Land, gegen uns alle.«

Politkovskaja hatte besonders mit ihrer Berichterstattung über den zweiten Tschetschenien-Krieg Aufmerksamkeit erregt und auf gravierende Verletzungen der Menschenrechte hingewiesen. Für ihr Buch Tschetschenien - Die Wahrheit über den Krieg gewann sie den Lettre Ulysses Award, den wichtigsten Preis für Reportagen.

»Und niemand soll wagen zu behaupten, ich hätte das alles nicht gesehen, gehört und gespürt. Denn ich habe es am eigenen Leib erlebt.«

Der letzte Satz dieser Pflichtlektüre lautet: »Wem die Zukunft gehört, bleibt abzuwarten«. Wir hoffen, daß Menschen wie Anna Politkovskaja uns auf dem Weg in diese ungewisse Zukunft begleiten und uns immer wieder ermutigen, die Rechte aller Menschen zu verteidigen, egal, wie die Konsequenzen aussehen könnten.

Kommentare

@ kai

Von: patrick | Datum: 14.10.2006 | #1
"Es gibt ja die nicht-so-abwegige Theorie, dass der Irakkrieg primär deswegen stattfand, weil Irak (und Iran!) ihr Öl in Euro handeln woll(t)en und dann der Dollar-Preis komplett zusammenbrechen würde!)"


Der Irak unterlag Sanktionen. Sie durften etwas Öl verkaufen, um Nahrungsmittel und dgl. zu importieren. Handel gab es aber in diesem Sinne (offiziell) nicht. Also wurde der Irak nicht angegriffen, weil er Öl mit Euro tauschen wollte. Die Theorie ist unsinnig.

Die genauen Gründe, warum der Krieg im Irak stattfand, finden sich (vielleicht noch) in den Archiven der PNAC: [Link]

Der Irak wurde demnach angegriffen, um das Öl wieder in den Handel - kontrolliert - bekommen zu können - zu Sonderkonditionen als großer Befreier..., obendrein hat es geostrategische und weitere wirtschaftliche Gründe...

@Kai

Von: iMarco | Datum: 11.10.2006 | #2
''Also jedesmal wenn ich "religiöser Eiferer mit Atombombe" oder "unberechenbarer Diktator mit Nuklearwaffen" lese, denke ich als erstes nicht an Ahmadinedschad oder Kim Yong Il sondern an Schorsch Dabbeljuh..''

Kai ich stimme dir voll und ganz zu. Schorsch Dabbelbusch treibt es in die Ideologie.

Yo!

Von: ghme | Datum: 11.10.2006 | #3
ghme: Schön, dass wir in Jon Stewart doch mal nen gemeinsamen Nenner finden konnten! ;-)

Man glaubt es kaum... ;-)

Btw. Mr. Colbert ist ja eigentlich mein großes Vorbild (Achtung, Eigentor): Themabezug uninteressant, aber den Diskussionspartner immer versuchen rhetorisch niederzumachen, egal ob angemessen oder nicht ;-))

Warum gibt es sowas wie Stewart oder Colbert eigentlich nicht in D, hier ist entweder Dumpf-Humor angesagt oder ein Harald Schmidt, der zwar manchmal richtig gut ist, aber dennoch versucht keinesfalls anzuecken...

Hoffentlch macht Mr. Stewart wieder die Oscars, dann ist das trotz öden Längen eine Show, die man kucken muss...

Russland drittgefährlichstes Land für Reporter

Von: ein stänkerer | Datum: 11.10.2006 | #4
sacht: SPIEGEL ONLINE - 10. Oktober 2006, 19:48?URL: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,441605,00.html

nichts für ungut

Von: neu | Datum: 12.10.2006 | #5
aber der spiegel (besonders die onlineausgabe) behauptet vieles (und vieles davon ist falsch/gelogen) und allein durch die vielen mac-bezogenen bashartikel wissen wir, daß spon ziemlicher schrott ist.

USA...

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 11.10.2006 | #6
Also jedesmal wenn ich "religiöser Eiferer mit Atombombe" oder "unberechenbarer Diktator mit Nuklearwaffen" lese, denke ich als erstes nicht an Ahmadinedschad oder Kim Yong Il sondern an Schorsch Dabbeljuh..

So weit ist es also schon gekommen..

ghme: Schön, dass wir in Jon Stewart doch mal nen gemeinsamen Nenner finden konnten! ;-)

@ KnoblauchTraubeNuss

Von: neu | Datum: 11.10.2006 | #7
"Dennoch sind die USA ein freies Land, China und Nordkorea nicht."

beides pauschal und damit falsch!

und was dein beispiel mit dem systemkritiker angeht: die vielen nachweisbar unschuldigen farbigen, die aufgrund ihrer armut sich keinen vernünftigen anwalt leisten konnten und deshalb trotz unschuld auf ihre hinrichtung warten shen das garantiert anders als du.

weiterhin ist anzunehmen, das das grillen von menschen mittels elektrischem stuhl, das vergasen und das langsame vergiften kaum humaner sind als eine kugel durch den kopf!

vielleicht mal als kleine anregung für dich wie sehr du dem hiesigen propagierten bild über china nachhängst: china hat seit jahrzehnten die lizenz zur produktion von maschinengewehren nach dem prinzip der kalaschnikow. demzufolge heißt dieses mg garantiert nicht kalaschnikow.

auf der anderen seite werden jährlich einige tausend menschen beim ami durch schußwaffen getötet..... tolle freiheit ;-).

"freiheit ist immer die freiheit der andersdenken" R. Luxemburg

du kannst sicher sein, daß entsprechende maßnahmen auch in diesem ach so freien system ergriffen werden, wenn du die bestehenden machtverhältnisse ändern könntest.

@neu

Von: KnoblauchTraubeNuss | Datum: 11.10.2006 | #8
Wie auch immer.

Jedenfalls genieße ich es, mit dir und anderen im Internet solche Gespräche führen zu können ohne Gefahr dadurch meine körperliche Integrität zu verlieren.

In Nordkorea und China könnten wir dies nicht - oder nur einmal.

In diesem Sinne wünsche ich trotzdem einen schönen Tag.

neu

Von: Strangers Night | Datum: 11.10.2006 | #9
der Kapitalismus mit Sozi-Touch hat unsere Demokratieen sehr gut in der 2.Hälfte des vorigen Jahrhunderts getragen.
Mit ein grund warum es funkitionierte war der Ostblock als fehlende Märkte und Produktionsstätten sprich geringeres Angebot als heute an billigen Arbeitskräften die ein gewisses Bildungsniveau haben. Demgegenüber profitierten unsere Industrie-Demokratien von billigen Rohstoffen aus Entwicklungsländern, die man systematisch gegeneinander ausgespielt hat und recht günstigen preisen für Energie. Atomstrom war günstig, Erdöl dto ebenso Erdgas. Auch war der Verbrauch an Umwelt in D auch mal günstig.
Das hat sich alles gewandelt. Durch die zunehmend globalen Strukturen sind die eigentlichen Gewinner die global agierenden und denkenden Konzerne. Da werden Politik, Verbände und Arbeitnehmer gegeneinander ausgespielt um die billigsten Kosten zu erreichen. Andererseits wer will es den Entwicklungs- bzw. Schwellenländern verdenken, wenn sie auch ein Stück vom Wohlstand abhaben wollen und somit andere Staaten unterbieten. Was wiederum zu Vorteilen bei den Konzernen führt, da diesen diesen Wettbewerb nur zu gerne schüren. "Leider" müssen sie auch an ihre Absatzmärkte denken, sonst wäre schon längst die Kacke am dampfen.
Ich denke dass Deutschland eine der Nationen sein wird, welche unter die Räder kommt. Hingegen Frankreich, trotz ähnlicher oder schlechterer Grundbedingungen wegen der genossenschaftl. Denkweise seiner Bevölkerung nicht so sehr in Mittleidenschaft gezogen werden wird...

