ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 618

Apple ändert seine Reparaturpolitik!

Schluß mit "Direct Service"

Autor: bh - Datum: 29.01.2002

Vivat! Die umstrittene Reparaturpolitik von Apple mit Namen "Direct Service" wird zurückgenommen. Oder adaptiert, damit es für Apple nicht das Zugeben eines Fehlers ist. Aufmerksame Leser werden sich erinnern, daß die MacGuardians damals zu einer Protestaktion aufgerufen hatten, der befreundete Seiten wie Benchmark-Experte Macinfo, die fröhliche community von Macelodeon, der Einzelcracker Olaf Crackintosh und die Schlagzeilenmeister bei MacStart gefolgt waren. Gemeinsam deponierten wir damals unsere Bedenken und die vielen Mails der Benutzer bei Apple Deutschland. Auf diversen Pressekonferenzen waren Apples Vertreter wiederholt scharfen Fragen zu diesem Thema ausgesetzt, und auch die Printmedien hielten es dankenswerterweise am köcheln. Nunmehr wird es auch wieder normalen Händlern möglich sein, PowerBooks und iBooks zu reparieren. Apple reagiert damit logisch: den neuen iMac dürfen die Händler reparieren, die ähnlich kompliziert gebauten tragbaren Macs aber nicht? Das kalifornische Computerunternehmen hat sich dazu durchgerungen, nun auch wieder den Kundenservice am Ort zu ermöglichen. Wie schnell ihr Mac also wieder einsatzbereit ist, hängt ab nun nicht mehr von der Reise nach Holland ab. Die notwendigen Ersatzteile werden von Apple nun wieder geliefert. Die Händler können für ihre Techniker Schulungen buchen, im in die technischen Details der Geräte eingeweiht zu werden. 400 Euro pro Techniker pro Gerät sind fällig, nach dieser Vorinvestition dürfen die meisten Reparaturen wieder dort erledigt werden. Die ersten Schulungen beginnen am 7. Februar, eine offizielle Pressemitteilung von Apple steht noch aus, wird aber bald erwartet. Wir werden uns die Bestimmungen genau ansehen, das ist ein Versprechen.
Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung - zur Kundenfreundlichkeit. Es war ja nicht einzusehen, wieso mein verdienter und bewährter Techniker das iBook nicht reparieren können sollte, wenn er es bei den Vorgängermodellen auch geschafft hat. Apple zeigt in einem vielbeachteten Punkt, daß es auf seine Kunden hört, und dieses Signal ist wichtig. MacGuardians möchte allen befreundeten Websites der Mac-community und seinen Lesern danken, die damals als Unterstützer der Protestaktion aufgetreten sind. Gemeinsam: Guarding the Mac - serving the community!

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