ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 867

Projekt PowerMacincube Teil 5: Haste Töne!

Eine Reportage von Dr. Frankenmac

Autor: wp - Datum: 11.06.2001

Tja, liebe Macianer und Liebhaber von Ärzteserien im Abendprogramm. Irgendwie kommt unser kleines Transplantationsprojekt nicht zum Ende. Eigentlich wollte ich ja mit Teil 4 das große Finale erreicht haben. Aber Pustekuchen! Nachdem mich ein freundlicher Beobachter neulich per Mail auf die beiden Apple Pro Speaker angesprochen hat, die auf einem der Fotos des letzten Teils zu sehen waren (Hi Stefan!), musste ich dann doch nochmal an meinen Patienten ran. Zwar ist es mir (noch!) nicht gelungen, die Pro-Speaker am PowerMacincube zum Leben zu erwecken (aber das ist nun wirklich eine andere Geschichte), aber das Audio-Problem hat mich nicht mehr losgelassen. Und ja, ich gestehe: Noch ist der PowerMacincube stumm wie ein Fischlein!

Archäologie bei eBay

Da ich wenig Lust hatte, einen langweiligen Monolautsprecher irgendwo ins eh enge Cube-Gehäuse zu verpflanzen, musste ich mich auf eine Tour in meine Organbank, Entschuldigung, ins Internet begeben. Denn die Insider unter Euch wissen natürlich, dass Apple die Baureihe der beigen G3s mit einem eigenen proprietären (Apple lernt's halt nimmermehr ;-) Erweiterungs-Slot versehen hat namens PERCH. Dieser Slot sitzt gleich nehmen den 3 PCI-Slots und beherbergte normalerweise eine Audiokarte oder luxuriöser eine kombinierte Audio- und A/V-Karte. Dummerweise ist letztere seltener als ein gesunder Patient auf dem OP-Tisch von Dr. Frankenmac. Egal. Manchmal braucht man einfach nur Glück. Und das hatte Euer Dottore diesmal, und zwar wie so oft bei eBay/USA. Nach einem heißen Bietgefecht ging das Kärtchen für viel zu viele Dollars in meine zittrigen Hände über.

Audiokarte

Es einzusetzen war ein Klacks. Nur: was nun? Die Apple Pro-Speaker waren keine Lösung: USB! Also musste was anderes her. Etwas, das auch das Auge Eures Schönheits-Chirurgen befriedigt...

Immer schön flach halten!

Bei einem meiner vielen Ausflüge im virtuellen Raum bin ich auf diese Website gestoßen: http://www.sonigistix.com/ - und war entzückt! Denn was da unter dem (regen)schauerlichen Namen "Monsoon" angeboten wird, sieht aus wie für unseren schwarzen Cube gemacht. Einige Testberichte später war ich auch überzeugt, dass es klingt, wie es aussieht. Nur der Preis, naja, nicht gerade billig. Aber durchaus noch akzeptabel. Nachdem Euer Doc dann in Ol' Germany keine willige Quelle für Monsoon MM-700 oder MM-1000 gefunden hat, mussten wieder mal unsere amerikanischen Freunde herhalten. Wie der Zufall so spielte, hatte http://www.outpost.com/ gerade ein Sonderangebot laufen: Monsoon MM-1000 in "damaged box", aber ansonsten tadellos. Und deshalb immerhin 60$ billiger. Nun, was soll ich sagen? Nach kurzer Beratung mit der Oberschwester und weil es ja um einen dringenden Notfall ging, arrangierten wir eine sofortige Überstellung der Transplantate an die Dr. Frankenmac'sche Privatklinik.

Monsoon

Nichts gegen Harman Kardon, aber...

Kleines Manko: Nachdem 2 Tage später (jawohl: ZWEI TAGE!!!) die Lieferung aus USA eingetroffen war, blieb eigentlich nur noch die Stromversorgung zu lösen. Zwar hatte ein örtlicher Elektronikhändler ein halbwegs passendes Netzteil parat (13,8V statt der eigentlich benötigten 15V und 4A statt der ausreichenden 3A). Aber da dem behandelnden Arzt ein massiver Regeltrafo aus DDR-Beständen zur Verfügung stand, war kein deutsches Netzteil von Nöten, um den fetten Subwoofer zu füttern, an dem die beiden flachen Magnetostaten angeschlossen sind, die nun das Desktop angemessen schwarz zieren.

Subwoofer

Tschingdara!

Alles eingestöpselt. Und zwar zuerst den Subwoofer mit der beiliegenden Stereo-Klinke in das entsprechende Audio-Out der PERCH-Karte. Den am gleichen Kabel hängenden externen Lautstärkeregler neben den Cube gelegt, sehr praktisch, das. Die Magnetostaten an die Boxenausgänge des Subs angeschlossen und das Netzteil an den Stromeingang. Und schließlich den Regeltrafo in Stellung 120V eingeschaltet. Guuut! Eine grüne LED am Subwoofer zeigt, dass der Tanz losgehen kann. Dr. Frankenmac startet den PowerMacincube ... und hat vergessen, die Lautstärke vorsorglich runterzuregeln! Der Start-Akkord des Mac OS lässt für einen Moment die Wände des OPs beben! Das klingt vielversprechend. Und voller stiller Genugtuung starte ich iTunes und nehme mit der ganzen Schwesternschaft ein reinigendes Bad in den Klangfluten.

Haste Toene

Damit verabschiedet sich Euer Doktor erst mal für ein Weilchen von diesem Projekt. Zumindest so lange, bis ein G4 Dual-Kärtchen für unseren Lieblings-Patienten an der Notaufnahme abgegeben wird. ;-) Wer Fragen hat, kann sie hier loswerden: cube@duesenschrieb.de - und vielleicht lasse ich sogar ein paar Hinweise auf das nächste Projekt raus. Wenn es wieder heißt: "Dr. Frankenmac, bitte in die Notaufnahme!"

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