@KnoblauchTraubeNuss

Von: njyo | Datum: 11.10.2006 | #10
Dann polemisiere ich doch noch einen Schritt weiter und behaupte:
Die beste Diktatur ist diese, die nicht als solche empfunden wird.

Wenn es eine Regierung so weit birngt, dass die Bevölkerung nicht mehr merkt, wenn sie gehirngewaschen und unterdrückt wird, dann hat sie es geschafft. Dann ist sie im Prinzip "unsterblich". Im Gegensatz dazu ist klar ersichtlich, wenn die Regierung Gewalt braucht, um ihre Leute dort zu haben, wo sie sie haben will. Diese Unterdrückung ist weniger stabil, denn irgendwann realisieren die Leute, dass sie Unterdrückt werden und wehren sich.

"Jedenfalls genieße ich es, mit dir und anderen im Internet solche Gespräche führen zu können ohne Gefahr dadurch meine körperliche Integrität zu verlieren."
Klar das tue wohl jeder, doch die Frage ist, wie frei ist man wirklich in diesen Gesprächen? Wir werden von unserem Geist und Gedanken begrenzt. Und wenn man es schafft, die Gedanken der Menschen zu verändern (so wie es in den Medien nach 9/11 passiert ist), braucht man sie nicht körperlich zu kontrollieren.

Und wie du siehst, bin ich nicht der einzige hier, der der Meinung ist, dass die geistige Freiheit in den USA oder auch bei uns nicht mehr allzu groß ist.

@MACombat

Von: njyo | Datum: 11.10.2006 | #11
Wie ich sehe, sind wir uns nicht allzu uneinig. Man sollte ja nicht vergessen, dass manche Punkte überdeutlich zur Veranschauung sind.

Zur Realpolitik: Das Problem mit dem Aufgeben der erhaltenen macht ist ein Problem. Was wohl auch der Grund für das Scheitern der UN ist. Und dennoch stört es mich dass unsere ach-so-tolle EU einfach nicht aufwachen will und wirklich endlich Mal Größe zeigt und sich wirklich für Demokratie einsetzt, bevor es zu einem weiteren Krieg zuspitzt. Bis dahin hoffe ich lieber auf eine bewaffnete Balance anstatt einer Inbalance. Ist aber mein persönliches Gerechtigkeitsgefühl.

Wegen Irak: Ich weiss nicht ein Land, das durch ein anderes "gegen seinen Willen befreit" wurde, das wirklich eine stabile Staatsform annahm. Das andere Problem ist ja, dass die angenommene Staatsform ja nur akzeptiert wird, wenn sie genehm ist.

Das mit den Unrechtsregimen ist so eine Sache, wer bestimmt das? In Realität? Wir scheinen uns ja einig, dass es die Staaten dieser Welt leider nicht schaffen, von ihrem Stolz und Nutzen abzusehen. Ich finde, dass Technologie für alle die selbe sein darf. Wenn die Großen nicht wollen, dass andere Technologie verwenden, sollen sie mit Gutem Beispiel vorangehen. Da sie ja technologischen Vorsprung und mehr Ressourcen haben, können sie auch mit der selben Technik Druck ausüben. Und irgendwo las ich ein gutes Zitat hierzu (sinngemäß):

Vertrauen kann nur vom Stärkeren ausgehen, erst dann kann der Schwächere dem Stärkeren vertrauen.

Hoffen wir für das Beste. Schönen Abend noch.
_W

@njyo

Von: KnoblauchTraubeNuss | Datum: 11.10.2006 | #12
Ob unsere Regierungen China oder Pakistan Vertrauen schenken, wage ich sehr zu bezweifeln. Mit einem Land Geschäfte zu machen heißt mitnichten ihm Vertrauen zu schenken.

Ich halte es für völlig unangemessen und polemisch ein rechtsstaatliches, demokratisches System wie die USA im gleichen Atemzug mit Terrorregimes wie China oder gar Nordkorea zu nennen, in welchen täglich Menschen kommentarlos verschwinden oder im günstigsten Fall in Fußballstadien öffentlich hingerichtet werden um anschließend vielleicht noch ihre Organe zu transplantieren - gegen Geld, versteht sich (http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,1975233,00.html).

Ja, die Vorgänge auf Guantanamo Bay sind indiskutabel und vieles andere was nach den Anschlägen in New York geschah ist es auch - aber darüber wird öffentlich kontrovers diskutiert, durchaus mit Erfolg. Ich habe eine längere Zeit in den USA gelebt, halte mich immer noch regelmässig dort auf und hatte/habe nie den Eindruck in einem totalitären Regime zu leben. Tatsächlich empfinde ich die USA immer noch deutlich freier als beispielsweise die Bundesrepublik Deutschland.

Ganz im Gegensatz dazu China - ich hatte auch bereits das sehr zweifelhafte Vergnügen dieses kennen zu lernen. Jeder, der die USA und China selbst bereiste und sich persönlich dazu ein Bild machen konnte, weiß was ich meine.

@ KnoblauchTraubeNuss

Von: neu | Datum: 11.10.2006 | #13
so sehr ich deine sachlichen beiträge bzgl. mac schätze aber deine vergleiche bzgl. usa und china hinken.

ich war schon einige mal in den usa und bin auch (einmal) in china gewesen.

"Tatsächlich empfinde ich die USA immer noch deutlich freier als beispielsweise die Bundesrepublik Deutschland."

freier in der hinsicht, daß man frei ist wie der vogel für die katze. die ganzen "freien", die einen in den großstädten anbetteln (müssen), die stadtteile, in die man als jeweils andersfarbiger besser nicht geht/fährt....

in meinem bekanntenkreis gibt es einige amerikaner, die lieber in deutschland leben. es ist also mehr oder weniger auch eine persönliche sache.

was all die usa-freiheitslober gerne ausblenden ist, daß dieses land ohne eigene geschichte seinen wohlstand durch ausrauben anderer länder sichert, ein umstand, der sich durch das erstarken chinas und damit wachsender konkurrenz in immer aggressiverer außenpolitik bis hin zu überfällen auf souveräne staaten äußert (afghanistan, irak, jugoslavien, vietnam, korea, bezahlte stellvertreterkriege weltweit um sich rohstoffe/einfluß zu sichern (nikaragua) ). weitere beispiele sind u.a. die terroranschläge auf kuba, verminung der häfen.....

so sehr wir europäer probleme mit der asiatischen mentalität haben(sollten) aber china hat eine geschichte von über 2000 jahren und kann über solche anmaßungen unsererseits nur müde lächeln.

