ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 939

Dream Team in Köln

von Lars Heidemann (Fotos) und Wolfgang Pohl

Autor: wp - Datum: 09.04.2001

Am vergangenen Samstag (7. April 2001) war es endlich soweit: die ersten MacGuardians bei einer Aktion von "I have a dream". Das Ganze mitten im Herzen der Rheinmetropole Köln, am langen Einkaufssamstag im MediaMarkt - wir sind doch nicht blöd! Also: Lars Heidemann, Öffentlichkeitsarbeiter Nummer eins der MacGuardians, Matthias Lück, freiwilliger "Dream"er, zusammen mit mir: ein echtes Dream Team.

Nach kleinen Unklarheiten in vorletzter Minute, derentwegen sich Lars am Rande des Nervenzusammenbruchs befunden hatte, konnten wir letztlich doch in Ruhe den Tag beginnen. Lars war bestens ausgerüstet mit allem, was ihm zur Zeit auf einem Mac vorzeigenswert erschien: iMovie 2, iTunes sowie Vorführexemplare von office2001:mac, VirtualPC 4 (mit WindowsMe) und der Virtual Gamestation von Connectix. Dazu kamen jede Menge Film-Trailer, Audio-Files, Fotos und Playstation-Spiele (inklusive Joystick). Connectix hatte übrigens auch T-Shirts spendiert, mit denen wir uns ein uniformieren durften.

Macs links

Das Angebot an Macs im MediaMarkt war mittelprächtig. Ein Cube mit 15-Zoll-Apple-Flachbildschirm zum Paketpreis von 5999 DM, drei iMacs der vorigen Generation, nämlich ein iMac 400 indigo für 2499 DM und zwei iMacs 450 in ruby und sage zu 2699 DM, sowie ein einziger neuer "Rip. Mix. Burn." iMac 500 Blue Dalmation mit CD-Brenner zu 2999 DM. Dazu kam dann später noch ein iBook 366 lime, das vorher völlig vereinsamt sein Dasein zwischen vielen bösen Wintel-Notebooks gefristet hatte. Erst einmal am Apple-Stand angekommen, der direkt an der Treppe halbwegs gut positioniert war, wurde es dann umso netter behandelt.

iBook tenderness

Im Lauf des Tages erweiterte sich die von uns benutzte Hardware-Palette dann noch kräftig. Mit einer harmlosen Steckerleiste hatten wir angefangen, und am Ende hatten wir vom MediaMarkt eine DV-Kamera von Canon, eine Digitalkamera von Kodak und einen HP-Drucker für Demonstrationszwecke ausgeliehen.

Macs rechts

So waren dann alle vorhandenen Macs arbeitsteilig ausgelastet: An den Cube war die DV-Kamera via Firewire angeschlossen, so dass sich die Kunden selbst bestaunen und von Matthias die Vorzüge von iMovie erklären lassen durften. Auf den iMacs liefen Filmchen, Fotos (mit Drucker), MS Office, Musik (mit iTunes) und die Gamestation, und das iBook wurde später auch noch mit ein paar Filmtrailern ausgestattet.

So weit, so gut. Von den chicen Computern und den ständigen Aktivitäten angezogen, haben sich wahrscheinlich an diesem Samstag mehr MediaMarkt-Kunden Macs angesehen als sonst in einem Monat. Verkauft haben wir allerdings keinen Mac. Immerhin hatten wir bei einer ganzen Reihe von Kunden den Eindruck, sie würden nun den Kauf eines Macs ernsthaft erwägen, auch wenn sie deshalb nicht in den MediaMarkt gekommen waren.

Damit deutet sich ein Problem bei einer solchen Werbeaktion an: Ohne Werbung seitens des Verkäufers (in diesem Fall der MediaMarkt) wissen die meisten Leute gar nicht, dass es dort überhaupt Macs zu kaufen gibt. Andersherum gesagt: Wer einen Mac kaufen will, geht in der Regel nicht zum MediaMarkt. Bei einer solchen Aktion geht es also nicht darum, jemandem, der sich für einen Mac entschieden hat, bei der Auswahl des richtigen Geräts zu helfen, sondern um echte harte Bekehrungsarbeit. Die nicht so leicht fällt, wenn bei nicht mehr aktuellen Modellen gar keine Ermäßigung drin ist.


Teilweise musste aber auch Trost gespendet werden: eine ganze Reihe von Kundinnen und Kunden bekamen beim Anblick der Macs ein mehr oder weniger feuchtes Glänzen in die Augen, konnten oder wollten die Investition aber nicht übers Herz bringen. Vielleicht beim nächsten Mal!

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