ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 990

Infoweek: mehr Windows in schweizer Schulen!

Ähnlich wichtig: mehr Schweizer Schulen in Windows!

Autor: bh - Datum: 01.05.2002

Dank gebührt den Lesern Stephan und Ernst für den Hinweis auf die Schweizer Infoweek. Dort ist offenbar große Party der Windozer und wir sollten dafür sorgen, daß auch der Bär vorbeikommt und im Kettenhemd steppt. Aber gern - denn dieser Artikel ist wieder mal ein Hammer!
In der Schweiz, wo Apple im Bildungsbereich tolles leistet, muß man den Vergleich mit Windows nicht scheuen - vor allem was die Supportkosten anbelangt. Herzliche Grüße an unsere Freunde in Zürich...
Es zeichnet sich kein Ende der Mac-Vorherrschaft im Schweizer Bildungswesen ab. Ganz im Gegenteil: Unzählige neue Entwicklungen für Schulen und Lehrinstitute setzen auf die Plattform mit dem Apfel im Logo. Ja, und es gibt gute Gründe dafür - aber Autor und Infoweek-Chefredakteur RenÈ Dubach ist nicht glücklich damit. Er fordert "die Windows-Plattform zumindest ebenbürtig neben dem Mac an den Schweizer Lehrinstituten zu etablieren". Wieder einmal bekommt der Leser die alte Leier zu hören vom Schattendasein des Mac im Business-Alltag. Apple hat einen Marktanteil von 16% in der Schweiz und das reicht nicht? Wieviel muß man eigentlich bei den überkritischen Eidgenossen haben, um nicht mehr im Schatten sein Dasein zu fristen? Ab welcher Prozentgrenze scheint die Sonne im Tessin? Fragen über Fragen, aber der Spaß geht weiter: was die intuitive Oberfläche des MacOS betreffe habe Windows gewaltig aufgeholt. Nun, ich hatte erst jüngst die Ehre mit einem Windows XP Computer - bunt ist nicht mit intuitiv zu verwechseln. Es gibt beim Mac viele Kleinigkeiten, die unglaublich fein durchdacht sind, und Windows ist nach wie vor ein grober Klotz. "Disregard for details is the first sign of doom", um mit Kai Krause einen Vorkämpfer für anständiges Interface zu zitieren.

Hallo Herr Dubach, aufwachen ist angesagt - schon mal versucht, eine Funknetzwerkkarte unter Windows zu installieren? Ein normales Netzwerk schnell und problemlos - auf jedem beliebigen Mac binnen 5 Minuten. If you are looking for a computer that is easy to use - there is still only one way to go: get a Macintosh. Gut, dann kommen wieder die Kosten, denn Macintosh-Lösungen wären um 30% teurer als vergleichbare Windows-Modelle. Schon einmal was davon gehört, daß viele Schulen auf "wireless classroom" machen, um sich den Umbau eines Informatikraums zu sparen? Drahtlos im Stahlschrank reingerollt, das EDV-Zimmer - DAS ist praktisch und so arbeiten die Chefs. Am Kabel hängt, zum Kabel drängt doch heute wirklich nur mehr die Subkultur. Teurer? In der Anschaffung richtig, aber wenn man einmal die langen Ausfallzeiten und Supportkosten einberechnet, kommt man zu einem anderen Schluß. Die schweizer Lehrer wissen, wieso sie seit Jahren auf Macintosh-Lösungen setzen und nachdem sie damit arbeiten, sehe ich keinen Grund, den Betroffenen eine Windows-Lösung aufs Aug zu drücken. Infoweek - schade! Hätte ein guter Bericht werden können, wie Schüler vorsichtig an Standards wie FireWire, digital Hub und Wireless LAN herangeführt werden, ganz zu schweigen von UNIX-Power und anderen Vorzügen. Manche Journalisten werden nicht müde, den täglichen Blue Screen of Death für jeden Schüler zu fordern. (Bitte nicht den armen Herrn Dubach zuspammen, wenn Sie ihm schreiben: Argumente bringen und immer höflich!)

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