ich für meinen teil sehe nicht wo der große unterschied zwischen den zig hingerichteten in amiland und denen in china liegen soll, ebenso nicht, was daran demokratisch sein soll, daß der ami die meisten menschen in gefängnissen (vorwiegend schwarze) hat.
der ami ist der größte waffenexporteur, hat die höchste rüstung, führt mehrere kriege weltweit, ermordet tausende menschen im irak, afghanistan, setzt geächtete waffen ein (streubomben, big-mam, minen)........

was soll denn nun besser sein: ein demokratischer mörder ober ein friedlicher diktator?

man sollte mal anfangen, die ganzen angeblichen demokraten an ihrem handeln zu messen und da kommen diese angeblich so menschenrechtsachtenden länder ziemlich schlecht weg.


natürlich steht so etwas nicht in der jeweiligen propagandapresse.

neu

Von: Strangers Night | Datum: 11.10.2006 | #14
Was aber alles in Allem bedeuten muss, dass es eine Erdregierung geben wird und geben muss, die alle Anerkennen. Ob dies die UNO sein wird oder überhaupt sein kann bleibt dahin gestellt. Es muss nur eine Regierung sein, die Abhängig von der Bevölkerung Mandate den jew. Ländern zuteilt. Einfache bis 2/3 Mehrheiten müssen für Regelbeschlüsse ausreichen. Das Problem ist nur, dass die Hauptbevölkerung der Erde in Undemokratischen Ländern wohnt, das würde bedeuten dass sich alles verschieben würde und die schöne Zeit der Industrieländer vorbei wäre.
Vielleicht wird diese Erdregierung auch die WTO, denn dort ließe sich einfacher Strukturen erstellen und den Status Quo zementieren.
Egal was kommen wird und was nicht, die gesamte Erdbevölkerung geht im 21. Jhrt unruhigen Zeiten entgegen. Und wenn 2030 erstmal das Erdöl soweit zur Neige gegangen ist, dann wird in der Landwirtschaft die Energieproduktion mit der Lebensmittelproduktion konkurieren. Das bedeutet, dass es sich für den Landwirt mehr rechnet Energie zu produzieren als Nahrung. Das wiederum wird steigende Preise für Lebensmittel zur Folge haben, besonders die Getreidehaltigen und Fette.
Das bedeutet die Kaufkraft der Bevölkerung wird weiter sinken und die Ballermann-Fahrten bald gestrichen.
Das kann in anderen Ländern ordentlich Ärger zur Folge haben, denn wenn Brot und Spiele kanpp sind bzw. fehlen wird dort das Volk aufbegehren. Bei uns nicht, da wird höchstens die nächste Weltherrschaft vorbereitet und die nächste Sau durchs Dorf getrieben.....

@ Strangers Night

Von: neu | Datum: 11.10.2006 | #15
"Was aber alles in Allem bedeuten muss, dass es eine Erdregierung geben wird und geben muss, die alle Anerkennen."

na das ist aber nun deine meinung :-).
kann man so vielleicht vertreten wenn man babylon 5 gesehen hat (wo natürlich von einer ami-regierung ausgegangen wird ;-) ), hat aber nichts mit der realität zu tun.
fest steht, daß das so viel angepriesene modell der demokratie (kapitalismus) aufgrund seines grundprinzips (ausbeutung des menschen durch den menschen) ja offensichtlich in anderen staaten ("ostblockstaaten") nicht funktioniert und dort keinen wohlstand bewirkt.
der kapitalismus wird ebenso enden wie jede andere gesellschaftsform vorher und es wird etwas anderes kommen (egal was aber eben etwas anderes!), fortschritt läßt sich langfristig nicht aufhalten auch wenn es natürlich immer wieder rückschläge durch diverse von primaten ala hitler, stalin, adenauer, mao, reagan, bush, kohl etc. geführte zeitabschnitte gab und geben wird...... ;-)

@neu

Von: KnoblauchTraubeNuss | Datum: 11.10.2006 | #16
Ich sehe das anders und habe das anders erlebt.

Ich denke der Systemkritiker, dem in China mit der Kalaschnikow der Kopf weggeblasen wird (gängige Hinrichtungsmethode) nachdem ihm eine Farce von einem Prozess gemacht wurde, wird das in den letzten Sekunden seines Lebens auch anders sehen, wäre vermutlich wesentlich lieber in einem Land wie den USA. Vom Bauer der wegen Protest an der geringen Entschädigung (Staudamm) derart zusammengeschlagen wird dass er bis ans Ende seiner Tage gelähmt ist und der nur wegen Spenden aus andere Ländern überhaupt noch lebt, gar nicht zu sprechen.

Das ist der Status der "Volksrepublik" China im 21. Jahrhundert.

Diese Sätze sollen ein keiner Weise das Unrecht rechtfertigen oder relativieren, das die USA in der Welt begangen haben und immer noch begehen. Sie sollen auch in keiner Weise soziale Missstände beschönigen, ebenso wenig wie immer noch herrschende Vorurteile (die immo hierzulande allerdings wesentlich stärker sind).

Dennoch sind die USA ein freies Land, China und Nordkorea nicht.

Es ist meine tiefe Überzeugung dass der Mensch von Natur aus frei ist und ebenso, dass ohne Freiheit nichts im Leben von Wert ist. Man kann natürlich anderer Meinung sein, ich glaube aber dass man eine solche Meinung im Falle der eigenen Unfreiheit schnell revidiert.

@njyo

Von: KnoblauchTraubeNuss | Datum: 10.10.2006 | #17
""[...] menschenverachtendem Terrorregime, täglicher Unterdrückung, Mord und Folter [...]" stimmt nicht nur für Nordkorea sondern auch für Länder, denen zumindest unsere Regierungen Vertrauen schenkt."

Welche wären denn das?

@KnoblauchTraubeNuss

Von: njyo | Datum: 10.10.2006 | #18
Um Mal drei in alphabetischer Reihenfolge zu nennen: China, Pakistan, USA

Und daneben dann haben wir noch solche unklaren Länder wie: Afghanistan, Grossbritannien, Irak, Israel, Kongo, Kuba, Lybien, Saudi-Arabien, Russland, Venezuela, Zimbabwe
Die zum Teil auch sehr dubios unterwegs sind und man nicht recht weiss, was man davon halten soll.

Und dann hat man noch die EU, die eher eine humanistische Aristokratie ist. *scnr*

Nachschlag nach dem Training

Von: MACombat | Datum: 10.10.2006 | #19
@ njyo

Einige Diktatoren denken rational, richtig. Auch Saddam war rationaler (in seiner unmenschlichen Art) als manche behauptet haben und eigentlich recht einfach einzuschätzen. Selbst mit Waffenvernichtungswaffen hätte ich im Irak weniger eine Bedrohung gesehen als in anderen Händen. Es hätte viele negative (imho) Auswirkungen gehabt wie eine generelle Hochrüstung des Nahen Ostens, auch gerade des Irans, aber der Irak z.B. war kein Staat, der Amerika bedrohte. Israel hatte da ein viel größeres Interesse (was wohl neben dem Öl und eher noch der kommenden geopolitischen Auseinandersetzung Amerika-China eine Rolle spielte, und, wie oben bereits geschrieben, darf man als USA ja auch nicht zusehen, wie einige Länder plötzlich in Euro abrechnen! ;)

Sieht eine Diktatur das Ziel nur in einem Machterhalt, ist das zwar bedauerlich für das eigene Volk, andere müßten sich aber erst einmal nicht fürchten. Aber wie du angesprochen hast - sollten religiöse Eiferer (wie in Pakistan) möglich das Regime stürzen, hätten sie auch gleich die Bombe. Unschön.

