ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 839

74 Treffer für Thomas Maschke

Eine kurze Rezension und ein langes Interview

Autor: wp - Datum: 06.05.2002

"Schock deine Eltern, lies ein Buch!" hieß einst ein bezeichnender Slogan des deutschen Buchhandels, dessen tiefe Wahrheit spätestens seit der PISA-Studie gnadenlos ans Licht kommt. Der Mac-User allerdings hegt in der Regel keine Abneigung gegen Bücher, sondern greift immer wieder gerne zu einem PowerBook, und je nach Kassenlage gibt es alle zwei bis fünf Jahre ein Neues - da können viele (z.B. solche, die schon öfter auf Mallorca waren als in einem Buchladen) wohl nur dann mithalten, wenn man auch den Kauf eines von Walt Disney's lustigen Taschenbüchern mitzählt. Genug der Realsatire: Nur Power ohne Smart mag manchem Windows-DAU reichen, dem Mac-User stünde ein solche Attitüde selbstredend schlecht zu von Individualität und Kreativität gezeichnetem Gesicht. Also darf's auch ein bisschen mehr sein, nämlich ein SmartBook, und dann am besten das von Thomas Maschke über MacOS X. Gila und Roland Müller haben das Druckwerk begutachtet und den Autor gleich mit. Die kurze Rezension des SmartBooks MacOS X und das lange Interview mit Thomas Maschke, einem der wichtigen deutschsprachigen Autoren der Mac-Szene, gibt es zu - na was schon - lesen bei MacReview. Vor mir liegt eine richtig dicke Schwarte: Mac OS X, das SmartBook für Einsteiger, Umsteiger und Aufsteiger. Autor: Thomas Maschke. Thomas Maschke? Der selbe Thomas Maschke, der bereits seit Jahren Bücher rund um den Mac publiziert? Genau der! Doch dazu später mehr. Erst einmal wollen wir einen Blick auf dieses fast 500-seitige Druckwerk werfen, das in 12 Kapiteln Ein-, Um- und Aufsteigern Mac OS X näherbringen will.

Typisch SmartBook

Zuerst fällt das auf, was alle SmartBooks auszeichnet - eine saubere, praxisnahe und sehr umfängliche Gliederung, viele Abbildungen und Texte, die durchsetzt sind mit zahlreichen Icons, unter denen hilfreiche Tipps, Tricks und Verfahrenshinweise ins Auge springen. Gerade für Anfänger macht das die Orientierung leicht. Die Usability ist also gewährleistet. Sehr gut.

Klartext für Einsteiger

Erfreulich ist Thomas Maschkes plakative und leicht verständliche Sprache. Da hat mal nicht ein Unix-Zauberer und Systemprogrammierer sich zu OS X ausgelassen, sondern ein ganz normaler Mac-User. Was natürlich auf der Kehrseite bedeutet, dass Leser, die schon etwas tiefer in der Materie drinstecken, nicht die Zielgruppe dieses Buches sein können. Es ist nicht die OS X Bibel für Fortgeschrittene, sondern eine Einstiegshilfe "for the rest of us". Neben dem erfreulichen Verzicht auf Fachchinesisch fällt außerdem auf, dass der Autor offensichtlich vom Thema selbst ziemlich begeistert ist. Sollte da ein Mac-Fan aus Überzeugung am Werke sein?

Zuviel Classic

Was beim Querlesen allerdings auch auffällt: Dafür, dass es hier primär um OS X geht, wird viel, vielleicht zuviel über die Classic-Umgebung geschrieben. Das mag allerdings daran liegen, dass uns die 1. Auflage 2001 vorlag. Bei einem Update und mit zunehmender Durchsetzung von OS X als alleinige Systemumgebung sollte sich das noch ändern. Wer will, mag das als einen Wink mit dem Zaunpfahl an den SmartBook Verlag verstehen. ;-)

Fazit also

Das Mac OS X SmartBook von Thomas Maschke schafft genau das, was die Unterzeile "... für Einsteiger, Aufsteiger und Umsteiger" verspricht: Es ist eine leicht, schnell und flüssig konsumierbare Einstiegshilfe in das grundlegend neue Betriebssystem des Mac. Es erfindet die Welt zwar nicht neu - es gibt durchaus Überschneidungen mit Apples eigenem Infomaterial - aber für jeden Neueinsteiger, insbesondere auch aus dem Windows-Lager, sollte es seinen festen Platz im Bücherschrank haben.

So weit, so gut

Wir haben es eingangs ja schon gesagt: Bei dem Namen des Autors Thomas Maschke wird es bei manch einem in unserer kleinen, feinen User-Community vermutlich "Klingeling" machen. Uns selbst ging es da nicht anders. Und deshalb haben wir versucht, ein Date mit dem Autor zu machen, um ein wenig mehr über ihn zu erfahren. Wer ist das, dieser Thomas Maschke? Und wie ist er dazu gekommen, Bücher über den Mac zu schreiben? Nun, an einem lauen Frühlingsabend haben wir ihn im "Jungen Öttinger", einem unter Rheingauer Weinkennern bekannten Gutsausschank getroffen, in Begleitung seiner charmanten Lebensgefährtin.

Eine Aufzeichnung des dort geführten Gesprächs gibt es hier.

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