ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 466

Mindestpreise von Apple - wer darf dumpen?

MacPreise über Interventionen des Herstellers

Autor: bh - Datum: 06.03.2002

Der Lösungsvorschlag einiger Leute zur Beendigung des Preisdumpings im Mac-Markt, das zur Kannibalisierung der Vertriebskanäle untereinander führt, ist ein Apple-Mindestpreis. Wo man am günstigsten kauft, kann man bei den aktuellen Modelle schön und übersichtlich auf der Website MacPreise sehen - dort wird selbst die kleinste Preiskorrektur verzeichnet. Webmaster Kitaro Beeh hat dazu nun einen spannenden Text veröffentlicht: seinen Angaben zufolge "untersagt Apple manchen Händlern das Verkaufen zu aggressiven Preisen". Wenn Apple einmal die grundsätzliche Neuordnung seiner Vertriebskanäle angeht, ist das gut und überfällig: lediglich einzelne Unternehmen zu beschränken und andere mit verzerrenden Mindestumsatzgrenzen begünstigen - DAS geht nicht. Bei allen negativen Schlagzeilen über Microsoft muß man auch bei Apple den Monopolisten sehen: es gibt nun einmal nur ein Unternehmen, das dieses Betriebssystem und diese Hardware verkauft. Wer sich als Unternehmen (Händler oder DTP) Apple ausgeliefert hat, ist in der Falle. Gerade der Vertrieb durch Distributoren wie Ingram Micro oder Computer 2000 sichert Apple die Belebung des Marktes. Mindestpreis kann eine Variante sein - und wenn es "nur" Ausgangspunkt für eine Gleichbehandlung der verschiedenen Vertriebswege ist.

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