Ja, dein Vergleich stimmt zwar, aber ich muß sagen, Realpolitik ist eben auch zu beachten. Oder denkt hier jemand, die Franzosen verzichten auf die Bombe und ihren letzten Glanz der früheren Grande Nation? Man muß ja nicht immer die USA heranziehen! :)

Wann zum Beiuspiel wurde denn die Vormacht des Dollars besiegelt? Doch von Amerika, direkt nach dem zweiten Weltkrieg. Da war Europa in einer schlechten Verhandlungsposition! Man muß mit den Gegebenheiten rechnen. Sonst würde ich auch sofort sagen: alle sollen auf die Bombe verzichten. Da wir noch nicht soweit sind, lieber das Machtbare. Auch wenn es einige als ungerecht ansehen oder als Doppelmoral.

"Denkst du, dass Irak langfristig wirklich besser dasteht, die Leute zufriedener sind, als wenn es keine Invasion gegeben hätte?"

Die Chance gab es. Die USA haben es vermasselt. Gründlich. Bedauerlich, das die USA Deutschland nicht wiederholen können oder wollen. Das Schauspiel welches sich im Irak zeigt und auch immer mehr in Afghanistan ist erbärmlich.

"Was wir zugestehen müssen ist, dass ein Land - unabhängig der Regierungsform, Lage, Sprache, etc. - das Recht hat, die gleichen Technologien zu entwickeln, wie alle anderen auch."

Das sehe ich anders, was gewisse Technologien betrifft. Da bin ich für einen Technologieboykott von Unrechtsregimen, sowie generell für Boykott und Ausgrenzung von Gewaltregimen, selbst wenn sie nur ihr eigenes, und kein fremdes Volk bedrohen. Leider machen auch wir in Europa viel zu gern Geschäfte mit diesen Regimen. Bedauerlich (imo).

Zu Ahmadinedschad - ich werde mir das Interview morgen durchlesen. Aber es ist wohl schwerlich zu behaupten, er reassele nicht mit dem Säbel! :)

@iMarco

"Die Diktatur vom gewissen Herrn Bush ist auch meiner Meinung die schlimmste Bedrohung von allen."

Da stimmen imo schon einmal zwei Dinge nicht in diesem Satz! ;)

@KnoblauchTraubeNuss

Von: njyo | Datum: 10.10.2006 | #20
Sehr treffend dazu sind die Worte:
"Think Different."

"[...] menschenverachtendem Terrorregime, täglicher Unterdrückung, Mord und Folter [...]" stimmt nicht nur für Nordkorea sondern auch für Länder, denen zumindest unsere Regierungen Vertrauen schenkt.

@MACombat

Von: njyo | Datum: 10.10.2006 | #21
"Also spielt es immer eine Rolle. Denn man kann sich nie sicher sein."
Natürlich, da man sich nie sicher sein kann, spielt es eine Rolle. Meine Rede.

Das Zitat ist gut und ist ganz meiner Meinung.

Und ich stimme dir zu, dass ich den Völkern in demokratischen Ländern mehr vertraue, wie Diktatoren. ABER: Ich traue den Politikern in demokratischen Ländern keinen Deut mehr als Diktatoren, denn den Unterschied machen nicht die Personen, sondern das System. Und weiters traue ich Menschen, die unzufrieden sind, mehr als Menschen die zufrieden sind. Menschen, die für etwas kämpfen - für ihre eigene Freiheit - werden immer mehr erfolg haben, als die, die für andere kämpfen. Deswegen bin ich der Meinung, dass man andere Bevölkerungen unterstützen, andere Länder aber nicht kontrollieren soll.

Der Marshall-Plan hat funktioniert, nicht weil den Leuten gedroht wurde, sondern weil denen (wirtschaftliche) Hilfe angeboten wurde. Denkst du, dass Irak langfristig wirklich besser dasteht, die Leute zufriedener sind, als wenn es keine Invasion gegeben hätte?

"Kim Jong-il oder z.B. auch Ahmadinedschad, der offen von der Auslöschung Israels redet, vertrauen? Ich vertraue nicht einmal Bush oder eigenen Politikern ohne Grund, aber was ich jedem eizelnen z u t r a u e ist wieder etwas anderes."
Ich vertraue nicht Bush, das gebe ich ehrlich zu. Denn der, der die ganze Zeit mit dem Säbel rasselt, ist er. Lies das gesamte Interview mit Ahmadinedjad Wort für Wort ohne unseren eingebauten "Iran ist Schurkenstaat" Filter:
[Link]

Der Mann denkt logisch, der Mann hat Moral (dazu gibt es bei TIME noch ein interessantes Interview mit dem Interviewer, wo dieser berichtet, wie er das Interview empfunden hat). Klar kann er nicht garantieren, dass irgendwelche Hintermänner dann einen Staatsstreich durchführen und dann ein Atomwaffenprogramm starten. Doch macht das Ausüben von Druck auf ein Land nicht immer Sinn, da man damit die Abneigung in der Bevölkerung auch anheizt.
Was wir zugestehen müssen ist, dass ein Land - unabhängig der Regierungsform, Lage, Sprache, etc. - das Recht hat, die gleichen Technologien zu entwickeln, wie alle anderen auch. Und die Lösung des Iran Konfliktes ist einfach: UN ratifiziert ein weltweites Verbot von Atomwaffen nach dem Beispiel Japans. Gegebenenfalls mit Kontrolleuren in allen Ländern. Wenn dann Länder nicht mitmachen wollen, dann darf zurecht Druck ausgeübt werden.

In vielen Staaten wird Demokratie als die Lösung für zwischenmenschliches Zusammenleben gesehen. Gleiches Recht für alle ist die Devise. Wieso wird dann nicht Demokratie für das Zusammenleben von Ländern verwendet? Da gilt eben plötzlich nicht mehr das gleiche Recht für alle. Denn da darf plötzlich einer keine Schusswaffen haben weil die, die sich schon Schuffwaffen zugelegt haben nun plötzlich meinen, dass ab sofort jeder der eine Waffe machen will einen Waffenschein haben muss, ohne ihn selber zu besitzen. Bizarre Welt.

@MACombat

Von: njyo | Datum: 10.10.2006 | #22
"Übrigens, nur weil die damalige amerikanische Regierung Atombomben eingesetzt hat, wollen wir doch nicht, daß ein sich als Gott aufspielender Diktator, dem Menschenleben, sogar die eigenen (nur das eigene nicht) egal zu sein scheinen, die Bombe einsetzen oder verkaufen kann!"

Was hat der erste Teil des Satzes mit dem zweiten zu tun? :)
Natürlich wollen wir nicht, dass die Bombe eingesetzt wird. Und solange ich mir sicher bin, dass sie nicht eingesetzt wird, spielt es keine Rolle, ob sie verkauft wird.

Doch was ich mich vor allem Frage:
Warum glaubt man dem einen, wenn der sagt, dass es irgendwo Massenvernichtungswaffen gibt, aber dem anderen nicht, obwohl er sagt, dass seine Massenvernichtungswaffen nicht offensiv verwendet werden? Warum glaubt man den Ländern, die offensiv nach aussen Druck aufbauen, aber nicht den Ländern, die sich gegen diesen Druck weheren? Wieso vertraut man immer der "guten Seite", die andere als "böse" beschimpft, obwohl sie selbst böses tut? Warum lernt man da nicht endlich was und gibt den anderen die Chance und sein Vertrauen?

