ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 983

Papa, da ist ein Sommerloch in der Sonntagszeitung!

Einmal an der Oberfläche gekratzt

Autor: bh - Datum: 30.11.1999

Einer unserer eifrigsten MediaWatcher ist Rolf Buholzer - der uns diesmal eine Verteidigungsschrift pro Microsoft schickt, die kaum zu überbieten ist. Die Schweizer Sonntagszeitung ist sich leider für ein Aufwärmen alter Geschichten nicht zu blöd. Gezeigt wird lediglich, daß manche Menschen Microsoft nicht mögen - keinem einzigen Fall wird auf den Grund gegangen, Kritiker werden in die Nähe von psychisch Gestörten gestellt. Nach diesem Beitrag weiß man wieder, wie sich "Oberflächlichkeit" schreibt und wieso das Sommerloch nicht gut für den fortgeschrittenen Leser ist. Zwar werden richtigerweise sehr üble Zitate von Scott McNealy bloßgestellt, doch was ist damit gewonnen? Alle sind böse, also ist es egal, wessen Software ich kaufe? Eben diese verdammte Wurschtigkeit ist es, woran die Welt krankt - zu viel Information, zu wenig Analyse, zu viel kleine Newsfetzen, die wir aber nicht mehr bis zu einer eigenständigen Reaktion weiterverarbeiten. Schweizer Sonntagszeitung! Nehmt euch mal Zeit und probiert es mit einer Analyse, und dann will ich Artikel lesen, die ohne die Worte "Standard", "Industriestandard", "Weltmarktführer" und "Imperium" auskommen. Des weiteren ist es verboten, die Phrase "muß man ihm eigentlich zugute halten" mit dem Namen "Bill Gates" zu verknüpfen! IST DAS KLAR? Dannisjagut. Danke Rolf für den Lesetipp.

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