ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 624

Apple Europe Chef Cagni: kein Mac-Benutzer bis zum Engagement

Anforderungsprofile bei unserem Hersteller wären spannend...

Autor: bh - Datum: 28.01.2002

Pascal Cagni, der Apple-Europa Chef, hat vor seinem Engagement im April 2000 keinen Mac benutzt. Wow. Er war Manager bei NEC-Packard-Bell Europa, was ihm sicherlich einen ordentlichen background im IT-Business verschafft. Vielleicht hängt die Managment-Frage aber genau hier: Apple versucht, mit normalen IT-Leuten sein Geschäft zu managen, obwohl der Apple-Markt etwas besonderes ist und seine Anomalien hat. Es ist schon zu bevorzugen, wenn die eingesetzten Manager nicht erst von ihren Assistenten für das zu verkaufende Produkt begeistert werden müssen. Heute verkauf ich Autos, morgen Macs, mir doch egal? Die langjährige Tätigkeit bei Adobe, die DACH-Geschäftsführer Frank Steinhoff hinter sich hat, ist irgendwie sehr beruhigend. (So aus dem Bauch heraus gesagt...) Der Mann weiß, wie es läuft und kennt die community, ohne damit nun Cagni diskreditieren zu wollen. Angeblich gab es auch Zeiten wo in Steve Jobs Büro kein Mac stand, zu dogmatisch wollen wir ja auch nicht werden. Pascal Cagni gab jedenfalls dem Herald Tribune ein Interview, das Aufschluß gibt über die aktuelle Mannstärke Apples in Europa - keine tollen Einblicke, aber ein bißchen gutes Basiswissen.

Kommentare

"Bedienung" und "Kundendienst" in Apple-Centern

Von: RA Dr. Hannes PRAMER | Datum: 24.11.2004 | #1
RECHTSANWALT
DR. HANNES PRAMER
VERTEIDIGER IN STRAFSACHEN

A - 1070 WIEN, STIFTGASSE 15
TEL. 526 - 19 - 26, FAX DW 21


An die Herren
Schneider & Tischer
„Apple Center Wien“

Stiftgasse 21
A -1070 WIEN Wien, am 20.11.2004/I/e
per Telefax 526 6391





Betrifft: Zur „Kundenbedienung“ im Wiener Apple Center Stiftgasse




Sehr geehrte Herren Schneider und Tischer!

Ich erlaube mir von einem geradezu beispiellosen Vorfall zu berichten, den ich gestern von einem Ihrer Verkäufer erleben durfte und der konträr zu Ihren Bemühungen um Kunden steht:

Ich hatte am 19.11.2004 telefonisch anfragen lassen, ob eine bestimmte Ware bei Ihnen vorrätig sei. Dies wurde mir bestätigt. Die darauf bestellte Ware sollte zur Abholung an der Kasse bereit gelegt werden, wo ich sie persönlich abholen wollte. Wollte, denn Ihr Mitarbeiter an der Kassa zeigte sich über meine Bestellung uninformiert und war die bestellte Ware auch zur Abholung nicht vorbereitet worden.

Ich wurde in den Keller/Lager geschickt, wo ich mich weiter durchfragen sollte.

Im Keller war ein mit einem Kunden redender Verkäufer. Ich bat beide Herren meine „Störung“ zu entschuldigen und fragte an, wo bzw. von wem ich die bestellte Ware ausgefolgt bekommen könne. Meine Frage wurde von Ihrem Verkäufer nicht beantwortet. Dafür hielt dieser es für offenbar richtig mich zu fragen, ob ich „denn nicht sehen könne, dass er doch gerade mit einem Kunden rede.“

Diese Präpotenz, die den Bemühungen Ihrer sonstigen Verkäufer und auch sämtlichen Intentionen der Fa. APPLE zuwiderläuft, war mir bisher nur aus einem Fall bekannt: Dem von diesem jungen Mann seinerzeit versuchten Plattenhandel, dessen Ende ja allgemein bekannt ist.

Ich glaube doch, dass man einem halbwegs kundenorientiert geführten Betrieb den Rede-schwall eines Verkäufers mit der Frage nach einer bestellten und angeblich zur Abholung vorbereiteten Ware noch unterbrechen darf, ohne Gefahr zu laufen, eine derart freche, ja dumme - weil nicht allein Ihr Geschäft treffende, sondern auch die Fa. APPLE schädigende - Antwort zu bekommen.

Nachdem mir als jahrzehntelanger APPLE-Kunde und aus dem jahrelang bestehenden örtlichen Naheverhältnis zu Ihnen bestens bekannt ist, wie gründlich Sie Ihre sonstigen Verkäufer schulen, darf ich ersuchen mir Ihre - hoffentlich im Kundeninteresse liegende! - Veranlassung kurz mitzuteilen, weil ich sowohl die Wiener Apple Center wie auch Sie weiter in guter Erinnerung behalten möchte.

Freunde, die ähnlich schlechte Erfahrungen machen durften, wie ich, haben mir geraten, dass die - nicht nur hier an den Tag gelegte - Dienstbeflissenheit dieses Verkäufers an sich der Information einer breiteren Öffentlichkeit wert wäre. Ich hoffe, dass es ausreichen sollte, wenn Sie für die energische Abstellung dieses auch für Sie peinlichen Verhaltens Sorge tragen, für das sich jeder Verkaufslehrling im ersten Lehrjahr zutiefst schämen und entschuldigen müßte.

Ich sehe Ihrer Veranlassung mit Interesse entgegen und verbleibe

mit freundlichen Grüssen

Dr. Hannes Pramer








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