Schaltet mal den Verstand ein!

Von: Möllemann | Datum: 10.10.2006 | #23
Man sollte Putin doch nicht für so dumm halten, eine in Russland eher unbedeutende, dafür aber im Westen sehr bekannte Journalistin so kurz vor seinem Europatrip töten zu lassen. Damit würde er sich doch mehr schaden, als sie es mit ihrem Geschreibsel je hätte schaffen können.
Die Mörder sind m. E. da zu suchen, wo man grösstes Interesse hat, das Bild Russland speziell in der westlichen Welt zu schädigen.
Und da kommen neben extremistischen Gruppierungen aus Tschetschenien und Georgien natürlich auch die Geheimdienste verschiedener Länder in Frage, die die Entwicklung des russisch-europäischen Verhältnisses nicht gerade wohlwollend, sondern eher kritisch sehen.

Kim Il Jong Vertrauen schenken, lach

Von: KnoblauchTraubeNuss | Datum: 10.10.2006 | #24
Der war gut.

Merke: Erst mit dem Thema Kim Il Jongs menschenverachtendem Terrorregime, täglicher Unterdrückung, Mord und Folter in Nordkorea beschäftigen, dann posten. Quellen gibt es genug.

Eine Frage der Risikokalkulation und Realpolitik

Von: MACombat | Datum: 10.10.2006 | #25
"Was hat der erste Teil des Satzes mit dem zweiten zu tun?"

Nun, einige bringen beides gern in Verbindung. Sie deuten mehr oder weniger deutlich an, daß man nicht auf die einen schauen kann, solange man den anderen (der sogar die Bombe schon eingesetzt hat), nicht ebenso beurteilt und sanktioniert. Es sollte aber bitte nicht vergessen werden, daß Amerika noch eine Demokratie ist, wenn auch mit all den Problemen und Auswüchsen, die eine Demokratie entwickeln kann. Somit muß sich ein demokratisch Gewählter immer noch vor dem Volk rechtfertigen. Ein Diktator so nicht. Auch gibt es einen, wenn auch angeschlagenen, Rechtsstaat. Er mag unterlaufen werden, hier und da, aber er ist noch da. In einer Diktatur oft nicht zu finden. Dann gibt es auch noch Diktatoren, die Personenkulte pflegen bis hin zur Vergöttlichung, und aufgrund mangelnder Informationen sehr schwer einzuschätzen sind. Bush ist recht einfach einzuschätzen, auch dass, was er will. Zumal handelt er zumindest was Amerika angeht (nicht gerade seine eigene Person) noch aus einer Position der Stärke, nicht der Schwäche wie der große geliebte Führer in Nordkorea. All das macht ihn weniger Gefährlich, zumal es Opposition gibt, was eine Wahnsinnstat wie einen Atombombenabwurf angeht, als andere, wo weder Opposition existiert, noch andere Entscheidungskammern, noch, egal ob echt oder vorgeschoben) moralische Bedenken.

Aus diesem Grunde ist selbst die Verbreitung der Bombe viel zu riskant, was Risikogebiete angeht und Diktatoren, gerade die, die sich gefährdet sehen. Zudem bitte nicht nur an das eigene Volk denken, auch an das, das in der Diktatur leben muß. Eine Bombe, welche nach außen hin absichert, zementiert leider auch schnell Verhältnisse nach Innen oder macht einen von außen gelenkten Regimechange unmöglich. Das dieser sinnvoll sein kann, zeigt Deutschland, aber auch Afghanistan - abgesehen davon, daß in Afghanistan die Friedenspolitik versagt.

"und solange ich mir sicher bin, dass sie nicht eingesetzt wird, spielt es keine Rolle, ob sie verkauft wird."

Also spielt es immer eine Rolle. Denn man kann sich nie sicher sein.

Zudem:

Ich mache mir nicht Sorgen über den, der tausend Atombomben haben will. Ich sorge mich um den, der nur eine will!

(Zitatgeber momentan entfallen)

"Warum glaubt man den Ländern, die offensiv nach aussen Druck aufbauen, aber nicht den Ländern, die sich gegen diesen Druck weheren?"

Ich verurteile keinen Druck auf Diktaturen. Ich bin für eine aktivere Rolle der Weltpolitik gegen Regime, die ihr eigenes Volk und andere töten, foltern und verhungern lassen, und zwar systematisch und teils millionenfach. Natürlich wehrt sich Nordkorea gegen den Druck, auch Irak tat dies und der Iran ebenso. Es sind eben Diktaturen, die an der Macht bleiben wollen. Ich aber möchte diesen Wunsch von Diktaturen nicht unterstützen. Ich hoffe, das Regime im Iran wird ebenso wie das Regime in Nordkorea schon bald aus der politischen Gegenwart verschwinden. Sie künstlich am Leben erhalten halte ich für falsch.

Und ja, ich vertraue demokratischen Völkern mit Rechtsstaatlichen Systemen und eingebunden in die Völkergemeinschaft immer noch mehr als geächteten Diktaturen ohne parlamentarische Kontrolle.

"Warum lernt man da nicht endlich was und gibt den anderen die Chance und sein Vertrauen?"

Kim Jong-il oder z.B. auch Ahmadinedschad, der offen von der Auslöschung Israels redet, vertrauen? Ich vertraue nicht einmal Bush oder eigenen Politikern ohne Grund, aber was ich jedem eizelnen z u t r a u e ist wieder etwas anderes. Da sehe ich mehr Gefahr in Unrechtsstaaten als in Rechtsstaaten.

Ich möchte nicht die Atombombe in den Händen dieser Männer. Wären beide Staaten eine Demokratie ein Rechtsstaat, hätte ich weniger bedenken, würde aber dennoch es lieber sehen, daß die Atombombe nicht noch weiter verbreitet wird, gerade nicht in Kriesengebiete, wo die Kontrolle über diese Waffen noch schwieriger ist als ohnehin schon.

Belohnung ausgesetzt

Von: Dirk (MacGuardians) | Datum: 08.10.2006 | #26
Die Teilhaber der Zeitung haben eine Belohnung von umgerechnet rund 735.000 Euro für Informationen ausgesetzt, die zur Ergreifung der Täter und Hintergrundmänner führen.

@iMarco

Von: KnoblauchTraubeNuss | Datum: 08.10.2006 | #27
Gähn...

@dk

Von: KnoblauchTraubeNuss | Datum: 08.10.2006 | #28
Danke für den Artikel. Wichtig und richtig.

Anna Politovskaja

Von: Räuber Hotzenplotz | Datum: 08.10.2006 | #29
Ein schöner Artikel. Macht weiter in der Richtung.
Ich habe neulich eine ehemalige Kollegin getroffen, die jetzt in Moskau arbeitet. Russland steuert auf eine neue Diktatur hin. Ich habe beide Kriege in Tschetschenien, so gut das eben geht, per Nachrichten verfolgt. Am Anfang war ich richtig voreingenommen und für die Tschetschenen. Das hat sich nach Beslan gründlich geändert. Ich denke, das ist ein ähnlicher Fall wie der mit dem ermorderten niederländischen Journalisten, der einfach niedergestochen wurde, weil er islamkritisch eingestellt war.
Hier wird eine systemkritische Journalistin einfach ermordet ud kein Hahn kräht danach.
Ich finde es schön und es ehrt Euch, darauf aufmerksam zu machen.
In diesem Sinne: "Saving the Community."

