ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 516

Nicht weinen wegen Onkel Bill!

Vertragsende: müssen wir uns jetzt fürchten?

Autor: bh - Datum: 23.02.2002

Großes Gejammer an vielen Orten: der Vertrag mit Microsoft läuft aus, Apple hat keine Garantie mehr, daß der weltgrößte Softwarekonzern auch künftig freundlich sein wird. Sind wir noch sicher ohne schriftliche Verträge mit Onkel Bill und seinem - vom wilden Affen gebissenen - CEO Ballmer? Das sind doch die falschen Fragen, liebe Leute! Waren wir denn je sicher? Okay, Microsoft hat Office herausgebracht für MacOS und eine solide Portierung für MacOS X - und damit eine schöne Stange Geld verdient. Wieso sollte das Unternehmen dies nicht weiterhin tun? Oft wird Microsoft gepriesen für die altruistische Beteiligung an Apple, die damals angeblich das ‹berleben gesichert hat. (Stimmt nicht übrigens.) Zum Kuckuck nochmal, Microsoft stand damals mit dem Rücken zur Wand, der Kartellprozeß sah übel aus und da kam es Bill Gates gerade recht, sich medienwirksam für einen Konkurrenten auf dem Betriebssystemsektor zu engagieren. Die Aktie hat sich seither sehr positiv entwickelt, MS kann zufrieden sein. Es gibt für Microsoft keinen Grund, jetzt auf Apple loszugehen - immerhin drohen noch genug Klagen, und Apple hat ein wesentlich besseres Image als Microsoft. Unser Computerhersteller hat derzeit eine Deckung von 8 Dollar pro Aktie im Umlauf, viel solider geht es nicht mehr, wieso machen sich alle Sorgen? Etwas weniger weinerlich bitte, von Microsoft hängt nicht das Wohl und Wehe Apples ab. Eher vom eigenen Managment, von der Produktlinie und der community. Abschließend sei es wieder einmal gesagt: we don¥t link to microsoft.com

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