ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 638

Ericsson: 2,2 Milliarden Euro Verlust

Hallo Analysten: warum werden die nicht verprügelt?

Autor: bh - Datum: 25.01.2002

Was bringt uns Schweden ausser IKEA und ABSOLUT VODKA? Mobiltelefone! Ericsson meldet ein schreckliches Jahr der Firmengeschichte: nach 1,5 Milliarden Euro Gewinn im Jahr 2000 mußte der Konzern nun 2,2 Milliarden Euro Verlust wegstecken - das ist ein Zehntel des um 5% geschrumpften Umsatzes. (Zum Vergleich: der grosse Konkurrent Nokia hat satte Gewinne zu verzeichnen.) Ericsson-Vorstandschef Kurt Hellström meinte, er sei trotz der roten Zahlen zufrieden mit der Bilanz, da der Verlust im letzten Quartal schon geringer ausgefallen sei. Ericsson habe das "schlimmste Jahr in der Geschichte der Mobilbranche" gut überstanden und stehe vor einer positiven Entwicklung. Na, das ist doch das wichtigste, daß dem Chef die 2,2 Milliarden Verlust nichts ausmachen. Vermutlich machen diese Zahlen den 22 100 gekündigten Angestellten etwas aus - Ericsson hat die komplette Produktion von Mobiltelefonen an Flextronic in den USA ausgelagert. Im Markt für UMTS will Ericsson - nachdem man sich bei einem Deal mit Microsoft die Finger verbrannt hat - nun mit Sony erfolgreich sein. Der Mobilfunk der "dritten Generation" soll aus Schweden kommen, schon dieses Jahr wird eine Rückkehr in die Gewinnzone erwartet. Wenn aber nicht? Na dann gibt es immer noch den IKEA-Shop, wo man sich mit Vodka zudröhnen kann, Herr Hellström. ABSOLUT.

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