Armee oder Karimow, das ist die Frage

Von: Anonymer Feigling | Datum: 08.10.2006 | #30
Zwar hatte sich mit ihrer Berichterstattung über die Verbrechen der russischen Armee sehr unbeliebt bei den Streitkräften gemacht und wurde wiederholt aus
diesen Kreisen bedroht und verklagt.

Ihr nächster Beitrag sollte allerdings die Verbrechen des Tschechenischen Ministerpräsidenten a.k.a. islamistischen Warlords Ramsan Kadirow für die Novaja Gazeta darstellen. Für Montag war laut Vitali Jeruschenko von der Novaja Gazeta ein Beitrag von ihr über Folterungen und Morde von Karimows und seinen Schergen geplant. Ausserdem war sie neuerdings Zeugin in einem Prozess gegen Karimow, in dem ihm persönlich die Entführung, Folterung und Ermordung von einem Russen und einem Tschechenen vorgeworfen wurde.

Die "Pressefuzzis in Deutschland" machen genau das, was 99 % aller russischen Pressefuzzis auch machen,
nichts. Und in Deutschland tun sie das noch, ohne, dass jemand sie physisch bedrohen würde...

Wahrheit

Von: StevesBaby | Datum: 09.10.2006 | #31
Die Wahrheit interessiert niemanden. Würde sie jemanden interessieren, würde die Welt komplett anders aussehen.

@StevesBaby

Von: h2o | Datum: 09.10.2006 | #32
Genau so sieht es aus. Sie (die Wahrheit) interessiert niemanden. Erinnert mich an einen Spruch aus 'V for Vendetta'.

@StevesBaby

Von: njyo | Datum: 09.10.2006 | #33
Nun ja, die Wahrheit interessiert schon viele, jedoch nur wenn sie nicht mit zu viel Aufwand verbunden ist und so im vorbeigehen in unserem ach so wichtigen und gestressten Leben konsumiert werden kann.

auf arte

Von: neu | Datum: 09.10.2006 | #34
war am we (eine wiederholung) ein beitrag über diverse machenschaften dieser tscheschenischen warlords und auch die andeutung, daß die ursache des krieges dort u.a. auch im verteilungskampf ums öl unter den warlords lag.
auch, daß angehörige die von karimov und konsorten (gefolterten) ermordeten für 1000-5000$ zurückkaufen müssen.


.........

anonym, neu

Von: nico | Datum: 09.10.2006 | #35
schreibt mal von tschetschenen, nicht von tschechenen. wohlmoeglich kaeme sonst noch jemand drauf, es koennten die tschechen gemeint sein...

Seltsames Erlebnis

Von: Till | Datum: 09.10.2006 | #36
Am Samstag fuhr ich von meiner fränkischen Baustelle heim und hörte einen Beitrag auf Bayern 2 (in meinen Ohren der interessanteste Sender in D.) über die russische Pressfreiheit.
1 Stunde lang kamen renommierte Journalisten zu Wort und Beiträge ausländischer Beobachter zum Thema. Der Tenor: Die Presse wäre kritisch und qualitätsvoll, eine Beeinflussung durch den Kremel fände im gleichen Maße (und auf die gleiche Weise) wie bei uns statt. Interessant war die Aussage eines Zeitungsjournalisten, daß, wer sich als J. an die Spielregeln halte, nicht umgebracht würde.
Sinngemäß: Der Kollege hat alle einfachen Vorsichtsmaßnahmen ausser acht gelassen. Wenn man investigativen J. betreibe, müsse man sicherstellen, daß mehrere Leute von den Ergebnissen wüssten und daß die Gegenseite das auch weiß. Sonst hätte es ja Sinn, daß man umgebracht würde. Einen könne man ja liquidieren, aber bei z.B. 6 Mitwissern passiere das nur in Hollywood.

Interessant, hab´ich gedacht. Russland hat also eine freie, halbwegs unbeeinflusste Presse trotz großem staatlichen Einfluss (staatliche Sender und Zeitungen im Besitz der Oligarchen).

Im Radio machts blingeling, die Nachrichten kommen und die zweite Meldung war die von der Ermordung Politkovskajas. Diese timing fand ich bemerkenswert.

Pressefreiheit

Von: Strangers Night | Datum: 09.10.2006 | #37
ich denke wir sollten da nicht mit dem Finger auf andere Länder zeigen.
Schaut Euch doch in D um, hier regiert doch bereits wie in USA die Großindustrie, deren Lobby und Pfründe.
Anzeigenkunden sind mindestens so wichtig wie die Wahrheit. Und weglassen von "ungünstigen" Tatsachen, die aber bekannt sind hat auch mit Lügen nichts zu tun. Das wird in den Industrieländern das Hauptproblem sein, neben m.E. zunehmender Inkompetenz der Schreibenden Zunft.

strangers

Von: neu | Datum: 09.10.2006 | #38
da muß ich dir ausnahmsweise recht geben.
der massive wahlbetrug in mexico findet ja in der hiesigen propoagandapresse weitgehend nicht statt. außer bei z.b. telepolis wird ja wohlweislich alles unter den teppich gekehrt, was dort so passiert (massendemonstrationen, "übersehen" von millionen wahlzetteln, ausrufen des (rechten) kandidaten noch bevor die stimmen "ausgezählt" waren.........

weil wir jetzt grad bei russland sind...

Von: ueli | Datum: 09.10.2006 | #39
1. was erwartet ihr von einem staat der von einem ex geheimdienstchef geleitet wird.

2. das war ja klar, dass bald der erste kommt der behauptet es wären tschetschenische terroristen gewesen (btw. georgier sind auch grad auf der abschussliste wären also im angebot) da könnte man doch gleich mal wieder ein kleines genozid anzetteln, nicht wahr?

3. kleiner tip für deutsche journalisten: verbindungen und verflechtungen des ex-kanzlers zu ebendiesem system, von dem er ja als einer der wenigen sehr gut profitiert hat.

klaus kinkel (fdp außenminister)

Von: neu | Datum: 09.10.2006 | #40
war auch geheimdienstchef,
schon vergessen?
wer im glashaus sitzt.......

und was die fähigkeiten des herrn gehlen betrifft.....
[Link]

Fressefreiheit, v.a. in USA...

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 09.10.2006 | #41
Es gibt Hoffnung! Zu dem Thema fand ich unlängst einen interessanten Filmclip. Jon Stewart, seines Zeichens Host der für US-Verhältnisse erfrischend kritischen (und erfolgreichen!) "Daily Show" (Es gibt massig Ausschnitte auf Google Video und YouTube) und Autor des erfolgreichen Buches "America - the Book" (Danke, Bert! ;-) war zu Gast bei "Crossfire" und macht die Moderatoren dort sowas von fertig!
Ein paar Monate später wurde "Crossfire" eingestellt, und ein CNN-Chef sagte dazu, dass Stewart einige gute Punkte angeführt habe", woraufhin Stewart in der Daily Show sagte "I fought the law and the law lost"! ;-)

Bezüglich Russland: Putin ist mit allen Wassern gewaschen, ich empfehle die Doku "Die Machtergreifung des Wladimir Putin". Das mit der Diktatur halte ich für gar nicht so abwegig, die wollen ja auch das Gas in Rubel handeln in Zukunft (was ich übrigens nicht für so ne schlechte Idee halte! ;-) Es gibt ja die nicht-so-abwegige Theorie, dass der Irakkrieg primär deswegen stattfand, weil Irak (und Iran!) ihr Öl in Euro handeln woll(t)en und dann der Dollar-Preis komplett zusammenbrechen würde!)

