ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 610

Nobelpreisträger gegen Microsoft-Vergleich

"Dickless" - nur in gehobener Fachsprache...

Autor: bh - Datum: 31.01.2002

Gleich zwei Nobelpreisträger (÷konomen) haben sich gegen den Vergleich zwischen den Generalanwälten und Microsoft ausgesprochen. Joseph Stiglitz und Kenneth Arrow haben beide die Richterin Colleen Kollar-Kotelly (lustiger war nur noch Bouthros Bouthros-Ghali) aufgefordert, härtere Strafen gegen denn weltgrößten Softwarekonzern zu verhängen. Mit grandiosem Lobbying ist es Microsoft in den letzten Jahren gelungen, die in erster Instanz festgestellten Tatsachen zu verschleiern - daß der Konzern nämlich seine dominierende Stellung mißbraucht hat, Kunden und Konkurrenz geschädigt und Innovation behindert hat. Mag das Strafausmaß der Aufteilung in zwei Konzerne aufgehoben worden sein, der prinzipielle Schuldspruch von Thomas Penfield Jackson ist aufrecht und unumstritten. Besonders Stiglitz wird deutlich in seinen Erläuterungen, wenn er sagt: "The settlement suffers from toothless enforcement procedures that would allow Microsoft to reap the fruits of its monopoly for a significant ñ potentially indefinite ñ period." Mehr dazu bei Newsbytes, wir können nur wieder einmal betonen, daß wir nicht zu Microsoft linken. Die letzte Instanz, die über das Verhalten von Konzernen entscheidet, ist immer noch der Kunde. Wollen wir die Handlungsweise von Microsoft hinnehmen, oder ein klares Zeichen setzen? Lediglich die Unfähigkeit staatlicher Gerichte anprangern, die mit einem solchen Fall überfordert sind, ist zu wenig. Die Entscheidung findet in IHRER Geldbörse statt...

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