ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 65

Schweizer ƒpfli

Stevenote in Zürich

Autor: wp - Datum: 18.07.2002

Großvater, im Dörfli in der Schule haben Sie einen neuen Computer hingestellt, der ist ganz arg hässlich.
Hm?
Ja, als ich in Frankfurt war, bei der Clara, da gab es viel schönere. In hübschen Farben, und einer war so grün wie die Tannen bei uns vor der Hütte. Es war ein ƒpfli drauf, in das schon jemand reingebissen hatte. Und alles ging damit so schön einfach; sogar Fräulein Rottenmeier konnte damit umgehen.
Aber Heidi, Kind, sei nicht traurig. Komm lieber mit und schau, was ich hier in der Kammer für dich habe.
Oh, Großvater, wie schön: ein ƒpfli-Computer! Der sieht aber komisch aus, wie eine Schreibtischlampe. So ein breiter Bildschirm, wie eine riesengroße Schoggi! Und so weiß ist er, wie das Schwänli. Danke, Großvater, danke!
Schon gut, Kind. Noch besser ist aber, dass du jetzt mit dem Geißenpeter chatten kannst, wenn du zu Hause bleiben musst und er beim Hüten sein iBook dabei hat.
Das ist wunderbar, Großvater. Aber sag: Woher hast du all die neuen Sachen? Bei den MacGuardians hat Daniel Dalquen in MacReview eben geschrieben, dass alles in Zürich gerade erst im Bild gezeigt worden ist.
Vergiss Zürich, mein Kind! Dort mögen sie eh nicht so gerne die ƒpfli-Computer. Mir hat die neuen Sachen der Steffel aus Amerika geschickt. Der kam irgendwann auf die Alm und wollte zur Selbsterfahrung Ziegen hüten. Er hat immer was davon erzählt, er würde die schönsten Computer bauen - ich habe das damals für wirres Zeug gehalten. Aber meinen Käse hat er gemocht, genau wie du, und so schickt er ab und zu ein liebes Päckli auf die Alm.

Kommentare