Dirk: 735.000 Euro sind ne Menge Asche, die müssen's ja dicke haben..

@Kai(MGs)

Von: Dirk (MacGuardians) | Datum: 09.10.2006 | #42
Gorbatschow ist zusammen mit einem Banker Inhaber von 49 Prozent…

OT: Apple bei Otto....

Von: Trainer | Datum: 09.10.2006 | #43
Ist das schon lange öffentlich?

[Link]

Korea

Von: iMarco | Datum: 09.10.2006 | #44
Was soll denn das mit dem Atomtest ?? Wollen die unsere Erde auseinandersprengen ??

Die haben genauso viel bzw. wenig Rechte ...

Von: Terrania | Datum: 09.10.2006 | #45
einen Atomtest zu machen, wie die USA, Russlang alle derzeitigen Atommächte, sowie IRAN, etc. Ich versteh die Aufregung nicht.

@imario?

Von: neu | Datum: 09.10.2006 | #46
was soll denn diese frage?
jahrzehntelang haben der ami, sowjetunion/rußland, indien, china, gb, frankreich (stichwort fuck jiraque?), israel, pakistan reihenweise tests mit wesentlich größerer sprengkraft gemacht.

so eine doppelmoral! jetzt wo der ami mittels rechner (keine macs) die test weitgehend simulieren kann (und sich das recht auf künftige test vorbehält) wird der moralapostel herausgehängt! was für eine scheinheiligkeit!
nur zur erinnerung, nordkorea verucht mit allen möglichen (und unmöglichen) mitteln, die durch die strauchära beim ami verhängten sanktionen wegzubekommen. unter klinntonn wurden ja regelmäßige hilfslieferungen an nordkorea vereinbart, die unter strauch eingestellt wurden!
das zentrum der blödheit (mc donald-land) ist mal wieder ursache!

@Trainer

Von: Sascha | Datum: 09.10.2006 | #47
apple@otto gibt es schon seit (ur)-iMac-Zeiten als immer wiederkehrendes intermezzo...interessant für diejenigen, die als "Sammelbesteller" 5% Abschlag auf den Katalogpreis kriegen...

@neu

Von: dave | Datum: 09.10.2006 | #48
sagst du auch weltnetz?

Danke Kai...

Von: ghme | Datum: 09.10.2006 | #49
...ernstgemeint, für den Jon Stewart Link. Sensationell. Ich habe die Daily Show und Stephen Colbert auf iTunes USA abonniert und das ist defintiv das Beste was Amerika zu bieten hat und scheinbar die einzige Art von Kritik, die in den USA noch effektiv wirkt...

Tipp: Stephen Colbert auf dem Dinner des Pressekorps des weißen Hauses : [Link]

@Terrania

Von: iMarco | Datum: 09.10.2006 | #50
Atombomben gehen uns alle etwas an - ein gescheiter Knall in der Atmosphäre und hallo EMP - dann haben wohl alle ausge*apple*t

Niemand darf mit irgendwelchen Waffen herumfuchteln die unserem blauen Planeten ein paar Nummern zu groß sind.

Daily Show und Stephen Colbert

Von: Anonymer Feigling | Datum: 09.10.2006 | #51
Ja, die Daily Show mit John Stewart und Stephen Colberts Report sind definitiv die tollste Sache im US Fernsehen. Mein "Brain-Dar" hat dort die höchste Ansammlung von Intelligenz auf dem amerikanischen Kontinent ausgemacht. Mich stimmt das wirklich hoffnungsvollo, dass die Schows der beiden z.Zt. die bei der US-Jugend erfolgreichsten und einflussreichsten sind. The shit has hit the fan and the people don´t like it! Ist es nicht bezeichnend, dass "Satire", bzw "Fake-News" die letzten Stätten von Gesellschaftskritik in den US Medien sind (ok, Amy Goodman von Democracy Now mal ausgenommen)? Das erinnert mich daran, dass ich dieses Land jahrelang nur mit Überdosen an Titanic-Magazin ausgehalten habe.

Auf Youtube werden jeden Tag die wichtigsten (witzigsten) Ausschnitte aus dem Colbert-Report und der Daily Show gepostet, für alle, die sich für Amerika interessieren, sind die Shows ein Muss,
meint
der
Anonyme Feigling

@iMarco - OT

Von: njyo | Datum: 09.10.2006 | #52
Grundsätzlich hast du absolut Recht. Und dieser Meinung bist nicht nur du und ich. Zitat (http://www.time.com/time/magazine/article/0,9171,1535827-3,00.html)

TIME: Does Iran have the right to nuclear weapons?
AHMADINEJAD: We are opposed to nuclear weapons. We think it has been developed just to kill human beings. It is not in the service of human beings. For that reason, last year in my address to the U.N. General Assembly, I suggested that a committee should be set up in order to disarm all the countries that possess nuclear weapons.

Doch zum anderen weiss jeder aus dem Geschichtsunterricht (nicht nur der Kalte Krieg sondern auch Frankreich, Indien und Pakistan), dass Atomwaffen als Drohgebärde verwendet werden. Glaubst du, dass die USA und Russland sich jemals auf eine Beschränkung des Atomwaffenarsenals geeinigt hätten, wenn Russland keine Atomwaffen gehabt hätte? Und in diesem Sinne, damit das Machtgleichgewicht zwischen den USA und dem Rest der Welt bestehen bleibt, finde ich dass der Test etwas Gutes hat. Wenn schon die EU nicht den USA paroli bietet (bruacht das ja nicht mit Atomwaffen zu tun), dann wenigstens ein paar wenige andere. Man sollte ja nicht die nuklearen Bunker-Buster Pläne der USA vergessen (http://transcripts.cnn.com/TRANSCRIPTS/0205/23/lt.11.html).

Doch unterm Strich ist und bleibt die Forderung, dass niemand Atomwaffen haben sollte.
Schönen Abend noch. Sorry für das Offtopicposting, aber in letzter Zeit sind die weltpolitischen Ereignisse nur noch Sorgenerregend.

Wenn sie schon mit Atomwaffen rumbasteln...

Von: uniMac | Datum: 09.10.2006 | #53
...dann können sie eigentlich auch gleich mal die Neutronenbombe anpacken. Ich meine wir sind im 21sten Jahrhundert da haut man nicht einfach die Dinge vom anderen Sandkastenspieler kaputt!

Details siehe hier:
[Link]

Wenn dann verstrahlt man ihn einfach bis er tot umfällt und dann deklariert man einfach seine Burg um zur eigenen, weil die dann ja noch steht.

Krieg ist scheiße! Egal wer da wo an was gerade rumbaut! Ich hoffe ja bloss, das sich da nicht irgendwann mal paar Wissenschaftler derart verrechnen, dass sie aus Versehen den ganzen Planeten sprengen!

