ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 673

Microsoft im Markt für Security-Software?

Der Spaß geht weiter...

Autor: bh - Datum: 19.01.2002

Einige Mails kamen rein zu Bill Gates starker Ansage betreffend Sicherheit von MS Produkten. Wie auch ein Kollege von den MacMarines, Jim Mowreader, treffend bemerkte, TUT Microsoft ja nichts. Der Vertrauensverlust der Kunden wurde endlich bemerkt, kaum ein Unternehmen kann es sich leisten, sensible Daten den Programmen anzuvertrauen, die für den Großteil der kursierenden Viren verantwortlich sind. "Digitale Emmentaler" - überall Löcher, sagte ein Freund neulich. Wie reagiert Microsoft auf das Problem? "Instead of fixing the problem, announce a PR initiative! We get "I want my programmers to choose security over features" instead of "we are launching a complete review of all of our code base looking for security holes and fixing them as we find them." Denn dann müßte Microsoft ja Sicherheitslücken und Fehler in vielen Programmen zugeben, und das tut das Unternehmen ja meist erst auf Nachfragen, wenn leugnen aufgrund der Beweislage zwecklos geworden ist. Somit beschwichtigt Microsoft jetzt wieder mit der "Sicherheits-Kampagne", aber wird etwas geändert? Wird hier etwa nur der Boden bereitet für ein NEUES Produkt? Bei ZDnet findet sich eine Geschichte mit köstlichen Aussichten: Bill Gates deutete beim Abendessen vor der Windows XP Präsentation an, daß Microsoft mit eigenen Security-Programmen auf den Markt kommen könnte. Diese Applikationen wären klarerweise ein Hit - denn wer weiß besser als Microsoft, wo die Fehler, bugs, NSA-keys und Sicherheitslücken versteckt sind.

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