Das wäre schon so eine Art modernes "Sauriersterben" bzw. ein Fall für die "Darwin Awards". Wie sagte Einstein so schön: "Die Menschliche Dummheit und der Weltraum sind unendlich, bei letzterem bin ich mir aber nicht sicher!"

Siehe auch hier:
[Link]

Wegen Meinungsfreiheit in USA:
[Link]

Meinungsfreiheit, Recht auf informationelle Selbstbestimmung, genau das steht doch übrigens hier in D auch zur Disposition.

[Link]
[Link]

Na dann haben wir die Wahl...

Von: iMarco | Datum: 09.10.2006 | #54
..oder uns wird gewählt zwischen einer Diktatur und einer Diktatur. Und aussernherum fliegt uns alles um die Ohren.

Anarchie im Positiven Sinne ? Alles so friedlich dass es keine Gesetzte geben muss ?
Leider wird das noch ein Weilchen auf der Erde dauern.

Es gibt Leute die nach sowas gerne streben (würden wenn sie könnten und dürften).

Schade.

Aber nun back 2 topic! ;-)
Gute Nacht.

imarco

Von: neu | Datum: 10.10.2006 | #55
"Atombomben gehen uns alle etwas an - ein gescheiter Knall in der Atmosphäre und hallo EMP - dann haben wohl alle ausge*apple*t

Niemand darf mit irgendwelchen Waffen herumfuchteln die unserem blauen Planeten ein paar Nummern zu groß sind."

du scheinst noch sehr jung zu sein.
beschäftige dich mal bitte etwas mit dem thema wenn du schon solche losungen losläßt.
besonders der am lautesten schreiende, der ami, ist derjenige, der am meisten von diesem dreckzeug (mehrere tausend!!!!) hat. der ami ist auch der einzige, der schon dieses zeug gegen menschen eingesetzt hat und zig-tausende ermordete. auch die neutronenbombe hat nur einer (na rate mal wer).
bis in die 60er wurden atomtests oberirdisch gemacht vom ami, russen, franzosen, briten und diese atombomben hatten mindestens hiroshimabombenstärke und noch wesentlich (zigfach) mehr (siehe auch wasserstoffbombe).
wenn sich diese moralapostel so aufregen so ist das wie wenn sich die ganoven, die den zentraltresor der bundesbank ausraubten, darüber lautstark aufregen, daß ein taschendieb einem touristen die kamera klaut.

p.s.
anarchie bedeutet nicht chaos. auch darüber gibt es wissenschaftliche arbeiten.

neu

Von: iMarco | Datum: 10.10.2006 | #56
16 bin ich - ja das kann man jung nennen.

Ich weiss über so einiges Bescheid was da abgeht und abging mit diversen Bömbchen.

Aber lieber *neu* - kann man meinen Post nicht etwas neutraler betrachten ? Ich schreibe nicht - dass die Amis keine zig Atombomben besitzten. Die Diktatur vom gewissen Herrn Bush ist auch meiner Meinung die schlimmste Bedrohung von allen.

Aber ich habe mit meinem Posting ja nicht spezifisch Korea gemeint - ich meinte ja *niemand darf das*

PS: Anarchie im positiven Sinne ist sicherlich kein Chaos ;-) (hab ich ja auch nicht gesagt) und es gibt hin und wieder mal schlauere Leute, welche es schon sicherlich seit tausenden von Jahren gibt: Bakunin, Kropotkin, Proudhon, auch Lyriker wie Brecht .. oder andere Idealisten...

Die Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners

Von: MACombat | Datum: 10.10.2006 | #57
Es gibt nicht die Wahrheit. Die Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners. Weniger polemisch: Wahrheit ist das, was wir als beobachten und als Wahrheit betrachten. Ich wäre also ein wenig vorsichtig. Auch gibt es nicht "die Medien" oder "die Wirtschaft", "die Politik" oder "den Menschen".

Gerade Medien beobachten, selektiv und subjektiv, bringen dieses dann noch einmal selektiv und subjektiv an den Zuschauer oder Zuhörer, der wiederum selektiv und subjektiv das gesehene und gehörte einordnet. Daher muß man sich sehr vielen Quellen erschließen und viele Meinungen hören. In Amerika, ja richtig, wurde das schwieriger, bzw. viele machen sich gar nicht die Mühe, auch wenn sie könnten. In Rußland wird es auch immer problematischer, ich hoffe, der Mord rüttelt wach, egal, er dahinter steckt.

Und bitte nicht jedes Ereignis heranziehen, um "den Ami" als Bösewicht darzustellen, informieren ist ja in Ordnung. Übrigens, wenn es darum geht, was "der Ami" so alles in der Vergangenheit getan hat, dann dürften "wir Deutschen" gar nichts mehr sagen nach dem zweiten Weltkrieg.

Zur Anarchie - wenn diese jetzt entstehen würde, würde der Stärkere versuchen, sich durchzusetzen, und entweder er wird neue Reglen aufwerfen, um die anderen zu kontrollieren und andere auf seine Seite zu ziehen, oder die Schwächeren würden sich zusammentun und Regeln aufstellen, um den vermeintlich Stärkeren entgegenzutreten - was hätten wir dann wieder? Genau, Regeln, Gemeinschaften, einen Staat. Ob Diktatur, Monarchie, Republik oder Demokratie oder Mischformen. Ich erachte Anarchie daher immer nur als Zwischenstadium bzw. Anfangsstadium.

Mal sehen, wohin sich Rußland entwickelt. Ich hoffe, das wird von Merkel gebührend angesprochen.

Übrigens, nur weil die damalige amerikanische Regierung Atombomben eingesetzt hat, wollen wir doch nicht, daß ein sich als Gott aufspielender Diktator, dem Menschenleben, sogar die eigenen (nur das eigene nicht) egal zu sein scheinen, die Bombe einsetzen oder verkaufen kann!

P.S.

Ich bin mir der Problematik bewußt, daß ich mit dem Satz "es gibt keine Wahrheit" auch nur ontologisiere und eine subjektive Sichtweise aufweise. ;)

Hoffnung stirbt zuletzt

Von: Dirk Küpper | Datum: 08.10.2006 | #58
Ihre Arbeit in allen Ehren und Ihren Angehörigen mein Beileid. Hier in Deutschland sollten sich einige Pressefuzzis mal eine Scheibe davon abschneiden und auch endlich mal über die Wahrheit schreiben!

Wer nicht hören will…

Von: Puschkin | Datum: 08.10.2006 | #59
…muss halt in den sauren Apple beissen, nur um mal einen Bezug zum Mac herzustellen.

btw: Vier Schüsse in den Kopf, muss wohl nen Ausweis bei sich getragen haben.

"…und auch endlich mal über die Wahrheit schreiben!"
Vielleicht sollten die mal bei den USA anfangen mit der Wahrheit, oder?

U.S.A.

Von: iMarco | Datum: 08.10.2006 | #60
Ihr kramt da ein verdammt wichtiges, gefährliches und ernst zu nehmendesThema heraus... Da drüben wird reinste Manipulation betrieben. Apple kommt aus den U.S.A. - ich hoffe sehr dass Apple seine 'Anti 1984 - Mentalität' nie ablegen wird und niemals komplett Webbased geht sowie es einige gerne zur Unterdrückung und Kontrolle hätten.

Wer zuviel weiss wird einfach ausgeschaltet. Meine Damen und Herren - wir leben hier in einer Gefangenschaft.